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Demondo Modernes Forderungsmanagement auf dem Vormarsch

Gastautor: Seyit Binbir
14.04.2021, 14:38  |  4723   |   |   

Die Nachfrage nach individuellen Forderungslösungen steigt rapide. Wie in allen Branchen ist auch hier die Digitalisierung eine große Chance, die nach intelligenten Systemen und Strukturen verlangt.

Die Liquidität ist für alle Unternehmen ein hohes Gut. Gerade in Corona-Zeiten bekommt sie zusätzliche Bedeutung. Und besonders eine Umstellung vom stationären Geschäft auf Onlineverkäufe macht es gerade für den Mittelstand nicht einfacher. Aber auch Kommunen zum Beispiel brauchen ein modernes Forderungsmanagement. Gerade, wenn Forderungen ein internationales Ausmaß haben. Ein komplexes und spannendes Feld, zu dem ich mit Torsten Foesch, COO des international tätigen Forderungsmanagement-Dienstleisters Demondo, gesprochen habe.

Herr Foesch, Sie bieten mit Demondo eine besondere Form des modernen Forderungsmanagements. Was genau macht Ihre Lösung aus?

„Wir von Demondo verstehen ein modernes Forderungsmanagement als Zusammenspiel vieler unterschiedlicher Bausteine und nicht nur als das klassische Inkasso nach Ablauf des internen Mahnwesens. Wir integrieren uns nahtlos in die Prozesse des jeweiligen Kunden und ermöglichen auf diesem Weg effektivste Arbeitsabläufe. Das bedeutet, dass wir bereits ab dem Zeitpunkt der Rechnungserstellung unsere Auftraggeber unterstützen können. Und das in vielen Punkten, wie der Erstellung und dem Versand der Rechnung nebst Zahlungsüberwachung. Wir übernehmen außerdem das kaufmännische Mahnwesen unter dem Briefbogen unseres Auftraggebers, auch hier wieder mit Zahlungsüberwachung. Sollte das nicht fruchten, kommt von uns die letzte kaufmännische Mahnung unter dem Briefbogen der Inkassogesellschaft, als Vorstufe vor dem eigentlichen Inkasso. Schlussendlich übernehmen wir auch die Inkassobearbeitung nebst gerichtlicher Geltendmachung und anschließender Zwangsvollstreckung.

All diese Tätigkeiten können wir durch unser einmaliges Partnernetzwerk weltweit anbieten mit der Besonderheit, dass die Kommunikation sowie das auf die Bedürfnisse unserer Auftraggeber abgestimmte Reporting durch uns erfolgt. Wir unterstützen die Tätigkeiten dabei durch alle Arten der Absicherung wie beispielsweise dem Factoring oder der Warenkreditversicherung.“

Und Sie fungieren zusätzlich auch als Payment Provider?

„Genau. Letztendlich sind wir von Demondo ebenfalls Payment Provider und bieten unseren Kunden mehr als 200 Zahlarten weltweit an, um so die offenen Forderungen möglichst zu reduzieren und den jeweiligen Kunden die gewünschte Zahlart anbieten zu können. Diese Zahlungsmöglichkeiten funktionieren in einem Webshop wie auch im stationären Handel oder als Link / QR Code auf einer Rechnung oder in einer E-Mail.“

In welchen Branchen ist diese Form des Forderungsmanagements besonders gefragt?

„Die von uns angebotene Art des Forderungsmanagements ist in fast allen Branchen gefragt, in denen Lieferungen oder Leistungen gegen Rechnung erbracht werden. Jedoch ist erkennbar, dass unsere Möglichkeiten insbesondere bei den Unternehmen nachgefragt werden, die zum Beispiel international tätig sind, mehrere Niederlassungen, ein Filialnetz oder Webshops unterhalten und monatlich eine Vielzahl von Rechnungen erstellen. Da lohnt es sich einfach, einen Partner wie uns ins Boot zu holen.“

Wie unterscheiden sich die spezifischen Anforderungen der jeweiligen Branchen zu diesem Thema?

„Die spezifischen Anforderungen sind je nach Branche sehr differenziert. Beispielsweise im Bereich Payment ist der häufigste Wunsch, die Einrichtung von möglichst stornofreien Zahlarten wie beispielsweise Zahlung per Kreditkarte oder alternativ eine Absicherung der „unsicheren“ Zahlarten wie dem Kauf auf Rechnung. Diese Anforderungen haben wir im Bereich der Webshop-Betreiber.

