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ANALYSE UBS optimistisch für United Internet wegen Ionos-Börsengang

ZÜRICH (dpa-AFX) - Die Schweizer Großbank UBS blickt auch wegen des geplanten Börsengangs der Tochter Ionos zuversichtlich auf United Internet . Die Bewertung des Internet- und Telekomkonzerns sei inzwischen zu niedrig, was der Börsengang der Webhosting-Tochter ändern könnte, schrieb Analyst Polo Tang in einer am Mittwoch vorliegenden Branchenstudie. Deshalb stufte er die Aktie von United Internet von "Neutral" auf "Buy" hoch, senkte aber wegen reduzierter Schätzungen für die Mobilfunktochter 1&1 das Kursziel von 33,00 auf 26,50 Euro. Dieses liegt nun noch gut ein Drittel über dem aktuellen Bewertungsniveau.

Trotz vorsichtigerer Annahmen hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit des Aufbaus eines Mobilfunknetzes durch 1&1 halte er United Internet für historisch günstig bewertet, betonte Tang. Die Papiere der Montabaurer seien im bisherigen Jahresverlauf um 45 Prozent gefallen. Es sei jedoch erwähnenswert, dass alle Einheiten von United Internet ein gutes Umsatzwachstum verzeichneten.

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Tang geht davon aus, dass der für 2023 angestrebte Ionos-Börsengang als Treiber einer Neubewertung des Konzerns fungieren wird. Ionos dürfte ein anhaltendes Wachstum im Bereich Webhosting verzeichnen, da bislang lediglich die Hälfte der kleinen und mittleren Unternehmen über eine Online-Präsenz verfügten und Ionos hier Marktführer sei. Der Experte rechnet für Ionos mittelfristig mit einem durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstum um 8 Prozent und einem operativen Ergebnisplus (Ebitda) von 6 Prozent.

Deutschland betrachtet Tang als einen guten Markt für die Telekombranche, die aus seiner Sicht auch weiterhin ein stetiges Wachstum von Umsatz und operativen Ergebnissen verzeichnen dürfte. Allerdings hätten einige Betreiber mit spezifischen Problemen zu kämpfen, schränkte der Analyst ein.

Sein klarer Favorit ist die Deutsche Telekom . Sie biete ein defensives Wachstum und attraktive Aktionärsrenditen. Telefonica Deutschland verzeichne starke operative Trends, werde aber möglicherweise erst dann neu bewertet, wenn Klarheit über die Frequenzauktion und die Entwicklung der Einnahmen des Netzpartners 1&1 bestehe.

Vodafone erhole sich von den jüngsten Kundendienst- und IT-Problemen, aber das Wachstum in Deutschland könnte angesichts des Verlusts einiger Basiseinnahmen aus dem TV-Kabelanschluss im Jahr 2024 und der verbleibenden 1&1-MVNO-Einnahmen bis 2025 begrenzt sein. Freenet profitiere kurzfristig von den Problemen von Vodafone, aber langfristig bleibe er vorsichtig, was das unabhängige Mobilfunk-Einzelhandels- und Service-Provider-Modell angeht.

Mit der Einstufung "Buy" geht die UBS davon aus, dass die Gesamtrendite der Aktie (Kursgewinn plus Dividende) auf Sicht von zwölf Monaten um mindestens sechs Prozent über der von der UBS erwarteten Marktrendite liegt./edh/gl/mis

Analysierendes Institut UBS.

Veröffentlichung der Original-Studie: 29.11.2022 / 14:48 / GMT Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 29.11.2022 / 14:48 / GMT

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Nachrichtenagentur: dpa-AFX
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