DEGI EUROPA


ISIN: DE0009807800 | WKN: 980780 | Symbol: GH7B
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Im Anleger-Interesse gab es zur Auflösung keine Alternative

Der offene Immobilienfonds Degi Europa wird, anders als bisher angestrebt, nicht bis 30. Oktober wieder geöffnet, sondern aufgelöst. Nach eingehender Prüfung kann nicht garantiert werden, dass die Liquidität von über 30 Prozent für die Bedienung der Rückgabewünsche ausreicht. Das ist unter anderem auf das angespannte Marktumfeld zurückzuführen: In den vergangenen Wochen haben zwei weitere Fonds (ein offener Immobilienfonds und ein Dachfonds, der überwiegend in offene Immobilienfonds investiert) vorübergehend die Anteilscheinrücknahme ausgesetzt, ein offener Immobilienfonds hat seine Auflösung angekündigt. Ebenfalls eine Rolle spielt, dass seit Schließung des Fonds Anteile im Wert von knapp 400 Millionen Euro zu überdurchschnittlichen Abschlägen an der Börse gehandelt wurden. Es musste davon ausgegangen werden, dass diese Börseninvestoren bei Öffnung des Fonds ihre Anteile zur Rückgabe vorlegen würden. Das Nettofondsvermögen beträgt aktuell rund 1,3 Milliarden Euro.
Regelmäßige Rückzahlungen und Gleichbehandlung aller Anleger

Aberdeen wird daher halbjährliche Rückzahlungen an die Anleger vornehmen. Eine erste größere Tranche wird voraussichtlich im Januar 2011 an die Anleger ausgezahlt. Diese Methode ist der einzige und fairste Weg, sowohl professionellen wie auch Privatanlegern geordnet Rückzahlungen zu gewähren. Alle Anleger erhalten pro Anteilschein einen bestimmten Betrag ihres Investments zurück, gleichzeitig sinkt der Anteilpreis ihrer Anlage entsprechend. Diese Methode wiederholt sich halbjährlich bei entsprechenden Veräußerungserlösen über den Zeitraum der gesamten Auflösung bis zum 30. September 2013. Dabei werden für alle Anleger der gleiche Preis und die gleiche Auszahlungsquote gewährleistet. Großverkäufen wird hiermit vorgebeugt, die Gleichbehandlung aller Anlegergruppen und der Anlegerschutz gewahrt.
Hallo,
als selbst Betroffener möchte ich einmal nachfragen mit welchem Recht man so einfach aus DEGI EUROPA rausgeschmissen werden kann, ohne um Zustimmung gefragt zu werden. Das ist eine faktische Enteignung!
DEGI hätte ja ein geregeltes Verfahren zur Bedienung von Verkaufswünschen nutzen können, es hätten Möglichkeiten bestanden grosse Käufer zu finden, Vertriebskanäle über Internet etc. für mehr Nachfrage sorgen zu lassen, zumindest nach einer Abwertung auf eine angemessene Bewertung.
Aber wie das jetzt aussieht werden wir Kleinanleger rausgeschmissen, bzw. das Abwickelverfahren wird hierzu missbraucht! und wenn dann nur noch DEGI oder Aberdeeen restliche Anteile hält werden pötzlich grosse intstitutionalle Käufer aktiv, falls die nicht ohnehin schon jetzt auf der Käuferseite gieren.
Fazit:
offene Imm.fonds sind einfach zu gut um sie Kleinanlegern
zu belassen!

Hierzu passt auch das folgende Äbbadien-statement:
''Aberdeen ist in Deutschland in den drei Assetklassen Aktien, Anleihen und Immobilien erfolgreich vor Ort vertreten. Insgesamt verwaltet das Unternehmen rund acht Milliarden Euro für deutsche und österreichische Anleger. Auch zukünftig wird Aberdeen das Geschäft mit Immobilienprodukten für institutionelle
Investoren, die zur ausgewiesenen Expertise des Unternehmens gehören, weiter vorantreiben. Überdurchschnittlich erfolgreich ist Aberdeen im Wertpapiergeschäft - so sind im vergangenen Jahr rund eine Milliarde Euro an neuen Investorenmandaten vor allem in Schwellenländer- und Rentenprodukten an das Unternehmen vergeben worden.''
Klartext: Man ist nur noch an grossen Anlegern interessiert
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.420.145 von blaehswinger am 30.10.10 00:42:56Warum Enteignung ? Diese Fonds waren doch alle künstig aufgebläht. Jetzt bekommt man den fairen Preis, der momentan am Markt zu bekommen ist, dass das natürlich oft weit unter den Preisen ist, wo Anleger gekauft haben,ist klar. Auch hier gilt Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Das ist Börse. Deine Verluste habe anderen Gewinne beschert. Du hast investiert und dafür ein paar Zahlen und etwas bedrucktes Papier bekommen. Kleinanleger sind immer nur das Milchvieh. Gut möglich, dass sich andere daran bereichern. Da kannst du nichts machen, ausser in Zukunft in so einen Mist nicht mehr zu investieren. Die Immobilienfonds sind tot und nach den Debakel ist so etwas nie wieder an den Sparer zu bringen. Das sind hochriskante Geschäfte und nicht der sichere Hafen mit jährlich garantierter Rendite.
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.420.145 von blaehswinger am 30.10.10 00:42:56Zitat: " DEGI hätte ja ein geregeltes Verfahren zur Bedienung von Verkaufswünschen nutzen können, es hätten Möglichkeiten bestanden grosse Käufer zu finden, Vertriebskanäle über Internet etc. für mehr Nachfrage sorgen zu lassen "


