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Timburgs Langfristdepot 2012-2022 (Seite 4956)

eröffnet am 16.03.12 05:51:51 von
neuester Beitrag 13.05.21 18:37:23 von


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14.04.21 07:13:13
Beitrag Nr. 49.551 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 67.804.466 von Kampfkater1969 am 14.04.21 07:10:31...ohne merkbaren Zeitverzug...Latenzzeit = Null

6 G wird ja schneller kommen als viele derzeit erwarten, schon 5 G ja ein wahrlicher Quantensprung für Betriebe und auch Bereiche des Privaten.
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14.04.21 08:28:40
Beitrag Nr. 49.552 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 67.801.298 von Grab2theB am 13.04.21 20:14:38Sehr gute Punkte...vielen Dank für diese beiden Postings. Insbesondere der Erfahrungsbericht aus dem Kollegenalltag ist eine wichtige Info für mich, da ich diese Quelle selbst nicht mehr habe.

Mein Fazit:

--Wir sind nahe an einem temporären Hoch (sell in May?)
--Aufgrund des ultrabilligen Geldes wird es keinen Totalabsturz wie vor 20 Jahren geben
--Konzentration auf langweilige Dividendenwerte. Nur da kann man (ohne schlaflose Nächte) auch längere Dellen aussitzen, zumindest geht das mir so.

Zitat von Grab2theB:
Zitat von anyway: @all

In den vergangenen fünf Monaten wurde mehr Geld (570 Mrd.USD) in aktienbasierte Fonds investiert als in den zwölf Jahren zuvor zusammen (450 Mrd.USD). Quelle: handelszeitung.ch
Ist das jetzt eine Meldung, die zeigt, dass immer mehr Sparer notgedrungen in die Assetklasse Aktien wechseln, oder ist das ein Zeichen von Überhitzung?


Hallo anyway,

ich habe keine stichhaltige Antwort auf deine Frage, allerdings möchte ich gerne zu diesem Thema aus meinem persönlichen Umfeld berichten.

Mir ist genau diese Entwicklung sehr stark in meinem direkten Umfeld aufgefallen. Während ich in den vergangenen Jahren mehr oder weniger allein auf weiter Flur an der Börse investiert habe, kommen derzeit gefühlt wöchentlich neue Gesprächspartner hinzu. Bei mir auf Arbeit ist mittlerweile gefühlt jede zweite Person an der Börse aktiv. Gehandelt werden dabei vermehrt ziemlich heiße Papiere und/oder Kryptowährungen. GameStop, Wasserstoff, Kreuzfahrten, Fluggesellschaften.

Vor zwei oder drei Wochen kam es bei einem Gesprächen sogar zum Streit zwischen zwei Personen, dass es ja kein anderes Thema mehr als Aktien geben würde. "Jeden Tag redet ihr darüber, welches Unternehmen heute steigt oder was ihr gekauft habt. Es nervt!"

Die Titelauswahl, das fehlende Risikobewusstsein (viele haben sich zuvor nicht an ETFs getraut und kaufen nun die spekulativsten Wasserstoffklitschen), allein die schlichte Masse lassen mich vermuten, dass wir eine Übertreibung haben. Natürlich ist es so, dass derzeit alternative Anlageklassen fehlen. In einem solchen Ausmaß habe ich das tatsächlich noch nicht erlebt und erinnert mich (ich habe das damals nicht erlebt, sondern nur über Erzählungen eine Vorstellung davon) stark an den neuen Markt.

Das extremste Beispiel war ein Kollege, der noch nicht eine Aktie in seinem Leben gekauft hatte, der dann für mehrere 1.000€ in GameStop investiert hat, nachdem die Aktien um ihren unglaublichen Run hatten. Eine Aktie im Depot, für mehrere tausend Euro, Pleite Kandidat mit Milliardenbewertung.

VG
Thorben
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14.04.21 09:19:03
Beitrag Nr. 49.553 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 67.803.167 von El_Matador am 13.04.21 22:20:01Der Luxussektor ist wahrscheinlich meine groesste persoenliche Fehleinschaetzung seitdem ich mich mit Boerse beschaeftige.

Ganz meinerseits. Da ich meine Anlageentscheidungen immer mit dem eigenen täglichen Leben und Umfeld abgleiche, war ich immer äußerst skeptisch gegenüber der Luxusbranche. Beispiel: Wieso soll man einen Champagner für 300€ die Flasche kaufen, wenn ein sehr guter Frankensekt für weniger als 10€ die Flasche alle meine Ansprüche erfüllt?
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14.04.21 09:21:15
Beitrag Nr. 49.554 ()
ad Portfolio-Management
>> Viele von mir sehr geschätzte Anleger waren sehr skeptisch was Disney betrifft (wegen der Corona Pandemie und die Auswirkungen auf deren Geschäftsmodell) und haben ihre Positionen vollends verkauft. << [@Grab2theB]
Man musste überhaupt keine »A«-Werte verkaufen, als klar war, dass die westlichen Politiker dem 2019 seitens der FED noch mal verlängerten Geldtsunami vor 1 Jahr via exorbitanter (primär allerdings ideologiegetriebener) fiskalischer Stimulation noch eine wahre Geldsintflut mit einhergehender weiterer allgemeiner Bewertungspromotion aufsetzten.
– Leider hatte (auch) ich das damals so nicht realisiert bzw. den »Fehler« nicht korrigiert, als das kurz nach meinem DIS-Vk. offenkundig wurde, und in memoriam 2008/09 noch auf gute Ws denn die vielen Vs gesetzt. [– Ja; hinterher ist jeder schlauer, *g*]

