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In ETFs ansparen schon ab 25,00 Euro lohneswert?


ISIN: LU0378438732 | WKN: ETF001
120,43
21:40:42
Lang & Schwarz
-0,22 %
-0,26 EUR

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Hallo Leute,

ich glaube, schon mal hier einen thread eröffnet zu haben.
Ich habe immer wieder das Vergnügen mir Anlagemöglichkeiten anzuschauen, und das obwohl ich eigentlich gar nicht so sicher bin. :D

Daher tue ich mich schwer wirklich meine Anlagepläne umzusetzen.

Momentan habe ich knapp 1.600 Euro auf einem Tagesgeldkonto. Das Geld benötige ich momentan nicht. Man kann zwar niemals nie sagen, aber bisher habe ich es nicht benötigt.

Ich möchte gerne in mehrere ETFs investieren, in mehrere um einfach ein wenig Diversifiktation zu betreiben und hoffentlich damit das Risiko zu minimieren.
Denn, wenn ich so überlege, werden die Börsen auch 2015 an Turbulenz nicht verlieren. Vieles steht an, nur ein Punkt davon ist "Russland vs. Ukraine".

Aber, es gibt immer die, die investieren. Also warum sollte ich nicht dazu gehören?

Ich habe ein gutes Depot gefunden, dass eigentlich kostenfrei laufen könnte, wenn ich folgende ETFs anspare:

http://www.comdirect.de/inf/etfs/detail/uebersicht.html?ID_N…

http://www.comdirect.de/inf/etfs/detail/uebersicht.html?ID_N…

http://www.comdirect.de/inf/etfs/detail/uebersicht.html?ID_N…


Alle drei sind schon ab 25,00 Euro ansparbar.
Auch das ist ein guter Vorteil. Ich möchte gerne nicht die gesammte Summe von 1.600 Euro umschichten, aber zumindest ein Teil.
Also warum nicht mit 25,00 pro ETF anfangen, sprich 75,00 Euro, d. h. 900,00 Euro im Jahr.

Das Tagesgeldkonto werde ich ja weiterhin ansparen. Das ist einfach so eine angewöhnte Sache von mir. Ein Dauerauftrag am Anfang des Monats.

Wenn ich das Tagesgeldkonto mit auch 75,00 Euro bespare, sollte ich zurecht kommen. Ich möchte nicht unbedingt die gesamte Summe in ETFs anlegen.

Lohnt es sich überhaupt so in ETFs mitzumischen bei solchen Summen?
Auch wenn es keine Kosten gibt, weil das Depot kostenfrei ist und die ETFs "in Aktion" sind?

Oder lohnt sich ein ETF erst ab 200,00 Euro monatlich?

Wegen der Kostenfrage könnte ich diese Frage selber beantworten. Eine Gebühr von 3,90 Euro schlägt sich nicht so sehr aus bei einer monatlichen Investition von 200,00 Euro wie bei einer Investition von 75,00 Euro.
Dann muss man noch dazu rechnen, je mehr man diversitionen möchte, desto höher werden die Gebühren.


Was meint ihr damit? Lohnt es sich?
Antwort auf Beitrag Nr.: 48.648.188 von magigstar am 25.12.14 22:02:22Was ich noch ganz vergessen habe.
Ich nutze nicht das Tagesgeldkonto um die Zinsen zu kassieren. So sehr bin ich an die Zinsen nicht interessiert. Hinter dem regelmäßigen Sparen steckt ein wichtiger Sinn, unabhängig von dieser Niedrigzinsproblematik.
Antwort auf Beitrag Nr.: 48.648.200 von magigstar am 25.12.14 22:05:32Ein weiterer Punkt ist:
Wenn ich in ETFs investiere, dann brauche ich einen Anlagehorizont von vielleicht fünf Jahren. Dann muss aber sagen: Innerhalb von fünf Jahren ist dieses Geld tabu, sonst lohnt sich das nicht, es gäbe sonst viel zu viele Schwankungen.

Also wäre es nicht schlecht, weiterhin parallel das Tagesgeldkonto anzusparen. Aber das ist dann wiederrum eine Belastung, die ich momentan nicht tragen kann.
Eine Sparplanausführung kostet doch bei comdirect nicht 3,90, sondern 1,5% und maximal 4,90. Insoweit ist das dann ja mit den Gebühren tatsächlich egal.

