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Presse: Curasan-Chef Rössler in dubiosen Bluthandel mit DDR verwickelt - 500 Beiträge pro Seite | Diskussion im Forum



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MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Chef des Börsenneulings Curasan ( Kurse, News, Diskussion ), Hans Dieter Rössler, hat in den späten Achtziger Jahren einen dubiosen Handel mit Blut aus der DDR organisiert. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin "Focus" in einer Vorabmeldung zu seiner Montagsausgabe unter Berufung auf ein vertrauliches Schreiben Rösslers an den für das Städtische Klinikum Karlsruhe zuständigen Bürgermeister Ullrich Eidenmüller vom 14. Juli 1988. Darin habe Rössler als Inhaber der des Blutvertriebs Alterna erklärt, dass es "berechtigte" Zweifel an der Qualität von aus der ehemaligen DDR bezogenen Blut gebe. Die Ware sei "dickflüssig", offenbar nicht ständig gekühlt und möglicherweise alt./he/ub

wenn solche"News"lanciert werden ist ein sicheres Zeichen das der Wert ins Fadenkreutz einer Fondsgesellschaft geraten ist,bin zwar nicht drin(passt nicht ins blaubärdepot)sollte aber keiner als Grund zum Ausstieg nehmen der vorher überzeugt war
blaubärgrüsse
Das Nachrichtenmagazin "Focus" sollte mal den Dreck vor seiner eidgenen Tür weg fegen.
Haben sich damals beim Eichborn-Verlag über den verbilligten Verkauf
der Aktien an ihren Autor aufgeregt.
Und jetzt bei Ihrer emission von Focus sollen Sie das Gleiche mit Ihren Autoren gemacht haben.

cu das Einhorn :P
Was ist an der Meldung so schlimm? Rössler selbst hat doch nur Beanstandungen gemacht bzgl. des Blutes aus der DDR, nix weiter. Er meckerte also darüber, das die "Ware" aus der "DDR" schlecht sei. Was ist daran so schlimm?

Oder verstehe ich den Artikel jetzt falsch???
Ich wundere mich auch über die WO-Redaktion. Solche halbgaren Artikel sollten nicht durch das grüne "WO"-Gütezeichen geadelt werden. Zumal man nicht mal sagen kann, was daran dubios sein soll.

Mir ist die WO-Redaktion bereits negativ im Zusammenhang mit Kontron aufgefallen. Auch hier wird jedes fragwürdige Räuspern eines Analysten oder des Neffen eines Analysten für einen Artikel mit eher negativem Titel genutzt. Was soll sowas? Wenn, dann muß man das bei allen Aktien machen.

Diese angebliche Curasan-Affaire ist doch einfach lächerlich. Dazu erübrigt sich jeder Kommentar.
Der Focus-Artikel ändert übehaupt nichts an den Bewertung von Curasan. Alles dummes Geschwätz daher. Positiver Ausblick bleibt bestehen.
Damit sich jeder selbst eine Meinung bilden kann: Der Artikel aus dem heutigen FOCUS:



KARRIERE

Schalcks Blutsbruder

Der Chef des Börsen-Neulings Curasan war einst Pharma-Makler unter Aufsicht von Stasi und KoKo

Auftritt eines Siegers: Am vergangenen Donnerstag feierte Vorstandsvorsitzender Hans Dieter Rössler im Saal der Frankfurter Börse seinen bislang größten Coup. Er platzierte die Aktien seiner Firma, der Curasan AG, am heiß begehrten Neuen Markt. Dem Biotech-Wert gelang ein Traumstart: Mit 35,98 Euro notierte die Curasan-Aktie beinahe 100 Prozent über dem Emissionspreis.

Abgang eines Verlierers: Ein Glas Whisky und etwa hundert Schlaftabletten beendeten in der Nacht zum 21. März 1988 das Leben von Klaus-Dieter Kranz im Münchner Vorort Neufahrn. Er hinterließ Frau, einen Sohn und eine kleine, höchst dubiose und äußerst profitable Firma – die Humedia GmbH. Neben der Leiche lag ein Brief. Darin hatte Kranz seinen Nachfolger für die Leitung der Humedia bestimmt: Rössler.

Mit dem letzten Willen des Selbstmörders begann vor zwölf Jahren die Karriere des Unternehmers Rössler – der damals auf besondere Partner Rücksicht zu nehmen hatte. Der Vertriebsprofi knüpfte sein Firmengeflecht unter penibler Kontrolle des Ministeriums für Staatssicherheit und des DDR-Devisen-Moguls Alexander Schalck-Golodkowski.

