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Börsengurus Was Müller, Hasler, Hillers, Otte, Hellmeyer und Glaser von Ursula von der Leyen halten

17.07.2019, 13:37  |  12639   |   |   

Welchen Einfluss hat die Wahl von Ursula von der Leyen zur neuen EU-Kommisionschefin auf den Kapitalmarkt? Führende Analysten und Fondsmanager gaben der wallstreet:online-Redaktion zum größten Teil recht ernüchternde Antworten:

Fondsmanager Dirk Müller, formerly known as "Mr. DAX", winkt ab: "Den Kapitalmärkten ist die Wahl von von der Leyen völlig egal. An der Grundausrichtung der Europapolitik ändert sich ohnehin nichts. Für die weltweiten Kapitalströme ist im Wesentlichen der US-Kapitalmarkt zuständig und deren Akteuren ist ziemlich egal, wer die EU-Kommission gerade führt. Vermutlich wissen die das nicht mal."

Aus Müllers Sicht ist ein anderer Punkt viel bedeutsamer: "Interessanter ist da eher, dass mit Lagarde die Politik des billigen Geldes und die dafür oft notwendige Rechtsdehnung im Euroraum weitergeht und im Zweifel sogar intensiver als zuvor", so Dirk Müller im Gespräch mit der wallstreet:online-Redaktion.

Peter Thilo Hasler, Gründer von Sphene Capital und sphaia advisory, stößt in ein ähnliches Horn wie Dirk Müller: "Die Wahl von Frau von der Leyen ist aus meiner Sicht für den Kapitalmarkt völlig irrelevant. Der alten Börsenweisheit, wonach politische Börsen kurze Beine haben, kann ich viel abgewinnen. Man schaue sich nur die letzten Monate an: Ein möglicher Handelskrieg der USA mit China, die dort bereits zu einer spürbaren Abschwächung des Wachstums geführt hat; der nahende Brexit, Streitereien der EU mit Italien… Krisenherde ohne Ende, doch welches dieser Themen hat denn die Kapitalmärkte wirklich nachhaltig bewegt?", fragt Hasler.

Analyst Hasler gibt Anlegern einen eindeutigen Rat: "Anleger sollten sich von politischen Non-Events also nicht beirren lassen und an ihrer Anlagestrategie festhalten. Schließlich werden 95 Prozent der Wertentwicklung einer Aktie über die Gewinnentwicklung definiert, auf die auch Frau von der Leyen keinen Einfluss hat. Der Rest ist Noise, auf den zu reagieren ein Anleger ohnehin immer zu spät dran ist."

Ebenfalls recht unbeeindruckt äußert sich Fondsmanager Jens Hillers, CM-Equity AG: "Aus meiner Sicht bringt die Wahl von der Leyens keine wesentlichen neuen Informationen für den europäischen Kapitalmarkt. Die Einflussmöglichkeiten einer einzelnen Person in der insgesamt schwierigen politischen und wirtschaftlichen Gesamtsituation der EU sind sehr begrenzt. Kurzfristig steht die Lösung des Brexit-Themas ganz oben auf der Agenda. Dass sich hier eine neue, pragmatische Haltung der EU durchsetzt wäre wünschenswert, ist aber momentan noch nicht visibel."

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4 Kommentare

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Kommentare

Was können wir tun? Nichts
Gewarnt wurden wir vorher schon. Trotzdem haben wir es nicht verstanden.
Wir haben sie gewählt und müssen damit jetzt leben.
Wir müssen es bei der nächsten Wahl richtig machen und unsere ❌ richtig setzen. Bis dahin viel Glück uns allen.
"Der" Skandal in dieser,vor Skandalen nur so strotzenden EU,ist die devote Unterwerfung Deutschlands und ureigenster deutscher Interessen!Die Uckermarkerin,lässt sich von den Franzosen und seinen Verbündeten am Nasenring durch alle Manegen führen.Es ist entwürdigend und nicht nachvollziehbar,dass wir uns über das Ergebnis der Wahlmanipulation(den Frühstücksdirektorinposten für die Talkshowministerin) freuen sollen und wieder den gestalterisch bedeutenden EZB-Chefposten an eine,auch noch unfähige,vorbestrafte, Französin fallen lassen!Deutschland quo vadis?Was ist nur aus dir geworden, unter ihrer alternativlosen Schreckensherrschaft?

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