Chartanalyse
Evotec-Aktie: Es wird schon wieder kritisch!
In der Aktie von Evotec ist es vor kurzem zu einem Kaufsignal gekommen. Das hat bislang aber keine Wirkung entfalten können. Der Chartcheck!
- Evotec-Aktie: Kaufsignal droht zu verpuffen, Verluste steigen.
- Übernahmegerüchte führten zu temporärer Rallye, nicht nachhaltig.
- Entscheidung an 7,50 Euro: Kurse darunter = Verkaufssignal.
- Report: Goldpreis nicht zu stoppen

Hinter den Evotec-Aktionären liegt ein zwar abwechslungsreiches, aber wenig erfolgreiches Börsenjahr. Gegenüber dem Stand vor 12 Monaten haben die Anteile rund die Hälfte ihres Wertes verloren. Zeitweise waren die Verluste sogar noch deutlich höher.
Übernahmegerüchte sorgten im Herbst zwar für eine Rallye und eine zwischenzeitliche Verdoppelung der sonst schwachen Aktie. Diese Kursgewinne entpuppten sich jedoch nicht als nachhaltig, nachdem der potenzielle Käufer Halozyme sein Interesse an Evotec aufgekündigt hat.
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Kaufsignal droht zu verpuffen
Nichtsdestotrotz war es in der Aktie zu einem Kaufsignal gekommen. Das jedoch droht angesichts der Kursverluste auch nach dem Jahreswechsel zu verpuffen. Gelingt den Käufern nicht bald ein Konter, könnten sich Anlegerinnen und Anleger schon in Kürze wieder auf empfindliche Verluste gefasst machen müssen. Dazu der Blick in den Chart:
Noch ist die Trendwende nicht vom Tisch, ...
Trotz der zwischenzeitlichen Erholung der Aktie liegt noch immer ein übergeordneter Abwärtstrend vor. Hierfür spricht vor allem, dass den Käufern trotz eines Ausbruchsversuchs kein Kurs dauerhaft oberhalb der 200-Tage-Linie gelungen ist. Auch die Widerstandsmarke bei 10 Euro konnte bislang nicht zurückgewonnen werden.
Damit haben sich die bullishen Divergenzen in der technischen Indikation, insbesondere im Trendstärkeindikator MACD, bislang nicht durchsetzen können. Dieser legt bereits seit einem Jahr gegen den Trend der Aktie zu und macht damit eine übergeordnete Trendwende immer wahrscheinlicher. Auch der Relative-Stärke-Index (RSI) zeigt ein solches Muster.
... aber die Käufer müssen sich jetzt zusammenreißen!
Unterstützt werden die Hoffnungen auf eine Trendwende durch das Golden Cross der gleitenden Durchschnitte. Das hat seine Wirkung bislang jedoch verfehlt, denn der Kurs der Evotec-Aktie ist seither gefallen. Gegenüber dem Jahreswechsel betragen die Verluste mehr als drei Prozent. Die 200-Tage-Linie ist damit einmal mehr als Widerstand bestätigt worden.
Halten die Kursverluste an, wofür aktuell der MACD spricht, der unter die Nulllinie gefallen ist und damit wieder einen Abwärtstrend anzeigt, ist der Bruch der Unterstützung bei 7,50 Euro zu befürchten. In diesem Fall könnten aufgrund des Fehlens weiterer Unterstützungsmarken das Tief im Bereich von 5 Euro noch einmal angelaufen werden.
Zur Oberseite gilt es für ein prozyklisches Kaufsignal, die beiden gleitenden Durchschnitte zu überwinden. Auch die Oberkante des kurzfristigen Abwärtstrendkanals muss nach oben verlassen werden, damit die Käufer eine zweite Chance erhalten, den Deckel bei 10 Euro zu sprengen. Die technischen Indikatoren sprechen derzeit aber gegen einen solchen Anstieg.
Fazit: Die Entscheidung dürfte schon bald fallen
In der Evotec-Aktie riskieren die Käufer, ein eigentlich konstruktives Setup aufzugeben. Ein Sprung über die gleitenden Durchschnitte, und damit zwei wichtige Widerstände, ist zum Greifen nahe, auch verfügen die Bullen dank des Golden Cross sowie der anhaltenden bullishen Divergenzen über technischen Rückenwind.
Der jedoch droht wirkungslos zu verpuffen, denn sowohl die Aktie als auch die technischen Indikatoren befinden sich bereits wieder im Rückwärtsgang. Die Entscheidung dürfte nun an der Marke von 7,50 Euro fallen. Kurse darunter wären als Verkaufssignal zu bewerten.
Für ein prozyklisches Kaufsignal legen sich Anlegerinnen und Anleger jenseits der gleitenden Durchschnitte auf die Lauer. Daher ist Abwarten derzeit die beste Option – oder der Kauf von Halozyme, das mit einer günstigen Bewertung und starken Geschäftsaussichten glänzt.
Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion

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