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OSRAM - Siemens plant IPO (Seite 108)

eröffnet am 29.03.11 14:19:20 von
neuester Beitrag 03.03.21 18:49:33 von


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29.11.19 21:02:35
Beitrag Nr. 1.071 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.872.684 von honigbaer am 08.11.19 13:34:19
Zitat von honigbaer: weitere Annahmefrist voraussichtlich bis 24. Dezember 24 Uhr.
Was ist mit weitere Annahmefrist gemeint?
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29.11.19 21:33:51
Beitrag Nr. 1.072 ()
Wenn es stimmt, dass die Hedgefonds 40% von Osram halten, wird es vermutlich nichts mit der Andienungsquote von 55%.

Versteht ihr die Taktik der Hedgefonds? AMS hat doch ausdrücklich erwähnt, dass das Angebot nicht erhöht wird.

Es gibt mehrere Varianten, wie es ausgehen könnte.

Sehr schwer sich jetzt zu entscheiden, long oder short zu gehen...
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29.11.19 22:09:21
Beitrag Nr. 1.073 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.046.272 von Informierer am 29.11.19 21:02:35
Zitat von Informierer: Was ist mit weitere Annahmefrist gemeint?


Wenn die Mindestannahmeschwelle erreicht wird und das Angebot daran nicht scheitert, dann haben die Aktionäre, die das Angebot in der regulären Frist nicht angenommen haben, die Möglichkeit, das Angebot auch noch während der weiteren Annahmefrist anzunehmen.
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29.11.19 22:25:18
Beitrag Nr. 1.074 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.046.407 von Pitman123 am 29.11.19 21:33:51Die Hedgefonds können mit ihren Paketen taktieren.
AMS hat sowohl ein Interesse, die Mindestannahmeschwelle von 55% zu erreichen, als auch die Zustimmung zu einem Beherrschungsvertrag zu erhalten, wofür 75% der vertretenen Stimmen auf einer Hauptversammlung benötigt werden.

Im Fall eines Beherrschungsvertrags könnte letztlich eine höhere Abfindung winken, dazu braucht AMS aber zunächst die nötigen Stimmrechte. Es geht den Hedgefonds wohl zunächst darum, einen guten Preis für jene Aktien zu bekommen, die AMS benötigt, um einen Beherrschungsvertrag abschließen zu können.
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29.11.19 22:49:39
Beitrag Nr. 1.075 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.046.656 von honigbaer am 29.11.19 22:25:18
Beherrschungsvertrag
So ist es, die Hedgefonds wollen einen guten Preis für Ihre Aktien. Nur bin ich mir ziemlich sicher, dass AMS nicht über 41 EUR gehen wird, so wie sie es immer kommunizieren. AMS muss sich schon stark verschulden, um Osram zu übernehmen. Wenn die Hedgefonds meinen, dass sie AMS erpressen können, ist die Übernahme meiner Meinung nach gescheitert.

Für mich gibt es 3 Varianten:

1. Die Übernahme scheitert, der Kurs rauscht in den Keller und verweilt dort dauerhaft. AMS bietet definitv nicht mehr, auch nach 6 Monaten. Damit die Hedgefonds keine Verluste mit ihren erworbenen Aktienpaketen machen, einigen sie sich mit AMS zu einem Preis von 41 EUR.

2. Die Hedgefonds haben von vornherein auf ein Scheitern der Übernahme spekuliert und verkaufen ihre Pakete am Tag der Bekanntgabe über die gescheiterte Übernahme ihre Aktien, um einen möglichst tiefen Kurs zu erreichen. Im Vorfeld haben sie sich über Derivate/Optionsgeschäfte short positioniert.

3. AMS kauft den Hedgefonds die Aktien zu einem höheren Preis als 41 EUR ab.

Ob Variante 2 rechtlich so durchführbar ist oder absolut fern der Realität ist, kann ich leider nicht beurteilen. Kenne mich mit Optionsgeschäften zu wenig aus.

Wenn AMS die Andienungsquote von 55% erreicht, haben sie dann nicht bereits 75%? 20% haben sie doch bereits über die Börse gekauft.
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29.11.19 23:03:00
Beitrag Nr. 1.076 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.046.407 von Pitman123 am 29.11.19 21:33:51
Zitat von Pitman123: Sehr schwer sich jetzt zu entscheiden, long oder short zu gehen...
Das grundsätzliche Problem des Informations- und Einflussnachteile von uns Kleinanleger ist in solchen Situationen noch verstärkt. Deshalb handle ich auch ungern vor Zahlen bzw. spekuliere auf Zahlen, sondern nach Zahlen. Denn kurz nach Zahlen ist der Moment, in dem der eigene potenzielle Infonachteil am geringsten ist, man quasi gleichen Infostand besitzt.

Für Dich mag hier Short vs. Long 50:50 sein, während es tatsächlich vielleicht 10:90 ist. Bspw. könnte es schon Gespräche oder gar (bedingte) Vereinbarungen oder auch nur Andeutungen zw. AMS und HF, HF und den urspr. Übernahmeinteressenten, jenen und AMS, möglichen uns noch gar nicht bekannten Dritten, Allen zusammen, mit ohne Allianz, ...
geben. Wobei das dann nicht nur Informationsvorsprung wäre, sondern die Großen als Akteure auch beeinflussen können, neues Angebot, Kauf, Verkauf wesentlicher Positionen.

