30% Rendite mit ESG-ETFs
Rendite mit ESG: Dunkelgrüner ETF von JPMorgan ist Performance-Sieger 2024
Nachhaltigkeit muss keine Rendite kosten – im Gegenteil. Laut einer Analyse von CNBC Pro erzielte ein dunkelgrüner ETF 2024 die höchste Rendite aller in Europa gelisteten ETFs. Die Details.
- Nachhaltige ETFs erzielten 2024 höchste Renditen.
- JPMorgan ETF führt mit 30,3% Rendite an.
- Nachhaltigkeit steigert Rendite, nicht Kosten.
- Report: Goldpreis nicht zu stoppen

CNBC Pro hat 321 in Europa notierte ETFs untersucht, die in Aktien, festverzinsliche Wertpapiere oder Rohstoffe investieren und weder gehebelt sind noch von fallenden Kursen profitieren (inverse ETFs). Tatsächlich schaffte es ein ESG-ETF auf Platz 1 der ETFs mit der höchsten Rendite 2024 in Europa:
Top ETFs in Europa 2024
Ticker-Symbol | Name des ETF | Kosten | Gesamtrendite |
JEUS-DE | JPMorgan ETFs US Research Enhanced Index Equity SRI Paris Aligned UCITS ETF | 0.20% | 30,3% |
IQSA-DE | Invesco Quantitative Strategies ESG Global Equity Multi-factor UCITS ETF | 0,30% | 29,9% |
QUFE-DE | Ossiam US ESG Low Carbon Equity Factors UCITS ETF | 0,45% | 28,0% |
FUSR-GB | Fidelity Sustainable Research Enhanced US Equity UCITS ETF | 0,30% | 26,6% |
JJEH-IT | JPMorgan Japan Research Enhanced Index Equity (ESG) UCITS ETF | 0,25% | 22,4% |
Quelle: FactSet, CNBC Pro
JPMorgan ETF führt mit Klimafokus
Mit einer Rendite von 30,3 Prozent ist der JPMorgan US Research Enhanced Index Equity SRI Paris Aligned UCITS ETF (JEUS) der klare Gewinner. Der Fonds kombiniert aktive und passive Anlagestrategien und orientiert sich an den Zielen des Pariser Klimaabkommens, um nachhaltig ausgerichtete Investitionen zu fördern. Er investiert überwiegend in US-Unternehmen und wird in Deutschland ohne Währungsabsicherung gehandelt.
Tatsächlich handelt es sich bei dem ETF um einen "Artikel 9-Fonds" im Sinne der EU-Offenlegungsverordnung. Als "Artikel 9-Fonds" werden in der EU-Taxonomie – einem Klassifizierungssystem für Anlageprodukte – besonders nachhaltige Fonds eingestuft. Sie werden oft auch als dunkelgrüne Fonds bezeichnet.
Der ETF von JPMorgan arbeitet jedoch hauptsächlich nach dem Best-in-Class-Ansatz. Er konzentriert sich damit auf die nachhaltigsten Unternehmen innerhalb seiner Vergleichsgruppe.
Harte Ausschlusskriterien werden weniger angewandt. Lediglich Unternehmen, die gegen die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen und die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte verstoßen, sind vom Investment ausgeschlossen. Auch Investitionen in Unternehmen, die schwerwiegende Verstöße gegen Umweltaspekte begehen, sind im JPMorgan ETF ausgeschlossen.
Invesco knapp dahinter
Dicht auf den Fersen folgt der Invesco Quantitative Strategies ESG Global Equity Multi-Factor UCITS ETF (IQSA) mit einer Rendite von 29,9 Prozent. Mit einem global diversifizierten
Portfolio und einem US-Anteil von 70 Prozent hat der Fonds seine Benchmark, den MSCI World Total Return Index, vier Jahre in Folge übertroffen. Zu den Top-Positionen zählen die Royal Bank of Canada
und Trane Technologies.
Erfolgsfaktor Nachhaltigkeit
Auch andere Top-Performer wie der Ossiam US ESG Low Carbon ETF oder der nachhaltige US-ETF von Fidelity setzen auf ESG-Kriterien und zeigen, dass Nachhaltigkeit nicht Rendite kosten muss – im Gegenteil.
Mit ihrer starken Performance und ihrem ESG-Fokus sind diese ETFs Vorreiter eines wachsenden Trends – und bieten Anlegern nicht nur Rendite, sondern auch Zukunftsperspektiven.
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Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion
