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Sommer`s (alte) Trickskiste:
(Compere weiß nicht mal den Unterschied zwichen Lebel 1 und 4; eine Art "Krisenmanager"....)

Aus der FTD vom 3.12.2001
Britischer Finanzmakler will Telekom-Kabelnetz übernehmen
Von Thomas Clark, Hamburg

Derzeit stehen die Karten schlecht, dass das Bundeskartellamt den Milliardenverkauf des Fernsehkabels der Deutschen Telekom an den amerikanischen Konzern Liberty Media genehmigt. Eine britische Finanzmakler-Gruppe will nun ins Geschäft kommen.

Die Bonner Wettbewerbshüter haben große Bedenken, dass Liberty damit eine unzulässige marktdominante Stellung erlangen könnte. Doch sollten die Bonner Beamten das Geschäft blockieren, stände bereits der nächste Interessent vor der Tür. "Wir wären sofort bereit einzuspringen und ein Angebot zu machen," sagte Phil Mochan, Gründer von Compere Associates. Compere ist eine britische Finanzmakler-Gruppe, die nach eigenen Angaben derzeit unter anderem gemeinsam mit der Westdeutschen Landesbank (WestLB) auch um das Telefonnetz von British Telekom in Großbritannien mitbietet.
Laut Aussage ihres Gründers würde die Gruppe für das deutsche Fernsekabel ähnlich viel bezahlen wie Liberty. "Der Preis erscheint mir durchaus angemessen," so Mochan. Liberty-Boss John Malone hat mit Telekom-Chef Ron Sommer für die zum Verkauf stehenden rund zehn Millionen Kabelanschlüsse einen Preis von rund 5,5 Mrd. Euro vereinbart.

Mit Mochans Aussage wird ein wichtiges Argument von Politikern und Libery-freundlichen Lobbyisten entkräftet. Denn in der aktuellen Diskussion erklären diese immer wieder, das Kartellamt sollte den Verkauf an Liberty schon deshalb genehmigen, da es an ernsthaften Drittinteressenten mangle. Bei einer Untersagung würde die hoch verschuldete Deutsche Telekom unter Zugzwang geraten und müsste ihr Kabel verscherbeln. Zudem würde die technische Aufrüstung des Kabels weiter verzögert.



Kaufabschluss Mitte 2002 realistisch


Mochan schätzt, dass bei Vorlage seines Angebots im Januar ein Kaufabschluss mit der Deutschen Telekom Mitte 2002 realistisch wäre. Anfang 2003 könnte mit dem Netzausbau begonnen werden, der laut seiner Kalkulation zwischen drei und sieben Jahre dauern und rund sieben Mrd. Euro kosten würde. Die Chefin von Liberty International, Miranda Curtis, gab im September bekannt, bis 2010 jährlich 500 bis 700 Mio. Euro in den Ausbau zu investieren. Dazu der schottische Finanzmann Mochan: "Die Ausbaupläne von Liberty sind sehr konservativ. Wir sind da viel agressiver."

Bei Liberty und der Deutschen Telekom versucht man das Interesse der Gruppe herunter zu spielen. "Heiße Luft", heißt es aus Liberty-nahen Kreisen. Ganz so nichtig dürften die Ambitionen von Compere Associates aber nicht zu werten sein. Denn im laufenden Wettbewerbsverfahren über den geplanten Telekom-Kabelkauf von Liberty, den das Bundeskartellamt bis 7. Januar entscheiden muss, hat Compere immerhin die Stellung eines Beigeladenen. Um diese Stellung zu erlangen, musste das Unternehmen rechtliches Interesse an dem Fall nachweisen. Die zuständigen Beamten in Bonn sind offenbar überzeugt, dass Compere, die der Telekom schon im Mai ein Angebot für die sechs verkauften Kabelregionen vorgelegt hat, immer noch ein potenzieller Käuferkandidat ist. "Sie haben ihr weiteres Kaufinteresse glaubhaft gemacht," heißt es aus dem Kartellamt. Insbesondere aufgrund der beteiligten Finanzgruppen sei nachvollziehbar, dass es sich hier um eine ernst zu nehmende Partei handle.



Finanziers im Hintergrund noch unbekannt


Welche Banken und Investoren hinter Compere stecken, wollte Mochan freilich nicht sagen. "Unsere Finanziers pochen auf strenge Verschwiegenheit. Sollte uns die Telekom aber einladen, ein Angebot vorzulegen, werden die Namen sofort offen gelegt," weicht Mochan einer direkten Antwort aus. Nur soviel: Den Kaufpreis für das Kabel will Compere vor allem mit den Geldern privater Finanzinvestoren aufbringen. Den technischen Ausbau des Fernsehkabels in ein Netz mit hunderten TV-Sendern, schnellem Internetzugang, Multimedia- und Telefoniedienste, sollen Banken aufbringen - je zur Hälfte deutsche und internationale Kreditinstitute.

Folgt man den Ausführungen des Compere-Chefs, hätte sein Angebot vermutlich weit bessere Chancen auf grünes Licht vom Kartellamt als Liberty Media. Denn während der US-Konzern Liberty deutlich gemacht hat, dass er seine Marktdominanz verstärken und bei allen Kabelanschlüssen direkten Zugang zum Kunden will - derzeit sind es nur rund 3,5 Millionen Haushalte von 10,1 Millionen Anschlüssen, der Rest wird von Hausverwaltungsgesellschaften und kleineren Unternehmen betreut - strebt Compere überhaupt keine Endkundenbeziehungen an. "Unsere Aufgabe wäre es nur, die Infrastruktur des Kabels entsprechend auszubauen und zu verbessern. Die Endkundenbeziehungen überlassen wir anderen." Dort, wo bereits dritte Anbieter bestünden (also bei zwei Drittel der Anschlüsse), könnten diese bleiben. Die verbleibenden Drittanschlüsse würden an andere abgegeben werden, beispielsweise an Energieversorger, die ohnehin schon Kundenbeziehungen zu den Haushalten hätten.



© 2001 Financial Times Deutschland
Pusher-Hase schrieb:
> Compere weiß nicht mal den Unterschied zwichen Lebel 1 und 4; eine Art "Krisenmanager"....)

:laugh::laugh::laugh:



http://www.advanced-television.com/pages/pagesb/newsarchive/…

30.5.2001

New investors in German cable

According to German news reports the British investor Compere
Associates is ready to bid for German cable. Its founder, Phil Mochan,
is quoted by the German business daily `Handelsblatt` that Liberty
would only be willing to invest into more bandwidth from Video on
Demand (VoD) and classic TV services, while Compere claims to have
found more investors willing to invest up to E10 million to provide
full Internet and telephone access.

Liberty is currently in exclusive negotiations with Deutsche Telekom AG
to acquire a 55 per cent stake in six regional cable entities reaching
more than 10 million homes,

The Liberty deal is at risk because the potential investor is trying to
lower the price. The Compere offer is seen as a result of a feud
between the investor Garry Klesch, who is the promoter of the Liberty
deal, and two of his former employees, Tom Crema and John Morland-Lynn,
who were hired by Compere some weeks ago. Whether the new offer is
endangering the Liberty position remains to be seen since analysts
believe it to be Telekom`s undeclared strategy to avoid enabling cable
to turn into a true competitior to its core businesses, telephony, and
increasingly (broadband) Internet (via ADSL).
Das Compere an den Kabelnetzen der Telekom interessiert ist, ist doch klar. Das untermauert jenes, was ich schon vor längerer Zeit gesagt habe, nämlich daß Liberty die Kabelnetze viel zu günstig (geradezu verdächtig!) von der Telekom angeboten bekam. Das war seinerzeit übrigens auch ein Grund für den, auch in diesem Zusammenhang völlig ungerechtfertigten, Kurssturz der Primacom-Aktie !
Ich hate damals ausserdem den Eindruck, daß Primacom damals zusätzlich darunter litt, daß sich die Marktteilnehmer nicht ausreichend mit der Netzstruktur in Deutschland auskannten. 10 mio. ne-2/3-kunden sind nun mal eben nur 3 mio. direkte Kundenbeziehungen, während Primacom zu 99-100% ihrer Kunden direkte Beziehungen unterhält.

Doch das öffentliche Bewußtsein wird diesbezüglich seit einigen Wochen durch massenhafte Artikel in der Presse sensibilisiert. Gerade heute auf den Seiten 3 und 4 gibt es mehrere Artikel zum Theme Kabelnetz.


Wenn Compere meint, es sich leisten zu können, neben der Vorbereitung für digitale Dienste, auf strategische Maßnahmen zur Verbesserung der Wertschöpfung verzichten zu können, heißt das doch nichts anderes, als daß sie die Kabelnetze der Telekom für ein Schnäppchen halten.

Die effizienteste Strategie ist das (auch volkswirtschaftlich betrachtet) nicht, da dadurch keine sog. transaction cost economies erwirtschaftet werden.
Primacom würde natürlich eine Menge Geld sparen, wenn es dazu käme, denn die Durchleitungsgebühren müssten derart attraktiv gestaltet werden, damit Primacom vom weiteren Bau eigener Kopfstationen absieht.

Meryll.
Ob Liberty oder Compere: beides hätte Vorteile für Primacom.

Das Compere zu diesen Konditionen bereitsteht und sich zu den Kartellverhandlungen als beiladen lässt, ist doch klar!

Liberty ist - wie gesagt - eine Medienholding. Wenn das Kartellamt will, daß so schnell wie möglich Wettbewerb im Ortstelefonnetz gemacht wird, und sich dies rechnet, wird Liberty auch darauf eingehen.

Man darf nicht ausser Acht lassen, daß hier Verhandlungspositionen gegenüber dem Kartellamt aufgebaut werden.

Es gibt kartellrechtlich betrachtet 2 Extremfälle.
1. Das Kartellamt genehmigt alles. (äusserst unwahrscheinlich)
2. Das Kartellamt genehmigt nichts. (unmöglich)

Dazwischen liegt die Verhandlungsmasse. Dazu zählen:
- Der Kauf von Telecolumbus (Integration der Netzebene 4)
- Der Kauf von Premiere (Integration der Netzebene 1)
- Das Leistungsangebot (Aufrüstung 550MHz o. 862MHz, Angebot von Ortsnetztelefonie)
- Die Anzahl der von der Telekom zu kaufenden Regionalgesellschaften (bisher 6).

Am sinnvollsten wäre m.e. die Beschränkung auf 3-5 Regionalgesellschaften. Für die anderen bieten sich - wie gesehen - Käufer.

Die Sache mit Premiere kann ich noch nicht ganz beurteilen. Müsste dazu noch etwas nachlesen, wenn ich die Zeit hätte. Könnte mir aber Vorstellen, daß es hier erhebliche kartellrechtliche Schwierigkeiten durch den Verknüpfungsgrad wettbewerbliche Auswirkungen auf vor- und nachgelagerten Märkten gibt. Insbesondere Sekundäreffekte spielen hier eine grosse Rolle. Ich halte es für unwahrscheinlich, daß Malone ernsthaft mit Premiere rechnet (im wahrsten Sinne des Wortes).

Fazit: Natürlich ist auch Liberty zu Zugeständnissen bereit. John Malone wird sicher auch mit einer Teilrealisierung seiner Pläne Geld verdienen können. Compere kann nichts ausser den Preis hochtreiben und Liberty das Leben schwer machen, denn die Verhandlungsposition des Kartellamts verbessert sich dadurch natürlich.

Wenn der DTAG-Deal neu verhandelt werden müsste, hätte letztlich derjenige die höchste Preisbereitschaft, der die meissten Effizienzvorteile herausholen kann. Andere Aspekte neben dem Preis werden dann wahrscheinlich keine Rolle mehr spielen.

Interessant wäre im Übrigen, welche Rolle Klesch dabei spielt.

Meryll.



P.S.: Es könnte vielleicht nicht schaden an dieser Stelle einige Posings aus dem Primacom Thread 98 zu rekapitulieren: z.B. #39, #42, #53, #204, #213, #267
FOKUS 1 - Netz-Interessent Compere kommt TV-Industrie entgegen

Hamburg, 03. Dez (Reuters) - Mit der Finanzmakler-Gruppe Compere Associates hat ein Unternehmen Interesse an den Kabelnetzen der Deutschen Telekom geäußert, der anders als bisher der Käufer Liberty Media in zentralen Punkten den Forderungen der deutschen Fernsehindustrie entgegenkommt. "Wir würden so viele Medienunternehmen wie möglich ermutigen, ihre Inhalte über unser Netz zu verbreiten", sagte Thomas Crema, Partner bei Compere Associates, am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Compere habe selbst keine Anteile an Inhalte produzierenden Unternehmen. Deshalb gebe es bei Compere keine vertikale Integration wie bei Liberty Media, fügte Crema hinzu.