Ein Grund zum 'Stöhnen' geschweige denn 'weinen' ist das freilich nicht, hat man damals nach den sellouts andere, im 'Corona'-Kontext näherliegende Chancen wahrgenommen (so diese sich dann adäquat entwickelten; freilich).
Oder noch besser: Ist man seit 2012 – dem Jahr, in dem die finanzielle Repression whatever it takes quasi Gesetz im Westen wurde – mit seinem Geld primär und ernsthaft im Aktienuniverum bemüht.

---
>> Wielange haltet Ihr Aktien im Durchschnitt und was ist/war die längste Haltedauer einer Aktie. Manchmal glaube ich buy und hold wird propagiert, aber viele sind in den Foren nur kurz bzw. über wenige Jahre dabei. << [@Goldmarie92]
B&H ist eine Phrase, die sich nicht wenige mit dem Vorbild Warren Buffett vor Augen zum Dogma machen, und darüber dann nicht selten mangels Larry's 'C' spätestens nach der 1. Marktbaisse Depotleichen oder auch zu viele lame ducks mit sich schleppen; auch weil ihnen i.d.R. einfach Buffett's Voraussetzungen und Begleitumstände nicht gegeben sind.

– Die 2008 im Gb.-thread und z.T. ja auch hier anwesenden Mitstreiter haben sich damals wegen der Steinbrück-Steuer intensiv mit B&H auseinandergesetzt und entsprechend disponiert; (me too) nicht selten mit gewisser Reue, aber nach damals eingehenden Überlegungen in Anbetracht noch weiterhin möglicher steuerfreier Kursgewinne sicher ganz überwiegend auch nicht unzufrieden.

Bei mir sind von den 2008er Käufen per datum 7/12 Pos. übrig:
BDX
FDS
INTC
JNJ
MSFT (ass ~1/4 nach mehreren späteren Arrondierungen und dann Teilverkäufen; größte Pos.)
Nestlé
NKE

Aus der 2008er Riege der Reihe nach verkauft:
Novo Nordisk nur(!) wegen einer vorläufig verweigerten Zulassung in USA
HANS=MNST gänzlich sinnfrei :cry:
Und einige Jahre später:
KO
MCD
Fielmann
wobei zumindest der MCD-Vk. eigentlich, quasi im Tausch neu gekaufte Aktien hernach mal außen vor, auch nicht »nötig« war.

– Die 2008er Vorarbeit im Gb.-thread Richtung B&H war also, ganz sicher nicht nur mich betreffend, auch ohne den Steueraspekt soo daneben nicht. Aber es blieb darüber viel gute Ausrüstung am Rand des Weges nach Rom liegen, die heute durchweg erheblich teurer und dazu mit dem Steuermenetekel behaftet sind.

Ansonsten sind SLP+MLAB bei mir Teenies (beide mit mehreren Teilverkäufen aus »portfoliohygienischen« Gründen). In den nächsten 2-3 Jahren könnten immerhin 12 Werte, ½ mid- + ½ largecaps, allesamt mit guter Aussicht dazu stoßen.

<2008 gekaufte Aktien habe ich seit nun ~1 Dekade keine mehr.
Von den Aktien, die ich <2008 hatte (das waren btw seit 2001 ganz überwiegend dt. Werte), vermisse ich eigentlich »nur« die 2003+04 gekaufte Nemetschek, die ich nach deren Graphisoft-Übernahme verkaufte. Auch Atoss hätte ich gut weiter halten bzw. zurückkaufen können.

Hat man keine Zeit und/oder Motivation zum swingtrading, plädiere ich für Larry's B&H&C-Devise und stelle für eine B&H-Intention noch ein gewissenhaftes 'R' für research voran [– ich denke, für Larry ist das so selbstverständlich, dass er das gar nicht erst erwähnte, *g* :cool:]. Kann mir trotz aller heutiger Schnell- bzw. Kurzlebigkeit auch unternehmerische/s Entscheidungen/Verhalten betreffend nachwievor vorstellen, dass »man« bestimmte Aktien u.U. auch dekadenlang in auskömmlicher Weise halten kann.

Eine längere Haltedauer wird überdies durch das laxe monetäre Umfeld durchaus begünstigt [=> Aktien von Unternehmen mit Preissetzungsmacht und dem gegenüber niedriger Einstandkostensensibilität als Inflationsschutz], auch wenn in so einem Umfeld allgemein mehr spekuliert als investiert wird, zunehmend zulasten »alter« Unternehmen auch in operativer Hinsicht (was man nicht immer gut finden muss).

