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Rheinmetall (Seite 158)

eröffnet am 02.10.03 23:56:52 von
neuester Beitrag 19.06.21 15:29:04 von

ISIN: DE0007030009 | WKN: 703000 | Symbol: RHM
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21.10.03 16:54:24
Beitrag Nr. 28 ()
Aktie unter der Lupe

Klare Linie macht Rheinmetall attraktiv

Von Petra Hoffknecht, Handelsblatt

Wenn Anleger verstehen, was ein Unternehmen in Zukunft vor hat, interessieren sie sich auch
für dessen Aktie. Eindrucksvoll belegt das Rheinmetall.

FRANKFURT/M. Unter Vorstandschef Klaus Eberhardt konzentriert sich das
einstige Gemischtwaren-Konglomerat nun auf seine Kerngeschäfte Wehrtechnik
und Automobilzulieferung. Die Elektroniksparte, einst das dritte Standbein des
Unternehmens, soll noch in diesem Jahr komplett verkauft werden, heißt es. Von
Finanzbeteiligungen und Teilen des Elektronikgeschäfts hatte sich Rheinmetall
bereits nach und nach getrennt.

Anleger honorierten den Konzernumbau: Mit dem Kurs der im MDax gelisteten
Rheinmetall-Vorzugsaktie geht es deutlich aufwärts. Seit einem halben Jahr hat
sich ihr Wert sogar verdoppelt. Die Nachricht, das Rüstungsunternehmen befinde
sich in fortgeschrittenen Verhandlungen über die Lieferung von ABC-Spürpanzern
„Fuchs“ für einen dreistelligen Millionenbetrag nach Saudi-Arabien und in die
Vereinigten Arabischen Emirate, ließ die Aktie Ende vergangener Woche auf ein
Jahreshoch von 25,48 Euro steigen. Derzeit ist das Papier für rund 25 Euro zu
haben.

„Die Meldungen zu den Spürpanzer-Aufträgen passten zur guten Stimmung für die Aktie“, kommentierte Analyst
Richard Schramm von HSBC Trinkaus & Burkhardt die jüngste Kurs-Entwicklung. Auch den Ausstieg aus dem
Elektronikgeschäft bewertet er positiv. „Es ist nur konsequent, wenn sich Rheinmetall auf die beiden
Kerngeschäftsfelder Wehrtechnik und Automobiltechnik zurückzieht, denn hier werden solides Umsatzwachstum und
gute Margen erzielt. Ein relativ kleiner Konzern darf sich nicht verzetteln", sagte er. Da die Elektroniksparte profitabel
arbeite, dürfte sich zudem leicht ein Käufer finden, ergänzte Alfred Kaiser, Analyst bei Fritz Nols Global Equity
Services.

Die meisten Analysten äußern sich positiv zu Rheinmetall. Nach Angaben der Agentur Bloomberg raten von zwölf
Analysten, die sich mit der Aktie beschäftigen, neun zum Kauf.

Etwas differenzierter sehen die Marktbeobachter allerdings den Spürpanzer-Auftrag. "In den nächsten zwölf Monaten wird
sich das noch nicht in den Unternehmenszahlen widerspiegeln", meinte Schramm. Mit den Vereinigten Arabischen
Emiraten befinde sich Rheinmetall zudem schon seit Jahren in Verhandlungen, relativierte Fredrik Westin, Analyst bei
der WestLB. An Saudi-Arabien habe das Unternehmen bereits gut 30 Spürpanzer verkauft, ergänzte er. Dennoch traut der
Analyst Rheinmetall eine bessere Entwicklung als dem Gesamtmarkt zu. Sein Kursziel bis Mitte November lautet 27
Euro. Seiner Meinung nach hat der positive Kursverlauf drei Gründe: Erstens sei die Verschuldung gesunken. Zweitens
sei das Unternehmen transparenter geworden. Seitdem das undurchsichtige Konglomerat entwirrt und die
Rheinmetall-Struktur klar sei, habe sich auch die Unternehmens-Bewertung auf dem Aktienmarkt vereinfacht. Und
drittens habe Rheinmetall das Gespräch mit Anlegern und Analysten gesucht. "Damit ist die Aktie aus ihrem
Dornröschenschlaf erwacht", sagte Westin. Allerdings sei die Aktie inzwischen schon ziemlich teuer.