Der US-Konzern Liberty Media will für 5,5 Milliarden Euro einen Großteil der Kabelnetze der Deutschen Telekom übernehmen. Doch das Bundeskartellamt hat Bedenken gegen den Einstieg von Liberty, über den es bis zum 7. Januar entscheiden muss. Zur Diskussion steht auch die Kombination von Inhalten und Infrastruktur in einem Konzern, die durch die Übernahme der Netze entstehen würde.

Liberty ist bereits an den großen Medienkonzernen AOL Time Warner und News Corp beteiligt und will auch beim Kirch-Bezahlsender Premiere[KRCH.UL] einsteigen. Unter den privaten und öffentlich-rechtlichen Fernsehveranstaltern in Deutschland war jüngst der Widerstand gegen Liberty gewachsen, weil die Sender fürchten, dass Liberty seine eigenen Kanäle bevorzugt in das Netz einspeisen könnte.

Crema von Compere Associates bestätigte einen Bericht der "Financial Times Deutschland", wonach seine Gruppe sich für das Netz zu einem ähnlichen Preis wie den mit Liberty vereinbarten interessiert. "Wir werden für das Kabel(netz) bieten, wenn die Deutsche Telekom uns dazu einlädt", sagte Crema. "Der Preis erscheint uns angemessen." Das Geschäftsmodell von Compere basiere auf einem offenen Zugang zu den Netzen. "Wir haben kein vertikal integriertes Medien-bis-ins-Haus-Modell wie bei Liberty", fügte Crema hinzu. Die Compere-Gruppe bietet derzeit für das Telefonnetz der British Telecom in Großbritannien.

Crema warf Liberty Media vor, die Entwicklung des interaktiven Digitalfernsehens mit einer Vielzahl von Programmen und Internet-Zugang zu verzögern. "Liberty würde die Breitband-Entwicklung in Deutschland für einige Zeit blockieren, weil sie eine sehr langsame Verbreitung planen" , sagte Crema. "Wir verfolgen eine viel aggressivere Strategie für die Verbreitung der aufgerüsteten Kabel." Compere wolle das gesamte Netz innerhalb von drei bis fünf Jahren auf eine Bandbreite von 860 Megahertz (bisher 450) aufrüsten und sieben Milliarden Euro investieren .

Liberty plant früheren Angaben zufolge jährliche Investitionen von 500 Millionen bis einer Milliarde Euro "in den kommenden Jahren" und will das Netz zunächst auf 510 Megahertz aufrüsten. Das Bundeskartellamt hatte signalisiert, dass Liberty mögliche Bedenken der Behörde dadurch ausgleichen könnte, in dem Liberty in anderen Bereichen wie dem schnellen Internet-Zugang oder der Ortsnetz-Telefonie für mehr Wettbewerb sorge.

Ein Internet-Zugang ist Experten zufolge auch mit 510 Megahertz möglich. "Aber es könnte dann zu Engpässen kommen, wenn in einer Nachbarschaft viele Kunden das Angebot nutzen", sagte Peter Stamm vom Wissenschaftlichen Institut für Kommunikationsdienste. "Ob Telefonie über 510 Megahertz geht ist unklar, die Technik ist im Massenmarkt noch nicht so erprobt."

Compere unterstützt Crema zufolge im Gegensatz zu Liberty auch den Technikstandard MHP (Multimedia Home Platform), auf den sich die deutsche Fernsehindustrie im Sommer geeinigt hatte. "Ich denke, MHP ist notwendig" , sagte Crema. ARD, ZDF und die Privatsender erneuerten am Montag unterdessen ihre Kritik an Liberty Media, das den Standard als zu teuer ablehnt. "Nur auf Grundlage eines einheitlichen und offenen technischen Standards kann der digitale Fernsehmarkt in Deutschland schnell entwickelt werden" , erklärten ARD, ZDF und die Privatsender.

Ein Beamter im Bundeskartellamt, der mit dem Fall befasst ist, bestätigte, dass Compere sich zu dem Prüfverfahren über eine Genehmigung der Netz-Übernahme durch Liberty habe "beiladen" lassen. Diese gewünschte Teilnahme sei mit "Erwerberinteresse" begründet worden. Der Beamte bestätigte, dass es unter den Wettbewerbshütern Bedenken gegen die Liberty-Übernahme gebe und dass bei Fortbestehen dieser Bedenken noch im Dezember eine Abmahnung erfolgen müsse .

Die Deutsche Telekom zeigte sich dennoch weiter zuversichtlich, dass ihre Übernahme-Vereinbarung mit Liberty genehmigt wird. "Wir sind optimistisch, dass der (Telekom)-Deal mit Liberty klappt", sagte ein Sprecher. Bei der PR-Agentur von Liberty Media in Deutschland war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Quelle:http://www.sharper.de

Ciao Kamischke
Dienstag 4. Dezember 2001, 11:58 Uhr
Bosch und PrimaCom zur Kartellprüfung TV-Kabel beigeladen



Düsseldorf (vwd) - In die kartellrechtliche Untersuchung des geplanten Kaufs der Telekom-Fernsehkabel durch Liberty Media sind noch andere potenzielle Interessenten involviert. Neben dem Finanzmakler Compere haben sich auch Bosch und PrimaCom (Frankfurt: 625910.F, Nachrichten) zum dem Prüfverfahren beim Bundeskartellamt beiladen lassen, wie ein Sprecher der Behörde am Dienstag sagte. Insgesamt seien zehn Unternehmen beigeladen, unter ihnen Bertelsmann (Frankfurt: 522990.F, Nachrichten) und Kirch. Compere Associates hat offen sein Interesse am Kabel geäußert für den Fall, dass der vom Kartellamt kritisch gesehene Verkauf an Liberty scheitert. Als mögliche Interessenten werden auch Bosch Telecom und PrimaCom gehandelt. Bosch Telecom hatte kürzlich entschieden, die Rolle eines wichtigen Mitspielers auf dem deutschen TV-Kabelmarkt anzustreben. Der Kabelnetzbetreiber PrimaCom taucht laut Presseberichten in einem Szenario der Deutschen Bank vom Oktober zum Kabelnetz der Deutschen Telekom AG auf. Dieses Konzept sieht angeblich vor, ein Unternehmen aus der dem Institut bislang gehörenden Telecolumbus und dem Deutschlandgeschäft der niederländischen UPC zu bilden und dafür außerdem PrimaCom zu gewinnen. Inzwischen hat die Deutsche Bank (Frankfurt: 804028.F, Nachrichten) allerdings vereinbart, den Kabelnetzbetreiber Telecolumbus an Liberty zu verkaufen. Der US-Konzern will außerdem die verbliebenen rund zwei Drittel vom Netz der Telekom für 5,5 Mrd EUR kaufen. Da er neben Infrastruktur auch Inhalte besitzt und dieser Bereich durch den beabsichtigten Einstieg beim Kirch-Bezahlfernsehsender Premiere verstärkt würde, hat das Kartellamt Bedenken gegen das Geschäft. Verschiedenen Presseberichten zufolge steht Liberty Mitte Dezember eine Abmahnung ins Haus, falls das US-Unternehmen den Wettbewerbshütern nicht entgegenkomme. Beigeladene können in Prüfverfahren Stellungnahmen abgeben und gegen Beschlüsse Beschwerde einreichen. Zudem werden sie über Abmahnungen gegen die direkten Beteiligten unterrichtet. vwd/4.12.2001/stm/mr


Quelle: http://de.biz.yahoo.com/011204/11/2e7l7.html
Telekom will TV-Kabel nicht billiger verkaufen

BERLIN (dpa-AFX) - Die Deutsche Telekom will im Falle eines Vetos durch das Bundeskartellamt ihr TV-Kabelnetz nicht billiger an andere Interessenten abgeben. "Dann behalten wir das Kabel, keiner hat uns gezwungen; zu verkaufen", sagte Vorstandschef Ron Sommer am Dienstagabend in Berlin.

Die Bonner Wettbewerbshüter prüfen gegenwärtig den milliardenschweren Verkauf des Kabelnetzes an den US-Medienkonzern Liberty Media . Wegen eines möglichen Zuwachses an Marktmacht beim Netzzugang und bei den Inhalten sieht das Kartellamt die Übernahme kritisch.

BEOBACHTER ERWARTEN, DASS BEHÖRDE LIBERTY ABMAHNT

Beobachter erwarten, dass die Behörde, ähnlich wie im Falle der geplanten Tankstellenfusionen und des Mehrheitseinstiegs des Energieriesen E.ON bei der Ruhrgas, auch Liberty Media abmahnen wird. In dem Fall muss das Unternehmen entweder Zugeständnisse machen oder nachweisen, dass es auf anderen Märkten (z.B. Sprachtelefonie) zu positiven Wirkungen kommt.

Sollte das Kartellamt den Verkauf untersagen oder nur unter Auflagen genehmigen, muss sich die Telekom wahrscheinlich nach einem anderen Käufer umsehen.

Damit würde sich zugleich der Zeitplan für den geplanten Abbau der Schulden auf rund 50 Milliarden Euro (97,8 Mrd DM) bis Ende 2002 verzögern. Ende September stand die Telekom bei ihren Geldgebern noch mit 65 Milliarden Euro in der Kreide. Aus dem Kabelverkauf an Liberty Media würde der Bonner Telefonriese rund 5,5 Milliarden Euro einnehmen. In Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Hessen wurden die TV-Kabelnetze mehrheitlich an die Callahan-Gruppe und an Klesch verkauft. Diese Verkäufe wurden durch das Kartellamt frei gegeben.

TELEKOM PEILT IN DIESEM JAHR EBITDA VON 15 MRD EURO AN

Wie der Telekom-Chef weiter sagte, habe das Unternehmen im auslaufenden Geschäftsjahr 2001 die Ertragswende geschafft. In den Jahren zuvor seien durch die Liberalisierung des Telefonmarktes 5 Milliarden Euro Ergebnis weggebrochen.

Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen peilt die Telekom in diesem Jahr 15 Milliarden Euro an. Dieser Betrag soll nach den Worten von Sommer bis 2004 auf rund 21 Milliarden Euro steigen. Dabei würde nur noch die Hälfte auf das Festnetzgeschäft (1995: 94 Prozent) entfallen. Jährlich zweistellig wachsen (ohne Zukäufe) will die Telekom auch beim Umsatz, von 49 Milliarden Euro (2001) auf rund 70 Milliarden Euro im Jahr 2004.

Quelle:http://www.gatrixx-finanztreff.de/gatrixx/news.htm?id=101160…

Ciao Kamischke
Kartellamt verlängert Prüfungsfrist bei Liberty/KDG

Bonn (vwd) - Das Bundeskartellamt hat die Prüfungsfrist für die Übernahme von Mehrheitsanteilen am Kabelnetz der Deutschen Telekom AG, Bonn, durch die Liberty Media Group Inc, New York, bis zum 28. Februar 2002 verlängert. Das Bundeskartellamt teilte am Donnerstag mit, dass sie einem Wunsch der Unternehmen entsprochen habe. Damit werde den Unternehmen eine weitere Gelegenheit gegeben, die wettbewerblichen Bedenken des Bundeskartellamtes auszuräumen.



Liberty Media hatte am 5.September das Vorhaben angemeldet, von der Deutschen Telekom Mehrheitsbeteiligungen an sechs regionalen Kabelgesellschaften zu erwerben. Die Prüfungsfrist wäre am 7. Januar 2002 ausgelaufen.

