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Das spannendste Januarende des Jahres

Die Woche an den Aktienmärkten in Asien endete, gefangen im internationalen Kontext, mit roten Kurstafeln. Am letzten Handelstag verlor der Nikkei in Tokio noch einmal 2,1 Prozent und der Hang Seng in Hongkong 1,2 Prozent.

Nach einer leichten Stabilisierung an der Wallstreet am Donnerstag und den starken nachbörslichen Quartalszahlen von Microsoft konnte der Deutsche Aktienindexnach einem Schluss auf Tagestief am Donnerstag heute neuen Mut sammeln und sofort mit einem GAP auf der Oberseite im Plus eröffnen. Die Marke von 5.600 Punkten zeichnete sich jedoch als erster Widerstand ab und so testete der DAX als nächstes auf der Unterseite mit 5.556 Punkten die Kaufbereitschaft der Marktteilnehmer. Aus volkswirtschaftlicher Sicht standen die Ampeln auf hellgrün, da die EU-Geldmenge M3 erneut gefallen ist und die Kreditvergabe an Privathaushalte im Dezember mit +0,7 Prozent auf Vorjahresniveau blieb. Eine leichte Zunahme der Inflation auf 1 Prozent mit einem parallelen Anstieg der EU-Arbeitslosenquote auf 10 Prozent bewegte sich ebenfalls im Rahmen der Erwartungen. So verharrte der Markt bis zu den US-BIP-Daten des 4. Quartals innerhalb dieser Range. Um 14.30 Uhr wurde das US-BIP mit 5,7 Prozent überraschend fest veröffentlicht und verhalf dem DAX zum Sprung über die 5.600 Punktemarke.

Nach einer folglich positiven Eröffnung der Amerikanischen Aktienmärkte überraschte der mit 61,5 Punkten stärker als erwartet ausgefallenen US-Chicaco Einkaufsmanagerindex ebenfalls, welcher die Lage im verarbeitenden Gewerbe des New Yorker Großraumes misst. Dieser Impuls konnte den DAX noch einmal beflügeln und auf ein Tageshoch von 5.657 Punkten – exakt 100 Punkte über dem Tagestief - katapultieren.

Mit 5.608 Zählern endete der XETRA-Handel knapp über seinem heutigen ersten Widerstand mit einem Tagesplus aber einem Wochen- und Monatsminus.

Seele baumeln lassen ist schwer

„Seid vorsichtig!“ warnte Optimalograph bereits vor Sonnenaufgang, denn „die letzten beiden Tage waren von Verlusten und vielen (für mich) echt krassen Trades mit Herzschlagcharakter geprägt.“ Damit sprach er vielen Tradern aus der Seele. Entsprechenden Trost gab es aus den breiten Reihen der lieb gewonnen Kollegen, so dass beispielsweise Standuhr bereits 8.02 Uhr sich wieder voller Energie in eine Position stürzen konnte – Short sollte es diesmal sein. Mit der Viermal-Nachkauf-und-Schimpf-Strategie schaffte er gegen 11.00 Uhr ein Plus aus dem Marktverlauf zu ziehen. Nach einigen Anmerkungen von eNhale und regenkobold nahm er vielleicht diesmal trotz dieses guten Ausganges etwas für die Zukunft mit, schließlich „ist Börse harte Arbeit“ und ein stetiger Lernprozeß.

Umfassende Chart-Einblicke steuerte im weiteren Verlauf DpunktUmmschwaetzer bei. Im Tageschart wies zudem Wallgrekk auf weitere mögliche Abgaben bis 5.400 Punkte hin, welche auch den Zielen von Finanzriese und message5 entsprachen. Auch wenn immer mehr Zockerbine‘n auf den Short-Trend aufspringen wollten, sollte doch laut Malony „Vorsicht angesagt“ sein wegen der „überverkauften Situation“ und den „politisch kurzen Beinen“, denen Effektentiger gerne nachschaut. Davon hin&her gerissen machte „der alte Foss keinen Trade“ : - (

Während Malony seine 10-Pip-Tänze im EUR/USD vollzog, musste sich HerrKoerper rügen lassen, „Angst vor Gewinnen“ zu haben. Daran scheint etwas zu stimmen, oder was bedeutet sonst der Vermerk „TV-King“ im Pionierausweis???

Als der EUR/USD sich wieder der Marke von 1,40 näherte, griffen hafri, TheRattler und zooropa beherzt zur Verkaufstaste, um an der möglichen Trendfortsetzung zu partizipieren. Nach den positiven US-Daten im späteren Verlauf ging dieses Szenario mit Kursen unter 1,39 bestens auf.

Bis zum Nachmittag befand sich der „Deckel im DAX“ bei 5.600 Punkten, worauf Ostkueste immer wieder hinwies. Mit den guten US-BIP-Daten, oder wie Effektentiger sagte: „der Q4-Kamelle“, konnte dieser Widerstand jedoch durchbrochen werden. Für Long-investierte Trader wie SeaCloud war dies Grund zur Freude und für andere eine willkommene Einstiegsgelegenheit in Shorts an der „body-Marke“ von 5.630. Ein wenig tobte sich der Markt noch aus und viele Diskussionsteilnehmer konnten von der so entstandenen Nachmittags-Vola profitieren.

An Punkten im Underlying „Sympathie“ sammelte Freidenker einiges ein, in dem er sich einmal mehr offen für neue Handelsideen zeigte, ohne verbissen das „Holy-Grail-Setup“ zu suchen. Diese Vorgehensweise zeugt von innerer Reife und ist eine der Grundlagen für dauerhaft erfolgreiches Trading an den Finanzmärkten.

Ausblick

Die Pläne von US-Präsident Obama zur stärkeren Kontrolle des Bankensektors zeigten wie vermutet auch in dieser Woche einige Nachwirkungen. Eng damit verbunden steht die Fortsetzung der Amtszeit von FED-Chef Ben Bernanke an, welche durch den Senat bewilligt wurde. Ist es beiden möglich die Konjunktur im folgenden Quartal zu stabilisieren?

Aus Unternehmenssicht sind durchaus positive Anzeichen vorhanden, wie Siemens, IBM, Amazon und das Rekordquartal bei Microsoft eindrucksvoll zeigten. Ebenso eindrucksvoll war auch die Präsentation des neuen iPad von Apple. Nun werden mit Spannung die anstehenden Rahmendaten beobachtet.

In der folgenden Kalenderwoche sollte man daher am Montag die Einkaufsmanager der EU, die persönlichen Auslagen und Einkommen der US-Bürger sowie den US-ISM Index des Monats Januar auf der Agenda markieren. Mit den US-Hausverkäufen am Dienstag und dem US-ADP Arbeitsmarktbericht am Mittwoch finden sich weitere kursrelevante Termine, bevor als Highlight am Freitag die US Arbeitslosenquote für Volatilität an den Märkten sorgen wird.

Ich wünsche daher allen Lesern und Diskussionspartnern ein ruhiges Wochenende und einen unvorbelasteten Start in die kommende Woche.

Euer Bernie
(Andreas Mueller)



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29.01.2010, 17:55  |  3064   |   |   

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