Das spannendste Januarende des Jahres

29.01.2010, 17:55  |  3034   |   |   
Die Woche an den Aktienmärkten in Asien endete, gefangen im internationalen Kontext, mit roten Kurstafeln. Am letzten Handelstag verlor der Nikkei in Tokio noch einmal 2,1 Prozent und der Hang Seng in Hongkong 1,2 Prozent.

Nach einer leichten Stabilisierung an der Wallstreet am Donnerstag und den starken nachbörslichen Quartalszahlen von Microsoft konnte der Deutsche Aktienindexnach einem Schluss auf Tagestief am Donnerstag heute neuen Mut sammeln und sofort mit einem GAP auf der Oberseite im Plus eröffnen. Die Marke von 5.600 Punkten zeichnete sich jedoch als erster Widerstand ab und so testete der DAX als nächstes auf der Unterseite mit 5.556 Punkten die Kaufbereitschaft der Marktteilnehmer. Aus volkswirtschaftlicher Sicht standen die Ampeln auf hellgrün, da die EU-Geldmenge M3 erneut gefallen ist und die Kreditvergabe an Privathaushalte im Dezember mit +0,7 Prozent auf Vorjahresniveau blieb. Eine leichte Zunahme der Inflation auf 1 Prozent mit einem parallelen Anstieg der EU-Arbeitslosenquote auf 10 Prozent bewegte sich ebenfalls im Rahmen der Erwartungen. So verharrte der Markt bis zu den US-BIP-Daten des 4. Quartals innerhalb dieser Range. Um 14.30 Uhr wurde das US-BIP mit 5,7 Prozent überraschend fest veröffentlicht und verhalf dem DAX zum Sprung über die 5.600 Punktemarke.

Nach einer folglich positiven Eröffnung der Amerikanischen Aktienmärkte überraschte der mit 61,5 Punkten stärker als erwartet ausgefallenen US-Chicaco Einkaufsmanagerindex ebenfalls, welcher die Lage im verarbeitenden Gewerbe des New Yorker Großraumes misst. Dieser Impuls konnte den DAX noch einmal beflügeln und auf ein Tageshoch von 5.657 Punkten – exakt 100 Punkte über dem Tagestief - katapultieren.

Mit 5.608 Zählern endete der XETRA-Handel knapp über seinem heutigen ersten Widerstand mit einem Tagesplus aber einem Wochen- und Monatsminus.

Seele baumeln lassen ist schwer

„Seid vorsichtig!“ warnte Optimalograph bereits vor Sonnenaufgang, denn „die letzten beiden Tage waren von Verlusten und vielen (für mich) echt krassen Trades mit Herzschlagcharakter geprägt.“ Damit sprach er vielen Tradern aus der Seele. Entsprechenden Trost gab es aus den breiten Reihen der lieb gewonnen Kollegen, so dass beispielsweise Standuhr bereits 8.02 Uhr sich wieder voller Energie in eine Position stürzen konnte – Short sollte es diesmal sein. Mit der Viermal-Nachkauf-und-Schimpf-Strategie schaffte er gegen 11.00 Uhr ein Plus aus dem Marktverlauf zu ziehen. Nach einigen Anmerkungen von eNhale und regenkobold nahm er vielleicht diesmal trotz dieses guten Ausganges etwas für die Zukunft mit, schließlich „ist Börse harte Arbeit“ und ein stetiger Lernprozeß.
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