Quelle:http://www.vwd.de/news/unternehmen/343060.html

Na,das war ja mal wieder klar.
Die Verlängerung der Verlängerung und wieder keine Entscheidung getroffen.
Ich lege mich schon jetzt mal fest,am 15.Dezember wird es die nächste Verlängerung geben.
Ciao Kamischke
Internet-Telefonie kommt langsam in Fahrt


Der europäische VoIP-Markt (Voice over Internet Protocol) leidet derzeit noch unter der allgemeinen Konjunkturflaute und der Schwäche der globalen Telekomindustrie. Einige Branchenbeobachter mussten daher ihre allzu optimistischen Prognosen auf ein explosionsartiges Wachstum zurücknehmen. Und doch wird sich der Siegeszug der VoIP-Technologie fortsetzen: Allein auf dem europäischen Markt für VoIP-Gateways ist mit Umsatzzuwächsen von derzeit 259,6 Millionen US-Dollar auf 2,89 Milliarden US-Dollar im Jahr 2006 zu rechnen. Zu diesem Ergebnis kommt die Unternehmensberatung Frost & Sullivan in einer neuen Analyse.

Gehemmt werde das Marktwachstum momentan durch gesetzliche Unsicherheiten auf gesamteuropäischer Basis, die die Netzbetreiber teilweise zur Reduzierung oder sogar zur Rücknahme ihrer IP-Ausbaupläne veranlasst hätten. Allerdings werde derzeit an einem neuen gesetzlichen Rahmen gearbeitet, der Klarheit schaffen soll. Die große Frage sei, ob es sich bei IP-Telefonie um eine `echte` Telefonverbindung im Sinne der EU Direktive 90/388/EEC handele. Sollten die in der Direktive festgelegten Kriterien erfüllt sein, so müssten sich auch die Anbieter von IP-Telefonverbindungen den strengen Regularien für Telefonnetzbetreiber beugen, hieß es weiter.

Investitionen in Zeitmultiplex-Infrastruktur hemmen VoIP

Abgesehen von diesen Schwierigkeiten leidet die Branche darunter, dass sich die VoIP-Technologie noch nicht ausreichend unter Beweis gestellt hat. Nachdem die großen europäischen Telekom-Unternehmen bereits riesige Summen in den Aufbau der Zeitmultiplex-Infrastruktur (Time Division Multiplexing, TDM) gesteckt haben, scheint es derzeit noch zu riskant, diese Investition zugunsten einer neuen Technologie aufs Spiel zu setzen. Auch Voraussetzungen wie die vollständige Etablierungen der Breitband- und UMTS-Anwendungen sind laut der Studie noch nicht erfüllt.

Zusätzlich lassen konkrete technische Probleme mit IP-basierten Sprachdiensten in Bezug auf Qualität, Zuverlässigkeit und Interoperabilität vermuten, dass VoIP das altbewährte weltweite Telefonnetz nicht ganz so schnell in den Hintergrund drängen wird wie ursprünglich gedacht. Damit werde sich auch der Einzug der Technologie in den Unternehmen verzögern. Der Übergang im Sprachtransfer zum Packet Switching vollziehe sich laut Frost & Sullivan nur langsam, und im Vergleich zum traditionellen Circuit Switching sei das Internet-Telefonie-Volumen noch sehr gering - allerdings nur, was die absoluten Zahlen betrifft, denn die Wachstumsraten seien phänomenal.

"Den Telekom-Unternehmen ist klar, dass die Zukunft in der Konvergenz von Sprach- und Datennetzen liegt und dass deshalb kein Weg an VoIP vorbei führt," so Niamh Spillane, Research Analyst bei Frost & Sullivan. "Entsprechend ist die Anzahl der verkauften Gateways bereits explosionsartig gestiegen." Was Anbieter von Telefondiensten betrifft, sind die so genannten CLECs (Competitive Local Exchange Carriers), also die neuen lokalen Carrier zur Erkenntnis gelangt, dass die reine Bereitstellung traditioneller Telefondienste nicht mehr ausreicht. Gefragt ist Diversifikation zugunsten anderer Bereiche wie beispielsweise Datentransfer. Die Ex-Monopolisten seien gezwungen, auf diese Herausforderung zu reagieren und ihrerseits Daten- und VoIP-Dienste anzubieten.

Kapitalgeber fassen erneut Vertrauen

Nach ihrem kurzfristigen Rückzieher infolge der Umsatzrückgänge der Telekommunikationsunternehmen Ende des vergangenen Jahres schöpften die Risikokapitalgeber langsam wieder Vertrauen in die Branche. Denn obwohl der VoIP-Markt noch recht jung ist, zeichnet sich doch ab, dass sich die Internet-Telefonie letztendlich als Standardlösung zum Sprachtransfer durchsetzen wird.

Quelle:http://de.internet.com/artikel/index.jsp?2010726

Ciao Kamischke

Umsatzzuwächse von derzeit 259,6 Millionen US-Dollar auf 2,89 Milliarden US-Dollar im Jahr 2006 bedeuten eine Verelffachung der Umsätze oder ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 61,9%.
Weltweit 1,2 Milliarden Internet-Anschlüsse bis 2005 vorausgesagt


HAMBURG (dpa-AFX) - Die Zahl der Internet-Anschlüsse wird sich bis 2005 auf schätzungsweise rund 1,2 Milliarden erhöhen. Das bedeute gegenüber den 414 Millionen Zugängen im Jahr 2000 nahezu eine Verdreifachung, teilt die Unternehmensberatung Mummert + Partner in Hamburg unter Berufung auf eine Studie mit. In den kommenden Jahren werden die Westeuropäer dabei erstmals die Amerikaner überholen: Während die Europäer über 246 Millionen Anschlüsse verfügen würden, werden für die USA nur 214 Millionen Internet-Zugänge vorausgesagt. Eine größere Rolle als bisher werde dabei vermutlich der Internetanschluss über das Fernsehgerät spielen, so die Studie.

Quelle:http://www.gatrixx-finanztreff.de/gatrixx/news_popup.htm?id=…

Ciao Kamischke
Thursday December 6, 11:59 am Eastern Time
European cable TV eyes partnerships to slash costs
By Lucas van Grinsven, European technology correspondent

LONDON, Dec 6 (Reuters) - Loss-making European cable TV companies could save significant amounts of money if local regulators allowed them to work together with their rivals, analysts said on Thursday.

By sharing core networks, television programming, technology and other equipment, some cable TV network operators could slash their annual investments by some 15 percent or more, said Mathieu Robilliard at Banc of America Securities.

The two major cable TV companies in Europe, U.S.-based Liberty Media (NYSE:LMCa - news) and Callahan, and satellite and cable TV player Canal Plus have been exploring the possibility of joining their operations, industry players say.

Vivendi Universal (NYSE:V - news) Chief Executive Jean-Marie Messier was the first executive to explicitly tell investors on Thursday it would be the ``best strategic outcome`` for his Canal Plus unit to work together with U.S. cable king John Malone`s Liberty Media in key European countries.

It also emerged last week that executives at Callahan and Liberty Media are considering working together at an operational level in Germany in order to cut costs and share expertise.

Cost cutting is crucial in the cash-intensive cable TV business which is investing billions of euros in upgrading or building networks in order to sell packages of digital and interactive TV, video-on-demand, telephony and fast Internet.

Mountains of debt are weighing heavily on these companies, limiting access to capital markets and forcing them to respond or risk collapsing.

Netherlands-based United Pan-Europe Communications (NasdaqNM:UPCOY - news), currently Europe`s largest cable operator with 7.2 million subscribers, has been forced to restructure its finances. It is carrying eight billion euros of debt and a funding gap of one billion euros, and does not expect to be cash-flow positive before 2004.

(...)


``For NTL and Telewest it all makes sense to merge,`` he said, adding that Liberty and Callahan can also squeeze a lot of value out of cooperation because they are in the same country.

(...)


HOW TO COMPETE?

Regulators appear concerned about the sudden thrust behind these attempts to create partnerships that could dominate their domestic TV entertainment market.

Liberty Media is currently firing on all cylinders in Germany, bidding for both cable and media assets in deals which have to be approved by the local regulator.

The German regulator worries a Liberty/Callahan cable and media powerhouse would set its own rules, selling set-top boxes to subscribers that do not use the ``open standard`` Multimedia Home Platform (MHP), but a proprietary, cheaper version that locks out alien TV programmes, an industry source said.

Cable operators, interactive TV software developers and set -top box makers have all expressed doubts about MHP because it requires expensive set-top boxes with powerful microprocessors and memory, at a time when the industry has to cut costs.

Analysts and industry players point out that cable companies have natural monopolies in their region anyway, and competition can only come from other networks such as the phone network, satellite communications and terrestrial wireless connections.

Trying to regulate access to the different networks is a gargantuan task and prone to failure, said one lobbyist in Brussels.


He points at the failure of European regulators to open up the phone network to new broadband Internet providers, and applauds a recent OECD report which says first priority should be competition between different networks.

``If the networks really have to compete, attractive content will always find its way onto one or more,`` he said.



Quelle: http://biz.yahoo.com/rf/011206/l0658239_1.html
ist ja alles gut nur kaufen wird keiner, ich denke dieses jahr sehen wir keine 4 eu.
Bezeichnend für die aktuelle Situation und das verbale Gerangel ist die Seite 30/31 der heutigen FTD!!

Zum einen werden erneut Liberties Expansionspläne von RTL-Chef Zeiler in seinem Kommentar kritisiert und auf der anderen Seite findet man einen interessanten Leitartikel über das ZDF.
Dabei wird in Bezug auf die Neuwahlen für den Nachfolger von Stolte auf die Motivationslosigkeit und Innovationslosigkeit durch den politischen Proporz aufmerksam gemacht!

Es ist unbestritten, daß in der deutschen Medienlandschaft etwas nicht stimmt. Anstatt einer weiteren Regulierung sollten die Verantwortlichen mehr auf Deregulierung setzen.

Denn egal wie man es auslegen möchte, wenn man sich bei jeglicher Entscheidung zukünftig an den europäischen, rechtlichen Vorlagen orientiert, sich somit von allen Argumentationen in Bezug auf N3 und N4 verabschiedet, wird man feststellen, daß jeder Kabelbetreiber, unabhängig seiner Größe, eine kartellartige Stellung besitzen wird.

Es muß aber gegenüber jeder Investition die rechtliche Möglichkeit gegeben sein, Strukturen aufbauen zu dürfen, um das Potenzial einer dazugehörigen Wertschöpfungskette möglichst voll ausnutzen zu dürfen. Nur so können letztendlich kostengünstige Preiseinheiten entstehen.
Die eigentliche Konkurrenz wird zukünftig nur bei verschiedenen Informationstransporttechniken bestehen.

Wenn man ein ganzes Jahrzehnt das Potenzial von diesem Kabel (vielleicht auch aus politischen Gründen) nicht beachtet, dann sollte man sich nicht erst dann aufregen, wenn bei jeder Verzögerung aus eigentlich politischen Gründen und dem "persönlichen" Machterhalt ein Nachteil für den Standort Deutschland entsteht. Diesen Proporz den man nun gegenüber einem internationalen Investor zeigt, könnte bei einem Abwenden des Gleichen schließlich AUCH zum Nachteil des Konsumenten führen.

wine
Mainz, 10. Dez (Reuters) - Der Kabelnetzbetreiber Primacom<PRIG.DE> führt eigenen Angaben zufolge weiterhin Verhandlungen mit dem größten europäischen Kabelnetzanbieter United Pan-Europe Communications<UPCOY.O> (UPC) über eine Zusammenlegung ihrer Geschäfte. Ein Primacom-Sprecher sagte am Montag auf Anfrage in Mainz, in der zwischen den beiden Unternehmen vereinbarten Verhandlungsfrist bis zum 15. Dezember würden weiter Gespräche geführt. Das Verhandlungsergebnis werde nach Auslaufen der Frist bekannt gegeben. An der Börse tendierten die Aktien des Mainzer Unternehmen seit Handelsbeginn bei durchschnittlichen Umsätzen fester mit plus rund acht Prozent.
UPC hatte die Übernahme von Primacom im März angekündigt, die Verhandlungsfristen jedoch bereits mehrfach hinausgeschoben. Angesichts Schuldenlast des niederländischen Konzerns von zuletzt rund acht Milliarden galt bislang ein Abschluss des Geschäfts als schwierig. Zudem sind die Unternehmensbewertungen in der TV-Kabelbranche kräftig gesunken.
Vor wenigen Tagen hatte der US-Medienkonzern Liberty Media<LMCa.N> eine Mehrheitsbeteiligung an der UPC-Muttergesellschaft UnitedGlobalCom nach monatelangen Verhandlungen erworben. Analysten werten den Schritt als Teil einer Restrukturierung von UPC. Nach Einschätzung des Primacom-Sprechers hat die Aufstockung des Liberty-Anteil an UPC keine Auswirkungen auf die laufenden Verhandlungen. Dies seien getrennte Geschäfte, sagte der Sprecher.
Das verstärkte Engagement von Liberty Media bei UPC war weitgehend erwartet worden, da der US-Konzern seine Position im europäischen Kabelgeschäft verstärken will. Liberty hat sich bereits mit der Deutschen Telekom<DTEGn.DE> auf die Übernahme von sechs TV-Kabelnetzgesellschaften in Deutschland geeinigt. Die geplante Übernahme muss aber noch vom Kartellamt genehmigt werden.
UPC zählte zuletzt rund 7,2 Millionen Kabel-Kunden in Europa. Die Mainzer Primacom ist nach früheren Angaben mit 1,3 Millionen Kunden der viertgrößte Kabelnetzbetreiber in Deutschland und in den Niederlanden und beschäftigt rund 700 Mitarbeiter. Die Aktien der beiden Unternehmen haben seit dem Frühjahr des vergangenen Jahres einen deutlichen Kursrutsch verzeichnet. Primacom hatten als Allzeithoch 98,50 Euro markiert und lagen am Montag bei 4,14 Euro. UPC-Titel hatten in der Spitze 79 Dollar gekostet und notierten am Montag vor US-Handelsbeginn bei 0,50 Dollar.
sac/wes

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<PRIG.F> <LMCa.N> <UPCOY.O>

Monday, 10 December 2001 15:30:13
RTRS [nL10172684]
Unglaublich was wieder vollkommen inkompetente Pseudo-Analysten mit ausgeprägtem Mitteilungsbedürfnis von sich geben und mal wieder alles durcheinander bringen was durcheinander gebracht werden kann.


