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Frühjahrsputz Bank of America wird bei seiner Online-Präsenz aufräumen

01.03.2018, 14:11  |  3139   |   |   

Immer mehr Unternehmen machen sich ernsthafte Sorgen über ihre Präsenz im Internet. Nun stellt die Bank of America einen "Brand Safety Officer" ein, der Unternehmenswerbung auf fragwürdigen Seiten aufdecken soll.  

Die Bank of America stellt einen "Brand Safety Officer" ein. Es ist ein Vollzeitjob. In erster Linie geht es darum, dass Unternehmenswerbung nicht neben fragwürdigen Inhalten im Internet erscheint. Bereits vor einigen Woche hatte Unilever angekündigt, sein Werbebudget für Online-Werbung zu kürzen und vollständig auf Anzeigen über und auf Facebook und Google zu verzichten.

Lou Paskalis, Senior Vice President bei der Bank of America, sagte, dass die neue Stelle eine direkte Reaktion auf die wachsenden Ängste im Unternehmen sei. Man will damit verhindert, dass Werbung als etwas negatives für das Unternehmen angesehen wird. Paskalis bezieht sich auch auf die Drohung von Unilever gegenüber Google und Facebook. Unilever ist nach Procter & Gamble weltweit der Konzern mit dem größten Marketingbudget. Allein im vergangenen Jahr wurden 7,7 Mrd. Euro für Werbung ausgegeben. 

Unter Berufung auf "Fake News, Rassismus, Sexismus, Terroristen, Hassbotschaften und weitere kinderschädliche Inhalte", argumentierte Keith Weed von Unilever, dass es in der Verantwortung seines Unternehmens liege, Stellung zu beziehen:

"Wir können nicht länger eine digitale Lieferkette unterstützen, die mehr als ein Viertel unserer Werbung an unsere Verbraucher liefert, die in Bezug auf ihre Transparenz manchmal kaum besser ist als ein Sumpf".

In der Vergangenheit ist es unter dem Druck der Werbekunden gelungen, Google und Facebook, die zusammen mehr als die Hälfte der digitalen Werbung in Großbritannien kontrollieren, zum Handeln zu zwingen. Es bleibt abzuwarten, welchen Einfluss die Bank of America auf die Internetwelt hat. Laut den letzten Nachrichten plant die Bank of America eine erhebliche Expansion in den USA: in den nächsten vier Jahren sollen 500 neue Filialen eröffnen. 

Quellen:

Handelsblatt

The Guardian 

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