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Decheng Technology ein Schnäppchen? (Seite 35)


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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.952.784 von Feldgrille am 13.10.18 23:45:33
Zitat von Feldgrille: 4. Warum soll ich Kapitalherabsetzungen von 100:1 zu machen, und dies mehrmals hintereinander, und dann vergeblich in China zu klagen? Könnte "Insertname" etwas hinsichtlich eines möglichen Betruges bei Decheng vertuschen wollen und fordert daher eine scheinbar einfache Lösung? Könnte "Insername" gar von Dritten für seinen letzten Post bezahlt worden sein?


Das ist eine interessante Frage. Würde mich auch interessieren. Gib doch mal der Staatsanwaltschaft einen Tipp 😉

Zitat von Feldgrille: Finanziell stellen sich alle Aktionäre mit dem jetzigen Status am Besten.


Das wäre noch zu beweisen...
ad Klage
Aussagen über den Erfolg oder „Nichterfolg“ einer etwaigen Klage sind derzeit definitiv verfrüht.

Zunächst sind die Fakten zu erheben, wie zum Beispiel (Liste ist sicher unvollständig) :

Welche (Gesellschafts)rechte besitzt Decheng Deutschland an der Gesellschaft in Hongkong ? Ist Decheng Deutschland am Gewinn, Verlust und am Vermögen dieser Honkonger Gesellschaft beteiligt ? Kann man dem Geschäftsführer der Gesellschaft in Honkong Weisungen erteilen ? Falls nein oder falls er diese nicht befolgt, hat Decheng Deutschland das Recht ihn abzuberufen ?

Welche Rechte wiederum besitzt die Gesellschaft in Honkong an der Geselllschaft in China ? Ist die Gesellschaft in Honkong am Gewinn, Verlust und am Vermögen an Decheng China beteiligt ? Kann man der Geschäftsführung in China über den Weg der Gesellschaft in Honkong Weisungen erteilen ? Falls nein oder falls diese nicht befolgt werden, hat die Gesellschaft in Honkong das Recht die Geschäftsführung in China abzuberufen ?

Falls es derartige Rechte auf Ebene welcher Gesellschaft auch immer nicht gegeben hat, wurde dann die Beteiligung im Einzelabschluss richtig bilanziert ? Hätte überhaupt ein Konzernabschluss aufgestellt werden dürfen ? Waren wenigstens die operativen Zahlen im Konzernabschluss richtig und auf Basis welcher Informationen wurde der Einzelabschluss und der Konzernabschluss erstellt ? Wer hat etwaige Fehlinformationen an den Wirtschaftsprüfer erteilt ? (Gibt oder gab es das sagenumwobene Bankkonto ?). Wurde bei Überprüfung dieser Informationen die notwendige Sorgfaltspflicht eingehalten ?

Gab es die für die korrekte Abbildung in der Bilanz notwendige Rechte zunächst zwar und wurden diese durch einen Rechtsakt nach Aufstellung der Abschlüsse (im heurigen Jahr) konterkariert ? (z.B. könnte die Honkonger Gesellschaft ihre Beteiligung an Decheng China einfach unterpreisig verkauft haben ?).

Oder hat Decheng Deutschland ohnedies alle direkten und indirekten Rechte, sodass man tatsächlich noch auf zukünftige Ausschüttungen aus laufenden Gewinnen oder aus Veräußerungsgewinnen z.B. durch Verkauf der Anteile z.B. aus der Gesellschaft in Hongkong hoffen kann ? (m.E. ist die Wahrscheinlichkeit hierfür Limes gegen 0, aber die Hoffnung stirbt zuletzt).

Ist die Gesellschaft in China tatsächlich am Markt erfolgreich tätig und werthaltig, oder handelt es sich um ein potemkinsches Dorf ? (das zwar Patente besitzt, aber vielleicht überschuldet ist oder nur negative Deckungsbeiträge erwirtschaftet).

Erst wenn wir Anleger zumindest teilweise Antworten auf diese Fragen erhalten, kann man überlegen, ob und in welchem Land (Deutschland, China, Hongkong) eine Klage einen Sinn macht und wen man klagen könnte.

Dass Herr Zhu plötzlich einlenkt, kann ich mir ehrlich gestanden nur dann vorstellen, wenn man - auf welcher Ebene auch immer - Druck ausübt. Auch hierfür werden aber zunächst die Fakten zu erheben sein.
Die Fragen sind allerdings obsolet, wie eine Veröffentlichung der Aussebhandelskammer aus dem Jahre 2014 zeigt:

"Im Rahmen des Staatsbesuches des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Deutschland wurde am 28. März 2014 das neue Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) zwischen Deutschland und der Volksrepublik China unterzeichnet. Getragen von dem starken Wandel in der Volksrepublik China soll das seit Oktober 2007 verhandelte DBA das derzeit gültige Abkommen aus dem Jahre 1985 ersetzen und dabei wichtige Erleichterungen bringen.