Ohne den 2012 installierten monetären Hintergrund war und wäre ich indes ganz bei Peter Lynch, der vor ~30 Jahren für seine Engagements ganz überwiegend mittlere x Jahre Haltedauer kommunizierte, was ich für growth stocks, die er im wohlverstandenen Sinne gewinnbezogen ja bevorzugte, im Zweifel immer noch als eine gute Faustregel zumindest für dann überlegenswerte Teilgewinnmitnahmen erachte.
– Da bin ich, eben auch in memoriam Nemetschek und MNST, nahe bei @Grab2theB und @ s2; in diesen monetär laxen Zeiten allerdings primär aus »portfoliohygienischen« Gründen (falls eine historisch hochbewertete Pos. gefühlt zu groß gewachsen ist), oder falls es das(/mein) money management erfordert.
Ansonsten ist's im jeweiligen Fall »einfach« eine Frage, wieviele und da welche der Kaufgründe ad acta gekommen sind.

---
@uak65,

>> Alter jenseits der 70, sollte eigentlich nur noch auf Ausschüttungen/Dividenden Wert legen. <<
Das sollte grundsätzlich nur eine Frage der individuellen Situation, Mentalität und Motivation zur Befassung mit Unternehmensproduktperspektiven und deren Fundus und nicht primär eine statische des Alters sein; imho.
Die namentlich für deutsche Steuerbürger hier hinlänglich thematisierte höchst unerfreuliche steuerliche Perspektive [– es sind einfach zu viele Deutsche zu gleichgültig, zu staatsgläubig, :cry:] ist bedenkenswert, muss aber dennoch per se kein k.o.-Kriterium für eine Dividendenorientierung sein. Beschränkt man sich da auf top solide Unternehmen und hält seine Ertragerwartungen in rational reduzierten Grenzen, generiert man im Gegenzug immerhin ein Maximum an Zeit für alles andere (wenn man nicht wegen eines mittelmäßigen Virus oder 'Klima' eingesperrt wird).

>> Vielleicht kann der eine oder andere mir einen Tipp geben welche und vor Allem wo
die wichtigsten Kennzahlen zu greifen und zu werten sind.
<<
'welche' => Lynch's 'Der Börse einen Schritt voraus'; umfassend(er): Schmidlin's 'Unternehmensbewertung & Kennzahlenanalyse'
'wo' => morningstar.com > 'Search Quotes' > 'Full Key Ratios'; dort auch > 'Financials'
'wo+welche' => (z.B.) aktienfinder.net/mitgliedschaft

---
Zu einigen der April-Einwürfe ...

MMM ./. DOW | BFB ./. Remy ./. Diageo | Goldmarie's 10er Agenda

– Ich riet mal allgemein an, im eigenen Entscheidungszweifel »einfach« zugunsten der besseren Bonität(/Bilanzsolidität) zu entscheiden, will man nicht spekulieren/swingtraden.

Ich erachte MMM mit ihrer insgesamt genehmeren Historie als produktperspektivisch besser in Richtung 'Gewinnerbranchen' diversifiziert. Im Spezialchemie-Sektor gibt es zudem es viele gute-bessere peers.
Bei den Alkoholikern steht BFB seit >10 Jahren vornean in meinem betr. Segmenttableau, ist aber (noch) nicht im Bestand.

Relativ bessere Kursentwicklungen bonitätschwächerer peers sprechen ohne erkennbare operative Verbesserung(soption) investiv m.E. eher für Engagements in zurückgebliebene bonitätstärkere peers; Mr.M. ist zwar irrational, aber nicht alle Zeiten in übereffizienter Weise. [– In diesem Kontext bin ich beim Matador ad Krisenvehikel schlechthin]

ad AcouSort

– Ein bisschen sehr early stage ...
Müsste dazu deren Produktvorteile vs. ihrer peers kennen; Laborautomation in diversen Bezügen ist kein neues Tätigkeitsfeld. Und eine explizit erkennbare Nische, wie sie die ins Feld geführte Vitrolife einst besetzte (und verteidigte) und auch Surgical Science oder Cellink (– beide btw. mit klar besserer Kapitalausstattung als A.) besetzen, sehe ich adhoc da nicht unbedingt; schon gar nicht ohne eine bzw. vor einer Umsatzwachstumsbegleitung, die den Namen nicht nur in relativem Maßstab verdient.

[– Ich würde es mit Engagements in IPOs ab 2.Hj. 2019, ab Verlängerung des Geldtsunamis und nun seit 1 Jahr in der Geldsintflut, abseits vlt. eines schnellen (swing)trades nicht übertreiben]

ad MSFT

-ist mir die NUAN-Aquise für meine Befindlichkeitsmitteilung noch zu frisch auf dem Tisch; muss ich noch kauen, und verdauen. [Warum hat MSFT den deal nicht vor ~1 Jahr zu ~1/3 des Preises gemacht ; was hat NUAN seither Revolutionäres auf den Weg gebracht?]
– Mich würde da (bei Gelegenheit) auch die Meinung vom Provinzler interessieren.