Vielleicht sind sie sogar fies und finanzieren in Kooperation mit finanzierenden Banken die Übernahme (teilweise), indem man Kleinanleger abzockt. Derivate insbes.
Ist ja nicht so, daß ausgerechnet Finanzakteure die altruistischsten Institutionen wären. Fast keine Woche ohne strafrechtlich relevante Enthüllungen, diese Woche SEB.

Quintessenz: Vorsicht. Natürlich kannst Du auch mit etwas Glück richtig liegen. Deine Wahrscheinlichkeit ist jedoch geringer als die der Großen.
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30.11.19 12:37:11
Beitrag Nr. 1.077 ()
Wie die Beteiligten HF mit ihrem stake aus einem eventuellen scheitern kurzfristig einem Profit ziehen wollen erschließt sich mir in keinster Weise, da eine Absicherung via Derivate wie in diversen Medien kolportiert einfach aufgrund der size einfach nicht möglich ist, da die Gegenseite der Derivate sich ebenfalls immer Hedged und man dafür eben auch Osram Aktien braucht. Das würde grundsätzlich bedeuten, dass die HF ihre Aktien den put Verkäufern leihen und der gewinnstiftende Sinn so einer Aktion erschließt sich mir einfach nicht.
Ich nehme echt mal an, dass sich die gemeinhin als smartmoney bezeichneten hf schon mit dem deutschen übernahmerecht befasst haben und deswegen kann mE die Devise dieser Akteure nur lauten, teilandienung um die 55% zu sichern um mit dem Rest ins GuB Endspiel zu gehen. Das Argument Gefangenendilemma lasse ich auch nicht gelten, da jeder HF mit einer teilandienung sowieso einen Gewinn machen würde, da der Kurs niemals über 41 war. Zieht man auch die sehr kurze Haltedauer in Betracht und dass diese Akteure immer mit leverage operieren ergeben sich für diese Position sowieso annualisierte eigenkapitalrenditen von 20% und das ist für mergerarb-Strategien sensationell.
Weiters sehe ich in keinster Weise irgend ein anderes Exit Szenario als den Ams Kauf, da einfach niemand da ist, der die 41 überbieten will, sonst hätte des Brain mit Advent schon gemacht.
Falls es wirklich nicht klappt, glaube ich auch, dass Ams schlau genau ist, Mittel und Wege zu finden, die aktuellen 20% nicht wieder verschleudern zu müssen, sondern beispielsweise dafür einen Exchange convertible emittiert und somit den Bridge Loan ablöst und trotzdem den Fuß in der Tür behält.
Lange Rede, kurzer Sinn, für mich ist hier Stada der Blueprint.
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30.11.19 14:14:13
Beitrag Nr. 1.078 ()
"Blueprint Stada" würde doch heißen, dass die Hedgefonds letztlich ams zum Beherrschungsvertrag und danach zu 90% Anteilsbesitz verhelfen.

Ich halte das Risiko der Hefdgefonds für nicht größer, als das des Steigbügelhalters, vom Pferd zu fallen.

Letzte Mitteilung vom 29.11. per 28.11. 18 Uhr war übrigens:
... Die Mindestannahmeschwelle des Übernahmeangebots (wie in Ziffer 13.1.2 der Angebotsunterlage
beschrieben) beträgt 55 % der im Zeitpunkt des Ablaufs der Annahmefrist ausgegebenen
OSRAM-Aktien, jedoch abzüglich der bei Veröffentlichung der Angebotsunterlage
von der OSRAM Licht AG gehaltenen 2.796.275 eigenen Aktien, und damit 51.728.490 OSRAM-
Aktien. Am Meldestichtag beträgt die Gesamtzahl der OSRAM-Aktien, die für diese
Mindestannahmeschwelle zu berücksichtigen sind, 23.635.186 OSRAM-Aktien, entsprechend
ca. 25,13 %. ...


Annahme des Angebots für 4,41% des Grundkapitals und 19,99% bei AMS macht in Summe und unter Ausklammerung der eigenen Aktien die genannten 25,13%.
OSRAM Licht | 39,14 €
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30.11.19 14:23:31
Beitrag Nr. 1.079 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.046.725 von Pitman123 am 29.11.19 22:49:39
Zitat von Pitman123: ....
Wenn AMS die Andienungsquote von 55% erreicht, haben sie dann nicht bereits 75%? 20% haben sie doch bereits über die Börse gekauft.


Siehe die zitierte Wasserstandsmeldung in meinem vorhergehenden Beitrag.
Auch ohne Ziffer 13.1.2 zu studieren ist das eindeutig so zu sehen, dass die bereits erworbenen 19,99% von AMS in den erforderlichen 55% enthalten sind.

Wenn natürlich alle Hedgefonds mauern würden ...
Aber die sind doch so auf's Geld aus, die Hedgefonds, da lassen die auch notfalls ein paar Aktien los.
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30.11.19 14:52:11
Beitrag Nr. 1.080 ()
Ja warum nicht. Bei Stada war es doch auch so, dass Elliott gerade soviel andiente, um gerade die Mindestannahmeschwelle zu erreichen, der steigbügelhalter zum GuB kam dann erst im 2ten schritt.
Was die ganze Sache bzgl GuB zusätzlich attraktiv macht, ist, dass die Kartellfreigaben zum Übernahmevollzug lange dauern und gewiefte Spieler so bequem den 3 monatsschnitt nach oben holen können (man schaue sich Innogy an).
Wie gesagt, das ganze Setup ist in Wahrheit für die HF bei erreichen der Mindestannahme ein risikoadjustiertes El dorado und dafür muss man halt etwas beitragen=teilannahme.
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