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41 % der Volljährigen mit Einwanderungsgeschichte wären 2023 bei Bundestagswahlen wahlberechtigt gewesen

WIESBADEN (ots) -

- 17,1 Millionen Menschen ab 18 Jahren mit Einwanderungsgeschichte lebten 2023
in Deutschland, davon waren 7,1 Millionen wahlberechtigt
- 36 % der erwachsenen Eingewanderten und 71 % der volljährigen Nachkommen von
Eingewanderten waren wahlberechtigt
- Jeweils gut ein Drittel der Wahlberechtigten mit Einwanderungsgeschichte waren
Eingebürgerte oder (Spät-)Aussiedlerinnen und (Spät-)Aussiedler, mehr als ein
Viertel besaß die deutsche Staatsangehörigkeit seit der Geburt

Im Jahr 2023 hatten rund 17,1 Millionen Menschen ab 18 Jahren und damit ein
Viertel (25 %) der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland eine
Einwanderungsgeschichte. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich
des Internationalen Tages der Migrantinnen und Migranten am 18. Dezember 2024
auf Basis des Mikrozensus 2023 mitteilt, wären davon 41 % oder 7,1 Millionen
Personen bei einer Bundestagswahl wahlberechtigt gewesen. Damit machten
Wahlberechtigte mit Einwanderungsgeschichte 12 % aller Wahlberechtigten aus,
zehn Jahre zuvor im Jahr 2013 hatte der Anteil noch bei 9 % gelegen. Da sich die
aktuellsten Ergebnisse auf das Jahr 2023 beziehen, geben die angegebenen Werte
mit Blick auf die Bundestagswahl 2025 nur annäherungsweise Auskunft. Eine Person
hat nach der hier verwendeten Definition eine Einwanderungsgeschichte, wenn sie
selbst oder beide Elternteile seit 1950 auf das heutige Staatsgebiet
Deutschlands eingewandert sind.

Voraussetzung für die Wahlberechtigung bei einer Bundestagswahl ist neben der
Volljährigkeit die deutsche Staatsbürgerschaft. Gut ein Viertel (27 %) der
Wahlberechtigten mit Einwanderungsgeschichte im Jahr 2023 besaß diese seit der
Geburt. Gut ein Drittel (37 %) der Wahlberechtigten mit Einwanderungsgeschichte
erwarb die deutsche Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung und ebenfalls gut ein
Drittel (35 %) besaß die Staatsangehörigkeit aufgrund ihres Status als
(Spät-)Aussiedlerin oder (Spät-)Aussiedler. Weniger als 1 % der Wahlberechtigten
mit Einwanderungsgeschichte bekam die deutsche Staatsangehörigkeit mittels
Adoption durch mindestens einen deutschen Elternteil.

Eingewanderte Wahlberechtigte im Schnitt seit 32 Jahren in Deutschland

Von den volljährigen Personen, die selbst nach Deutschland eingewandert sind,
waren im Jahr 2023 mehr als ein Drittel (36 %) wahlberechtigt. Diese
Wahlberechtigten lebten durchschnittlich bereits 32 Jahre in Deutschland. Von
den volljährigen Nachkommen zweier eingewanderter Elternteile waren demgegenüber
71 % wahlberechtigt.

Wahlbeteiligung von Personen mit und ohne Einwanderungsgeschichte gleicht sich
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news aktuell
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41 % der Volljährigen mit Einwanderungsgeschichte wären 2023 bei Bundestagswahlen wahlberechtigt gewesen - 17,1 Millionen Menschen ab 18 Jahren mit Einwanderungsgeschichte lebten 2023 in Deutschland, davon waren 7,1 Millionen wahlberechtigt - 36 % der erwachsenen Eingewanderten und 71 % der volljährigen Nachkommen von Eingewanderten waren …