@El_Matador, ad SLP

-bin ich bei Rastelly. Die Regressionsgerade im major uptrend impliziert ein dann zwar immer noch uptrend-konformes, u.U. aber schnell realisiertes Rücklaufrisiko bis an die 40 USD; dort liegen die umsatzstarken pre-'Corona'-ATHs als support. Der Chart indiziert mir seit Mitte März eine größere als vorherige Wahrscheinlichkeit dafür, und zwar, bei einem ttm PE >>100, unabhängig von den aktuellen, bewertungsbezogen natürlich nicht begeisternden Zahlen. [– SLP ist halt nicht TSLA, :D (und kann halt auch nicht zaubern)]

Am investment case per se hat sich in meinen Augen indes nix geändert. Hätte ich keine SLP, hätte ich sie auf meiner core agenda, würde aber Habenwills aus dem hc- und it sector mit doch erheblich geringeren ttm PEs bevorzugen.

ad Diasorin

–ist mein 'investment case' als (Zu-)Kaufoption wie hier vor einigen Wochen avisiert allerdings obsolet. Ich warte ab, was der flüssige Mr.M. daraus noch nach oben macht bzw. machen kann, und werde dann 1/3 oder ½ teilverkaufen. Ich würde vlt. komplett verkaufen, würde ich dem Segment wie schon bedeutet nicht insgesamt eine noch bessere Zukunft als noch vor ~1 Jahr bescheiden.
Freilich nicht ausgeschlossen, dass eine europ. Firma ein US-Pendant auf Vordermann bringen kann, aber ich habe keine konkrete Vorstellung davon, wie LMNX unter auch drüben eher zunehmendem politischen (Kosten-)Druck zu verbessern wäre. Vlt. gibt's aber Skaleneffeke und eine breitere Vertriebschiene für Diasorin-Produkte in USA.
– @com69's Meinung wäre vlt. auch interessant.

---
Nochmal ad biopharma (Hacken&Schaufeln); @Timburg,

>> meinte schon Stryker (und nicht Sartorius-Stedim ... Die Dame von Biontech auf dem Bild hat doch ein Schutzequipment von Stryker <<
– Oh ... Ich schaute als Anleger nicht auf die Dame, sondern das andere essentielle Interieur, :D

Was den preisregulatorischen Gegenwind für biopharma angeht, ist der ja betagt; dürfte mit ein Grund für die seit geraumer Zeit insgesamt eher maue Sektorperformance sein.
Das lässt natürlich, auch wenn diese sekundär und so essentiell falls dann überhaupt weniger betroffen werden, auch für die Hacken+Schaufeln die Bäume nicht in den Himmel wachsen, wohin so manche derer Kurse ja unzweifelhaft streben. Da ist es schon geboten, defensiverweise fortschrittorientiert auf die den Sektor allgemeiner adressierenden H&S zu setzen; yo.

Dennoch kurz zu Deinen Bedenken die speziellen H&S am Bsp. BioNTech betreffend:
>> zusätzliche Produktionsstätten aufzubauen, welche evtl. in 1-2 Jahren nicht mehr voll ausgelastet sind. Bzw. vielleicht gar nicht mehr benötigt werden. <<
– Sehr wahrscheinlich angesichts der seit Dekaden vor der mainstreammedialen Erkenntnis bekannten Mutationsfreude von Corona-Viren ... ;)

:yawn: ...
https://www.morningstar.com/stocks/xnys/pfe/executive
... die letzten 2 Jahre im PFE-Gewinnwachstums-(und peergroup-)Kontext ... passt zu BioNTech,
– Wer des PFE's CEO auch nonverbale Kommunikation sieht, dürfte ziemlich im Bilde sein.
Und die medienpromoviert fortgeschrittene Hypochondrisierung wird ihr Scherflein beitragen.

Beide Aspekte reflektiert Mr.M. ziemlich eindrucksvoll und schon mit einer gewissen Nachhaltigkeit. Die mRNA-Ansätze resp. auch meine Ansicht dazu scheinen, bei aller Skepsis und allen zumindest for the foreseeable future längerfristig vakanten Risiken, nach neuerlichen Problemen nun bei JNJ's Vektor-Vakzin perspektivisch in der Tat »mehr« Hand+Fuß zu haben.
Tja; wenn da nicht das Regulierungsrisiko wäre, welches bei solchen (Kosten-)Größenordnungen unweigerlich – Korruption zögert das nur hinaus – auf die Tagesordnung kommen muss ...

– Ansonsten ist es per se natürlich positiv um nicht zu sagen: geboten, neben der Forschung eine potente inländische = direkt kontrollierbare Impfstoffherstellung zu implementieren (v.a., haben wir es vlt. mal mit einem Virus mit ganz anderer IFR zu tun). Und in diesem Sinne erfreulich, in D mit Curevac noch einen 2. peer im Wettbewerb um die besten mRNA-basierten Lösungen zu haben, der ebenfalls sehr gut verpartnert und vorfinanziert ist.