Das neue DBA sieht vor allem Vereinfachungen im Zusammenhang mit bilateralen Direktinvestitionen vor. Die steuerlichen Rahmenbedingungen sollen für mögliche Investoren auch im Verhältnis zu anderen Staaten transparenter und leichter vergleichbar werden. Das neue DBA präzisiert dabei bereits im bestehenden Abkommen geregelte Sachverhalte, bringt aber auch einige Neuerungen. Viele deutsche Investoren gingen bisher den Umweg über Holdinggesellschaften in Hong Kong und Singapur. Mit diesen Standorten hatte China bereits früher günstige bilaterale Doppelbesteuerungsabkommen geschlossen, so dass die Gründung von Holdinggesellschaften in Hong Kong und Singapur, über die das Asiengeschaeft abgewickelt wurde, für deutsche Investoren oft das steuerlich günstigste Modell darstellte. Diese zusätzliche (und teils von den Finanzämtern angefochtene) Strukturierung dürfte in Zukunft in vielen Fällen nicht mehr erforderlich sein."

Da die chinesischen Steuerbehörden die Konstruktion mit einer Holding in Hongkong nicht mehr anerkennen, wird ein chinesisches Gericht den deutschen Aktionären der Decheng Technology AG sagen, dass seit dem 28. März 2014 jedem (auch einem deutschen Aktionär der Decheng Technology AG) klar sein musste, dass eine Direktbeteiligung der Decheng Technology AG an der chinesischen Produktionsgesellschaft ohne den Umweg über Hongkong notwendig gewesen wäre, um einen Schadensanspruch in China überhaupt geltend zu machen.
Aus dem Jahresabschluss 2016 der Akonbank, veröffentlicht am 03.01.2018 im elektronischen Bundesanzeiger.

"In der Aufsichtsratssitzung vom 13. Dezember 2016 wurden die Finanzdaten zum 30.11.2016 sowie das von der Geschäftsleitung für das Geschäftsjahr 2016 erwartete EBT vorgestellt und erörtert. Darüber hinaus wurde die finalisierte Budgetplanung für das Geschäftsjahr 2016 vorgestellt, diskutiert und durch den Aufsichtsrat verabschiedet. Die Herren Lars Hülsmann und Marco Bodewein berichteten von aktuellen Entwicklungen am Markt und dem Nachfragerückgang aus China. Zum Zeitpunkt der Aufsichtsratssitzung lag der Prüfbericht für die diesjährige WpHG- und Geldwäsche-Prüfung frisch vor und wurde noch durch das Marktfolge-Team und den Marktfolge-Vorstand ausgewertet. Insgesamt wurde der Bericht mit nur marginalen Feststellungen als positiv eingeschätzt. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat, dass Herrn Alexander Tietze gekündigt wurde und dass die Gespräche mit einem potentiellen weiteren Mitarbeiter, Herrn Andreas Schmidt, zu einer mündlichen Einigung geführt hätten, die noch schriftlich in Form eines Arbeitsvertrags festzuhalten sei."

Herr Alexander Tietze war federführend bei der Akonbank für den Börsengang der Decheng Technology AG zuständig.

Wer eins und eins noch zusammenzählen kann, kann nur zu dem Schluß kommen, dass der Börsengang der Decheng Technology AG nur durchgeführt wurde, um Provisionen abkassieren zu können.

Dass dabei die deutschen Aktionäre auf der Strecke aufgrund der Rechtslage bleiben würden, wurde billigend von Anfang an in Kauf genommen. Warum wurde denn die Kapitalerhöhung nicht voll gezeichnet? Potentielle Investoren haben offensichtlich den Braten gerochen, dass es sich hierbei um ein Produkt des Grauen Kapitalmarktes handelt. Wir bewegen uns damit in den "Sphären" der "Göttinger Gruppe".
Die Acon Actienbank als, nebenbei bemerkt, schon länger nicht den allerbesten Ruf. Von denen kamen schon ein paar Aktien, die den Aktionären alles andere als Geld eingebracht haben.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.954.656 von Feldgrille am 14.10.18 13:25:51
ad Feldgrille und DBA
Ob und inwieweit eine ausländische Gesellschaft steuerlich anerkannt wird oder nicht, hat aber auch gar nichts mit der Frage zu tun, wer aus gesellschaftsrechtlichem Blickwinkel über die Gesellschaftsrechte verfügt und wie dies zivilrechtliche beurteilt wird. Auch aus deutscher Sicht kann es sein, dass ausländische (Zwischen)Holdinggesellschaften mangels Substanz nicht anerkannt werden. Daher werden diese Gesellschaften in der steuerlichen Qualifikation des Sachverhaltes so behandelt, als ob sie gar nicht existent wären.

