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    4 Aktien im Check  7398  0 Kommentare Her mit den Chips!

    Lieferengpässe bei Halbleitern bringen Autoproduzenten und andere Branchen in die Bredouille. Dies bringt Chiphersteller in eine starke Position.

    Die Ford-Werke in Köln mussten jüngst die Autoproduktion für die kommenden Monate fast komplett einstellen. Der Grund: fehlende Halbleiterchips. Lieferengpässe zwingen auch andere Autohersteller zu Produktionspausen, beispielsweise Audi, BMW, Daimler, Nissan und VW. Offenbar hatten die Chipproduzenten der angeschlagenen Automobilindustrie kein so kraftvolles Comeback zugetraut – dies gilt insbesondere für wichtige Exportmärkte wie China. Und nicht nur die Autobranche ist betroffen. So klagen auch Smartphone-, Notebook-, Spielkonsolen- und E-Bike-Hersteller über den Chipmangel.

    Fertiger kommen mit der Produktion nicht mehr hinterher

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    Die Ursachen für die Lieferprobleme sind vielschichtig. Als ein Auslöser gelten Vorratskäufe durch den chinesischen Huawei-Konzern, der sich damit gegen US-Sanktionen schützen will. Weiterhin sorgt die Pandemie für eine verstärkte Nachfrage von PCs und IT-Systemen. Das Problem: Die Chiphersteller können den Produktionsschalter nicht so schnell umlegen. Neue Halbleiterfabriken zu bauen kostet Milliarden. Die Auftragsfertiger in Asien kommen mit der Produktion schon lange nicht mehr hinterher. Der Chef des Weltmarktführers Intel, Pat Gelsinger, glaubt, dass es Jahre dauern wird, ehe die große Nachfrage gestillt werden kann. Für Anleger rücken daher Chiphersteller in den Fokus. Für das Geschäft mit den Halbleitern stehen alle Zeichen auf GO! Zu den weltweit größten Produzenten gehören Intel (USA), Samsung (Südkorea), Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (Taiwan) und Infineon (Deutschland).

    Intel unter „Vor-Corona-Niveau“

    Intel (WKN: 855681) ist vor allem für PC-Mikroprozessoren bekannt und hat in diesem Segment einen Marktanteil von rund 80 Prozent. Außerdem gelten Intel-Chips als Basis für das „Internet der Dinge“. Diese Technologie ermöglicht es, physische und virtuelle Objekte miteinander zu vernetzen. Die Intel-Tochter Mobileye, die Fahrerassistenzsysteme entwickelt, ist bei Halbleitern und Sensoren für das autonome Fahren gut positioniert. Der Chipriese steckt derzeit Milliarden in den Ausbau seiner Produktion in den USA. So soll das Werk im Bundesstaat New Mexiko für 3,5 Milliarden Dollar aufgerüstet werden. Bereits im März hatte das Unternehmen angekündigt, zwei neue Fabriken in Arizona zu bauen. Mit derzeit rund 45 Dollar liegt die Aktie mit Abstand unter dem „Vor-Corona-Niveau“ von 60 US-Dollar. Ein GAP, den Bullen als Wachstumspotenzial interpretieren könnten.

    Samsung Electronics investiert 125 Milliarden

    Samsung Electronics (WKN: 896360) ist einer der größten Elektronikkonzerne und gehört zur südkoreanischen Samsung Group. Die Samsung-Tochter hat sich auf die Entwicklung und Produktion für Computer, Software und Telekommunikation spezialisiert. Bis 2030 will das Unternehmen umgerechnet rund 125 Milliarden Euro in das Geschäft mit modernen Chip-Prozessoren und der Auftragsfertigung investieren. Die Aktie liegt mit rund 1.750 US-Dollar weit über dem Kurs von Februar 2020, als sie noch bei 1.300 Dollar notierte. Der Titel könnte daher für einen jetzigen Einstieg zu teuer sein.

    TSMC: Chipmangel weitet sich aus

    Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) (WKN: 909800) ist nach Intel und Samsung der weltweit drittgrößte Halbleiterhersteller. Für Chips und Wafer ist das Unternehmen der größten Auftragsfertiger in der globalen Halbleiterindustrie. CEO Wei Che-Chia erwartet laut der Börsen-Zeitung, dass die Nachfrage hoch bleiben wird. „Der Mangel wird sich das ganze Jahr hindurch fortsetzen und vielleicht bis ins nächste Jahr ausweiten.“ Dagegen habe Wei den eigenen Kunden aus der Autoindustrie versprochen, dass die aktuellen Versorgungsprobleme bis zum nächsten Quartal deutlich verringert würden. Allerdings dauert es laut Wei rund sechs Monate, bis die produzierten Chips in die Fahrzeuge eingebaut würden. Die Aktie ist in den vergangenen zwölf Monaten von 45 auf 110 US-Dollar nach oben gesprintet und damit bereits kein Schnäppchen mehr.

    Infineon bedient Wachstumstrends

    Auch Infineon (WKN: 623100) hat auf Sicht der vergangenen zwölf Monate eine beachtliche Performance von 18 auf 31 Euro hingelegt. Die jüngsten Kursrücksetzer des DAX-Werts könnten dennoch einen günstigen Einstieg bieten. Mit den Halbleiter- und Systemlösungen für Automotive-, Industrieelektronik-, Chipkarten- und Sicherheitsanwendungen hält Infineon nach Ansicht der Analysten der DZ Bank jeweils starke Marktpositionen. Die Produkte zeichnen sich laut den Experten durch Zuverlässigkeit, hohe Qualität sowie innovative und moderne Technologien aus. Zugleich bremsten die knappen Kapazitäten bei den Auftragsfertigern das Wachstum derzeit etwas aus. Da Infineon jedoch wichtige Wachstumstrends wie Internet der Dinge, E-Mobilität, autonomes Fahren, Energieeffizienz und Sicherheit offenbar intakt sind, ist der Titel für die Analysten der DZ Bank ein Kauf.

    Autor: Gian Hessami (Gastautor)




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    Verfasst vonJulian Schick
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