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Dieselfahrer sind die Gelackmeierten Fahrverbote: Hamburg Altona wird zum Nadelöhr für Dieselfahrer

24.05.2018, 12:46  |  3582   |   |   

Am 31. Mai 2018 treten die Diesel-Fahrverbote in Hamburg in Kraft. Mehr als 168.000 Hamburger PKWs sind von den Beschränkungen betroffen. Die Debatte dazu ist äußerst lebhaft.

In einer Woche treten die bundesweit ersten Diesel-Fahrverbote in Hamburg in Kraft. Betroffen sind zwei Straßenabschnitte in Hamburg-Altona. Das Verbot gilt für ältere Dieselautos und Lastwagen, die nicht die Abgasnorm Euro-6 (Pkw) beziehungsweise VI (LKW) erfüllen. Dies gab gestern die Hamburger Behörde für Umwelt und Energie bekannt.
 

Laut einer Präsentation der Stadt Hamburg sind folgende Straßenabschnitte im Stadtteil Altona von den Dieseldurchfahrtsbeschränkungen betroffen:
 

  • Max-Brauer-Allee: Abschnitt von Julius-Leber-Straße/Max-Brauer-Allee bis Holstenstraße/Max-Brauer-Allee auf einer Gesamtlänge von ca.580 m
  • Stresemannstraße: Abschnitt von Kaltenkircher Platz/Stresemannstraße bis Neuer Pferdemarkt auf einer Gesamtlänge von ca. 1.600 m


Anlieger, Linienbusse, Lieferverkehr, Rettungsfahrzeuge, Müllwagen sind von den Beschränkungen ausgenommen. Von dem Fahrverbot sind laut Berechnungen des NDR trotzdem 168.000 Hamburger PKW betroffen.

 

Während die Hamburger CDU die Fahrverbote als nicht zielführend kritisiert, begrüßen Umweltverbände den Hamburger Vorstoß grundsätzlich. Ein Sprecher der Umweltorganisation BUND schreibt die Hamburger Diesel-Fahrverbote sind "zwar ein gutes Signal, aber nicht zielführend. Wir brauchen flächendeckende Fahrverbote, die den Menschen helfen und nicht den Messstationen". Er forderte zudem die Einführung einer blauen Plakette.

 

Der ADAC lehnt die Fahrverbote ab. Stattdessen fordert er die Hersteller auf entsprechende Umbauten an den Abgasanlagen und Motoren, der vom Diesel-Skandal betroffenen Fahrzeuge, vorzunehmen. Gegenüber der ARD sagte ein ADAC-Sprecher: "Ansonsten zahlen die Autofahrer die Quittung für die Tricksereien der Autoindustrie und das jahrelange Wegsehen der Politik."

 

Cem Özdemir (Grüne), Vorsitzender des Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur, sagte in einem Interview mit dem Donaukurier: „Wir brauchen ein umfassendes Programm zur wirksamen Nachrüstung der schmutzigen Diesel-Motoren. Dafür müssen die Verursacher, die Autokonzerne aufkommen. Wir brauchen die Blaue Plakette. Und es muss eine Verkehrswende geben, die diesen Namen auch verdient. Dazu gehört der kräftige Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs und des Fahrradverkehrs. Die von der Bundesregierung versprochene Aufstockung der Mittel für den Radverkehr auf 200 Millionen lässt immer noch auf sich warten.“


Der Hamburger Senat hatte bereits vor einiger Zeit Diesel-Durchfahrtsbeschränkungen beschlossen. Die Einführung des Verbots hatte sich jedoch verzögert, da die Hamburger Umweltbehörde noch die schriftliche Urteilsbegründung des Bundesverwaltungsgerichts zu Diesel-Fahrverboten auswerten musste, so der NDR. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hatte im Februar diesen Jahres entschieden: Fahrverbote für Dieselautos zur Luftreinhaltung sind grundsätzlich rechtens.

 

Die Aktien großer deutscher Autohersteller befinden sich aktuell (24.05.2018, 12:00 Uhr) deutlich im Minus, allerdings dürfte hierfür die Ursache sein, dass US-Präsident Trump ankündigte zu untersuchen, ob Autoimporte die nationale Sicherheit bedrohen (siehe hier).

 

Volkswagen


Daimler



Quellen:
ARD: "Massive Kritik an Fahrverbot"
Donaukurier: „Wir brauchen die Blaue Plakette“
NDR: "Diesel-Fahrverbot ab 31. Mai - lebhafte Debatte"
Hamburg.de: "Diesel-Durchfahrtsbeschränkungen treten am 31. Mai in Kraft"

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5 Kommentare

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Kommentare

Ja leider ist das deutsche Volk das dümmste was auf diesem Planeten mittlerweile rum läuft.

Wie kann man ansonsten so dumm sein und seine Werte von innen heraus kaputt machen bzw. kaputt

machen lassen von dem blöden Ami. Grade treiben die die nächste deutsche Firma durch Dorf und spielen uns die Saubermänner vor. Was ist mit unserer Politik ? Das sind nur noch Marionetten.

Ich glaubt doch nicht im Ernst das alle anderen Autobauer außer VW und Daimler sauber sind. Man oh man....was ist mit Peugeot, Fiat und und und...die werden geschützt durch ihre Politiker.

Der Ami ist der größte Verbrecher auf diesem Planeten.
Wenn 2019 das (Diesel) Fahrverbot auch z. T. nach Stuttgart kommen sollte, such ich mir sofort eine andere Einkaufsmöglichkeit aus......(wie heist es auf dem Bau = wer zahlt gibt an:laugh:)
Karlos
Ps: ich hab gedacht, Ausgrenzung war mal???
Deutsche Land = Idiote Land: jedes Kreuzfahrtschiff im Hafen von Hamburg bläst mehr Feinstaub raus als alle Diesel Pkws in Deutschland zusammen
Für mich sind die Fahrverbote ein Grund, in die AFD einzutreten.
Von welcher Partei kann man sonst noch erwarten, dass sie sich gegen die
EU zur Wehr setzt.

In der Schweiz sind 3000 mikrogramm Stickoxyd pro m3 am Arbeitplatz erlaubt.
In Deutschland wird aufgeschrieen, wenn an einer viel befahrenen Kreuzung
45 Mikrogramm gemessen wird.

Ich bin davon überzeugt die Schweiz will mit den 75 fach höheren Werten ihre Arbeitnehmerschaft sicher nicht umbringen und niemand stirbt in der Schweiz an Stickoxiden solange die 3000 ug eingehalten werden.
Für mich ist die Luft in Hamburg sauber genug, sie war noch nie so gut wie heute.
Wenn sie mir zu sauber wird, dann gehe ich in meine Raucherkneipe oder lege ein
Rasierwasser auf.
Das Fahrverbot dürfte doch wohl nur für LKW (Diesel) gelten:
es zeigt nämlich das Verkehrszeichen-Nr. 253 "Verbot für LKW mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 3,5 t" - StVO und nicht StVO Verkehrszeichen-Nr. 251 "Verbot für Kraftwagen und sonstige mehrspurige KFZ".

Disclaimer

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