Das Risiko steigt natürlich, je mehr Wertpapiere man kauft.
Je mehr Äpfel im Korb, desto wahrscheinlicher, dass ein fauler dabei ist.
Wenn man sowieso schon den Index kauft, statt einzelner Aktien, dann hat man schon sehr viel diversifiziert. Man muss nicht dann noch 150 Länder abbilden.

Grundsätzlich ist das nicht verkehrt, mit den ETFs einen Index oder mehrerere zu sparen.

Wenn einem die Schwankungen nicht geheuer sind, dafür hält der Finanzmarkt Optionen bereit. Vielleicht kann man auch an Discountzertifikate denken und damit die Anlage immer wieder 6 Monate weiterrollen. Mit einer Kaufoption auf den DAX für 200 Euro riskiert man zwar einen Totalbverlust in dieser Höhe, hat aber nur eine Transaktion und dann 1-2 Jahre Ruhe. Außerdem bleiben von den 1600 Euro 1400 auf dem Tagesgeldkonto und sind keiner Gefahr ausgesetzt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 48.648.188 von magigstar am 25.12.14 22:02:22hast du schon überlegt wie du die zu erwartende jahresrendite von roundabout 16€ anlegst?
Ich würde eher die monatlichen Sümmchen ansparen und bei einem Kursrücksetzer dann auf einmal 500 oder mehr investieren. Das bringt am Ende mehr Performance als diese "HäppchenStrategie" und spart enorm Gebühren ;)

Gruß Bernecker1977
Antwort auf Beitrag Nr.: 48.648.509 von honigbaer am 26.12.14 02:38:01
Zitat von honigbaer: Eine Sparplanausführung kostet doch bei comdirect nicht 3,90, sondern 1,5% und maximal 4,90. Insoweit ist das dann ja mit den Gebühren tatsächlich egal.


Nein, weil das eben die ETFs sind, die praktisch "in Aktion" sind, daher kosten diese keine Gebühren.
Und das Depot ist auch kostenlos, wenn man einen Sparplan bespart.


Das Risiko steigt natürlich, je mehr Wertpapiere man kauft.
Je mehr Äpfel im Korb, desto wahrscheinlicher, dass ein fauler dabei ist.


Klar, das kann man aber bei Aktien auch meinen.
Letztlich ging es mir einfach nur um die Diversifikation, sich nicht nur im heimischen Land zu konzentrieren.


Vielleicht kann man auch an Discountzertifikate denken und damit die Anlage immer wieder 6 Monate weiterrollen.


Discountzertifikate zur Absicherung sind ja nicht falsch.
Ich muss mir genau angucken, wie das wirklich funktioniert. Aber das kostet dann auch wiederum.

Warum sollte ich einen Discountzertifikat mit der Kaufoption auf den DAX zusätzllich oder sogar als Alternative kaufen?
Zertifikate sind gut für die Absicherung.


Zitat von shagerage: hast du schon überlegt wie du die zu erwartende jahresrendite von roundabout 16€ anlegst?


Alle drei ETFs sind thesaurierend, da gibt es nichts, was ausgeschüttet wird. Wird direkt in den ETF investiert.



Zitat von Bernecker1977: Ich würde eher die monatlichen Sümmchen ansparen und bei einem Kursrücksetzer dann auf einmal 500 oder mehr investieren. Das bringt am Ende mehr Performance als diese "HäppchenStrategie" und spart enorm Gebühren ;)

Gruß Bernecker1977



Ich traue mir nicht so recht zu bei einem Börsenrückgang so viel Geld auf einmal zu investieren.
Aber die Idee ist nicht schlecht.
Fraglich ist dann nur, wie hoch soll der Kursrücksetzer sein?



Zitat von Datteljongleur: Stimmt genau!

Denn: Cost Averaging - Ein Effekt verpufft an der Realität



Da wird wohl was wahres dran sein. Muss ich mir genauer anschauen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 48.649.874 von magigstar am 26.12.14 15:26:52
Zitat von magigstar:
Zitat von honigbaer: Discountzertifikate zur Absicherung sind ja nicht falsch.
Ich muss mir genau angucken, wie das wirklich funktioniert. Aber das kostet dann auch wiederum.

Warum sollte ich einen Discountzertifikat mit der Kaufoption auf den DAX zusätzllich oder sogar als Alternative kaufen?
Zertifikate sind gut für die Absicherung.
....