Dies ändert jedoch - wie erwähnt - nichts an der Tatsache, dass gesellschaftsrechtlich diese Gesellschaften exisitent sind und etwaige Ansprüche auf diesem indirektem Weg durchzusetzen sind. Die deutsche Decheng Holding hält nun mal leider aus gesellschafsrechtlichem Blickwinkel keine Anteile an der Decheng China. Es geht auch primär nicht um Schadenersatzansprüche, sondern um die Frage, über welche direkten und indirekten Rechte verfügt die deutsche Decheng Holding AG. Bitte daher nicht aus blossen Zeitungsartikeln voreilige Schlüsse ziehen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.959.789 von felerlos am 15.10.18 11:00:101. Die Information stammt von der Aussenhandelskammer in China selbst und nicht aus irgendeiner Zeitungsquelle. Die AHKs sollten ja wissen, was läuft und wie man eine richtige Gesellschaftsstruktur aufzieht.
2. Die steuerrechtlichen Themen werden bei der Durchsetzung von Gesellschaftsrechten in China und Hongkong vor Gericht eine wesentliche Rolle spielen.
ad 2. steuerrechtlichen Themen und Durchsetzung von Gesellschaftsrechten in China und Hongkong
Liebe Feldgrille,

mein Ansinnen ist es, möglichst sachliche Informationen zu geben und zu erhalten und möglichst Behauptungen von Fakten oder validen rechtlichen Beurteilungen zu trennen. Sie haben diesem Forum viele sinnvolle und wertvolle Informationen zur Verfügung gestellt und werden das hoffentlich auch in Zukunft tun. Vielen Dank dafür !! Dass aber die steuerrechtlichen Themen bei der Durchsetzung von Gesellschaftsrechten in China und Hongkong vor Gericht eine wesentliche Rolle spielen werden, ist für mich eine blosse Behauptung, da sie dem Grundverständnis des europäischen Gesellschaftsrechtes widerspricht, mit dem ich beruflich - so wie mit Steuerrecht - laufend zu tun habe.

Nichtsdestotrotz kann die Behauptung richtig sein, da ich kein Experte des chinesischen Steuerrechtes bzw. des chinesischen Gesellschaftsrechtes bin (und nur wenn ich ein solcher wäre, würde ich einen derartigen Satz schreiben), leider ist wohl niemand in diesem Forum ein Experte auf diesem Gebiet. Abschließend sei nochmals erwähnt, dass es auch keinesfalls gesichert ist, ob man überhaupt und falls ja, wo man tatsächlich gerichtlich vorgehen muss (China, Hongkong oder idealerweise in Deutschland), dies auch deswegen, weil unklar ist, gegen wen man überhaupt vorgehen könnte. Deswegen müssen primär Fakten erhoben werden, die Frage ist nur wie man an diese Fakten kommt.

mfg

felerlos
@all

Hatte wegen den Stimmrechten Post von der BaFin. Die Ermittlungen scheinen zu laufen. Warten wir mal ab was die Behörde aufdeckt und wie es weitergeht.

@feldgrille
Wenn ich von wir, bei dem AR Antrag gesprochen habe, spreche ich von uns Kleinaktionären, den Antrag habe ich selber nicht abgeschickt das ist natürlich korrekt.

Dass die Politik hier was bewirken kann sehe ich nur wenn man die richtigen Leute angeht und kennt. Insbesondere wäre viel wichtiger diese Kontakte in China zu haben.
Ich habe über meinen chinesischen Kontakt bei Zhu angerufen, er leugnet alles ab.
Ohne den Herrn von ganz oben zu packen wird es schwer.

Mit deutschem Urteil über Hongkong nach China zu gehen ist auch nicht leicht, zumal man erstmal das deutsche Urteil braucht.

Der Fall wird sich ziehen, das ist eins was sicher ist und letztendlich das Problem ist. Mit jedem Tag der vergeht ist die Hoffnung und Wahrscheinlichkeit ein klein bisschen geringer etwas zu erreichen.

Grüße und uns Allen eine gute Ausdauer
Akionar
Gibt es immer noch nichts neues zu diesem Laden ? Wenn man jetzt ein wenig zocken möchte kauft man sich für ein paar Hundert Euronen sehr viele Aktien, in der Hoffnung, dass sich der Kurs wie vor 3 Monaten ca. verdoppelt.
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