1. "Übernahmegerüchte" heißt nichts anderes als das die Fusion wohl geplatzt ist und nun folgerichtig angenommen wird, daß Liberty Primacom übernimmt. Aber: Liberty wird in den verbleibenden Tagen bis zum 31.12. keine Übernahme mehr auf die Beine stellen können und der Abschuluss der Verhandlungen mit dem BKartA über die anderen Deals wurden bis Ende Februar verschoben, so daß also kein Grund für akute Übernahmespekulationen besteht. Eine Übernahmeprämie bei einem Unternehmen mit diesem Kursverlauf - von den Fundamentaldaten ganz zu schweigen -i.H.v. nur 30% ist gelinde ausgedrückt Unsinn. Würde mich stark wundern, wenn Großaktionäre wie Morgan Stanley oder Preuss zu diesem Preis verkaufen würden - schliesslich hatten sie bis vor kurzem noch die Gelegenheit ein Vielfaches davon zu erlösen.
Nochmal für die ganz langsamen: Der Aktienkurs der Primacom ist praktisch ohne jedes fundamentale Motiv in den letzten 12 Monaten parallel zum Referenzindex (NEMAX 50) sowie der europäischen peer group gefallen. Lt. DCF-Analyse von SES Research müsste Primacom 30 Euro Wert sein (Stand: 09/2001, letzte Bestätigung 29.11.01). Entweder hier hat sich ein kleines Analystenhaus böse blamiert oder der Übernehmende bekommt ernsthafte Argumentationsprobleme.


2. "Übernahmespekulationen" werden wohl kaum der "einzige Grund" sein weswegen die Aktie steigt. Fundamental ist Primacom bei weitem unterbewertet - so oder so wird der Kurs korrigiert werden (und das kann sich möglicherweise mit so wenig Dynamik vollziehen, daß den Zockern die Lust vergeht). Die letzte Unsicherheit ist der Ausgang der Fusionsverhandlungen mit UPC oder die Unsicherheit der Reaktion der Märkte darauf. Ist die Angelegenheit vom Tisch wird es für die "echten" Analysten Zeit, Tacheles zu Reden und alte Kursziele "aus besseren Tagen" entsprechend zu "relativieren". Werte unter 9,3 Euro (fairer Wert mit hohen Risikoabschlägen lt. einer Analyse der Deutschen Bank vom September diesen Jahres - und niedrigste Zahl die jemals im Zusammenhang mit PCAG genannt wurde) dürften dabei wohl kaum vertreten werden - das haben selbst die ärgsten Basher in diesem Board über Monate hinweg nicht mal annähernd hinbekommen. Selbst die Nachwuchsanalysten der LB Rheinland-Pfalz gehen von 11 Euro aus (zweitniedrigster Wert,der jemals im Zusammenhang mit Primacom geäussert wurde).


3. Das einzige Problem ist, daß die Entwicklung der Primacom-Aktie einer Art negativer Eigendynamik unterliegt. Das jetzige Kursniveau ist schlichtweg willkürlich. Man sehe sich einfach die Kursbewegungen der letzten Monate und die dazugehörigen Stückzahlen (noch besser: Umsätze) an! Ein weiteres Problem (das sich aber am 15.12. auflösen wird) könnte sein, daß die Ankündigung und vor allem die massive Verzögerung des Zusammenschlusses mit UPC zu grosser Unsicherheit geführt hat. Bei Ankündigung des Mergers im März diesen Jahres notierte Primacom um ein Vielfaches höher! Allerdings sind diese Kursabschläge irrational, denn es gibt m.E. kein Worst-Case-Szenario, daß eine solche Entwicklung rechtfertigen würde.


4. Zu guter Letzt ein aktuelles Zitat aus der Pressemitteilung zu den Q3-Zahlen vor 11 Tagen:
Paul Thomason fasste zusammen: "Da wir uns schon kurz vor Jahresende befinden, sind wir zuversichtlich, dass wir unsere Ziele erreichen werden. Wir werden unsere Präsenz in den neuen Breitbanddiensten sowohl in Deutschland als auch den Niederlanden weiterhin konsequent ausbauen. Beides wird zu einer weiteren Diversifizierung unserer Umsatzerlöse führen. Ausgestattet mit einer der finanziell stärksten Position im europäischen Kabelsektor werden wir unsere langfristige Zielsetzung weiterhin konsequent verfolgen"

Hört sich so eine Aktiengesellschaft an, die mit Kurs/Buchwert und Kurs/EBITDA-Ratios von zum Teil deutlich unter 1 notiert ?

Primacom hat - dokumentiert durch die Quartalsabschlüsse der letzten 3 Jahre - noch nie mit ihren Zahlen enttäuscht bzw. ist noch nie mit reisserischen Planzahlen oder gefälschten Istzahlen negativ aufgefallen.

Hier ist ein NM-Wert durch Skandale anderer Aktiengesellschaften mit Netto-Verlust völlig zu Unrecht ins Zwielicht gezogen worden. Bis das alle Marktteilnehmer kapieren findet ein Vermögenstransfer von den Dummen zu den weniger Dummen statt - so einfach ist das !


Meryll.
Zu Primacom speziell gibt es (leider) nichts neues zu berichten.

Dafür findet man unter http://www.digitv.de/kabel/kabelaufbau.shtml eine Übersicht von alten, analogen TV-Kabelnetzstrukturen und den neuen HFC-Netzen.

Ich gehe davon aus, dass noch immer nur wenige überhaupt wissen, wie so etwas aussieht und was man alles damit anstellen kann.

Verbesserungsvorschläge werden weitergeleitet!!! ;)

Nobody is perfect....

CB
Kartellamt prüft Kabelkäufe von Liberty Media länger


BONN (dpa-AFX) - Entscheidungen des Bundeskartellamts zu den strittigen Kabelnetz-Käufen des US-Medienkonzerns Liberty Media in Deutschland werden sich hinauszögern. Nach der Fristverlängerung beim geplanten Kauf von sechs regionalen Kabelgesellschaften der Deutschen Telekom vom 7. Januar auf 28. Februar 2002 soll auch die geplante Übernahme der Kabelnetz-Gesellschaft TeleColumbus bis Mitte März - unter Ausschöpfung der vollen viermonatigen Frist - geprüft werden, wie ein Sprecher des Kartellamts am Freitag in Bonn bestätigte.

Gegen die Übernahmepläne von Liberty waren bereits Bedenken aus dem Kartellamt verlautet. Liberty hat außerdem noch einen Einstieg in den Pay-TV-Sender der Kirch-Gruppe Premiere World beim Kartellamt angemeldet.

Quelle:http://www.gatrixx-finanztreff.de/gatrixx/news.htm?id=101191…

Ciao Kamischke
Follow-Up zu Thread 99:

insbesondere Beiträge #25 und #30

http://www.wallstreet-online.de/si/community/board/threadpag…


UPDATE 2-Dutch cabinet OKs law opening cable to Net rivalry
Reuters Company News - December 14, 2001 09:46
(Adds report from competition authority, paragraph 7)

By Jana Sanchez

AMSTERDAM, Dec 14 (Reuters) - The Dutch cabinet on Friday accepted a
proposed law that could pave the way for regulators to force cable
companies to open up their networks for rival Internet service
providers to gain access to consumers.

"The cabinet agreed with the proposal of our minister. The proposal
says the competition authorities should analyse the Internet market and
if they find that any company has substantial market power, they can
then implement measures to create competition," a spokesman from the
Ministry of Transportation and Infrastructure told Reuters.

A number of Dutch cable companies have agreed to accept ISP competition
on their networks. But the Netherland`s largest cable company, United
Pan-Europe Communications (UPC) , which owns the ISP Chello, has
previously rejected any voluntary opening of the networks.

The proposed law will go to Parliament next year, which is likely to
approve the measure, sources told Reuters prior to the cabinet
announcement.

"The proposal will go back to Parliament, but since the Parliament has
asked for competition, it is likely to be approved," the source said.

The Dutch Parliament asked the cabinet to implement this measure more
than a year ago, but ministers wanted to wait for the European Union to
revise its regulatory framework for telecoms, which it did on
Wednesday.

Separately, the Dutch competition authority NMa and telecoms watchdog
OPTA, both of which will lay out rules for opening the cable networks,
issued a report on Friday that defined high-speed broadband Internet
access and standard telephone and Internet access as two separate
markets.

CABLE RULES

The Netherlands is one of the world`s most densely cabled countries,
with more than 95 percent of consumers getting cable TV.

UPC`s Chello is by far the most popular cable-based Internet service
provider in the Netherlands partly because it operates over UPC`s
network, which has about a 36 percent market share.

UPC was not immediately available for comment.

Casema, a network owned by France Telecom and operating in the Hague,
said it planned to allow other ISPs to compete with its own Wanadoo
brand next year.

"We think it`s better to focus on our core business and let others take
the risk for digital services," Casema spokesman Dirk Spaans told
Reuters.

The European Parliament endorsed new telecoms laws on Wednesday that
simplify and harmonise rules on communications and eliminate
distinctions between cable and telecoms networks. Telecoms networks
have been gradually opened to competition.

Once the new EU rules receive the expected approval by the Council of
Ministers, Dutch competition authorities will have the authority to
force open networks if they determine that any company is a substantial
market power.

UPC, 53 percent owned by UnitedGlobalCom , is Europe`s largest cable
operator in terms of customers with seven million. U.S.-based Liberty
Media owns 76 percent of United, giving it a 40 percent indirect stake
in UPC.
Samstag, 15. Dezember 2001
Schlechte Karten für Liberty
Kartellamtschef hat Bedenken



Der am Kabelnetz der Deutschen Telekom interessierte US-Medienkonzern Liberty hat beim Bundeskartellamt offenbar weiterhin schlechte Karten. Der Präsident der Behörde, Ulf Böge, äußerte in der "Welt am Sonntag" erneut die Sorge, "dass es zu einer Verstärkung der marktbeherrschenden Stellung kommt, wenn Liberty das Kabelnetz erwirbt".

Böge begründete seine Bedenken mit der offenkundigen Abneigung von Liberty-Chef John Malone, in das deutsche Kabelnetz zu investieren und es für interaktives Fernsehen, Internet und Telefon nutzbar zu machen. Es sehe jedenfalls nicht so aus, dass dies in absehbarer Zeit geplant werde.

Unter den jetzigen Voraussetzungen aber würde Malone eine marktbeherrschende Stellung aufbauen, die das Wettbewerbsgesetz nicht zulasse, zitierte die Zeitung Böge. Der Übernahme des Kabelnetzes durch Liberty hatten sich in den vergangenen Wochen auch die deutschen Fernsehsender widersetzt.