Der Tod von Kranz, eines früheren DDR-Bürgers und ausrangierten Stasi-Agenten, hatte die Macher jenseits der Mauer irritiert. Die Humedia war bis dato ein wichtiger „kommerzieller Kontakt“ in den Westen. Über Kranz verkaufte die DDR Erythrozyten-Konzentrate, rote Blutkörperchen, an die Blutbank des Städtischen Klinikums in Karlsruhe. Nach dem Selbstmord des Blutmaklers nahm der Verfassungsschutz die Humedia unter die Lupe. Der Devisenfluss drohte zu versiegen.

Laut Stasi-Dokumentation war Rössler mit 48 Prozent an der Humedia beteiligt. Gegenüber FOCUS dementierte der heutige Curasan-Chef. Kranz sei „unseriös“ gewesen, habe „illegale Geschäftspraktiken“ angewandt. Dessen Witwe habe ihn um Hilfe gebeten. „Die Dame war in Nöten.“ Erstaunlich: Schon wenige Stunden nach Kranz’ Tod hatte Rössler den ersten Termin mit den Lieferanten von Humedia, der Ostberliner Import-Export GmbH (BIEG), vereinbart. Nur zwei Tage später, am 23.3.88, traf er zwei BIEG-Vertreter in München. Die Kuriere aus dem Osten notierten, Rössler wolle die „bestehenden Geschäfte“ über eine „neue Firma realisieren“. Kommentar der DDR-Vertreter: „Er erhielt dazu im Prinzip unsere Bereitschaft.“ Und weiter: „Mit Herrn Rössler wurde vereinbart, jede Publizität in allen Medien zu vermeiden. Eine beiderseitig abgestimmte Argumentation wurde vereinbart.“

Einer der beiden BIEG-Emissäre war im Nebenberuf Agent der Stasi. In etlichen Spitzel-Dossiers berichtete „IM Erich“ vom neuen Blutsbruder der DDR. Demnach ließ Rössler die Witwe von Kranz auszahlen. Er liquidierte die Humedia und gründete zwei Firmen – die Alterna GmbH im bayerischen Pfaffenhofen und die Haemopharm AG im schweizerischen Schaffhausen. Bei der Haemopharm hielt er 75 Prozent der Anteile, 25 Prozent besaß der Schweizer Treuhänder Hans Widtmann, ein enger Vertrauter von Schalcks KoKo-Kapitalisten.

Schnell überzeugte Rössler auch die Kunden im Westen: Seine Ansprechpartner waren der damalige Leiter der Blutbank des Städtischen Klinikums Karlsruhe, Demetrius Giannitsis, und der für die Klinik zuständige FDP-Bürgermeister Ullrich Eidenmüller. Rösslers Konzept: Das DDR-Blut wurde nach Karlsruhe geliefert und über die Alterna an Kliniken in der Bundesrepublik weiterverkauft. DDR-Plasma übernahm die Haemopharm und verkaufte es nach Italien. Makler Rössler hatte bei dem Millionengeschäft nur ein Problem: Die rote Ware aus dem Osten war oft von mieser Qualität. „Vertraulich“ teilte er am 14.7.1988 dem Politiker Eidenmüller in einem sieben Seiten langen Dossier mit, es gebe „berechtigte“ Zweifel an der Qualität des Ostbluts. Die Kunden beanstandeten, dass die DDR-Etiketten “überklebt“ würden. Die Konzentrate seien oft so „dickflüssig“, dass die Beutelschläuche „verstopften“. Die Beutel seien offenbar nicht ständig gekühlt. Es sei zu befürchten, dass die Ware alt sei.

Derartige Reklamationen, so Rössler heute, seien eben das „Echo vom Markt“ gewesen. Ein Echo, das bei Eidenmüller offenbar ungehört verklang. Bis zur Wende blieben das Klinikum, Alterna und Haemopharm im Geschäft. Als Ende 1993 die Karlsruher Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit mehreren Todesfällen wegen HIV-verseuchten Bluts bei dem Städtischen Klinikum ermittelte, wurden erstmals Fragen zum Blutdeal mit der DDR gestellt. Eidenmüller tönte damals, es habe „von keiner Seite“ irgendeinen „Hinweis“ „auf mindere medizinische Qualität der eingekauften Produkte“ aus der DDR gegeben. Die Verbindung zwischen der Blutbank und Rösslers Alterna blieb den Fahndern verborgen. Eidenmüller, heute Stellvertretender Vorsitzender der FDP Baden-Württemberg, schwieg; auch in den Akten des Klinikums fand sich kein Hinweis.

Die Staatsanwälte ermittelten allerdings, dass 1989 und 1990 HIV-infizierte Plasmen von Karlsruhe in die Schweiz verkauft worden waren – an die Firma Haemopharm. Deren Treuhänder Widtmann erklärte, man habe sich auf die Lieferzertifikate verlassen und das Plasma nach Italien verkauft. Den wahren Eigentümer der Haemopharm, Rössler, verschwieg der Notar vornehm.