Die Aktie taugt nicht mehr für kurzfristige Spekulationen, glaubt auch Schramm. „Nach dem Strategiewechsel kann so
fundamental neues nicht mehr kommen“, sagte er. Schramm bleibt derzeit bei seiner Kaufempfehlung, die jedoch
spätestens Mitte November bei der Vorlage der Zahlen für das dritte Quartal zur Überprüfung ansteht.

Insbesondere für langfristig orientierte Anleger, die in Rheinmetall ein Basisinvestment sehen und auf eine
kontinuierliche Dividendenausschüttung Wert legen, sei die Aktie nach wie vor interessant. Nun bleibe abzuwarten, wie
das Unternehmen seine wiedergewonnene finanzielle Stärke nutze. „Wie Rheinmetall seine beiden Kernbereiche
international stärken will dürfte ab dem kommenden Jahr das beherrschende Thema werden“, glaubt Schramm
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17.10.03 07:28:14
Beitrag Nr. 27 ()
:laugh: Und was fang ich mit einem panzer an??Über Die ganze börse drüberfahren?? Das hilft auch nicht , glaube ich --wenn schon dann müsste ich zur stützung des kurses mindestens 2!! Kaufen Oder 10 aktien , den mein paket hatt gestern den kurs hochgetriebn:D:D:D :p :p
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16.10.03 19:37:00
Beitrag Nr. 26 ()
Directors´ Dealings

Seit dem 01. Juli 2002 müssen Geschäfte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern börsennotierter
Gesellschaften und ihren Familienangehörigen in Wertpapieren der eigenen Gesellschaft nach § 15 a WpHG
unverzüglich mitgeteilt und veröffentlicht werden, um die Transparenz an den Kapitalmärkten zu erhöhen.

Der Rheinmetall-Konzern bietet Ihnen hier eine zentrale Plattform, um dieser Veröffentlichungspflicht nachzukommen.

Derzeit sind keine eintragungspflichtige Geschäfte vorgenommen worden.
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16.10.03 19:28:34
Beitrag Nr. 25 ()
Identity engineering. Ein Text aus dem Hause Rheinmetall-DeTec.

Zum 75. Todestag von Firmengründer Heinrich Ehrhardt - Lebenslang ein "Mann der Arbeit"

Egal ob Alfried Krupp, August Thyssen, Max und Reinhardt Mannesmann oder Werner von Siemens – es gibt kaum
einen bedeutenden Industriellen aus der Gründerzeit des Deutschen Reiches, der nicht in der ein oder anderen Form
einen hervorragenden Biographen gefunden hätte, der in wissenschaftlicher oder populärer Form Leben und Werk der
Techniker und Erfinder angemessen würdigen konnte. Aber wie verhält es sich mit Heinrich Ehrhardt, dem Gründer
und langjährigen Aufsichtsratsvorsitzenden von Rheinmetall, der vor knapp 75 Jahren, am 20. November 1928, im
hohen Alter von 88 Jahren in seinem Heimatort Zella-Mehlis (Thüringen) verstarb?

Die Wahrheit ist: Das allermeiste, das wir heute von ihm wissen, haben wir von ihm selbst erfahren. Nicht weniger als
drei Autobiographien sind aus seiner Feder überliefert. Darin beschrieb Ehrhardt ausführlich seine Lebensjahre, in
denen er sich mühsam emporarbeitete als Handwerker, Mechaniker, Techniker und Erfinder, wohingegen die
Geschichte Rheinmetalls, die bedeutend kürzer gefasst ist, seiner Ansicht nach bereits ausgiebig in der
Firmengeschichte zum 25-jährigen Jubiläum im Jahre 1914 dargestellt worden war.

