Cash is King ...



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... die Gelegenheit für einen günstigen Einstieg in den Aktienmarkt ist bloß eine Frage der Zeit. Natürlich sind die meisten Aktien momentan deutlich günstiger als vor zwei Monaten. Nichtsdestotrotz sehe ich zurzeit von einem Einstieg ab. Bärenmärkte erreichen die Tiefs üblicherweise nicht in einer linearen Bewegung nach unten. Zurzeit sehen wir eine Stabilisierung. Die gab es auch in den Jahren 2000 und 2008. Anschließend hat der Markt nochmal deutlich nachgegeben. Im Jahr 2008 vollzog sich diese Entwicklung kurz und schmerzlos. Die Kursentwicklung in den Jahren 2000 bis 2003 haben die Nerven der Anleger durchaus strapaziert.

Wieso sollten die Kurse weiter fallen? Dafür gibt es viele Gründe. Ich möchte den aus meiner Sicht ausschlaggebenden Grund diskutieren.

Viele Amerikaner haben Aktien von US-Unternehmen. Viele Amerikaner haben ihre Jobs verloren. Viele Amerikaner werden ihre Reserven anzapfen und in nächster Zeit Aktien verkaufen müssen. Nicht alle auf einmal, jedoch viele in den nächsten Monaten. Jeder weitere Kursrutsch wird diejenigen unter Druck setzen, die einen solchen Schritt noch nicht beabsichtigen, aber damit rechnen ihn bald gehen zu müssen. Im Endeffekt könnte dies eine finale Ausverkaufspanik auslösen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.235.080 von Sperrminoritaet am 03.04.20 23:40:28
Zitat von Sperrminoritaet: Cash is King ...


Die Notenbanken schießen aus allen Rohren, was Währungen schwächt und damit Anleihen und Bargeld aushöhlt.

Selbst Hedgefonds-Legende Ray Dalio sagte im Januar: „Cash is trash“ :eek: :D

"Cash is trash and there are many reasons you shouldn't own cash. Stocks, real assets are much better to protect you from loose monetary policy".

Dass derzeit Cash und Anleihen angesagt sind, wird sich nicht ewig halten können - denn es gibt täglich mehr davon ... ;)
Dow Jones | 21.056,00 PKT
'cash is king' ...stellt sich die Frage, wieviel cash, anteilmäßig.

Fakt ist, die Gelddruckpressen laufen sich heiß. Fakt ist auch, dass damit die Inflation angeheizt wird.

die Frage ist: kommt das Geld auch bei der Zielgruppe/den Zielgruppen an ?
das bezweifle ich. und wenn ich mir den Bürokratieberg in Euroland, besonders Schland anschaue, noch viel mehr. Mag in Amiland etwas anders sein, aber auch da herrscht Chaos.
und selbst wenn Geld ankommt, viele Regale in den Supermärkten sind leer. Das sicherste Anzeichen, dass es gewaltig klemmt.

was mich tatsächlich beunruhigt, ist der entstehende Domino-Effekt:
Immobilienkredite, die nicht bedient werden können -> Bankenkrise (trotzt der Gelddruckpressen)
jede Art von Krediten in der Warenwirtschaft -> viele Lieferketten sind unterbrochen und keiner weiß, wie lange.

Aktien ... welche Unternehmen werden überhaupt überleben ? wenn keiner mehr ihre Waren kauft oder/und kaufen kann (aus diversen Gründen) ?

es gibt im Moment jedenfalls mehr, viel mehr Fragen als Antworten. Und Unsicherheit war bis jetzt immer Gift für den Aktienmarkt.
Nicht nur in Amiland. Die Abwärtsspirale hat erst angefangen. Cash kann wenigstens einen Teil des Bedarfs abfangen.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.235.506 von walker333 am 04.04.20 03:23:54Schön für die hedgefonds Legende. Wer im Januar cash hatte und keine wesentlichen Aktienpositionen steht momentan besser da. Aber vielleicht war das nicht das mieseste timing des Jahrtausends, sondern Geblubber um assets an den Mann zu bringen.

Wer redet denn von ewig? Das ist zumindest nicht mein Anlagehorizont.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.237.021 von Astgabel13 am 04.04.20 11:30:21
Zitat von Astgabel13: 'cash is king' ...stellt sich die Frage, wieviel cash, anteilmäßig.