---
Den besten Wünschen für den Junior CEO schließe ich mich mit einem anerkennenden an – ihm darf man wohl guten Gewissens ein 'Weiter-so!' konzedieren, solange er Bodenhaftung behält, was ich ihm zusätzlich zum Üblichen wünsche.
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14.04.21 10:20:40
Beitrag Nr. 49.555 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 67.804.460 von Grab2theB am 14.04.21 07:09:45Hallo Thorben,

das in meiner Generation weit verbreitete Tabu "Über Geld spricht man nicht" ist bei den Jüngeren - den Sozialen Medien sei ausnahmsweise Dank - am Aufbrechen. In der Privatwirtschaft gilt oft ein striktes Verbot, über das eigene Gehalt zu sprechen. Bei Angestellten im Öffentlichen Dienst ist die Entgeltgruppe (Exx) auch geheim zu halten, nur bei Beamten gibt es das glücklicherweise nicht, da mit dem Dienstgrad an jeder Bürotür die Besoldungsgruppe (Axx) abzulesen ist.
Ich habe in meinem Berufsleben fast nur zwei Kategorien an Kollegen kennengelernt. Entweder sie waren schon durch das Elternhaus Aktien-affin oder sie haben sich nur einmal im Leben an Aktien herangetraut, dann aber meist zum falschen Zeitpunkt mit zu wenig Geduld oder eben mit den falschen, hochspekulativen Aktien. Danach war für sie das Thema für alle Zeiten erledigt.
Viele Newbies wollen nicht wahrhaben, dass Investieren ein Kunst ist, die man - wie jede andere auch - erst langsam und mühsam erlernen muss, und vor allem unterschätzen sie den Faktor Zeit.
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14.04.21 10:59:29
Beitrag Nr. 49.556 ()
Hallo zusammen,

@all
Vielen Dank für die zahlreichen Geburtstagswünsche, die mich hier, per BM oder auf anderen Wegen erreicht haben, habe mich sehr gefreut! (v.a. auch einen großen Dank an Lyta, wie jedes Jahr :) )

@ACOU/investival

"ad AcouSort – Ein bisschen sehr early stage ... Müsste dazu deren Produktvorteile vs. ihrer peers kennen; Laborautomation in diversen Bezügen ist kein neues Tätigkeitsfeld. Und eine explizit erkennbare Nische, wie sie die ins Feld geführte Vitrolife einst besetzte (und verteidigte) und auch Surgical Science oder Cellink (– beide btw. mit klar besserer Kapitalausstattung als A.) besetzen, sehe ich adhoc da nicht unbedingt; schon gar nicht ohne eine bzw. vor einer Umsatzwachstumsbegleitung, die den Namen nicht nur in relativem Maßstab verdient."

Hi investival, danke dir für den Einwurf. Ich gebe dir absolut recht, eine AcouSort ist definitiv early stage und per se (noch) nicht mit Cellink und Konsorten vergleichbar.

Vielleicht für einen groben Überblick kurz das Geschäftsmodell (Quelle: TIKR):
"AcouSort AB (publ), ein Technologieunternehmen, entwickelt Produkte und Lösungen für die automatisierte Aufbereitung biologischer Proben auf Basis der Akustofluidik-Technologie für Forscher und Life-Science-Unternehmen. Es bietet AcouTrap, ein Benchtop-Forschungsinstrument für die Probenvorbereitung von Zellen, extrazellulären Vesikeln, Bakterien und Viren aus verschiedenen Medien; AcouPlasma, ein integriertes Blutplasma-Separationsmodul, das die Inline-Analyse von Blutplasma aus Vollblutproben ermöglicht; und AcouWash, ein Benchtop-Forschungsinstrument für die markierungsfreie Separation von Zielzellen aus verschiedenen Proben. Das Unternehmen wurde 2010 gegründet und hat seinen Sitz in Lund, Schweden."

Die Technologie von AcouSort beruht auf der Akustophorese/Akustofluidik, welche mithilfe von Ultraschall bspw. Zellen einfangen, trennen und waschen kann (ein Beispiel: über AcouPlasma kann POC-mäßig Plasma aus einer Blutprobe von den roten Blutkörperchen separiert und zu Analysezwecken zugänglich gemacht werden, was eine deutlich schnellere Variante als der übliche Umweg über eine Zentrifugation in einem Labor darstellt).

Meiner Meinung ist AcouSort hier an einem Inflection Point: Bisher wurden die Geräte von AcouSort hauptäschlich zu Research-Zwecken verwendet (Kunden also meist Unis/Forschungsinstitute), da werden dann vielleicht 1-2 Benchtop Geräte geordert und es gibt eine Einmalzahlung (= schwer skalierbar). Letztes Jahr gab es aber einen klaren Gamechanger: "One of the most important milestones of the year was that AcouSort received ISO 13485 certification of the company’s quality management system. The certification proves that AcouSort is now qualified as a supplier of OEM components for the medical device market." (Quelle: AcouSort Jahresbericht 2020). Heißt, als OEM-Supplier wird man sich mit führenden Life Sciences Unternehmen zusammenschließen, die z.B. AcouPlasma als kleines Modul (so groß wie ein USB Stick) in bestehende Diagnostik-Geräte einbauen können, so den Workflow ergänzen und letztendlich die oben angesprochene POC-Diagnostik über Massenproduktion möglich machen können (die Kapazitäten fehlen einer kleinen AcouSort natürlich). Da man hier nach jedem Durchlauf neues Probenmaterial braucht, ergibt sich so ein stetiger Umsatzstrom über Consumables (Razer + Blade). Aktuell steht das Unternehmen in Verhandlung mit 10-15 großen Life Sciences Unternehmen weltweit, der CEO meinte in einer neulichen Präsentation, dass ein einziger größerer Vertrag über eine OEM-Kooperation Umsätze von mehreren hundert Mio SEK einbringen kann (zum Vergleich: aktuelle MCap AcouSort: 270 Mio SEK).

