Rohstoffe Palladium - vor erneutem Einbruch?

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Gastautor: Dennis Austinat
06.07.2020, 08:08  |  604   |   

Während Gold und Silber von der Coronavirus-Pandemie als sichere Anlagehäfen profitieren konnten, zieht Palladium keine Vorteile aus der Krise. Seit Wochen pendelt der Kurs seitwärts, allerdings könnte bald ein Ausbruch folgen.

Bis vor kurzen war Palladium der Star am Edelmetallmarkt. Seit Jahren zeigt der Trend aufwärts, im Februar erreichte das Edelmetall noch einen Preis von 3.000 Dollar. Dann kam der Corona-Crash und Palladium sackte bis auf 1.600 Dollar ab. Die jüngste Erholung vom Tief endete nun in einer engen Seitwärtsrange, doch die Lage spitzt sich zu (s. Chart). 

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Palladium wird vor allem in Katalysatoren für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren gebraucht, weshalb das Edelmetall besonders von der Diesel-Affäre profitieren konnte. Die Autoindustrie sorgt für mehr als 80 Prozent der Palladiumnachfrage. Der Anteil von Benzinfahrzeugen an den Neuzulassungen ging in den vergangenen Jahren kontinuierlich nach oben und liegt bei rund 60 Prozent. Strengere Abgasnormen in zahlreichen Ländern sorgen für einen weiteren Nachfrageschub, andererseits belasten die geringeren Fahrzeugabsätze durch die Corona-Krise. Im ersten Halbjahr sind die Neuzulassungen hierzulande um mehr als 30 Prozent eingebrochen.

Die umfangreichen Konjunkturpakete der europäischen Regierungen sollen die Wirtschaft wieder ankurbeln, doch die Maßnahmen gelten vor allem für emissionsfreie Automobile. So verdoppelte die Bundesregierung die Kaufprämien für Elektrofahrzeuge und stellte keine Förderung für Autos mit Verbrennungsmotoren in Aussicht, ähnlich wie in Frankreich und Spanien. Palladium wird zwar auch in E-Autos benötigt, aber bisher in einem geringeren Umfang. Der Palladiumabsatz könnte daher noch stärker leiden, sollten die E-Autos künftig noch stärker gefördert werden.

Palladium mit Abwärtstendenz

Der Palladiumchart signalisiert eine baldige Richtungsentscheidung. Der Preis läuft kurzfristig in ein charttechnisch absteigendes Dreieck hinein, was tendenziell belastend ist. Die Unterstützung für Palladium verläuft bei rund 1.730 Dollar, die Abwärtstrendlinie liegt aktuell bei knapp 2.000 Dollar. Der Ausbruch in die eine oder andere Richtung dürfte sich anschließend verstärken. Der MACD (Momentum) gibt derzeit keine Impulse.

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Disclaimer

Gastautor

Dennis Austinat
Deutschlandchef, eToro
https://www.etoro.com/

Dennis Austinat ist gebürtiger Hamburger und arbeitete in verschiedenen Positionen als Promotion- und Marketing-Manager sowie Key Note Speaker für eine internationale Promotion-Tour. In dieser Funktion hielt er Veranstaltungen in über 30 Ländern ab. Seit 2010 arbeitete er als Regional Manager für mehrere FinTech-Unternehmen in Israel. 2016 übernahm er die Rolle des Deutschlandchefs bei eToro. Advertisement

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