Es will aber keiner mehr so etwas haben, es will keiner mehr kaufen. Das Geschäftsmodell offener Immobilienfonds ist tot . So etwas lässt sich nicht mehr an den Mann/Frau /Rentner/Kleinsparer bringen. Das ist auch eine der so vielen Blasen, die geplatzt sind. Das Ding wird kräftig abgewertet bis zum Cashbestand für den die Immobilien verhökert werden können minus sämmtlicher Spesen und Provisionen. Den kleinen Rest verramscht man an euch.

Nun hast du etwas wichtiges gelernt; kaufe nie auch nur irgendein Produkt einer Bank/Sparkasse/Versicherung. Wenn man sein Geld in eine eigene Immobilie gesteckt hätte, hätte man heute immer noch die Immobilie.
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.420.145 von blaehswinger am 30.10.10 00:42:56Hallo,

die Möglichkeit der Liquidierung ist bei Fonds immer gegeben. Auch wenn es bisher bei Immobilienfonds nicht vorgekommen ist. Von daher kann man als Anleger nichts machen.
Ein "geregeltes Verfahren" kann man bei Verkäufen durchaus anwenden. Denkbar ist eine ausführung bis zu bestimmen Betragshöhen und eine zeitliche Staffelung ggf. mit Abschlägen zum NAV.

Käufer zu finden, das stellt sich allerdings als schwierig dar. Über die KAG können nur Anteile ausgegeben oder zurückgenommen werden. Die Realität ist doch, viele Anleger hätten die Öffnung dazu benutzt um Anteile zurückzugeben. Die Liquidität wäre ständig geschrumpft. Und solange im Börsenhandel ein so großer Abschlag besteht, hätte doch kein Anleger bei9 der KAG gekauft.

Auch handelt es sich bei einem Fonds um ein Sondervermögen, welches ausschließlich den Anlegern zusteht. Keinesfalls halten DEGI oder Aberdeen Anteile.

Problem bleiben die erzielbaren Verkaufspreise. Und wer als Käufer der Immobilien in Erscheinung tritt. Ich hoffe, es sind nicht andere Fonds aus dem gleichen Haus.

Ich persönlich halte den Fond derzeit für eine gute Kaufgelegenheit bei Kursen um 31€.
Wen man Zeit hat und das Geld für die nächsten Jahre nicht unbedingt benötigt, lässt sich eine gute Rendite erwirtschaften. Zumal es im Januar 2011 schon eine größere Ausschüttung bzw. Rückzahlung geben wird. 10€ sollten es schon sein.
Wenn dann mit der anderen Liquidität die Verbindlichkeiten zurückgezahlt werden, ergibt sich bei den noch verbleibenden Immobilien auch eine interessante Mietrendite bis zum Verkauf.
Von daher rechne ich mit steigenden Börsenkursen bis zum Januar. 37€-39€ könnten durchaus erreicht werden.
zunächst Danke für die Beantwortung,
doch ich bin mit derart viel Holz im DEGI Europa investiert,
und habe derart weniger liquide Mittel, dass ein Nachkauf
allenfalls ein Tropfen auf den heissen Stein wäre.
Zugegeben, die Möglichkeit der Fonds-Auflösung ist vermutlich in den Prospekten, KAG etc aufgeführt (wo finde ich diesen Kram eigentlich?),
aber es kann nicht sein, dass die Fondsgesellschaft einfach willkürlich beschliesst den Fonds abzuwickeln und hierfür Gründe angibt, die m.E. völlig ungeprüft bleiben.
Bist Du sicher, dass Aberdeen nicht selbst eine Mehrheit an den Anteilen hält ? Denn wenn nur Fremde Anteile hielten dann müssten
doch Versammlungen und Abstimmungen etc. abgehalten werden, oder?
Das ist doch bei jeder AG oder Woheigentümerversammlung etc. der Fall.