@Konkurrenz/Peers: Die Technologie von AcouSort ist (bisher) einzigartig, es gibt keinen direkten Konkurrenten (jedenfalls ist mir keiner bekannt). Somit ist für mich auch der Nischen-Aspekt gegeben. Klar gibt es viele Laborausrüster und Diagnostiker, aber die Akustofluidik bringt meiner Meinung nach viele Vorteile mit sich und hat Potenzial (viele Anwendungsbereiche, z.B. bakterielle Diagnostik, Biomarker-Analyse,..).

Letztendlich ist das aber wie du richtig sagst, early stage. Aktuell natürlich noch keineswegs mit SUS, Cellink und co vergleichbar, jedoch waren auch solche Unternehmen mal early stage. Ich arbeite neben dem Studium auch im Labor (Krebsforschung) in der Klinik und muss auch routinemäßig Zellen zu Analysezwecken separieren. Ich kann bestätigen dass mir AcouSort auch viel Arbeit ersparen könnte, muss mal meinen Chef fragen :laugh: . Mir gefällt die Story von AcouSort und allein wegen der geringen Größe ist meiner Meinung nach Luft nach oben, deswegen bin ich investiert. Aber natürlich kann man sich einiges an Risiko sparen, wenn man noch ein paar Jahre wartet, bis das Unternehmen einen gewissen Track Record, was Umsatzentwicklung und evtl. Gewinne angeht (der Break-Even wird bei AcouSort übrigens je nach OEM-Erfolg/Penetration 2024 prognostiziert). Bei aktueller Größe schwanken die Umsätze natürlich noch extrem, da bereits ein Auftragseingang/-abgang große Auswirkungen hat. Das sollte sich aber mit dem OEM-Aspekt ändern, da man hier einen konstanteren Umsatzstrom erwarten kann.

Wer sich noch mehr einlesen will, hier der aktuelle Jahresbericht:
https://acousort.com/wp-content/uploads/2021/03/AcouSort-202…

Liebe Grüße,
Patriots
Dow Jones | 33.692,00 PKT
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14.04.21 13:13:36
Beitrag Nr. 49.557 ()
ACOUSORT AB O.N. Aktie.....WKN: A2DJ2K .....ISIN: SE0009189608

Mir gefällt die Story von AcouSort und allein wegen der geringen Größe ist meiner Meinung nach Luft nach oben, deswegen bin ich investiert.

Deshalb kann und darf jeder Anleger die Grösse des Einstiges bestimmen.
Ich werde mit der ersten Tranche mich Deiner Meinung anschliessen.

Das Risiko dadurch in gewisse grenzen halten -
bei der Überzeugung vom Unternehmen ein Nachkauf beim Absacken,
bei der Überschreitung einer Schwelle nach oben darf und wird die zweite Tranche nachgelegt.

Die dritte Tranche bei Bestätigung der Ergebnisse bzw. der positiven Zukunftsaussichten.

Danke, für die Hinweise - ich werde einsteigen.

Gruss RS 😎
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14.04.21 14:49:15
Beitrag Nr. 49.558 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 67.806.374 von investival am 14.04.21 09:21:15
Zitat von investival: Man musste überhaupt keine »A«-Werte verkaufen, als klar war, dass die westlichen Politiker dem 2019 seitens der FED noch mal verlängerten Geldtsunami vor 1 Jahr via exorbitanter (primär allerdings ideologiegetriebener) fiskalischer Stimulation noch eine wahre Geldsintflut mit einhergehender weiterer allgemeiner Bewertungspromotion aufsetzten.

Ungeachtet irgendwelche Geldflutungen, kann man das Ganze auch "unternehmerischer" betrachten und ein Aktieninvest eher als Firmenbeteiligung sehen, denn als Wertpapier. Im konkreten Falle Disney waren im Wesentlichen zwei Fragen nach meinem Dafürhalten essentiell: Die erste Frage ist, ob das Geschäftsmodell grundsätzlich strukturell und dauerhaft weiter tragfähig ist und die zweite, ob die finanziellen Einbußen aufgrund politischer Maßnahmen den Fortbestand des Unternehmens substantiell gefährden. Warum dann einen Qualitätswert auch durch eine (oktroyierte) Durststrecke hindurch nicht halten?

Oder noch besser: Ist man seit 2012 – dem Jahr, in dem die finanzielle Repression whatever it takes quasi Gesetz im Westen wurde – mit seinem Geld primär und ernsthaft im Aktienuniverum bemüht.