Wer war dieser Heinrich Ehrhardt? Der am 17. November 1840 in Zella St. Blasii geborene Ehrhardt erwähnt lediglich
in seiner Biographie "Hammerschläge" seinen Vater, der "kleiner Waldbauer" und gelegentlich Büchsenmacher
gewesen sei. Im Alter von zwei Jahren verlor er den Vater, mit drei auch die Mutter. Aufgewachsen bei seiner
Großmutter, die in "kleinen, ja ärmlichen Verhältnissen" lebte, kam er im Alter von 14 Jahren nach Beendigung der
Schulzeit in die Lehre zu seinem Vetter Peter Ehrhardt, der in Zella St. Blasii eine Schmiede betrieb. Dieser Peter
Ehrhardt war ein genialer Erfinder und Techniker, der u.a. für die päpstliche Armee des damaligen Kirchenstaates in
Rom (Vorgänger des heutigen Vatikanstaates) Zündnadelgewehre fertigte. Allerdings war er auch ein sehr jähzorniger
Meister, bei dem es die Lehrjungen nicht länger als drei oder vier Monate aushielten. Nicht so Heinrich Ehrhardt. Als
dessen Lehrmeister nach einiger Zeit von einem Augenleiden befallen wurde, war er es, der de facto das Geschäft
leitete. Aber bevor seine vierjährige Lehrzeit um war, kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen Peter und
Heinrich, und der damals 17-jährige floh nach Suhl.

Von da an begann ein jahrelanges Leben der "Kreuz- und Querfahrten eines Mechanikers und Arbeiter", wie Ehrhardt
eine seiner Autobiographien überschrieb. Angefangen bei einer Werkstatt zur Herstellung von Holzschrauben über
eine Eisenbahnerwerkstatt und eine Nudelmaschinen-Fabrikationstätte in Erfurt, gelangte Ehrhardt 1860 in die
Dreyse`sche Gewehrfabrik nach Sömmerda und damit in das Unternehmen, das er vierzig Jahre später in die Firma
Rheinmetall integrieren sollte. In dieser für damalige Verhältnisse riesigen Fabrik kam Ehrhardt erstmals mit der
industriellen Waffenproduktion in Berührung. Als dort jedoch die Arbeit knapp wurde, siedelte er drei Jahre später
nach Gotha um.

Es gefiel ihm aber nicht, wieder als einfacher Schlosser zu arbeiten – immerhin hatte er sich zwischenzeitig in
Privatstunden umfangreiche mathematische Kenntnisse angeeignet und erste Erfindungen auf dem Gebiet der
Waffentechnik gemacht. Und so nahm er nach kurzer Zeit eine neue Stelle als Werkmeister an – "ein erster Schritt auf
einer Laufbahn, die nach oben hin unbegrenzt war". Aber auch dort war er nicht sonderlich zufrieden; 1864 begann er
in der "sehr großen und weltberühmten Maschinenfabrik von Richard Hartmann in Chemnitz" – erneut als Schlosser.
Aber hier gelang es ihm, seine Kenntnisse von technischen Zeichnungen beträchtlich zu erweitern und sie auch an
jüngere Kollegen weiterzugeben, unter anderem an einen Volontär, der frisch von der Technischen Hochschule
Karlsruhe gekommen war. Dieser Volontär mit Namen Emil von Skoda gründete später die Skoda-Werke in Pilsen.

Nach einer ersten Anstellung als u.a. Konstrukteur von Destilliermaschinen und Brauapparaturen wagte Ehrhardt nach
seiner Heirat mit Augustine Winckler 1866 den Schritt in die Selbständigkeit. Aber auch in seiner Heimatstadt Zella St.
Blasii, wo er gemeinsam mit seinem Schwager eine Maschinenfabrik für Pumpen und Feuerspritzen betrieb, war die
Wirtschaftskrise deutlich spürbar. Der Betrieb konnte sich nicht lange halten; bereits 1869 nahm Erhardt erneut
Stellungen an, zuerst als Werkmeister, dann als Zivilingenieur.

1872 kam Heinrich Ehrhardt erstmals als Arbeitnehmer ins Ruhrgebiet. Während seiner umfangreichen Reisetätigkeit
als Vertreter hatte es ihn bereits bis nach Essen geführt, und dort erhielt er nun die Möglichkeit, in die Stahlfabrik
König und Reunert in Annen bei Essen als Betriebsingenieur einzutreten. Hier erlebte Ehrhardt mit, wie durch den
Ingenieur Martin das gleichnamige Herstellungsverfahren für Stahl eingeführt und der erste Martinofen installiert
wurde. Ehrhardt gelang eine bahnbrechende Entwicklung auf dem Gebiet der Herstellung von Eisenbahnachsen, die
dazu führte, dass erstmals harter, kohlenstoffreicher Stahl verwendet wurde, der den Anforderungen an hohe
Geschwindigkeiten und stärkere Belastbarkeit der Achsen wesentlich besser Rechnung trug als der bisher verwendete
weiche Stahl.