Die Sender befürchten, dass Malone bei einer auflagenfreien Nutzung des Netzes willkürlich Programme aus dem Kabel werfen und es mit eigenen Produktionen füllen könnte. Nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ist der Medienunternehmer Leo Kirch am vergangenen Donnerstag in diesem Sinne bei Bundeskanzler Gerhard Schröder vorstellig geworden.

Erst vor einer Woche hatte das Bundeskartellamt die Prüfungsfrist vom 7. Januar auf den 28. Februar ausgedehnt. Damit entsprach die Behörde einer Bitte von Deutscher Telekom und Liberty Media. Den Unternehmen soll mit der Fristverlängerung Gelegenheit gegeben werden, die wettbewerbsrechtlichen Bedenken der Kartellbehörde auszuräumen.

http://www.n-tv.de/2888748.html
PrimaCom/UPC: Gespräche über Verschmelzung mit EWT abgebrochen

Mainz/Amsterdam (vwd) - Die PrimaCom AG, Mainz, und die United Pan-Europe Communications NV (UPC), Amsterdam, haben die Verhandlungen über eine Verschmelzung von PrimaCom mit der Elektro- und Nachrichtentechnik GmbH (EWT), Augsburg, beendet. Der bis zum 15. Dezember 2001 terminierte Vertrag über eine Fusion sei nicht verlängert worden, teilten beide Unternehmen am Freitagabend mit ohne weitere Angaben zu machen.

vwd/14.12.2001/eh/sa

14. Dezember 2001, 23:18

http://www.vwd.de/news/unternehmen/348336.html
@krisenmanager et al.

Dein Beitrag, KM, gibt mir die Gelegenheit auf Deine Postings 25 und 30 aus dem Primacom Thread 99 und auf die Postings von Winetrader und Nullgesicht nachträglich einzugehen. Ich hatte dies ohnehin vor, wollte aber nicht zum Alleinunterhalter werden.


Soviel vorweg: Jede Art der Regulierung ist grundsätzlich volkswirtschaftlich ineffizient (das ist nicht nur meine Meinung, sondern die herrschende Meinung unter Volkswirten), denn dadurch wird die Koordination durch den Markt untergraben. Der Markt reguliert (neben anderen Faktoren wie z.B. gerechte Einkommensverteilung) Ressourcen auf der Angebots- und Nachfrageseite. Jede Beeinflussung führt zu einem Ungleichgewicht und ist somit ineffizient.

"Leider" gibt es in der Politik neben dem wirtschaftlichen Wohlergehen auch andere Bestimmungsgründe. Dazu zählt die Vielfalt bzw. in diesem Fall die Meinungsvielfalt - und das ist natürlich auch gut so!! Es stellt sich aber die Frage, inwiefern, im Zuge immer besser werdender Kommunikationsmöglichkeiten, die Meinungsvielfalt, auch vor dem Hintergrund politischer Eigeninteressen und sich den daraus ergebenden Gefahren für opportunistisches Verhalten, staatlich geschützt werden muß.

Meinungen erreichen uns heute schliesslich nicht nur durch Zeitungen, Fernsehen und Radio. Inzwischen bietet das Internet praktisch jedem Individuum die Möglichkeit die eigene Meinung im wahrsten Sinne des Wortes zu publizieren. Das kann rudimentär dadurch erfolgen, daß man Beiträge bei W:O postet bzw. liesst. Jeder hat aber, bei immer niedriger werdenden technischen und finanziellen Barrieren, sogar die Möglichkeit einen "Fernsehsender" im Internet zu starten. So hat beispielsweise auch der konentionelle Fernsehsender RTL die Möglichkeit ihren Content nicht nur in die Kabelnetze und Satelliten einzuspeisen, sondern kann zudem mit wachsender Breitbandkapazität und Verbreitung des Internet auch über das WWW übertragen. N-TV betreibt dies sogar schon seit längerem mit ihren (Live-)Video-Streams.

Die Gegebenheiten der 60er/70er Jahre existieren also (bald) nicht mehr. Ein Medienrat ist vor diesem Hintergrund eigentlich weitgehend überflüssig.
Aber, wie schon Nullgesicht treffend meinte, sind die Medienräte zu einem komfortablen Refugium für altgediente Politiker und Funktionäre geworden und haben dadurch eine sehr starke Lobby, so daß es also langfristig Sache der Europäischen Union sein wird, die längst fällige Deregulation der Medien voranzutreiben.


Soviel zur Regulierung des Medienmarktes. Kommen wir zur - aktuell gegebenen - Regulierung des Telekommunikationsmarktes: Hier geht es nur indirekt um Vielfalt. In Deutschland - aber auch in vielen anderen europäischen Ländern - haben sich originär staatliche Monopole gebildet. Ihre Existenz stellte eine derart hohe Marktzutrittsbarriere dar, daß hier temporär(!) regulierend interveniert werden muss, um erst einen Markt zu schaffen.

Die Deutsche Telekom ist inzwischen ein privatrechtliches Unternehmen. Eine Regulierung ist nur solange zulässig wie die Telekom eine marktbeherrschende Stellung innehat.

Erhält die Telekom im Ortsnetz, z.B. durch Kabelnetzunternehmen wie Primacom, eine schlagkräftige Konkurrenz werden die Regulationen mit sinkendem Marktanteil sukzessive abgebaut werden müssen.

Beispielsweise Call-By-Call und Preselection stellen solche Regulationen dar. Konkurrenzunternehmen wie Arcor und Mobilcom müssen ihren (Anschluss-)Kunden (bei vollem Anschlusswechsel, also im Falle eines eigenen Ortsnetzes) diese Optionen nicht anbieten !- und zumimndest Arcor tut dies im Übrigen auch nicht!!! Es ist nicht möglich mit einem Arcor-ISDN-Anschluss Call-By-Call oder Preselection zu nutzen. M.a.W.: TelCo`s wie Arcor müssen ihre Netze nicht der Konkurrenz öffnen !

Primacom wird dementsprechend ihr Kabelnetz in Bezug auf Telefonie und Internet auch nicht für Konkurrenten öffnen müssen - im Gegenteil - die Telekom wird mittel- bis langfristig ihre marktbeherrschende Stellung verlieren und darf dann ebenfalls auf Call-By-Call und Preselection verzichten.


Zu dem geposteten Artikel aus den Niederlanden:
Kleinere Anbieter wie Casema haben mit dem genannten Gesetzesentwurf sicher geringere Probleme. Schließlich bezieht sich ihre Kernkompetenz auf Durchleitung und nicht Schaffung von Inhalten. Spezialisierte Anbieter können dies wesentlich effizienter leisten. Der europaweit größte Kabelnetzbetreiber UPC sieht dies freilich wesentlich kritischer. Schliesslich haben sie mit ihrem Tochterunternehmen Chello einen sehr erfolgreichen Internet-Service-Provider unter ihrem Dach - Konkurrenz wäre da nur lästig.
Primacoms Multikabel hat im Übrigen gerade erst vor kurzem diesen Sektor vollständig integriert und offensichtlich in ganz erheblichem Maße sog. Transaktionskosten eingespart.

Auch in NL wird eine Regulation mit zunehmender Verbreitung und Bandbreite von Internet weder im Markt für Telefonie, noch in den Märkten für Internet oder Fernsehen notwendig sein.
Es stellt sich, neben der Frage ob hier angesichts von DSL-Konkurrenz überhaupt ein wettbewerbliches Problem besteht, die Frage, ob es überhaupt legitim ist, nicht ein staatliches (wie oben geschildert) - sondern ein natürliches Monopol zu regulieren. Schliesslich sind sog. Monopolrenten - vergleichbar mit Patenten - ein Anreiz um überhaupt zu investieren.

Ich kenne die Beweggründe der niederländischen Politik nicht, aber übertragen auf deutsche Verhältnisse wäre die Situation geradezu perfide (und verfassungswidrig): Einerseits sollen die Kabelnetzunternehmen mit einem enormen finanziellen Einsatz (über 800 Mio. Schulden bei Primacom) und unternehmerischem Risiko (sh. Aktienkurs) die Infrastruktur schaffen und andererseits beeinträchtigt die Öffentlichkeit die Refinanzierung und die Abschöpfung von Gewinnen - das wird so nicht gehen. Die sog. Sozialbindung des Eigentums in Deutschland ermöglicht es zwar in Grenzen, das Selbstbestimmungsrecht des Unternehmers einzuschränken (z.B. Kollusion der Grundrechte Eigentum und Meinungsfreiheit), eine solche Maßnahme würde allerdings nicht zuletzt in- wie ausländische Investoren (Liberty !) abschrecken und das wäre nicht im öffentlichen Interesse.




Es ist meine Überzeugung, daß hier spätestens am Ende dieses Jahrzehntes nicht mehr von unterschiedlichen Märkten die Rede sein wird, Regulierungen zum Zwecke der Sicherung der Meinungsvielfalt überflüssig werden, und sich die besten Übertragungstechnologien durchsetzen werden - und diese werden UMTS und das Kabelnetz sein, wobei beide Übertragungswege weitgehend unterschiedliche Märkte bedienen werden, deren Abgrenzung anhand technischer Kriterien determiniert werden kann (UMTS für mobile Anwendungen, Kabelnetz für Breitbandanwendungen).

Wie man sieht ist hier einiges in Bewegung - und wir sehen erst die einsetzenden Wehen zu Beginn des Informations- bzw. Kommunikationszeitalters und Primacom ist mitten drin.


(c) meryll.


Lehne mich jetzt mal zurück und erwarte Eure Stellungnahmen.



P.S.
Zur Regulierung in Deutschland:
http://www.regtp.de/behoerde/02308/01/
Insbesondere Punkt 9 Satz 2.
[urlhttp://www.bmwi.de/Homepage/download/telekommunikation_post/… [/url]
Einen schönen 3.Advent

Lese gerade eine Mitteilung über DPA zur Kabelproblematik!
Jetzt sieht es ja so aus als ob die Karten total neu
gemischt werden und die Telekom eins aufs Mützchen kriegen
wird mit ihrer faulen Strategie.
Was mir leider noch nicht klar ist, hat Primacom die
Quallität daraus Nutzen zu ziehen oder sind sie
dabei das Geld zu verbrennen.


Gruss Moerk
Ja, mich würde auch interessieren, welche Möglichkeiten sich bieten, wenn Liberty abgewiesen werden sollte. Steigt dann Primacom ein und kauft ein zwei Kabelpakete (natürlich mit einem Investor in der Hinterhand). Dann hätte Primacom keine Marktbeherrschende Position und die Kartellbehörde könnte doch gut damit leben. Was dann in drei vier Jahren pasiert, ist etwas anderes. Die restlichen Kabelnetze gehen an andere Interessenten (war da nicht jemand aus GB?). Die Telekom bekommt ihr bitter nötiges Geld und der Rest ist auch zu frieden.

Wäre dieses Szenario möglich oder denke ich viel zu einfach?

Bitte um aussagekräftige Postings. Danke und schönen 3. Advent noch.
Die Sache hat nur einen klitzekleinen Schönheitsfehler:

(im Grunde genommen sind es mehrere, aber was solls?!)

1. Besteht die kartellrechtliche Bedingung, dass die neuen Kabelnetzbetreiber weitere Zusatzdienste darüber anbieten (Telefonie+Internet). Um dies jedoch bewerkstelligen zu können, muss immens viel Geld investiert werden.

Primacom hat dieses Engagement seit diesem Jahr vorerst gestoppt.

2. Hat Primacom tatsächlich noch das Geld, um weitere Netze zu kaufen und anschließend noch mals für viel Geld aufzurüsten?

CB
@cyberbob:
Nicht so fokusiert und statisch denken.
Alleine wird es Primacom jetzt und sofort schwerlich schultern können.
Aber Allianzen/Kooperatioen/Querverträge sind in verschiedenen Formen möglich. Wir werden antsprechende Wachstumsraten haben. Neue Dienste, die Einbindung des Mediums Kabel in unsere Wirtschaft wird immer intensiver. Daraus entstehen wieder neue Geschäftsmodelle...