Gegenüber FOCUS erklärte Rössler, er habe „bis heute“ vom Ankauf der verseuchten Plasmen nichts gewusst. Seine Schweizer Firma hat der Curasan-Chef schon vor Jahren geschlossen. Ohnehin habe er sich längst aus dem Blutgeschäft verabschiedet. „Ich hatte keine Lust mehr dazu.“ Das seien damals eben „wilde Zeiten“ gewesen. Nun leite er eine an der Börse notierte Firma und habe eine besondere Verantwortung. Rössler: „Ich bin jetzt ein öffentlicher Unternehmer.“



ERFOLGREICH IN DER NISCHE

Die Curasan verkauft u. a. das Heil-Granulat Cerasorb.

– Prognose

Curasan plant für 2000 einen Umsatz von 24 Mio. Mark. Umsatzziel für 2001: 44 Mio.

– Wandel

Über die Firma Alterna, einst für den Blutvertrieb zuständig, laufen heute Curasans Anzeigen.
Da geht einer hausieren mit 10-12 Jahren alten Meldungen. Ich bin eurer Meinung. Irgendwer der bei der Zuteilung zu kurz kam will den Kurs downpushen, um sich billig einzudecken. Was interessierte mich, ob jemand VOR ZEHN Jahren irgend etwas richtig machte oder nicht. Was interessiert es mich, ob er vor zehn Jahren vielleicht ein notorischer Schwarzfahrer war oder sonst irgendwas. Man, von mir aus kann es Erich Mielkes Assistent persönlich gewesen sein. Hauptsache, das Investment wirft Gewinn ab. Und wenn er der richtige Mann ist, um so besser. rh.
@alle

hallo curasaner!! Seid Ihr noch da?. Ein einfaches Ja genügt.
Ja, ich glaube an curasan - schon allein deshalb, weil bei diesem Unternehmen ausnahmsweise auch mal die übrigen Daten im grünen Bereich sind. Auf jeden Fall nicht nervös machen lassen - halten oder nachkaufen ! Ich glaube auch, daß da jemand den Kurs absichtlich drückt. Mein Kursziel für dieses Jahr: EUR 50 + X
das glaube ich auch, bei geringen Umsätzen geht der Kurs schnell nach unten. Aber ich glaube auch, dass
der Kurs bei der ersten Empfehlung sofort anspringt.
Hürbi:

Geringe Umsätze? Heute wurden bis jetzt schon 85.000 Stück umgesetzt. Das ist ja wohl nicht gerade gering, wir haben immerhin schon den 4. Handelstag. Die Dinger werden immer noch verschleudert, ich weiß nur nicht, warum.
Und aus eigener, trauriger Erfahrung weiß ich, daß viele Anleger noch gar nicht über ihre Aktien verfügen können, weil sie von Publity noch nicht zugeteilt wurden.
@alle

so wie es aussieht hat der Kurs vom Tief 23,70 jetzt gedreht. vielleicht die Wende???
Ich habe heute einen intressanten Bericht von gestern bei Comdirect gesehen:

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Aufwärtsttrend der Aktien des Biotechnologie-Unternehmens Curasan am Neuen Markt scheint am dritten Handelstag beendet. Bis 17.05 Uhr gab die Aktie um 5,10 Prozent auf 25,80 Euro nach. Gleichzeitig gewann der Nemax-All-Share (Performance-Index) 0,09 Prozent auf 5.561,91 Zähler. Händler erklärten die Verluste mit Gewinnmitnahmen.

Ungewiss ist jedoch, ob es einen Zusammenhang mit dem angeblichen Bluthandel-Skandal gibt, in den der Curasan-Vorstandsvorsitzende Hans Dieter Rössler in den 80er Jahren verwickelt sein soll. Befragten Händlern waren die von "Focus" geäußerten Vorwürfe jedoch unbekannt. Das dazu befragte Unternehmen nahm bislang dazu keine Stellung.

... ihr seht bis jetzt kann man noch hoffen!
@ Hürbi:

Ich werfe sie nicht mit aller Macht auf den Markt, aber dann hat man wenigstens die Möglichkeit, ein SL zu setzen und das Restrisiko selbst in der Hand. Ich hoffe jetzt auch, daß die 24,5 halten werden, aber das habe ich gestern auch schonmal bei 26,5.

Jeder Tag hat bisher richtig Geld gekostet. Der Wert pro 100er Zuteilung hat bereits um ca. 2.200 Mark abgenommen. Schönen Dank auch.


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