Im Frühjahr 1873, mitten in der Hochkonjunkturphase nach dem siegreichen Feldzug gegen Frankreich und der
Gründung des Deutschen Reiches, siedelte Ehrhardt nach Düsseldorf über. Als Zivilingenieur entwickelte er zwischen
1873 und 1878 Eisenbahnmaterial, vor allem hydraulische Pressanlagen und Bördelmaschinen, für die großen
Eisenbahnbauer des Reiches, Borsig in Berlin und Krupp in Essen. Diese bereits weltbekannten Unternehmen
produzierten sehr viel für den boomenden Markt in den Vereinigten Staaten von Amerika, auch als die "Gründerjahre"
in Deutschland recht bald in die "Gründerkrise" mündeten und das junge Deutsche Reich nach überhitzter Konjunktur
in die Rezession geriet.

Erneut kehrte Ehrhardt nach Zella St. Blasii zurück und unternahm dort einen zweiten Versuch einer selbständigen
Ingenieurstätigkeit. In seiner Biographie "Hammerschläge" beschrieb er, dass er in dieser Zeit ein Walzwerk
entworfen hatte, an denen sogar die Brüder Mannesmann Interesse zeigten, die ihm schließlich die Erfindung
abkauften. "Ich habe durch den Verkauf dieses Walzwerkes das bekannte Mannesmannsche Rohrwalzverfahren
vielleicht nicht mit entdecken helfen, so doch zum mindesten erheblich gefördert."

Im Wesentlichen beschäftigte sich Ehrhardt in seiner Fabrik in Zella mit dem Streckenbau für das auch in Deutschland
nach der Überwindung der Kleinstaaterei florierende Eisenbahnwesen. Unter anderem erhielt er ein Patent auf eine
Kaltsäge mit rotierendem Sägeblatt, die Teil einer Universalmaschine für den Streckenbau wurde und in größerer
Ausführung selbst für das Zerschneiden von Panzerplatten tauglich war. Zahlreiche Erfindungen und Patente aus
dieser Zeit brachten Ehrhardt im Laufe der nächsten Jahre ein beträchtliches Vermögen ein.

Seit Mitte der achtziger Jahre des 19. Jahrhunderts beschäftigte sich Heinrich Ehrhardt, dem mittlerweile der Ehrentitel
"Geheimer Baurat" zuerkannt worden war, mit dem Problem der mangelnden Zuverlässigkeit geschweißter Rohre.
"Ich war mir von Anfang an darüber klar", schrieb er in "Hammerschläge", "daß ich einen Fabrikationsweg
einschlagen mußte, der jede Schweißung überflüssig machte." Nach vielen fehlgeschlagenen Versuchen, die Ehrhardt
die ersten Illusionen über die Plastizität von hellrotem Stahl raubten und ihn ebenso den Glauben an die
Wirtschaftlichkeit des Einsatzes von hydraulischen Pressen verlieren ließen, kam ihm ein Zufall zu Hilfe. Ihm waren
die runden Stahlblöcke, die er für seine Versuche benutzte, ausgegangen, und er musste sich mit noch vorhandenen
quadratischen begnügen. Und damit gelang ihm unerhofft, zwei 1891 patentierte Verfahren zu entwickeln, die unter
dem "Ehrhardt`schen Preß- und Ziehverfahren" zur Fabrikation nahtloser Rohre bekannt wurden.

Dieses Ehrhardt-Verfahren, mit dem anfangs vor allem Schrapnell- und Granathülsen gefertigt wurden, fand nicht nur
beim Militär reißenden Absatz, sondern auch bei Reedereien, Gas-, Wasser- und Stromversorgungsunternehmen und
nicht zuletzt bei der Eisenbahn. Noch heute steht es neben dem ebenfalls aus dieser Zeit stammenden
Mannesmann-Verfahren und findet in der Industrie nach wie vor Anwendung. Das stilisierte Bild des Vierkantblocks
in der zylindrischen Pressform ist – wie schon seit der Anfangszeit Rheinmetalls – das Firmenzeichen der heutigen
Rheinmetall DeTec AG.