Als Lösung sei der Fa DEGI / Aberdeen Folgendes Verfahren angeraten:
sie schreiben alle Anteilsinhaber an, wer überhaupt verkaufen will, und wenn ja, wird geprüft wann er gekauft hat.
Danach werden die liquiden Mittel prozentual auf die vorhandenen Ver-Käufer, die jedoch vor der Schliessung kauften verteilt und entsprechende Anteile zurückgenommen.
Nur wenn Geld übrig bleibt werden auch jüngere Käufer bedient.
Gleichzeitig werden Käufe zu niedrigeren Kursen zugelassen,
aber ''ältere'' Anteilsinhaber preislich privilegiert.

Für die Politik:
Für den Krisenfall wird ein solches Verfahren gesetzlich verankert,
ggfs. werden zur Bedienung von Verkaufswünschen Zentralbankkredite gegeben (Teilverstaatlichung), d.h. die Kfw oder EZB erhält Anteile,
die sie nach und nach (hofftl. mit Gewinn) zurückverkauft.

Man versucht so einen grossen Rutsch
bei den Immofonds mit Panik-Ausverkauf zu vermeiden.
Bei einer Teilverstaatlichung entstünde ds nötige
Verbrauchervertrauen um Investoren zum Halten und Neu-Kaufen
zu ermutigen.
Statt einer 2-Jahrensfrist könnten im Liquiditätsengpass (Krisenfall)
halb- oder vierteljärliche Öffnungen versucht werden (nach dem beschriebenen Verfahren voriger schriftlicher Anmeldung von Verkaufswünschen)

DEGI und die anderen Fonds sollten ermutigt bzw, über staatliche kreditgekaufte Mehrheiten gezwungen werden im Sinne des Verbraucherinteresses ggfs. mit anderen stark geschrumpften
Immo-Fonds zu fusionieren.

Die Informationspolitik ist mau und sollte weniger hochglänzend
und informativer werden. Anders liesse sich die Panik nicht aus den Gemütern nehmen.
Generell haben die Kleinanleger doch eher Freude an Immobilienbesitz, wenn sie sich nicht selbst darum kümmern müssen, die Panik vor Inflation und Geldentwertung ist deutlich höher.
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.420.711 von blaehswinger am 30.10.10 11:17:06Hallo,

nochmal, die Anteilsinhaber sind an dem Sondervermögen beteiligt, nicht Aberdeen.
Bei einem Sondervermögen handelt sich nicht um eine AG oder GmbH,wo man als Kapitaleigner Mitbestimmungsrechte hat.
Aberdeen verwaltet deses Sondervermögen. Grundlage ist immer das Investmentgesetz (InvG).
Rückgaben sind immer nur über Aberdeen möglich. Man erhält dann für deinen Anteil den von der KAG errechneten NAV. Von daher tangiert der Börsenhandel das Sondervermögen nicht.
Deine vorgeschlagene Lösung führt zu einer Ungleichbehandlung der Anleger und ist so nicht möglich.
Den Prospekt, sowie den letzen Rechenschaftsbericht muß man als Anleger vor dem kauf erhalten, außer man verzichtet ausdrücklich darauf.

Die Politik kann keinem Investor das Risiko abnehmen. Was die Politik plant sind Haltefristen.
Mein Mitleid hält sich in Grenzen. Wer immer noch offene Immobilienfonds hält, ist selbst Schuld und einfach nur dämlich, sorry. Als 2005 der Grundbesitz-Invest geschlossen wurde, habe ich mich aus dieser Anlageklasse komplett verabschiedet und das war gut so. Keine Ahnung, warum nicht alle Privatanleger seinerzeit die Signale erkannt haben.

Das Konzept der offenen Immobilienfonds musste irgendwann zusammenbrechen. Es passt schlicht und ergreifend nicht zusammen, dass dem Anleger tägliche Verfügbarkeit seiner Anteile garantiert wird, bei gleichzeitigem Investment in illiquiden Anlagen.

45 Jahre ging das gut, weil es niemals zu grösseren Rückforderungen der Anleger kam. Logischerweise brach das Kartenhaus zusammen, als massenweise Geld abgezogen wurde.

Wenn offene Immobilienfonds überleben wollen, dann nur mir einer völig neuen Konzeption, die sich an der schwer liquidierbaren Vermögensmasse orientiert. Damit werden sie aber insbesondere für Privatanleger unattraktiv - da kann der BVI noch so schöne Gesundbeter-Statements veröffentlichen.
"Wenn offene Immobilienfonds überleben wollen, dann nur mir einer völig neuen Konzeption, die sich an der schwer liquidierbaren Vermögensmasse orientiert."

Die Illiquidität der Vermögenswerte ist ja nur ein Teil des Problems. Wesentlich bedeutsamer ist m. E. die strukturelle Überbewertung der Immobilien in den - naja ich schreib' mal meisten - offenen Immobilienfonds. Eine zu hoch bewertete Immobilie kann ich natürlich nicht einfach so verkaufen - da liegt doch der Kern des Übels.
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