Glaubst du Pc hat so in 5 Jahren NUR 800 Mio. Euro Verbindlichkeiten?? Vielleicht 8 Mrd. Euro!
Glaubst du in 5-10 Jahren wird PC, oder wie immer es auch heißen mag, sich noch so darstellen wie heute?


wine
Allein wird Primacom das nicht schaffen,doch ich glaube
hier wird in absehbarer Zeit sehr viel passieren .
Es werden einige auf sich aufmerksam machen von denen
man lange nichts mehr gehört hat,so vermute ich.(Banken)

Gruss Moerk
NEWMEDIA 17.12.2001

Primacom - Gespräche mit UPC an Preis gescheitert

Die Gespräche des Mainzer Kabelnetzbetreibers Primacom mit seinem größten Minderheitsaktionär United Pan-Europe Communications NV (UPC) über dessen Mehrheitsübernahme sind nach Primacom-Angaben an Bewertungsfragen gescheitert. Primacom-Sprecher Friedhelm Ortmann sagte am Montag in Mainz, sein Unternehmen habe es abgelehnt, mehr als 11,1 Millionen neue Aktien für die Einbringung der UPC-Tochter Elektro- und Nachrichtentechnik GmbH (EWT) auszugeben. "Mehr Aktien hätten eine weitere Verwässerung bedeutet", sagte Ortmann auf Anfrage. Auch ohne EWT werde Primacom seine Geschäftspläne jedoch fortsetzen können.

UPC und Primacom hatten eigenen Angaben zufolge am Wochenende nach mehrmaligen Verschiebungen ihre Gespräche über die Einbringung von EWT in Primacom endgültig beendet. UPC hält knapp 25 Prozent an Primacom und wollte seinen Anteil durch die Einbringung auf eine Mehrheit ausbauen. EWT ist als Kabelnetz-Anbieter vor allem auf der untersten Netzebene Vier beim Anschluss der Haushalte an das TV-Kabelnetz tätig. Die Gespräche waren zuletzt im Oktober abermals bis zum 15. Dezember verlängert worden. Analysten hatten zuletzt nicht mehr mit einer Einigung der am Neuen Markt notierten Primacom und der niederländische UPC gerechnet. Die geplante Mehrheitsübernahme war ursprünglich im März angekündigt worden.

UPC ist der größte europäische Kabelnetzbetreiber mit zuletzt 7,2 Millionen Kunden. Primacom ist eigenen Angaben zufolge der viertgrößter Kabelnetzbetreiber in Deutschland mit rund 1,3 Millionen Kunden nach der Deutschen Telekom, Telecolumbus und Kabel NRW.
Frage:

Wieso tauscht Primacom nicht einfach seine Multikabel mit UPC gegen EWT/TSS?

Wäre doch nur fair, oder?

CB

P.S. @Wine: Aus meiner Sicht wird in den nächsten Jahren kaum ein TV-Kabelnetzbetreiber größere Kreditlinien zugestanden bekommen. Bestenfalls renommierte Unternehmen wie beispielsweise BOSCH Telekom (jetzt: TENOVIS) haben da weitaus bessere Ausgangslagen für ein positives Rating.

P.S.2 Lasse mich allerdings gerne eines Besseren in der Zukunft belehren.
Dem stimme ich zu,doch einen Alleingang von Primacom
wird es auch nicht geben bzw. können!
Da ich nicht so in der Materie stecke, frage ich mich
als Laie ob nicht ein Kooperationspartner wie AOL die
Hintertür aufmachen könnte um so seine Produkte effizient
an den Mann bringen kann und die Telekom in bedrängnis
bringt.

Gruss Moerk
@cyberbob:
1.
Der Tausch dürfte an dem selben Punkt scheitern wie die letzten Verhandlungen! Am Preis!
2.
Eine Kreditvergabe ist immer gebunden am Kaufobjekt und dem damit verbundenen Preis. Siehe Schneideraffaire!
3.
Eine Bank vergibt vielleicht sogar schneller an eine Firma wie Primacom, die konzeptionell besser aufgestellt ist.
4.
Vor einigen Jahren wollten die peanuts-Bänker (DB) keinen Pfennig für Kabel ausgeben. Dies scheint sich heute doch maßgeblich geändert zu haben!!!
- Deutsch Bank tauscht in Libertyaktien
- und das englische Investoren"syndikat" scheint u.a. auch aus deutschen Banken zu bestehen.

Dieser notgeile Umstand bei den Banken (die scheinen das Geschäft durch Malone und Murdoch so langsam verstanden zu haben!!!) könnte Pc u.U in nächster Zeit hilfreich sein.

Denn wenn man nicht auf dem friedlichen Weg zur Einigung kommt, dann dürfte man bald härtere Aktionen an den Tag legen.

Es wäre dann vielleicht nützlich einige interessierte Banken um sich zu scharen, die gerne ins Kabelgeschäft einsteigen wollen.

Falls, wie bei Kirch, von diversen Investoren gewisse Ideen bei Banken unterbreiten werden, um damit die Bänker zu überzeugen ein gutes/besseres Geschäft bei dem "neuen" Investor zu finden und die Banken den Kredit gegenüber Pc frühzeitig kündigen wollen oder nicht zu verlängern bereit sind, um Pc damit wiederum in eine bestimmte finanzielle Lage zu manövrieren, dann wäre es hilfreich für PC eine Alternative (=andere Bank) aus dem Ärmel holen zu können....

wine
@winetrader und cyberbob


primacom hat rd. 1,4 mrd euro kreditlinie und davon 812 mio. euro in anspruch genommen.
es stehen also weitaus höhere beträge zur verfügung als sie eigentlich brauchen !
das problem ist, daß zusätzliche verbindlichkeiten zu einer zusätzlichen zinsbelastung führen würden. primacom kann ihre zinsen derzeit ohne weiteres aus dem ebitda bezahlen und ist auf zusätzliche finanzmittel nicht angewiesen. deswegen "verbrennen" sie auch kein geld. eine cash burn rate gibt es nicht. das würde sich natürlich ändern, wenn sie (weitere) akquisitionen in milliardenhöhe durchführen und fremdfinanzieren würden.
wichtig ist daher, die bisherigen investitionen so schnell wie möglich cashflow-positiv zu machen um die innenfinanzierungskraft zu stärken, bevor weitere kabelnetze erworben werden - und genau darum wird es 2002 gehen. es werden gebühren weiter erhöht (sind schliesslich immer noch unter bundesdurchschnitt), das netz wird verdichtet, neben analog-, digital-tv und breitband-internet werden zusätzliche umsatzpotentiale erschlossen (telefonie, vielleicht vertrieb von premiere und meinetwegen auch online-spiele).


@cyberbob
Zitat:
>Besteht die kartellrechtliche Bedingung, dass die neuen Kabelnetzbetreiber weitere Zusatzdienste darüber anbieten (Telefonie+Internet). Um dies jedoch bewerkstelligen zu können, muss immens viel Geld investiert werden.
Primacom hat dieses Engagement seit diesem Jahr vorerst gestoppt.


kann ich nicht nachvollziehen. das gegenteil ist doch der fall. - oder habe ich dich falsch verstanden ?
aus dem q3-conference-call:
internet wird in 2002 cachflow-positiv, telefonie wird gerade getestet, wird in 2002 substanzielle umsatzbeiräge liefern und ab 2003 ebenfalls (vor zinsen) schwarze zahlen schreiben.
digital-tv wird mit einigen aktionen populärer gemacht werden. dafür werden nächstes jahr zwischen 600 und 700 teur ausgegeben. (so habe ich es zumindest in erinnerung)
quelle: http://www.primacom.de/primacom.asx


meryll.




p.s.: die analysten-telefon-konferenz ist ausgesprochen informativ und sollte von jedem interessierten angehört werden solange sie noch im netz ist !
aus der frankfurter allgemeinen sonntagszeitung vom 16.12., s. 39:
(interview mit dieter hahn, geschäftsführer von premiere)

"...Anfang des nächsten Jahres wird ein neuer mittelfristiger Geschäftsplan unter Berücksichtigung der neuen Hardware-Strategie (Anm.: gemeint ist MHP) verabschiedet. Die unbekannte Komponente ist dabei der Kabelmarkt."
Zusätzliche Verbindlichkeiten sind bei Pc meistens mit Netzkäufen verbunden. Diese neuen Anschlüssen steigern wiederum auch die Einnahmen.
Das ist der Unterschied zum VERBRENNEN.
@meryll:
Somit ist die Kreditlinie nicht so statisch wie immer wieder argumentiert.
Die noch nicht in Anspruch genommenen Kredite zeigen, daß für den max. möglichen Kapitaldienst noch einige Luft nach oben besteht.
Es klingt vielleicht paradox, aber durch weitere Zukäufe kann sich dieses Limit sogar noch erhöhen. Denn schließlich verändern sich auch die Einnahmen.
Daran ist auch zu erkennen, wie die Banken die Kabelzukäufe hinsichtlich Kaufpreis und Synergieeffekten tatsächlich einschätzen.
Möglicherweise, bei richtigem Handeln, könnte Pc in einigen Jahren sogar 5 Mrd. Verbindlichkeiten haben und zusätzlich noch eine Kreditlinie von 3 Mrd.

Dieses Kabel-Geschäft hat nichts mit den Geld verbrennenden Geschäftsmodellen bei einigen anderen Firmen zu tun.


wine
Na endlich!!!

Es geht weiter.

Vielleicht war die Absage zur Fusion mit EWT/TSS (UPC Germany) der entscheidende Ansporn für die nächsten Dienste?!

http://www.digitv.de/meldungen/1008679950,16590,.shtml

Wollen wir es hoffen.

CB
Cyberbob, das Potenzial liegt in modernen Multiplayer-Games und nicht in einfachen Pseudo-Games auf langsamer SetTop-Box Hardware wie der Primafun-Box.

Bin selber kein Gamer mehr [war das in den 80er Jahren zur C64/Amiga-Zeit], aber ich weiss sehr gut, dass enorm viele Teenager stets wild auf die neuste 3D-Grafikbeschleunigerkarten sind und regelmässig ihre Hardware updaten. Die Framerate kann nie hoch genug sein.

Auch gibt es in meinem Bekanntenkreis diverse Personen über 30, die regelmässig private LAN-Parties durchführen und online gamen (bzw. "zocken", womit jetzt Games und nicht Transaktionen am NM gemeint sind).

Ich gebe Krisenmanager, der im vorherigen Thread zum Thema was geposted hat, absolut recht, dass insbesondere in den Multiplayer-Games ein enormes Potenzial liegt. Hier wächst eine ganz neue Form der Unterhaltung heran.

Hatte gestern ausgehend vom Artikel bei Heise.de
http://www.heise.de/newsticker/data/daa-17.12.01-000/ die folgende Websites besucht:

http://www.flashpoint1985.com/download/index3.html

Ist schon wirklich beeindruckend, was auf aktueller PC-Hardware inzwischen möglich ist.

Auf sowas richtet sich die Nachfrage, oder auf die von Krisenmanager im vorherigen Thread erwähnten Role-Playing-Games, aber doch kaum auf solche einfach-Games auf Hardware wie der PrimaFun-Box! Vermutlich kommen diese Sachen noch nichtmal vom Spielspass an alte C64/Amiga-Games heran.

java_dev
Wenn das Netz sehr gut aufgerüstet ist, kann der CATV-Betreiber auch dedizierte Bandbreite zwischen den Teilnehmern (idealerweise im eigenen Netz für sehr niedrige Latenzzeiten) bereitsstellen und die Hardware-Plattform (Server etc.) betreiben.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sowas zukünftig ein deutlich höheres Potenzial hat als der Verkauf zusätzlicher Pay-TV Kanäle.
Moin Java,

Potential steckt u.a. in Online-Applikationen wie etwa Multiplayer-Games.

Hierfür sollte folgendes gelten:

1. Die Netze müssen entsprechend aufgerüstet sein

und

2. Die monatlichen Kosten dürfen nicht zu hoch sein.

Wie schon in früheren Postings von mir beschrieben:

Die Summe aller Services und Dienstleistungen ergeben den Wert der neuen, aufgerüsteten TV-Kabelnetze.

Doch für diesen Fall darf auf gar keinen Fall von einem Warten oder gar Stop des Netzausbaus zu lesen sein!!!

Überlegungen oder gar Spekulationen über weitere Netzzukäufe, ohne die alten bereits auf HFC umgestellt zu haben, erscheint mir mehr als nur lächerlich.