Ende der 1880er Jahre stand die deutsche Armee vor der kompletten Umbewaffnung ihrer Infanterie. Das
Schwarzpulver im einfachen Hartbleigeschoss sollte abgelöst werden durch ein rauchschwaches Pulver in einem
Mantelgeschoss, das Handfeuerwaffen ganz neue ballistische Eigenschaften geben sollte. Das bis dahin in der
deutschen Armee gebräuchliche Mauser-Gewehr M/71 wurde abgelöst durch ein in Spandau entwickeltes, modernes
kleinkalibriges Armeegewehr, für die der Hörder Verein in Dortmund einen umfangreichen Munitionsauftrag erhielt.
In dem Bewusstsein, dass dieser Betrieb den Auftrag nicht würde erfüllen können, wandte sich dessen
Generaldirektor Massenez an Heinrich Ehrhardt mit der Frage, "ob ich in Düsseldorf selbst die Errichtung einer
besonderen Fabrik für die Erledigung des seiner Gesellschaft zuteil gewordenen Auftrags in die Hand nehmen wolle."
Ehrhardt sagte zu. Es reizte ihn, "auch im Rheinland ein großes Werk zu errichten und zu leiten."

So kam es am 13. April 1889 zur Gründung der Rheinischen Metallwaaren- und Maschinenfabrik, die in gemieteten
Räumen an der Talstraße in Düsseldorf-Bilk die ersten Geschosse produzierte. Ehrhardt selbst hielt Ausschau nach
einem geeigneten, billigen Gelände, um dort eine eigene Fabrik zu errichten und fand es im Stadtteil Derendorf.
"Heute ist Derendorf ein Teil von Düsseldorf und baulich vollkommen mit ihm verschmolzen. Damals war es noch ein
richtiges kleines Ackerdorf, und wir konnten uns nach Belieben ausdehnen." Die Gebäude wurden im Sommer 1889
errichtet, bereits im darauffolgenden Dezember konnte der Betrieb aufgenommen werden. "Das ging bei der intensiven
Fabrikation nach einem ganz bestimmten Plan. Eine Maschine, die noch bis zum Abend in der Talstraße gearbeitet
hatte, wurde dort nach Arbeitsschluss demontiert, nach Derendorf hinausgefahren, dort schleunigst montiert, und
arbeitete am nächsten Morgen schon im neuen Werk."

Heinrich Ehrhardt wurde zunächst stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender bei Rheinmetall und übernahm 1898 den
Vorsitz im Aufsichtsrat. Im Jahre 1920 zog er sich aus dem Unternehmen zurück, dessen heimlicher Herrscher er 31
Jahre lang gewesen war, und nahm in Zella St. Blasii, das mittlerweile mit dem Nachbarort zu Zella-Mehlis
verschmolzen war, seinen Ruhesitz. Obwohl er seine Erfindungen und seine Einkünfte aus unternehmerischer
Tätigkeit gewinnbringend angelegt hatte, war es ihm nicht vergönnt, seinen Reichtum im Alter zu genießen. Nach dem
Ende des Ersten Weltkrieges musste er seinen Betrieb in Zella-Mehlis, die Heinrich Ehrhardt AG, liquidieren; während
der Inflation verlor er fast sein gesamtes Vermögen. Dennoch musste er keine Not leiden, "die Dankbarkeit der
größten und wichtigsten der von ihm ins Leben gerufenen Firmen sorgte dafür, dass ihm solche fernblieb" – so ist es
nachzulesen im Deutschen Biographischen Jahrbuch von 1928, das Heinrich Ehrhardt einen kleinen Aufsatz widmete.
Heinrich Ehrhardt starb schließlich am 20. November 1928, drei Tage nach seinem 88. Geburtstag, in seiner
Heimatstadt Zella-Mehlis.
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16.10.03 19:24:07
Beitrag Nr. 24 ()
@ lyta

Und falls Deine Entscheidung verkehrt war, kaufst Du Dir für Dein Depot einen Bergepanzer. Von Rheinmetall.