Ganz generell fährt man a la longue mit Sachwerten praktisch immer besser als mit "Geld" und "Geldforderungen", da erstere sich nicht beliebig vermehren lassen.

Das sollte grundsätzlich nur eine Frage der individuellen Situation, Mentalität und Motivation zur Befassung mit Unternehmensproduktperspektiven und deren Fundus und nicht primär eine statische des Alters sein; imho.

Ich halte generell ebenso wenig von all diesen statischen Ratschlägen, sondern empfehle eher eine Betrachtung der Gesamtsituation. Welche Einkünfte stehen sonst zur Verfügung (Rente, Pension, Mieteinnahmen, Tantiemen/Patentrechte) und was ist der gewünschte Lebensstandard? Je breiter hier die Diversifkation und je größer die Sicherheitmarge zwischen Einkommen und Lebenshaltungskosten, desto entspannter lässt sich die Kapitalmehrung per Aktie betreiben. Es lohnt der "holistische" Blick aufs "Gesamtportfolio" und eine entsprechend Risikoanalyse, welche Ertragsquellen welche Risiken haben usw.

– Ich riet mal allgemein an, im eigenen Entscheidungszweifel »einfach« zugunsten der besseren Bonität(/Bilanzsolidität) zu entscheiden, will man nicht spekulieren/swingtraden.

Diesem Rat schließe ich mich so ziemlich uneingeschränkt an.

ad MSFT

-ist mir die NUAN-Aquise für meine Befindlichkeitsmitteilung noch zu frisch auf dem Tisch; muss ich noch kauen, und verdauen. [Warum hat MSFT den deal nicht vor ~1 Jahr zu ~1/3 des Preises gemacht ; was hat NUAN seither Revolutionäres auf den Weg gebracht?]
– Mich würde da (bei Gelegenheit) auch die Meinung vom Provinzler interessieren.

Ich bin noch nicht dazu gekommen mich da eingehender zu befassen, bin derzeit noch mit den Jahresberichten meiner anderen Bestandswerten beschäftigt, darf aber meine grundsätzliche Skepsis gegen M&A-Aktivitäten vorab schon mal zum Ausdruck bringen, soweit es sich nicht um bewährte darauf spezialisierte Betriebe (BRK,Markel, Constellation Software) handelt.
Dow Jones | 33.670,00 PKT
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14.04.21 17:39:15
Beitrag Nr. 49.559 ()
@anyway » über Geld redet man nicht «

ich denke, dass dieses Tabu auch heute noch aktuell ist, wenn es das Vermögen bzw. das Einkommen betrifft. Bei mir in der Dienststelle ist das natürlich lockerer, da jeder vom anderen weiß, was dieser verdient. Mittlerweile gibt es Besoldungsrechner im Internet, da kann ich auf den Cent genau berechnen was mein Kollege verdient, wenn ich denn ein paar Eckdaten zur Verfügung habe.

Das Tabu » über Geld redet man nicht « hat sich meiner Meinung nach in so fern verändert, als dass freier darüber geredet wird, wie man sein Geld anlegt. Ich rede mit vielen Freunden (auch extern meines Arbeitgebers) darüber, dass ich zum Beispiel mein Geld in Aktien investiere. Diese zeigen sich zum Teil dann interessiert, andere wiederum weniger, keiner würde da jedoch die Nase rümpfen. Wenn ich diesen Freunden jedoch mehr preisgeben würde, beispielsweise die Größe meines Depots, da kann es dann schnell zu Befindlichkeiten kommen. Ich denke, das ist in der jüngeren Generation genau wie wie früher auch.

@investival und @provinzler

investival: Man musste überhaupt keine »A«-Werte verkaufen, als klar war, dass die westlichen Politiker dem 2019 seitens der FED noch mal verlängerten Geldtsunami vor 1 Jahr via exorbitanter (primär allerdings ideologiegetriebener) fiskalischer Stimulation noch eine wahre Geldsintflut mit einhergehender weiterer allgemeiner Bewertungspromotion aufsetzten.

provinzler: Ungeachtet irgendwelche Geldflutungen, kann man das Ganze auch "unternehmerischer" betrachten und ein Aktieninvest eher als Firmenbeteiligung sehen, denn als Wertpapier.

Beide Aussagen finde ich richtig und interessant für die eigene Überlegungen. Im Rückspiegel und mit Hinblick auf die Fiskalpolitik hätte man in der Tat viele, wenn nicht sogar die meisten Aktien halten können. Die häufig zurecht prognostizierten negativen Auswirkungen auf etablierte Geschäftsmodelle sind oftmals eingetreten und dennoch stehen die Aktienkurse besagter Unternehmen heute höher als noch zu Zeiten vor Covid19. Das war so zu diesem Zeitpunkt nicht unbedingt abzusehen. Viele und zu diesen Personen zähle ich mich auch, haben nicht mit einer V-förmigen Erholung und erst recht nicht mit einer Rallye auf neue ATHs in so kurzer Zeit gerechnet. Ob man den einen oder anderen Wert nun verkauft hat oder nicht, wie du @investival richtig schreibst, verloren hat rückblickend nur derjenige, der seine Positionen geschlossen hat und auf noch niedrigere Niveaus gewartet hat.

