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110-Prozent-Chance mit BASF

05.09.2018, 20:14  |  479   |   |   

Die deutsche Chemie- und Pharmabranche bekam nach einem starken Start ins laufende Jahr im zweiten Quartal Gegenwind zu spüren. Denn von April bis Juni stagnierte der Umsatz gemessen am ersten Quartal bei knapp 50 Milliarden Euro. Das teilte der Verband der chemischen Industrie (VCI) am Mittwoch in Frankfurt mit. Produktion (plus 1,2 Prozent) und Preise (plus 0,6 Prozent) legten nur leicht zu. Während die drittgrößte deutsche Industriebranche im Ausland zum achten Mal ihren Umsatz steigerte, gaben die Erlöse im Inland nach. Vieles, erklärte VCI-Präsident Kurt Bock zum zweiten Quartal, deute darauf hin, dass die Nachfrage im zweiten Halbjahr nachlassen werde.

Schwacher Ausblick

Vor allem die Exporterwartung sei nicht mehr so positiv wie bisher. Denn der nahende Brexit und die internationalen Handelskonflikte belasten zunehmend die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie. Branchen, die zu den Kunden der Verbandsunternehmen zählen, hätten im ersten Halbjahr aus Verunsicherung ihre Produktion schon leicht gedrosselt, andere stagnierten, erklärte der VCI. Textil, Druck, Metall und Verpackung seien Industrien, die sich momentan zurückhalten würden. Die Konjunktursorgen könnten auch die Tarifgespräche für die rund 580.000 Beschäftigten belasten, die nun auf Bundesebene beginnen. Die derzeitige Unsicherheit könnte Verhandlungen erschweren.

Viel Geld ausgegeben

Das belastet auch die BASF-Aktie. Obwohl die Analysten in der Mehrheit positiv gestimmt sind, mag ihr die Wende zum Positiven noch nicht gelingen. Mit dem Kauf von Geschäftsbereichen Bayers, von denen sich die Leverkusener im Zuge der Übernahme Monsantos trennen mussten, stieg Chemieriese BASF zu einem führenden Anbieter im Agrarbereich auf. Die erworbenen Bereiche erzielten im letzten Jahr einen Umsatz von insgesamt rund 2,2 Milliarden Euro. BASF zahlte dafür einen Preis von 7,6 Milliarden Euro. Der Wert dieser Transaktion könnte sich für die Ludwigshafener erst in den kommenden Jahren bezahlt machen, auf kurze Sicht belastet jedoch höchstens der stolze Kaufpreis.

Aktie zieht nach unten

Aber neben der eingetrübten Stimmung am Gesamtmarkt belastet auch das eigene Sentiment die BASF-Aktie. Schließlich befindet sie sich seit Januar in einem Abwärtstrend, der aktuell zwischen 67,90 und 81,70 Euro beschrieben werden kann. Nachdem die Notierungen bereits ein Tief bei 76,25 Euro erreicht hatten, bäumten sie sich zwar bis um 81 Euro auf, kamen aber dort nicht mehr vorwärts und rutschten in der Folge erneut unter die Tiefs von Ende März und Ende Juni um 80 Euro ab. Dort kann sich ein bedeutender Widerstand befinden, während ein Unterschreiten von 76 Euro die Abwärtsbewegung verstärken könnte. Ein Short-Ziel könnte sich um 63 Euro befinden.

BASF (Tageschart in Euro)

Tendenz:

BASF (Wochenchart in Euro)

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 79,79 // 80,16 // 81,18 // 81,70
Unterstützungen: 77,36 // 76,25 // 67,90 // 63,00

Mit einem Mini Future Short (WKN MF68VV) können risikofreudige Anleger, die von einer weiter fallenden BASF-Aktie ausgehen, jetzt mit einem Hebel von 6,0 überproportional profitieren. Der Abstand zur Stopp-Loss-Barriere beträgt dabei 10,7 Prozent. Der Einstieg in eine spekulative Position bietet sich stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an. Dieser könnte hier im Basiswert bei 80,80 Euro platziert werden. Im Mini Future Short ergibt sich daraus ein Stoppkurs von 0,90 Euro. Ein Ziel nach unten könnte auf weitere Sicht um 63 Euro bestehen, woraus sich eine 110-Prozent-Chance ergibt. Das Chance-Risiko-Verhältnis für diese spekulative Idee beträgt 3,7 zu 1.

Strategie für fallende Kurse
WKN: MF68VV Typ: Mini-Future Short
akt. Kurs: 1,27 – 1,28 Euro Emittent: Morgan Stanley
Basispreis: 89,87 Euro Basiswert: BASF
KO-Schwelle: 85,50 Euro akt. Kurs Basiswert: 77,25 Euro
Laufzeit: Open end Kursziel: 2,70 Euro
Hebel: 6,0 Kurschance: + 110 Prozent
Quelle: Morgan Stanley

Trends-Update: Vonovia

Unsere Ende Mai vorgestellte Idee, mit der WKN UV0DYM auf eine steigende Vonovia-Aktie zu setzen, befindet sich im Gewinn. Der Mini Future Long schloss gestern zum Geldkurs von 1,17 Euro und lag mit 25 Prozent im Plus. Die Aktie hatte bereits ein Hoch bei 44,88 Euro erreicht, was die Long-Idee höher ins Plus gebracht hatte. Jedoch gab die Aktie seitdem nach. Um 43 Euro könnte sie nun eine Unterstützung gefunden haben. Wer den Gewinn noch nicht mitnehmen, sondern in der Erwartung einer steigenden Aktie hier investiert bleiben möchte, kann den risikobegrenzenden Stoppkurs im Basiswert auf 42,70 Euro anheben. Im Mini Future Long ergibt sich ein Stoppkurs von 1,09 Euro, wodurch ein Gewinn von mehr als 15 Prozent abgesichert werden kann.

Vonovia (Tageschart in Euro)

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 44,70 // 44,88
Unterstützungen: 43,05 // 42,68 // 41,30

Interessenkonflikt

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Haftungsausschluss

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