Ich traue mir nicht so recht zu bei einem Börsenrückgang so viel Geld auf einmal zu investieren.
Aber die Idee ist nicht schlecht.
Fraglich ist dann nur, wie hoch soll der Kursrücksetzer sein?
...


Noch vorweg, Du siehst, "Diversifikation" und "Cost Average Effekt" sehen die Experten hier etwas kritischer. Entscheidend ist erstmal, dass Du mit Deinen Anlagen zufrieden bist. Für einen anleger aus Deutschland ist ein Investment am DAX orientiert sicher das naheliegendste Aktienengagement. Dass man das als Sparplan machen muss und damit noch nicht ausreichend diversifiziert wäre, sind wohl eher Vertriebsargumente der Banken. Mit dem DAX ist man letztlich fokussiert auf 30 großkapitalisierte Firmen. Aber bevor man jetzt weltweit nach Alternativen schaut, kann man vielleicht mal schauen, welche 10 Firmen im DAX ihren Wert in den letzten 5 Jahren verdoppelt haben.

An der Börse bist Du Dein eigener Koch. Das mit den Indizes und ETFs sind eher die Eintopfgerichte, sicher sättigend, aber ohne Höhepunkte.

Zu den Zertifikaten, die gibt es für jeden Zweck.

Zur Absicherung kann zum Beispiel eine Put-Option dienen. Also eine Verkaufsoption, die zum Beispiel einen Indexstand im DAX von 9.000 garantiert. Das wäre sozusagen eine Versicherung gegen Kursrückgang unter dieses Niveau, die aber ein paar Prozent vom aktuellen Indexstand kostet. (teuer)

Die angesprochenen Discounts sind eigentlich der Gegenteil davon. Man verzichtet dabei auf einen Teil möglicher Gewinne, z.B. über 11.000 im DAX auf Sicht eines Jahres. Dafür kauft man den Discount etwas günstiger als den Index selbst. Auch wenn der DAX auf der Stelle tritt, macht man Gewinn. Nur Gewinne oberhalb der Kappungsgrenze entgehen einem.

Wietere Zertifikate sind Hebelprodukte. Sie dienen auch nicht der Absicherung, sondern ermöglichen mit kleinen Investitionssummen größere Investitionen zu tätigen. Das ist natürlich auch entsprechend riskanter, Chancen und Risiken verdoppeln oder vervielfachen sich, je nach Produkt. Aber gerade wenn man diszipliniert sparen will und wenig Startkapital hat, kann man mit so einem Produkt den Ertrag steigern.

Mal angenommen 1.600 Euro Startkapital und in den nächsten 4 Jahren sollen jeweils zusätzlich 800 Euro gespart werden, Gesamtsumme 4.800. Dann könnte man jetzt schon für meinetwegen 1.200 Euro ein Hebelprodukt auf den DAX mit 4fachem Hebel kaufen. Das entspricht den Chancen und dem Risiko einer Investition von 4.800 Euro. Im Fall einer Kaufoption ist dann zwar eine (teure) Absicherung gegen Verluste eingebaut, die ja vielleicht auch erwünscht ist. Gerade wenn das die ganzen Ersparnisse sind, will man sie vielleicht nicht den Marktschwankungen aussetzen. Außerdem besteht aber eine gute Chance, die Zusatzkosten der teuren Option dadurch zurückzugewinnen, dass man mit den vollen 4.800 Euro auf einen DAX-Anstieg spekuliert, statt nur mit den deutlich niedrigeren Sparraten.

Steigt der DAX schon im ersten Jahr um 10%, muss man ihn ja mit den Sparraten ab dem zweiten Jahr auch entsprechend teurer kaufen! Mit der Option hat man diesen Gewinn schon eingefangen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 48.650.261 von honigbaer am 26.12.14 17:25:25Zertifikate können als Absicherung genutzt werden, müssen aber nicht.

Für mich hört sich ein solche Anlagestrategie nach einer Wette an, mit der Hoffnung, dass das DAX z. B. die 9.900 erreicht.

Alles weitere über 9.900, daran partizipiere ich nicht mehr.
Anders als bei einem ETF.


Die regelmäßige Besparung eines ETFs sorgt für einen ausgeglichenen Depotstand. Ich hab nicht ganz verstanden, was an dem Cost-Average-Effekt falsch sein sollte?


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