Die ganze Thematik @provinzler unternehmerischer zu betrachten halte ich für grundsätzlich sinnvoll und absolut wichtig und dennoch kann und muss man auch hier hinterfragen.

Bei vielen Unternehmen wusste man zu diesem Zeitpunkt nicht, wie diese durch die Krise kommen würden. Das beste Beispiel dafür waren die Aussagen/Taten nahezu sämtlicher Unternehmensvorstände, die Erwartungen kassiert haben und sich nicht mehr zu irgendwelchen Prognosen haben hinreißen lassen. Dazu war gerade in den ersten Monaten zu beobachten, dass sehr viele Unternehmen teils Hals über Kopf Geld am Kapitalmarkt eingesammelt haben, zu häufig sehr schlechten Bedingungen, um sich Liquidität zu sichern. Selbst die Insider dieser Unternehmen hatten Panik und wussten nicht, was in den nächsten Monaten passieren wird.

Die Airlines von Berkshire H. nahezu am Tief verkauft, weil nicht einzuschätzen war, wie und ob überhaupt diese durch die Krise kommen würden.

Das man in solchen Situationen auch als Anleger / Investor Überlegungen anstellt, ggf. Verkäufe tätigt und in vermeintlich solidere Titel respektive Krisengewinner investiert, ist meiner Ansicht nach legitim. Gerade Disney ist da ein schönes Beispiel, weil diese ein grundsätzlich sehr gutes und vermeintlich stabiles Geschäftsmodell haben. Eine Marke, wie es nur wenige auf der Welt gibt. Trotzdem konnte man nicht wissen, wie sehr Disney letztlich leiden würden in der Krise und wann sich das Geschäft auf die normalen Niveaus erholen würde. Selbst eine zeitnahe Erholung der Geschäfte muss nicht zeitgleich bedeuten, dass sich die Bilanz in der kurzen Zeit der Krise nicht signifikant verschlechtert hat. Eine Bewertungsausweitung im Kurs kann daher natürlich dafür genutzt werden, um mögliches Risiko vom Tisch zu nehmen und schließend natürlich bestmöglich zu re-investieren.

Und so ganz nebenbei: ich persönlich bin noch weit entfernt zu sagen, dass Covid19 keine Auswirkungen mehr auf die Wirtschaft haben wird. Die Börse hingegen scheint schon mit Covid19 abgeschlossen zu haben. :D

@werthaltig » fehlende Eindrücke «

hab ich gern gemacht, auch wenn es natürlich aus meiner persönlichen "Blase" kommt und ich nicht einschätzen kann, wie es bei anderen läuft. Nach der Aussage von @Timburg scheint es ja auch bei anderen diese Entwicklung zu geben.

VG
Thorben

war hoffentlich nicht zu viel Text.
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14.04.21 18:08:21
Beitrag Nr. 49.560 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 67.815.530 von Grab2theB am 14.04.21 17:39:15
Zitat von Grab2theB: Die ganze Thematik @provinzler unternehmerischer zu betrachten halte ich für grundsätzlich sinnvoll und absolut wichtig und dennoch kann und muss man auch hier hinterfragen.


Das hängt eben davon ab, wie man für sich die beiden Fragen, die ich aufgeworfen hatte, beantwortet. Man kann sicherlich auch zu anderen Ergebnissen kommen, ohne sich in die Welt der Irrationalität zu bewegen.
Und so ganz nebenbei: ich persönlich bin noch weit entfernt zu sagen, dass Covid19 keine Auswirkungen mehr auf die Wirtschaft haben wird. Die Börse hingegen scheint schon mit Covid19 abgeschlossen zu haben. :D

Ist halt momentan vieles per Helikoptergeld und Aussetzung des Insolvenzrechts ausgesetzt, man wird sehen, inbesondere in Deutschland wo das Funny Money nicht a la USA als Cash sondern als Kredite an Unternehmer ausgereicht wurde, was da noch los ist, wenn die ökonomische Realität erstmal einsickert. Das betrifft insbesondere den non-food Einzelhandel und die Gastronomie, hier ist nicht nur jede Menge Kapital unwiderbringlich vernichtet worden, hier wird auch irgendwann die Endloskurzarbeit in offene Arbeitslosigkeit münden, wenn sich rausstellt, dass das Geschäft unwiderbringlich bei Amazon gelandet ist. Drastischer und in der langen Frist teuerer werden die indirekten Kosten, sei es durch die in monatelangem Schulausfall entstandenen Defizite in der geistigen oder körperlichen Betätigung und ihren langfristigen Implikationen und eine noch einmal verstärkt verinnerlichte Lektion durch die Politik, in Deutschland als kleiner Unternehmer/Selbstständiger im Zweifel der Depp zu sein. Im Jahr 1960 gabs dreimal so viele Selbstständige wie Beamte, heute gibts dreimal so viele Beamte wie Selbstständige. Wird wohl Gründe haben.
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