Allensbach-Umfrage
Große Mehrheit empfindet Gesellschaft als gespalten - und Journalismus als wichtig für eine funktionierende Demokratie
Berlin (ots) - Allensbach-Umfrage: Große Mehrheit empfindet Gesellschaft als
gespalten - und Journalismus als wichtig für eine funktionierende Demokratie
Für rund 90 Prozent ist guter Journalismus wichtig für die Gesellschaft und das
Funktionieren der Demokratie | Soziale Medien verstärken für 89 Prozent der
Befragten die Spaltung der Gesellschaft | Prof. Dr. Renate Köcher: "Eine
polarisierte Gesellschaft kann sich nur schwer auf der Basis von Fakten
verständigen und andere Meinungen respektieren. Das ist Gift für die
Demokratie."
gespalten - und Journalismus als wichtig für eine funktionierende Demokratie
Für rund 90 Prozent ist guter Journalismus wichtig für die Gesellschaft und das
Funktionieren der Demokratie | Soziale Medien verstärken für 89 Prozent der
Befragten die Spaltung der Gesellschaft | Prof. Dr. Renate Köcher: "Eine
polarisierte Gesellschaft kann sich nur schwer auf der Basis von Fakten
verständigen und andere Meinungen respektieren. Das ist Gift für die
Demokratie."
Berlin, 7. Juni 2024 - Das gesellschaftliche Miteinander in Deutschland ist in
einer harten Bewährungsprobe. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage, die das
Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) (1.093 Befragte) exklusiv für den heute
in Berlin stattfindenden Medienkongress der freien Presse des MVFP durchgeführt
hat. Demzufolge empfinden nahezu drei Viertel der Befragten (73 Prozent) die
deutsche Gesellschaft bei vielen Themen als gespalten. Für gut zwei Drittel
dieser Personengruppe (67 Prozent) stellt die Polarisierung bzw. Spaltung der
Gesellschaft eine ernsthafte Gefahr für die Demokratie dar. Lediglich 14 Prozent
sehen darin keine ernsthafte Gefahr.
"Was Polarisierung für Folgen hat, lässt sich in diesem Jahr besonders gut in
Amerika beobachten. Eine polarisierte Gesellschaft kann sich nur noch schwer auf
der Basis von Fakten verständigen und andere Meinungen respektieren. Das ist
Gift für die Demokratie. Die Frage ist, wieweit wir auf dem Weg in eine
polarisierte Gesellschaft sind und welchen Schutzwall hier das
Informationsverhalten der Bevölkerung, der Journalismus und die vielfältige
Presselandschaft bieten", erläuterte IfD-Geschäftsführerin Prof. Dr. Renate
Köcher in ihrem Impuls vor den 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Die Allensbach-Umfrage unterstreicht, wie bedeutend unabhängiger Journalismus
und etablierte Medien als Vertrauensanker für das Funktionieren der Demokratie
sowie für die Gesellschaft sind. So werten 91 Prozent der befragten Bürger guten
Journalismus als sehr wichtig (56 Prozent) oder wichtig (35 Prozent) für das
Funktionieren der Demokratie. Rund neun von zehn Befragten stufen ihn als sehr
wichtig (53 Prozent) oder wichtig (35 Prozent) für die Gesellschaft ein: Für 54
Prozent wirken Zeitschriften und Zeitungen der Spaltung der Gesellschaft
entgegen. Soziale Medien hingegen verstärken für 89 Prozent die Spaltung der
Gesellschaft, Influencer und die Plattform X für jeweils 86 Prozent und
Internetforen für 82 Prozent.
"Die freie Presse ist mit über 7.000 Medien-Angeboten der Publikums-, Fach- und
konfessionellen Presse - gedruckt und digital - für Menschen der Vertrauensanker
einer harten Bewährungsprobe. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage, die das
Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) (1.093 Befragte) exklusiv für den heute
in Berlin stattfindenden Medienkongress der freien Presse des MVFP durchgeführt
hat. Demzufolge empfinden nahezu drei Viertel der Befragten (73 Prozent) die
deutsche Gesellschaft bei vielen Themen als gespalten. Für gut zwei Drittel
dieser Personengruppe (67 Prozent) stellt die Polarisierung bzw. Spaltung der
Gesellschaft eine ernsthafte Gefahr für die Demokratie dar. Lediglich 14 Prozent
sehen darin keine ernsthafte Gefahr.
"Was Polarisierung für Folgen hat, lässt sich in diesem Jahr besonders gut in
Amerika beobachten. Eine polarisierte Gesellschaft kann sich nur noch schwer auf
der Basis von Fakten verständigen und andere Meinungen respektieren. Das ist
Gift für die Demokratie. Die Frage ist, wieweit wir auf dem Weg in eine
polarisierte Gesellschaft sind und welchen Schutzwall hier das
Informationsverhalten der Bevölkerung, der Journalismus und die vielfältige
Presselandschaft bieten", erläuterte IfD-Geschäftsführerin Prof. Dr. Renate
Köcher in ihrem Impuls vor den 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Die Allensbach-Umfrage unterstreicht, wie bedeutend unabhängiger Journalismus
und etablierte Medien als Vertrauensanker für das Funktionieren der Demokratie
sowie für die Gesellschaft sind. So werten 91 Prozent der befragten Bürger guten
Journalismus als sehr wichtig (56 Prozent) oder wichtig (35 Prozent) für das
Funktionieren der Demokratie. Rund neun von zehn Befragten stufen ihn als sehr
wichtig (53 Prozent) oder wichtig (35 Prozent) für die Gesellschaft ein: Für 54
Prozent wirken Zeitschriften und Zeitungen der Spaltung der Gesellschaft
entgegen. Soziale Medien hingegen verstärken für 89 Prozent die Spaltung der
Gesellschaft, Influencer und die Plattform X für jeweils 86 Prozent und
Internetforen für 82 Prozent.
"Die freie Presse ist mit über 7.000 Medien-Angeboten der Publikums-, Fach- und
konfessionellen Presse - gedruckt und digital - für Menschen der Vertrauensanker
Verfasst von news aktuell