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DAX, MDAX & Co. – Märkte im Fokus
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DAX, MDAX & Co. – Märkte im Fokus

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
12.01.2017, 08:17  |  775   |   

Am deutschen Aktienmarkt meldeten sich die Käufer zur Wochenmitte zurück. Für Kursbewegungen sorgten dabei vor allem Analystenkommentare. Marktbeobachter verwiesen daneben auf Vorschusslorbeeren mit Blick auf die kurz vor Xetra-Schluss beginnende Pressekonferenz des künftigen US-Präsidenten Donald Trump. Der DAX endete 0,54 Prozent fester bei 11.646 Punkten und markierte in der Spitze ein 18-Monats-Hoch bei 11.692 Punkten. MDAX und TecDAX verbesserten sich um 0,72 beziehungsweise 0,33 Prozent. Die Marktbreite gestaltete sich positiv. Unter den 110 größten Werten gab es 73 Gewinner und 36 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen dominierte mit 83 Prozent deutlich. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 101,2 Millionen Aktien im Wert von 3,54 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 2,50). Stärkste Sektoren waren Versorger, Banken und Automobilwerte. Abschläge verzeichneten lediglich Softwaretitel, Konsumwerte und Pharma+Healthcare-Werte. E.ON verteuerte sich an der DAX-Spitze um 4,85 Prozent. Händler führten dies auf Spekulationen auf eine Abspaltung des Stromnetzes zurück. Mit einem Plus von 3,51 Prozent belegte mit RWE eine weitere Versorgeraktie den zweiten Platz. Das Papier profitierte von einer positiven Analysteneinschätzung. Volkswagen endete 3,38 Prozent höher. Nach Xetra-Schluss bestätigten die Wolfsburger dann, dass die seit dem Vortag im Raum stehende mögliche Einigung mit dem US-Justizministerium im Dieselskandal unter Dach und Fach ist. Der Konzern zahlt 4,3 Milliarden USD als Strafe. Am DAX-Ende verlor FMC 1,10 Prozent. Beiersdorf und Lufthansa gaben um 0,87 beziehungsweise 0,51 Prozent nach.

An der Wall Street schloss der Dow Jones Industrial 0,49 Prozent höher trotz wenig konkreter Aussagen von Donald Trump in seiner mit Spannung erwarteten Pressekonferenz bei 19.954 Punkten. Der Nasdaq 100 legte um 0,29 Prozent auf 5.050 Zähler zu. 66 Prozent der Werte an der NYSE verbuchten Kursaufschläge. Das Aufwärtsvolumen betrug 63 Prozent. 118 neuen 2-Wochen-Hochs standen 14 Tiefs gegenüber. Die größten Gewinne waren bei Energiewerten und Versorgern zu beobachten. Einzige Verlierersektoren waren Healthcare und Immobilienaktien. Merck belegte mit plus 2,85 Prozent die Dow-Spitze. Pfizer hielt die rote Laterne mit einem Abschlag von 1,82 Prozent.

Der US-Dollar reagierte mit Abschlägen auf die vagen Äußerungen von Donald Trump hinsichtlich seiner Wirtschaftspolitik. Die Weltleitwährung gab gegen Ende des New Yorker Handels gegenüber allen anderen Hauptwährungen nach. Der Dollar-Index notierte 0,22 Prozent tiefer bei 101,78 Punkten, konnte sich damit aber deutlich vom zwischenzeitlich erreichten 4-Wochen-Tief erholen. EUR/USD kletterte um 0,16 Prozent auf 1,0570 USD. Im Tagesverlauf pendelte der Kurs zwischen einem Wochentief bei 1,0454 USD und einem Hoch bei 1,0622 USD. Bei den anderen Majors tendierten der Austral-Dollar und der Kanada-Dollar – unter Tradern auch Aussie und Loonie genannt – auffällig fest. Schwach präsentierte sich hingegen der Franken. Abseits der Hauptwährungen standen der mexikanische Peso und die türkische Lira mit der Fortsetzung ihrer dynamischen Abwärtstrends im Fokus. Beide Devisen markierten gegenüber dem Greenback neue Allzeittiefs.

Der S&P GSCI Rohstoffindex legte dank haussierender Energiepreise um 1,45 Prozent auf 394,64 Punkte zu. Die Rohölpreise zogen gestützt vom schwächeren Dollar trotz eines stärker als erwarteten Anstiegs der US-Lagerbestände nach Beginn der Rede von Donald Trump deutlich an. Brent-Öl verteuerte sich um 2,82 Prozent auf 55,15 USD. Die US-Sorte WTI stieg um 2,81 Prozent auf 52,25 USD. Der Preis für US-Erdgas notierte 0,24 Prozent fester bei 3,29 USD. Comex-Kupfer verlor nach Gewinnmitnahmen 0,08 Prozent auf 2,61 USD. Gold setzte seinen Erholungstrend fort und gewann 0,49 Prozent auf ein 2-Monats-Hoch bei 1.191 USD (1.126 EUR) hinzu. Silber, Platin und Palladium zeigten hingegen Abschläge zwischen 0,12 und 1,48 Prozent.

Am Rentenmarkt legte die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,11 Prozent zu. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel um drei Basispunkte auf 0,25 Prozent. Der Euro-Bund-Future kletterte um 0,26 Prozent auf 163,60 Punkte. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes endete nach zwischenzeitlicher Markierung eines 6-Wochen-Tiefs unverändert bei 2,38 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte orientierten sich heute früh überwiegend nordwärts. Der MSCI Asia Pacific Index legte um 0,61 Prozent auf 140,14 Punkte zu. Belastet von einem festeren Yen zeigte der Nikkei 225 Schwäche und gab zuletzt um rund 1,3 Prozent nach.

Heute richtet sich der Blick von der Makroseite vor allem auf die Daten zur Industrieproduktion in der Eurozone. In den USA werden mehrere Fed-Mitglieder Reden halten. Unternehmensseitig gibt es Quartalszahlen von Hella sowie von Südzucker.

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