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Pressemeldung: Union Investment: Marktbericht Januar 2019
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Pressemeldung Union Investment: Marktbericht Januar 2019

Nachrichtenquelle: Asset Standard
15.02.2019, 10:00  |  891   |   |   

Bei den Aktien kräftige Kursgewinne zum Jahresauftakt und umfangreiche Neuemissionen bei den Renten.

Aktienmärkte: Nach einem schwachen Dezember führte die bislang als ordentlich zu bezeichnende Berichtssaison zum vierten Quartal und die defensive Rhetorik der US-Notenbank Fed zu deutlichen Kursgewinnen sowohl in den USA als auch im Euroraum.

Rentenmärkte: Die US-Notenbank war nach einem holprigen Jahresauftakt auch Treiber an den Rentenmärkten. Die Emittenten nutzten die gute Stimmung zur Platzierung zahlreicher Neuemissionen. Rentenpapiere aus den USA und dem Euroraum verbuchten Kursgewinne.

Die Aktienmärkte

Europa

Hervorragender Jahresstart an Europas Aktienmärkten

Auf die deutlichen Verluste am europäischen Aktienmarkt im Dezember folgten kräftige Kursgewinne im Januar. Der EURO STOXX 50-Index gewann 5,3 Prozent, der marktbreite STOXX Europe 600-Index legte 6,2 Prozent zu. Die im MSCI Europe Small Cap-Index gelisteten Unternehmen mit niedriger Marktkapitalisierung verbuchten sogar Zuwächse in Höhe von 8,1 Prozent.

Dabei kamen von konjunktureller Seite eher negative Impulse. Nach wie vor schwächt sich das globale Wachstum ab, dazu trägt auch Europa bei. Beispielsweise zeigte die Schnellschätzung des Einkaufsmanagerindex der Eurozone eine weitere Eintrübung an: Der Indikator für die gesamte Wirtschaft des Währungsraums fiel im Januar auf ein 66-Monatstief und lag damit unter den Erwartungen der Marktteilnehmer.

Gleichzeitig ging das Brexit-Drama weiter: Der von Premierministerin Theresa May mit der Europäischen Union (EU) ausgehandelte Scheidungsvertrag wurde in der Abstimmung am 15. Januar vom britischen Unterhaus mit großer Mehrheit abgelehnt. Das anschließende Misstrauensvotum konnte May zwar für sich entscheiden. Doch auch der von ihr wenige Tage später vorgelegte „Plan B“ sorgte für breite Enttäuschung. Nachverhandlungen mit der EU stehen nun auf dem Plan und die Zeit drängt. Trotzdem zeigte sich der britische Aktienmarkt robust: Der FTSE 100-Index gewann 3,6 Prozent.

Die positive Marktreaktion im Januar ist insbesondere auf die Geldpolitik in den USA und der Eurozone zurückzuführen. Die Währungshüter zeigten sich weniger restriktiv als noch Ende 2018. Sie betonten, die jüngste konjunkturelle Schwäche anzuerkennen und signalisierten Bereitschaft, ihre geldpolitische Straffung auszusetzen oder der Wirtschaft bei Bedarf sogar mit konjunkturstimulierenden Maßnahmen zur Seite zu stehen. Die Marktteilnehmer honorierten diese Vorgehensweise mit Aktienkäufen. Auch Hoffnungen auf eine Lösung im Handelsstreit trieben die Börsen an.

Mit Brexit, Handelsstreit und globaler Wachstumsschwäche sind nach wie vor einige Belastungsfaktoren vorhanden. Die europäischen Börsen dürften sich daher in den kommenden Wochen schwankungsanfällig zeigen.

Deutschland

Deutsche Aktien mit starkem Jahresauftakt

Deutschlands Aktienmärkte sind fulminant in das neue Börsenjahr 2019 gestartet. Dem DAX 30-Index mit den größten deutschen Unternehmen gelang im Januar der Sprung über die 11.000 Punkte-Marke und konnte damit die Verluste aus dem Dezember größtenteils wieder wettmachen. Das Börsenbarometer verzeichnete auf Monatssicht einen Kurszuwachs von 5,8 Prozent. Auch der MDAX-Index mit Unternehmen mittlerer Marktkapitalisierung legte mit 9,7 Prozent kräftig zu. Die im SDAX-Index geführten kleineren Firmen schlossen sogar 11,0 Prozent fester. Die im TecDAX-Index gelisteten Technologieunternehmen verbuchten Kursgewinne von 5,6 Prozent. Mit diesem starken Jahresauftakt reihen sich die deutschen Aktienmärkte in den globalen Börsentrend ein.

Während des gesamten Monats belasteten Sorgen um die sich eintrübende Weltwirtschaft die Stimmung der Anleger. Die inländische Industrieproduktion fiel schwächer aus als erwartet und der Einkaufsmanagerindex für die deutsche Industrie fiel zum ersten Mal seit vier Jahren unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Außerdem verzeichnete die Erwartungskomponente des ifo-Geschäftsklimaindex den schlechtesten Wert seit 2012. Während die Automobilbranche schon länger mit dem Dieselskandal kämpft, leiden nun auch die Chemiebranche und der Maschinenbau unter der sich verlangsamenden Weltkonjunktur. Auf (wirtschafts-)politischer Ebene wirkten sich besonders zu Beginn des Monats die Unsicherheit über die weiteren Entwicklungen beim Brexit und im Handelsstreit zwischen den USA und China negativ auf die deutschen Börsen aus. Die positive Marktreaktion ab der Monatsmitte ist insbesondere auf die Geldpolitik in den USA und der Eurozone zurückzuführen. Die Währungshüter betonten, die jüngste konjunkturelle Schwäche anzuerkennen und signalisierten Bereitschaft, ihre geldpolitische Straffung auszusetzen oder der Wirtschaft bei Bedarf sogar mit konjunkturstimulierenden Maßnahmen zur Seite zu stehen.

In den kommenden Wochen wird entscheidend sein, wie sich das konjunkturelle Umfeld weiterhin entwickelt und wie es beim Handelskonflikt zwischen den USA und China weitergeht..

Osteuropa

Guter Jahresauftakt an Osteuropas Aktienmärkten

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