GK
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16.10.03 10:44:52
Beitrag Nr. 23 ()
Bin heute eingestiegen !!!!:cool:
Bin gespannt ob ich mich richtig entschieden habe!!:laugh:
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14.10.03 12:36:47
Beitrag Nr. 22 ()
"Pilotprojekt".


UN-Sicherheitsrat stimmt Ausweitung des ISAF-Mandats zu

Deutscher Resolutionsentwurf einstimmig angenommen.
Afghanistan lobt Entscheidung als wegweisend

New York/Kabul -  Die afghanische Regierung hat die Entscheidung des Weltsicherheitsrates gelobt, den Einsatz der internationalen Schutztruppe auf das ganze Land auszuweiten. Der UN-Sicherheitsrat verabschiedete einstimmig eine von Deutschland eingebrachte Resolution, die die Stationierung von Bundeswehrsoldaten in der nordafghanischen Stadt Kundus legitimiert. Der deutsche UN-Botschafter Gunter Pleuger bezeichnete diesen Einsatz als Pilotprojekt für andere afghanische Regionen. „Die Nachrichten aus dem Weltsicherheitsrat werden von der afghanischen Regierung sehr begrüßt“, sagte Außenamtssprecher Omar Samad. Er werte dies als „wichtigen Schritt zur politischen Stabilisierung und für die Beschleunigung des Wiederaufbaus“.

Der Einsatz der insgesamt 5.500 Soldaten der internationalen Friedenstruppe in Afghanistan (ISAF) ist bisher auf die Hauptstadt Kabul begrenzt. Pleuger sagte, bei einer erfolgreichen Bundeswehr-Mission in Kundus sehe der NATO-Plan die Stationierung von ISAF-Truppen in acht weiteren afghanischen Städten vor, darunter Herat, Kandahar und Masar-i-Scharif. Die NATO hat im August von Deutschland und den Niederlanden die Führung der ISAF-Truppe übernommen. Der amerikanische UN-Botschafter John Negroponte sagte zu der ohne Debatte verabschiedeten Resolution, damit werde der Weg für mehr Sicherheit in Afghanistan geebnet, „von der nahezu alles andere abhängt“.

Eine Sicherheitsratsdelegation unter Leitung Pleugers reist am 31. Oktober nach Afghanistan, um sich ein Bild von der Arbeit der Vereinten Nationen und dem ISAF-Einsatz zu machen. Am Wochenende verlautete aus Berliner Regierungskreisen, nach der Zustimmung des Sicherheitsrats könnte die Kabinettsentscheidung für Kundus am Mittwoch fallen. Die Bundesregierung plant die Entsendung von 230 bis 450 Soldaten zur Absicherung des Wiederaufbaus in Kundus. Falls der Zeitplan eingehalten werden kann, wird ein Vorauskommando mit 70 Soldaten sofort nach dem Bundestagsbeschluss in die nordafghanische Provinz geschickt. Die komplette Bundeswehreinheit soll im Frühjahr in Kundus stationiert werden. An der Mission wollen sich auch andere europäische Staaten beteiligen.  WELT.de/AP

Die Welt, Artikel erschienen am 14. Okt 200
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14.10.03 12:23:06
Beitrag Nr. 21 ()
14. Oktober 2003, Neue Zürcher Zeitung

Finnland bestellt bei Ruag und Oerlikon Contraves Drohnen

Die Schweiz verkauft ein weiteres
Aufklärungsdrohnensystem an Finnland.
Mitbeteiligt am Grossauftrag ist die Ruag-Tochter
Aerospace. Sie liefert für 10 Millionen Franken
sechs Aufklärungsdrohnen. Insgesamt beläuft
sich der Auftrag auf 50 Millionen.

(sda) Von Ruag Aerospace stammen auch die
zugehörigen Landesysteme, das Ersatz- und
Bodenmaterial sowie die dazugehörige Logistik und
Ausbildung, wie Ruag am Dienstag bekannt gab. Das
zweite Drohnensystem soll bis Herbst 2005 abgeliefert
werden. Am Grossauftrag beteiligt ist ein
Industriekonsortium mit Oerlikon-Contraves, der Israel
Aircraft Industries/Malat Division und Ruag. Der gesamte
Auftrag beläuft sich auf rund 50 Millionen
Franken. Bereits im Jahr 2001 wurde ein erstes
Drohnensystem an die finnische Armee geliefert. Dafür
erhielt Ruag Aerospace nun zusätzlich den Zuschlag für
den technischen Unterhalt für die nächsten 15 Jahre.