Fakt ist, die Gelddruckpressen laufen sich heiß. Fakt ist auch, dass damit die Inflation angeheizt wird.

die Frage ist: kommt das Geld auch bei der Zielgruppe/den Zielgruppen an ?
das bezweifle ich. und wenn ich mir den Bürokratieberg in Euroland, besonders Schland anschaue, noch viel mehr. Mag in Amiland etwas anders sein, aber auch da herrscht Chaos.
und selbst wenn Geld ankommt, viele Regale in den Supermärkten sind leer. Das sicherste Anzeichen, dass es gewaltig klemmt.

was mich tatsächlich beunruhigt, ist der entstehende Domino-Effekt:
Immobilienkredite, die nicht bedient werden können -> Bankenkrise (trotzt der Gelddruckpressen)
jede Art von Krediten in der Warenwirtschaft -> viele Lieferketten sind unterbrochen und keiner weiß, wie lange.

Aktien ... welche Unternehmen werden überhaupt überleben ? wenn keiner mehr ihre Waren kauft oder/und kaufen kann (aus diversen Gründen) ?

es gibt im Moment jedenfalls mehr, viel mehr Fragen als Antworten. Und Unsicherheit war bis jetzt immer Gift für den Aktienmarkt.
Nicht nur in Amiland. Die Abwärtsspirale hat erst angefangen. Cash kann wenigstens einen Teil des Bedarfs abfangen.


Die Inflation ist seit vielen Jahren ein Thema. Meine Güte, wie sich die Leute auf Inflationsanleihen gestürzt haben ... ist schon was her. Inflation bei Konsumgütern kann nur entstehen, wenn das Geld auch bei der Masse ankommt. Falls mit Helikoptergeld übertrieben wird, wird sie sicher kommen. Ich gehe von einer moderaten Inflation mit jährlichen Raten von bis zu 20 % aus. Doch das könnte frühestens Ende 2021 beginnen. Bis dahin wird das Problem eher Deflation sein.

Momentan gibt es nicht alle Waren ständig und in jeder Farbe. Wen interessiert das schon? Durch Hamsterkäufe gibt es eine temporäre Knappheit. Es wird aber dauernd aufgefüllt und irgendwann haben die Hamsterkäufer die Backen voll.

Das Problem ist doch nicht das Warenangebot. Es können kaum Dienstleistungen erbracht werden!

Daher meine These, eine Flucht in Sachwerte aus Angst vor der Inflation ist für die Masse momentan nicht möglich. Viele müssen verkaufen und halten den Aktienmarkt unter Druck.

Inflation kann gerne in anderen Foren diskutiert werden. Mir geht es hier um den Verkaufsdruck unter dem arbeitslos gewordene Aktionäre in den nächsten Monaten stehen könnten.

Ich verstehe es nicht. Wir sind mitten in einem credit crunch und viele machen sich Sorgen um Inflation die nicht unmittelbar ansteht.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.237.459 von Sperrminoritaet am 04.04.20 12:40:19
Zitat von Sperrminoritaet: Mir geht es hier um den Verkaufsdruck unter dem arbeitslos gewordene Aktionäre in den nächsten Monaten stehen könnten.


Das Zinsniveau für 10-jährige US-Staatsanleihen ist so niedrig wie nie zuvor.

Daraus schließe ich, dass Unmengen Geld da sind. Aktuell drückt es eben in Staatsanleihen, wegen der althergebrachten Marktmechanismen.

Diese weltweite Geldflutung könnte ebensogut rentierlichere Anlagen heben wie z.B. moderat bewertete Aktienmärkte.


Einen Credit-Crunch und Vertrauensverlust wie 2008 sehe ich nicht.

In Deutschland z.B. wird derzeit alles versucht, die Hilfskredite und Zuschüsse der KfW (und Förderbanken der Bundesländer usw.) an den Mann zu bringen. Haftungsanteil für die Geschäftsbanken wird verringert.

Und laufend neue Maßnahmen, damit die Pferde saufen.

Ich halte zwar nichts von bösen Hyperinflationsomen. Aber so hemmungslos wie heute haben die Notenbanken noch nie Geld gedruckt.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.238.146 von walker333 am 04.04.20 14:27:32Ja, in Deutschland war 2008 dank der sozialen Sicherungssysteme und des Konjunkturpakets auch bloß ein Kindergeburtstag. Deutschland meistert sowas einfach besser als viele andere Länder. Aber das spielt keine Rolle für die Kurse in den USA.
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