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Drohendes Energie-Embargo Rezessionsangst: Drohen uns bald Ölpreise von 185 US-Dollar?

Die Ölpreise sind zum Wochenstart zwar gefallen. Allerdings schürt ein drohendes Energie-Embargo Rezessionsängste. Die Bundesbank und Wall Street-Analysten prognostizieren einen Ölpreisanstieg um bis zu 82 Prozent.

Die deutsche Wirtschaft droht in diesem Jahr um fast zwei Prozent zu schrumpfen. Wenn der Krieg in der Ukraine eskaliert und die Europäische Union ein Embargo auf russische Kohle, Öl und Gas verhängt, führe dies zu Einschränkungen für Energieversorger und Industrie, so die Bundesbank in ihrem Monatsbericht am Freitag.

Die Schätzung entspricht einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um etwa fünf Prozentpunkte gegenüber dem Basiswert vom März. Die schlimmsten Schäden sieht die Bundesbank durch höhere Rohstoffkosten entstehen.

In ihrem Modell geht die Zentralbank davon aus, dass die Kämpfe zunehmen, aber auf die Ukraine beschränkt bleiben. Sie gehen auch von einem Embargo für fossile Brennstoffe und einem damit verbundenen Preisanstieg der Sorte Brent auf über 170 US-Dollar pro Barrel aus.

Auch JPMorgan-Analysten gehen von einem massiven Anstieg des Ölpreises bei einem Energie-Embargo aus: Bei einem vollständigen und sofortigen Verbot von russischem Öl könnte es zu Lieferausfällen von mehr als vier Millionen Barrel pro Tag kommen. Dies könne den Brent-Ölpreis um etwa 82 Prozent auf 185 Dollar je Barrel in die Höhe treiben, berichtet Bloomberg.

Ein Anstieg der Energiepriese treibt auch die Inflation weiter an. Käme dann noch ein Embargo hinzu, prognostizieren die Bundesbank-Experten eine um 1,5 Prozentpunkte höhere Teuerungsrate.

Im Jahr 2023 könnten die Auswirkungen noch größer sein und der Preisdruck zwei Prozentpunkte über der Basisprognose liegen, so die Experten. Erst 2024 könnten wir dann mit einer zwar noch erhöhten, aber nicht mehr so starken Inflation rechnen.

Die Ölpreise sind Montagvormittag um rund 4,5 Prozent gefallen. Ein Barrel der Sorte Brent kostet 102 US-Dollar. WTI notiert bei rund 98 US-Dollar. Marktteilnehmer machen vor allem die sinkende Nachfrage aus China aufgrund der Lockdowns und die Zinsanhebungen der Fed als Gründe aus.

Autorin: Gina Moesing, wallstreet:online Zentralreaktion




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2 Kommentare
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Kommentare

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26.04.22 08:17:16
Einfach die Konsequenzen ziehen und das eigene Verhalten auf krisenhaftes abstimmen, das bringt sicher mehr als endlose Diskussionen und Wunschdenken!
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25.04.22 11:32:44
Sollte das so kommen, dann bleiben wir halt zu hause---Kartoffeln und Gemüse sind gepflanzt --- Holz ist ausreichend vorhanden --- der Markt kann mich also mal geplfegt am A.... lecken.!

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