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Münchener Rück, Beiersdorf und RWE: 3 DAX-Aktien, die besser sind als die Daimler-Aktie

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
08.08.2018, 08:26  |  274   |   |   

Für Daimler (WKN: 710000) lief es in diesem Jahr bislang alles andere als rund. Per Ende Juli ist die Aktie bereits um ca. 19 % eingebrochen, was vor allem an dem schwelenden Handelskonflikt sowie dem Abgasskandal gelegen haben könnte. Die zuletzt gemeldeten schwächeren Quartalszahlen konnten das Ruder natürlich auch nicht herumreißen.

Doch es gibt den einen oder anderen Kandidaten, bei dem es in diesem Jahr deutlich besser lief. Werfen wir in diesem Sinne einen Blick auf die DAX-Aktien Münchener Rück, Beiersdorf und RWE, die allesamt deutlich besser performten, ehe wir überlegen, was wir vielleicht Übergreifendes von der besseren Entwicklung dieser Aktien mitnehmen können.

1) Münchener Rück

Bislang konnte die Münchener Rück (WKN: 843002) in diesem Jahr moderate Kursgewinne verzeichnen. Startete die Aktie auf einem Kursniveau von 180,20 Euro ins neue Jahr, finden wir das Papier gegenwärtig bei 188,75 Euro (07.08.2018, maßgeblich für alle Kurse). Das ist immerhin ein Kursplus von rund 4,5 % in einem schwächeren Gesamtmarkt.

Dabei lief es für die Münchener Rück in diesem Jahr (bislang) deutlich besser als im vergangenen Jahr. In letzterem hatten schwere Unwetterschäden im Herbst die Bilanz des Rückversicherers ordentlich verhagelt. Glücklicherweise wurde unser Planet, und damit auch die Versicherungsbranche, in diesem Jahr bislang von derart katastrophalen und teuren Großschadensereignissen verschont, was der Aktie etwas Auftrieb verlieh.

Dazu gesellt sich natürlich eine lupenreine Dividendenhistorie von fast 50 Jahren konstant gehaltener Dividenden. Es scheint daher, als würden die Anleger derzeit die defensive Klasse dieses Dividendenurgesteins honorieren.

2) Beiersdorf

Ebenfalls besser als Daimler entwickelte sich auch die Aktie vom Nivea-Konzern Beiersdorf (WKN: 520000). Beiersdorf wies zum Jahresanfang einen Kurs in Höhe von 96,20 Euro je Anteilsschein aus. Mit einem Kursniveau von 102,45 Euro kann auch Beiersdorf immerhin auf ein moderates Kursplus von knapp 6,5 % zurückblicken.

Wie Beiersdorf bei der Präsentation der Quartalszahlen in dieser Woche zeigte, setzt sich hier das moderate, aber beständige Wachstum der letzten Jahre fort. Zudem erhöhte der Nivea-Konzern seine Umsatzprognose und verdiente im zweiten Quartal gemessen am Umsatz unterm Strich mehr (Umsatzrendite von 16,2 %, nach zuvor 16,0 %). Auch was Beiersdorf angeht, hätte sich daher in Anbetracht des Kursplus in diesem Jahr eine defensive Ausrichtung gelohnt.

3) RWE

Deutlich zweistellig haben sich hingegen die Papiere von RWE (WKN: 703712) entwickelt. Die Aktien des Energieversorgungskonzerns sind bei einem Börsenstand von 17,30 Euro in das Jahr 2018 gegangen. Gegenwärtig finden wir die Aktie bei 21,40 Euro wieder, was einem bisherigen Anstieg von mehr als 23 % entspricht.

RWE profitierte innerhalb der letzten Monate von deutlich gestiegenen Gewinnen bei der Stromerzeugung. Nach zuletzt eher schweren Jahren (vor allem bedingt durch den teuren Atom-Deal) könnten nun in Zukunft wieder vermehrt optimistische Blickwinkel in den Fokus rücken. Zudem könnten sich ab 2020 auch die Bestrebungen im Bereich der erneuerbaren Energien auszahlen, was entsprechend für reichlich strategische Fantasie des Energiekonzerns sorgt.

Prinzipiell scheint sich daher die Situation für den eigentlich defensiven Energieerzeuger auch aufzuhellen, was die Anleger in der Folge mit Kursaufschlägen honoriert haben.

Defensive Klasse hat sich ausgezahlt

Wie wir daher unterm Strich gesehen haben, hatten es die zyklischen Aktien, wie beispielsweise Daimler, in diesem Jahre eher schwer. Handelskonflikte, Krisen und allgemein turbulente Marktgegebenheiten schienen kein guter Nährboden für den Erfolg derartiger Aktien zu sein.

Wer dagegen bislang auf eher defensive Branchen und Titel gesetzt hat, konnte moderate bis zweistellige Kursgewinne einfahren.

Wer sein Portfolio dementsprechend angesichts weiterer eskalierender Konflikte absichern möchte, könnte auch weiterhin gut beraten sein, ein Auge auf defensive Aktien zu haben.

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