Ein komplett differenziertes Anforderungsprofil haben wir im Bereich der international tätigen Unternehmen, hier ist ein Schwerpunkt der Anforderung regelmäßig das einheitliche Reporting und die Tatsache, dass ein Ansprechpartner sich um die – weltweiten – Bedürfnisse der Auftraggeber kümmert.“

Sie unterstützen auch zum Beispiel Kommunen im internationalen Forderungsmanagement. Gibt es da Unterschiede zur Zusammenarbeit mit klassischen Unternehmen?

„Ja, das Anforderungsprofil der Kommunen unterscheidet sich aufgrund von gesetzlichen Vorgaben von klassischen Unternehmen. Beispielsweise werden wir in Deutschland als „Verwaltungshelfer“ der Kommune und nicht als klassischer Dienstleister im Bereich Forderungsmanagement tätig. Das bedeutet, dass die gesamten Abläufe der Bearbeitung im Zusammenspiel mit der jeweiligen Kommune abgestimmt werden müssen und wir teilweise Schreiben oder Beschlüsse nur vorbereiten – die Freigabe erfolgt durch die Kommune. Im Bereich der weltweiten Einziehung öffentlicher Forderungen ist der Schwerpunkt die lückenlose Dokumentation der Unterlagen, beispielsweise eines Bußgeldbescheids nebst der notwendigen Zustellungsurkunde. Diese Unterlagen sind Grundlage der Einziehung und müssen dem Schuldner bestenfalls zur Verfügung gestellt werden, um die Rechtmäßigkeit der Forderung zu belegen.

Dieses Thema haben wir durch unser multilinguales Tool „PayGate“ gelöst, in welchem der Schuldner alle Dokumente datenschutzkonform einsehen kann und zudem alle Fragen in Landessprache beantwortet werden. Sofern der Schuldner dann die Zahlung leisten will, stehen ihm in unserem Tool auch die jeweils landestypischen Zahlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Diese Anforderungen haben wir in der Zusammenarbeit mit klassischen Unternehmen grundsätzlich nicht, jedoch fließen diese Erfahrungswerte mittlerweile auch in die Zusammenarbeit mit solchen ein. Beispielsweise nutzen wir das „PayGate“ auch in der internationalen Tätigkeit für klassische Unternehmen, um dem Schuldner die vorhandenen Dokumente für Bestellung, Lieferschein, Rechnung, Mahnung und so weiter zur Verfügung zu stellen und so sofort eine Vielzahl von Fragen klären zu können.“

Welche Gefahren entstehen, wenn sich Unternehmen dem Thema Forderungsmanagement intern ohne ausgewiesene Expertise stellen?

„Durch ein internes Forderungsmanagement kann es dazu kommen, dass beispielsweise Mahnläufe nicht sinnvoll strukturiert sind, die Anzahl der Mahnungen zu hoch ist oder auch die Möglichkeiten einer Forderungsabsicherung nicht genutzt werden. Jedoch muss man hier auch die Größe des jeweiligen Unternehmens betrachten. Eine eigene interne Mahnabteilung oder auch Rechtsabteilung kann sicherlich eine Vielzahl der Gefahren beseitigen, jedoch ist es unserer Ansicht nach immer besser, einen externen Dienstleister zu beauftragen, der sich bestens mit allen Besonderheiten der Forderungsabsicherung auskennt. Zudem wirkt sich die Beauftragung eines professionellen Anbieters positiv auf die Zahlungsmoral der Kunden aus.“

Welchen Einfluss hat die aktuelle Corona-Pandemie auf die Liquiditätssicherung von Unternehmen?

„Durch die aktuelle Corona Pandemie ist die Liquiditätssicherung noch wichtiger geworden als vorher. Je nach Geschäftszweig des Unternehmens, ist die Nachfrage durch die Pandemie reduziert worden. In vielen Unternehmen musste sich der Vertrieb auf neue Herausforderungen einstellen wie beispielsweise dem Wechsel vom stationären Handel zum Webshop. All diese Anpassungen können nur mit einer entsprechenden Liquidität sichergestellt werden, daher sind alle sinnvollen Möglichkeiten zu nutzen, um die Liquidität zu sichern.“

Welche Maßnahmen im Kredit- und Forderungsmanagement können Unternehmen hierbei entlasten?

„Hierzu zählen unserer Ansicht nach alle sinnvollen Maßnahmen wie beispielsweise die Straffung der internen Mahnläufe, die Einbindung eines externen Dienstleisters ab einer definierten Mahnstufe, die Prüfung und gegebenenfalls Korrektur des vergebenen Kreditlimits. Außerdem gehört dazu sicherlich auch die Absicherung der Außenstände und die Änderungen der Zahlungsmöglichkeiten.“

Vielen Dank für das Interview.



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