(Oerlikon Contraves AG = Rheinmetall. Jedenfalls zu 80,50%)
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13.10.03 20:19:40
Beitrag Nr. 20 ()
13. Oktober 2003, Neue Zürcher Zeitung

Charmeoffensive Pekings

China wünscht Ausbau der Beziehungen zur EU

China sucht offenbar die Annäherung an die EU. In
einem am Montag veröffentlichten Strategiepapier
weist Peking auf das gute Verhältnis zwischen der
Union und China hin. Auf dieser Basis möchte
China die Beziehungen ausbauen. Unter anderem
sollen Waffenexporte nach China zugelassen
werden.

(ap/sda) China will seine Beziehungen zur Europäischen
Union ausbauen. Das Verhältnis sei besser als je zuvor,
«keine Seite stellt für die andere eine Bedrohung dar»,
heisst es in einem Strategiepapier der chinesischen
Regierung, das die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua
am Montag veröffentlicht hat. Die Vertiefung der
Beziehungen sei in beiderseitigem Interesse, so die
chinesische Seite. Peking forderte die EU in dem Papier
unter anderem auf, Waffenexporte nach China
zuzulassen.

Das Waffenembargo ist die letzte der nach der blutigen
Niederschlagung der Demokratiebewegung 1989 in China
verhängten Sanktionen, die noch besteht. Es war 1994
bestätigt worden, doch gibt es heute in der EU keine
einheitliche Haltung. Obwohl alle anderen Sanktionen
seither aufgehoben worden sind, lehnen vor allem die
EU-Länder, die keine grosse Rüstungsindustrie haben,
eine Aufhebung ab.

Zwar gebe es auf Grund eines unterschiedlichen
geschichtlichen und kulturellen Hintergrunds auch
unterschiedliche Ansichten zu einzelnen Themen, heisst
es weiter. Dies habe aber keine negativen Auswirkungen
auf die Beziehungen zwischen China und der EU, «wenn
sich die beiden Seiten mit ihren
Meinungsverschiedenheiten im Geist der
Gleichberechtigung und des gegenseitigen Respekts
befassen».

Die EU ist Chinas drittgrösster Handelspartner. Das
Handelsvolumen betrug im vergangenen Jahr nach
Angaben Pekings 86,8 Milliarden Dollar (73,6 Milliarden
Euro).
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09.10.03 17:53:27
Beitrag Nr. 19 ()
09.10.2003
Rheinmetall Gewinne laufen lassen
Frankfurter Tagesdienst

Die "Experten" vom "Frankfurter Tagesdienst" empfehlen Gewinne bezüglich der Aktie von Rheinmetall
(ISIN DE0007030033/ WKN 703003) laufen zu lassen.

Der Konzern profitiere von einem denkbaren Großauftrag aus Saudi-Arabien. Der Anteilsschein habe
sich zur Wochenmitte im Vergleich zum MDAX relativ massiv gezeigt und habe über 4,5% ansteigen
können. Mit einem Tageshöchstniveau von 24,70 € habe der Wert auf einem Niveau wie zuletzt vor
über 5 Jahren notiert.

Ein Unternehmenssprecher habe bestätigt, dass sich Vertragsverhandlungen mit Saudi-Arabien und
den Vereinigten Arabischen Emiraten in einem fortgeschrittenen Stadium befinden würden. Das
Auftragsvolumen sei auf einen dreistelligen Millionenbetrag beziffert worden. Neben einem
Spürpanzer gehe es bei den Verhandlungen aber auch um Flugabwehrsysteme, die in einem
Zeitraum von 3 bis 5 Jahren geliefert werden sollten.

Die "Experten" vom "Frankfurter Tagesdienst" lassen bei der Aktie von Rheinmetall die Gewinne weiter
laufen, ziehen das Stop-loss-Limit jedoch von 19,80 auf 21,50 Euro nach.
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