Die Kunden wollen mehr Service und neue Produkte.

Bekommen Sie dies nicht, sehen sie sich nach anderen Systemanbietern um, die ihnen dies liefern können.

Hierbei ist es eher nebensächlich, ob es sich nun um den Wechsel zu einem anderen TV-Kabelnetzbetreiber handelt oder sich sogar das Medium verändert.

Ich selber sollte mich an dieser Stelle als Hobby-LAN-Gamer outen.

Ich wäre froh, wenn mein örtlicher TV-Kabelnetzbetreiber schon die Umrüstung zu fairen Peisen vollzogen hätte.

Da dies aber nicht der Fall ist, habe ich mich für T-DSL entschieden.

Mir, wie auch jedem anderen Kunden, ist es völlig egal, welches System mir den Internetzugang ermöglicht.

Nur eines ist für mich nicht mehr von Bedeutung:

Ich werde sicherlich nicht mehr in den kommenden zwei Jahren auf ein Shared-Medium wechseln.

Ganz bestimmt nicht, wenn ich obendrein eine Volumenbegrenzung auferlegt bekomme, die sich auch noch unverständlicherweise Flatrate nennt.

CB
Nachtrag:

Mit der Umstellung des Transport-Protokolls beim (A-)DSL von Interleaving auf FastPath, bekommt man Pingzeiten (Latenzzeiten), die in der Region der Kabelmodems liegen.

Genau dies testet die Deutsche Telekom zur Zeit!!!

Die Kabelnetzbetreiber müssen sich schon weitere Ideen einfallen lassen, um den Nachteil des Shared-Mediums TV-Kabel gegenüber der DSL-Konkurrenz auszugleichen.

CB

P.S. Wie wäre es mit günstigeren Preisen und besserem Service?!
Thoma: Kartellamt wird Kabelverkauf absegnen


Ex-RTL-Chef Helmut Thoma bezweifelt, dass das Kartellamt den Verkauf des TV-Kabelnetzes an den amerikanischen Medienunternehmer John Malone im März blockieren wird. "Malone ist der einzige realistische Käufer. Und mit elf Milliarden Mark zahlt er einen gewaltigen Preis, der am Markt nicht noch mal erreicht würde", sagt Helmut Thoma im Gespräch mit dem Magazin `Telebörse`. Der 62-Jährige erwartet Auflagen für Malone, die zu einer Reduzierung des Kaufpreises führen könnten. Gleichzeitig warnt Thoma vor einer Panik: "Es wird keine medienpolitische Besetzung stattfinden. Wenn Malone die Kabelnetze kaufen kann, ist er in keiner anderen Position als die Deutsche Telekom schon heute."

Der promovierte Jurist, der von 1986 bis 1998 den Kölner Privatsender RTL leitete, sieht das Ende des Imperiums seines einstigen Erz-Rivalen Leo Kirch nahen: "Er ist schon mehrfach dem Konkursrichter entwischt. Wer soll ihm heute noch Geld geben?" Dass seine Gläubigerbanken sich zuletzt hinter Kirch gestellt haben, wertet Thoma als Ergebnis einer politischen Intervention: "Wenn Kirch pleite ist, hat die Bayerische Landesbank ein gewaltiges Problem - und die Bayerische Landesregierung hat plötzlich eine Art Berliner Bankgesellschaft am Hals." Thoma erwartet, dass Rupert Murdoch, australischer Medienmogul und Partner von John Malone, die Kirch-Gruppe übernehmen wird. Nicht nur die Sat1Pro7Media, sondern auch den Springer-Verlag - und damit die Bild-Zeitung - werde Murdoch damit kontrollieren.

Thoma, der derzeit unter anderem als Medienberater des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Wolfgang Clement arbeitet, kritisierte gleichzeitig das ZDF: "Diesen alten Trott darf das ZDF nicht weitergehen. Jetzt muss jemand mit ausgewiesenen Management-Qualitäten ans Ruder." ZDF-Intendant Dieter Stolte sei "ein Mann der Vergangenheit des öffentlich-rechtlichen Monopols."

Quelle:http://de.internet.com/artikel/index.jsp?2010988

Ciao Kamischke
Herr Thoma hat ja sooooo recht.
Es ist schön von einem "insider" der Branche solche offene Worte zu hören.
Man erkennt, daß er politisch nicht involviert ist und gerade heraus sprechen kann.

@cyberbob
Du hast dich vielleicht heute für T-DSL entschieden.
Aber du unterschätzt die technische Entwicklung.
Ich behaupte du wirst wechseln! Vielleicht schneller als du denkst.
Spätestens wenn man mit T-DSL o.ä. an die technischen Grenzen stößt um die immer neuen technischen Entwicklungungen/Applikationen, die immer größere Datenautobahnen benötigen. Dann ist deine Zeit gekommen. Nach dem Motto: "Früher oder später kriegen wir sie doch!"

Mit weihnachtlichem Gruß
wine
vwd Extra/Böge: Kein politischer Druck bei Fusionsprüfungen

Bonn (vwd) - Der Präsident der Bundeskartellamtes, Ulf Böge, sieht sich bei den aktuellen Fusionprüfungen im Energie- und Kabelbereich keinem politischen Druck ausgesetzt. Auch bestünden keine Spannungen mit Bundeswirtschaftsminister Werner Müller, sagte Böge im Gespräch mit vwd*. Müller hatte für die Projekte teilweise bereits eine Ministererlaubnis in Aussicht gestellt. Böge deutete an, dass die Beteiligten der abgemahnten Zusammenschlüsse im Mineralölsektor zu Zugeständnissen bereit seien. Beim vorgesehenen Kauf des Fernsehkabels habe der US-Konzern Liberty Media Group Inc, New York, die Bedenken seines Hauses offenbar verstanden.



Angebliche Forderungen aus der Bundes- oder auch Landespolitik zu den Vorhaben könnten das Kartellamt "nicht besonders berühren", sagte Böge. "Wir haben unseren gesetzlichen Auftrag, und den vollziehen wir." Einen Konflikt mit Müller gebe es nicht. Vielmehr existiere zwischen Kartellamt und Ministerium eine klare Trennung der Aufgaben, die auch zu hoher Transparenz führe. Seine Behörde müsse Projekte rein nach Wettbewerbs-Gesichtspunkten prüfen und könne in ihre Entscheidung "keine Argumente einfließen lassen, die sich außerhalb des Wettbewerbsrechts" befänden, wie etwa Fragen der Versorgungssicherheit oder der Auswirkungen auf Arbeitsplätze, erläuterte der Kartellamtspräsident.



Bei einer Ministererlaubnis würden Entscheidungen seines Hauses auch gar nicht in Frage gestellt. Vielmehr könne das Ministerium auf Antrag der Unternehmen zu diesem Mittel greifen, wenn es ein überragendes Allgemein-Interesse bei einer Fusion feststellt. Die Entscheidung liege dann in der Verantwortung des Ministers, unterstrich Böge.

...

Im Gegensatz auch zu dem Übernahmevorhaben in der Gasbranche (E.ON/Ruhrgas) hat das Bundeskartellamt beim beabsichtigten Verkauf des restlichen TV-Kabels der Deutschen Telekom AG an Liberty Media bislang keine Abmahnung verschickt, wie Böge bekräftigte. Allerdings habe er den Eindruck, dass die Bedenken des Amtes bei der US-Gesellschaft inzwischen verstanden worden seien. In den Gesprächen sei Liberty verdeutlicht worden, dass es beim Kartellamt klare gesetzliche Vorschriften und Rechtspositionen gebe.

Es liege auch in diesem Fall jetzt in der Hand der Unternehmen, die Bedenken auszuräumen, sagte Böge. Die Verlängerung der Prüffrist von Anfang Januar bis Ende Februar sei nichts Ungewöhnliches. Die Betroffenen bräuchten noch Zeit, um ihre Positionen darzustellen. Böge verwies darauf, dass das Bundeskartellamt im Zusammenhang mit der Kabel-Prüfung auch in Kontakt mit der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) stehe. Es gehe dabei um einen "Gedankenaustausch" unter anderem zu technischen Fragen. Beide Behörden verträten die Auffassung, dass Wettbewerb in der Ortsnetztelefonie durch das Breitbandkabel sehr wünschenswert wäre.

Diskutiert wird, dass Liberty das TV-Kabel zur Ermöglichung von Telefonaten aufrüsten müsste, um so einen wettbewerblichen Vorteil zu schaffen, der die Bedenken gegenüber den Veränderungen im Kabelsektor aufwiegen könnte. Die Entscheidung über eine Genehmigung der Übernahme des Kabelnetzes treffe sein Haus allerdings ohne den Regulierer, betonte Böge. Das Kartellamt befürchtet bisher die Entstehung beziehungsweise Verstärkung einer marktbeherrschenden Stellung unter anderem daraus, dass Liberty in Deutschland sowohl als Infrastrukturbetreiber als auch als Anbieter von Programminhalten tätig wäre und eines Dekoders, der keinen diskriminierungsfreien Zugang zum Kabelnetz erlaubt.


*Das Gespräch führten die vwd Korrespondenten Stefan Paul Mechnig und Andreas Heitker


Quelle:http://www.vwd.de/news/tmt/350252.html

Ciao Kamischke
Hi Wine,

sicherlich magst du recht haben.

Bestimmt werde ich aber nicht mehr Geld für ein Shared-Medium ausgeben, selbst wenn es mir eine Steigerung der Datenrate von 768KBit/sec auf 1MBit/sec (=1024KBit/sec) verspricht.

Entscheidend wird der Preis und die Zusatzleistung sein.

Warten wir es ab.

Die Kunden von heute, wird man Morgen nur mit besonderen Attraktionen zum Wechsel bewegen können.

CB...der zuviel Zeit verstrichen sieht!!!
Primacom - wohin geht die Reise?

Vor Wochen habe ich mal eine Prognose gewagt und gesagt, daß ohne die Entscheidung der Kartellbehörde wegen des liberty-deals dieses Jahr nicht mehr viel passieren wird.

@Meryll hat mir widersprochen und sinngemäß gesagt, es wird noch einiges passieren...

Ich nahm an, daß bei einem damaligen Kurs von 4 € nicht viel nach oben passieren wird, @Meryll sah wohl noch Spielraum nach oben.

Nun ist in der Tat einiges passiert, nur die Kursentwicklung ist wohl so - zumindest von mir - nicht erwartet worden. Ich hielt 4 € für den Boden.

Was ist nun das wahrscheinlichste Szenario?

Nach der an Bewertungsfragen geplatzten Fusion pc/ewt rückt jetzt m.E. um so mehr die Genehmigung des liberty-deals in den Mittelpunkt. Es mehren sich offenbar die Zeichen einer kartellrechtlichen Genehmigung unter Auflagen oder einer Ministergenehmigung. Erst dann wird für Malone auch die Netzebene 4 wieder interessant.

Die Frage wird dann sein: Hat Malone mit den verfügbaren Verbrauchern (incl. evtl. Telecolumbus) genügend Zugriff auf die Ebene 4 oder hat er noch mehr Appetit, z.B. auf die Primacom. Dann wird es auf jeden Fall für ihn teu(r)er, da er ja über die UPC/ewt den Zugriff auf die Primacom hätte ausüben können.

Oder spielt die pc in seinen Überlegungen keine Rolle mehr.

Wer hat noch Ideen?

bis denne
Hallo mikojan,

aus meiner Sicht dürfte sich ein komplett neues Bild ergeben, für den Fall, dass Malone die Vorgaben/Bedingungen des Kartellamtes zu erfüllen versucht:

Um die immens hohen Investions- und Aufrüstkosten kompensieren zu können, halte ich es für durchaus möglich, dass Malone die neu erworbenen Netze teilweise an Primacom weiterveräußert.

Damit hätte er zugleich auch weitere Bedenken/Einwürfe aus kartellrechtlicher Sicht entkräftet.

CB

P.S. Wer schreibt hier eigentlich die ganze Zeit, dass Primacom nur ein "Netzeben 4"-Betreiber sein soll?

Schaut euch das Unternehmen einmal genau an und ihr werdet erstaunt sein!!!

EWT/TSS ist ein klassisches Netzebene 4 Unternehmen.

