Neue Prioritäten?
Investoren fragen: Arbeitet Elon Musk für Tesla oder nur noch für Trump?
Tesla-CEO Elon Musk steht wegen seiner Nähe zum neuen US-Präsidenten zunehmend in der Kritik. Nützt oder schadet die Partnerschaft seinem Firmenimperium? Ein prominenter Investor äußert Zweifel an Musks Engagement.
- Musk in Politik aktiv, kritische Stimmen wachsen.
- Tesla-Aktie stieg 74% seit Trumps Wahl, stabil.
- Bedenken: Musk fokussiert auf Trump, nicht Tesla.
- Report: Goldpreis nicht zu stoppen

Dass Elon Musk Multitasking beherrscht, scheint bei einem Blick auf seine zahlreichen Jobs offenkundig. Der CEO von Tesla SpaceX, X.ai und Neuralink ist seit diesem Jahr jedoch zusätzlich zu seinen Unternehmen auch noch in der Politik aktiv.
Seine Nähe zum designierten US-Präsidenten Donald Trump hat Tesla seit der Wahl im November zwar starke Kursgewinne beschert, und Musks eigenes Vermögen auf über 440 Milliarden US-Dollar ansteigen lassen. Doch ein CEO im eigentlichen Sinne ist der reichste Mann der Welt nicht mehr, meint der langjährige Tesla-Investor Ross Gerber, Präsident von Gerber Kawasaki Wealth and Investment Management.
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Im Interview mit Yahoo Finance sagte er: "Musk setzt sicherlich die Richtung und den Ton für Tesla, aber in der klassischen Rolle eines CEOs agiert er längst nicht mehr." Stattdessen sieht Gerber Musk als zunehmend in politischen Aktivitäten verstrickt, insbesondere in seiner Rolle im Übergangsteam des designierten US-Präsidenten Donald Trump.
Musk hat hunderte Millionen US-Dollar an Trump und die Republikaner gespendet und soll im neuen "Department of Government Efficiency" (DOGE) eine Schlüsselrolle beim Bürokratieabbau spielen.
Trotz der Bedenken zeigte sich die Tesla-Aktie robust. Seit der Wahl von Trump verzeichnete das Papier einen Anstieg von 74 Prozent, während der S&P 500 lediglich 5 Prozent zulegte. Dies wird unter anderem Musks Nähe zur neuen Regierung zugeschrieben, die Tesla trotz Trumps Ablehnung grüner Energien in eine vorteilhafte Position bringen könnte.
Kritiker wie Gerber befürchten, dass diese politische Ausrichtung Tesla-Aktionären schaden könnte. "Tesla-Aktionäre sind sich bewusst, dass ihr CEO aktuell mehr für Trump arbeitet als für Tesla", so Gerber weiter.
Musk verbringt zunehmend Zeit in Trumps Mar-a-Lago-Resort, trifft sich mit Staatsoberhäuptern und mischte sich kürzlich in die kontroverse Debatte um die US-Schuldenobergrenze ein. Diese Aktivitäten werfen Fragen zur operativen Führung Teslas auf, insbesondere angesichts des stark reduzierten Managementteams. Neben Musk umfasst die Führungsebene nur noch zwei weitere Schlüsselpersonen: Tom Zhu und Vaibhav Taneja.
Für das Jahr 2025 prognostiziert Gerber jedoch entscheidende Herausforderungen. „Das neue Team muss sich beweisen“, sagte er. Sollten Execution-Probleme auftreten, könnte die Aktie deutlich abgestraft werden.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
Die Tesla Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -2,01 % und einem Kurs von 405,3USD auf Tradegate (30. Dezember 2024, 22:26 Uhr) gehandelt.

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