Und selbst diese haben zu beachtlichen Teilen auch die Netzebene 3 dabei.
> aus meiner Sicht dürfte sich ein komplett neues Bild
> ergeben, für den Fall, dass Malone die
> Vorgaben/Bedingungen des Kartellamtes zu erfüllen
> versucht.

das sehe ich absolut genauso. Er wird sich noch zeigen,


* ob Malone das Kabelnetz kontrollieren möchte, um einzig eine weitere Absatzmöglichkeit für seinen Content (zusätzliche TV-Kanäle) zu bekommen und ob er dazu tatsächlich eine Art wechselseitigen Nichtangriffspakt mit Ron Sommer vereinbart hat

oder

* ob Malone auch die direkte und ernsthafte Konkurrenz zur Telekom möchte, aber derzeit nur geschickt mit Maximalforderungen verhandelt, um so mehr Freiheiten/Zugeständnisse zu bekommen.

Die Aufrüstung der Kabelnetze ist ja eigentlich gar nicht so teuer, wie in letzter Zeit of behauptet. Teuer ist sie dann, wenn die Sache eben via Kredit finanziert werden muss, und somit die Finanzierungskosten nicht niedrig sind.


In t-off ist ein interessanter Kommentar zu Primacom
http://userpage.fu-berlin.de/~dittbern/Telekom/Aus___Medien/…

Null
@mikojan

also, mikojan, ich habe in der tat gesagt, daß mit dem kurs etwas passieren wird, aber - asche auf mein haupt - auch ich bin davon ausgegangen, daß der kurs eher steigt. es ist offensichtlich nicht möglich kursbewegungen auf sicht von 2-3 monaten mit fundamentalen (oder gar theoretischen) argumenten zu antizipieren.
was soll ich sagen?

fundamental stehen die ampeln auf grün, theoretisch stehen die ampeln auf grün, die quartalszahlen sind ok. die strategische ausrichtung, wie bei der analysten-telefonkonferenz dargelegt, war ok. die finanzdaten sind ok. die finanzausstattung ist ok. der cash flow ist ok.

die schulden i.h.v. 812 mio. euro stammen nicht aus dem operativen geschäft (wieviele nm-ag`s können das schon von sich behaupten?), sondern resultieren aus zukäufen und aufrüstungen von kabelnetzen. die erhebliche zinslast kann primacom dabei aus den (deutlich steigenden) einnahmen aus dem operativen geschäft begleichen.

primacom notiert mit einer marktkapitalisierung i.h.v. etwas über 60 mio. euro deutlich unter dem 2001`er ebitda (gewinn vor zinsen, steuern, abschreibungen) i.h.v. 80 mio. euro. verstehe das wer will!
wenn jemand so eine konstellation bei einem anderen unternehmen kennt, so bitte ich diesen, mir das mal ins postfach zu legen oder hier zu posten !


was ist denn nun eigentlich das worst case szenario ??


meryll.
@nullgesicht

die sache mit dem kartellamt hast du ja sehr gut auf den punkt gebracht, aber:

du argumentierst, daß die aufrüstung der kabelnetze nur im falle von fremdfinanzierung (wie bei pcag gegeben) kostspielig sei. das kann ich nicht nachvollziehen. es spielt doch unter kalkulatorischen gesichtspunkten keine rolle ob nun zinsen für den kapitaldienst oder opportunitätskosten für den alternativnutzen des eigenkapitals anfallen.

meryll.
meinte natürlich: kosten für den ENTGANGENEN alternativnutzen des eigenkapitals
@meryll:
Mit den Kursprognosen ist es wie mit den Wetterprognosen.
Zwar geschieht vieles fast logisch und klar nachvollziehbar.
Wenn man glaubt das müßte so gehen, dann kommt es immer anders. Als gäbe es da noch einen großen Unbekannten, der genau zu wissen scheint wann die Allgemeinheit das Gleiche denkt und dann genau das Gegenteil veranlaßt! ;)
Wir müssen akzeptieren, daß wir alle über Spekulationen sprechen!

Kurzfristig läßt sich kein Kurs vorhersagen, außer man macht den Kurs!
Langfristig werden die logischen Argumente engepreist werden.

wine
@Merryll:

> du argumentierst, daß die aufrüstung der kabelnetze nur
> im falle von fremdfinanzierung (wie bei pcag gegeben)
> kostspielig sei. das kann ich nicht nachvollziehen. es
> spielt doch unter kalkulatorischen gesichtspunkten keine
> rolle ob nun zinsen für den kapitaldienst oder
> opportunitätskosten für den alternativnutzen des
> eigenkapitals anfallen.



das ist ein gutes Argument. Opportunitätskosten sind in der Tat eine zu beachtende Grösse im Sinne der betriebswirtschaftlichen Investitionstheorie.

zunächst zu den Opportunitätskosten:

Bei der Bewertung einer möglichen Investition sollten auch andere Anlagemöglichkeiten betrachtet werden, mit denen das Unternehmen als Alternative eine Rendite erwirtschaften könnte. Falls nun trotzdem eine Entscheidung für die geplante Investition ausfällt, so definieren sich die Opportunitätskosten als "Nutzentgang durch Verzicht auf die Alternativanlage".

Opportunitätskosten sind somit eine zu betrachtende Grösse bei der Auswahl zwischen verschiedenen Investitionen.
Und es ist einleuchtend, dass eine Investition nur dann Sinn macht, wenn sie langfristig zu einer höheren Rendite als der stets möglichen Alternative-Anlage im risikolosen Geldmarkt führt.


Hierum ging es mir aber in meinem vorherigen Posting überhaupt nicht:

Ich hatte als Prämisse unterstellt, dass für die Kabelbetreiber eine Investition in die Netzaufrüstung Sinn macht (sonst würden es auch die US-Betreiber gar nicht tun).

Die Telekom hat ihre EBITDA-Marge fürs Festnetz vor einiger Zeit auf 31,7% beziffert, und als ehemaliges Staatsunternehmen sind die mit Sicherheit kaum Weltmeister in der Effizienz (eher ziemlich ineffizient). Telefonie ist aber nur eine der von der Nachfragesituation her risikoarmen Komponenten, die im aufgerüsteten Netz angeboten werden können. Additiv durch Angebot verschiedener Dienste kann ein Kabelnetzbetreiber so auf jeden Fall eine EBITDA-Marge erwirtschaften, die um Grössenordnungen über dem risikolosen Geldmarktzins liegt.

Ein zweiter Aspekt ist, dass eine Netzaufrüstung aber auch sinnvoll ist, um die Wettbewerbsstellung im klassischen Kerngeschäft (Fernsehversorgung) zu sichern. Hier gibt es ja nicht nur die Konkurrenz Satellit, sondern in näherer Zukunft auch Digital-TV via DSL (moderne Codecs wie MPEG-4 machens möglich). D.h. auch in dem Fall in dem die Netzaufrüstung mittelfristig nicht die Opportunitätskosten (= Rendite einer Alternativanlage) erwirtschaften würde, kann sie trotzdem sinnvoll sein, da andernfalls bei Verzicht auf Innovation die Rendite des Kerngeschäftes negativ beeinflusst werden könnte.


Wenn wir nun also der Ansicht sind, dass wir auf jeden Fall in die Netzaufrüstung anstatt in Alternativanlagen investieren wollen, dann bleibt nur die Frage, welches die sinnvollste Strategie ist, um Return on Equity zu erzielen.

Und hier präferiere ich eine Strategie, die statt des Zukaufs weiterer Kabelkunden finanziert durch Fremdkapital eher auf die sehr entschlossene Aufrüstung des eigenes Netzes setzt. Insbesondere wenn der Cash Flow aus dem Kerngeschäft (Fernsehversorgung) zur Verfügung steht für den Ausbau des eigenen Netzes (anstatt dass er wie aktuell bei Primacom primär für die Zinsszahlungen abliesst) wird man viel höheres Wachstum und eine wirklich schlagkräftige Marktstellung erreichen können (Zinseszinseffekt durch Reinvestition).

Primacom hat leider durch den Multikabelkauf die Möglichkeiten in Deutschland zu einem sehr schlagkräftig Telekom-Konkurrenten zu werden praktisch komplett geopfert. Aber vielleicht wollte Hans Wolfert als Holländer ja lieber ein Spielzeug in seinem Heimatland.

Wachstum in Deutschland ist jetzt kaum drin; und der Primacom-Aktienkurs zeigt, dass der Markt es ähnlich sieht und Primacoms Position in Deutschland nur sehr schwach einschätzt. Es müsste eine Debt-to-Equity Conversion stattfinden. Das würde zwar für die Aktionäre eine starke Verwässerung bedeuten, anderseits würde aber Primacoms Marktkapitalisierung explodieren, was für einen gewissen Ausgleich sorgen würde.

Null
Nachtrag:

Vielleicht ist es ja auch möglich, einen kapitalkräftigen Partner wie Microsoft mit ins Boot zu holen.

Sollte aus dem Liberty-Deal nichts werden (und wenn Malone wirklich nur auf die Absatzmöglichkeit für seine TV-Kanäle aus ist, muss mit dem Rückzug gerechnet werden), ist es auf jeden Fall sinnvoll, über Alternativszenarien nachzudenken.

Das könnte auch die schon mal erwähnte Kooperation mit Telecolumbus sein, oder vielleicht auch mit Bosch.

Eine Rolle werden dabei aber nicht nur die Firmengründer und -altaktionäre im Hintergrund (wie die Preuss-Familie bei Primacom oder die Stritzls bei EWT/TSS) spielen.

Sondern auch die Banken (Kreditgeber) müssen mitspielen.

Trotz der hohen Lukrativität bereits der klassischen Fernsehversorgung mit Analogfernsehen (>44,5% EBITDA Marge), ist die Sache somit ausgesprochen kompliziert.


Falls sich Liberty bei den Forderungen des Kartellamtes hingegen komprossbereit zeigen würde, wäre es bullish für Primacom. Es würde sich in einem solchen Szenario zumindest Kooperationsmöglichkeiten ergeben.


Null
Comcast kauft Kabelnetzsparte mit 16 Mio. Kunden von AT&T für umgerechnet 5.000 € pro Kunde.

Kann das mal jemand auf Primacom ummünzen, oder kann man die Netze nicht direkt vergleichen ?
@meryll:
Kursprognosen sind reine Fallensteller! Bin selbst schon "reingedappt"!
Deshalb muß man manchmal ganz andere Gedankengänge ansetzen. Sie nicht unbedingt logisch. Zumindest vordergründig nicht!

Aber:
1.Egal wie es kommen wird, die Potenz des Kabels wird hier zu Lande von den Anlegern noch überhaupt nicht erkannt! (oder: ..soll nicht erkannt werden!)
2.Selbst der offensichtliche Comcast/AT&T-deal öffnet den Spezialisten nicht die Augen??!! Wers glaubt wird seelig!
3. Der Markt will es auch z. Zt. nicht wissen!! Denn wären alle Aktionen (Malone/Telekom/Kirch/Telecolmbus/ AT&T/ Comcast/ Murdoch...) Ende 1999 oder Anfang 2000 abgelaufen, dann hätten wir noch Kurse jenseits von 100 Euro gesehen! :)

Diese allgemeine Situation nutzen die wahren Kapitalisten jetzt aus! Deren Aktionen geschehen nicht im Hyphe sondern in der Baisse! Die Tatsache, daß gerade jetzt so viel bewegt wird, ist ein Indiz, daß die Kurse günstigst sind!

Über eines sollte man sich bereits heute sicher sein:
- DIE BANKEN HABEN ES JETZT KAPIERT!!!!
- Vielleicht halten sie IHRE ANALysten nur noch zurück?!
- Ich will nicht mehr winetrader heißen :) wenn nicht genau dann wenn ein Geschäft zu machen ist, die Meute der Anleger in den Kabelsektor gejagt wird!
- Nur jetzt, wo erst die Strukturen gebildet werden, kann man den "Mopp" nicht gebrauchen.
Wenn es später darum geht das benötigte Kapital zu liefern, dann wird einiges passieren um die Liquidität, egal wie hoch sie sein mag, in den Sektor zu pumpen.
Denn mit den dann steigenden Kursen werden Kredite finanziert und durch weitere Aktienausgaben ebenfalls Liquidität in den Sektor gepumpt! Und das ohne großes Risiko für die Banken!

Nur JETZT noch nicht. Der Ball wird flach gehalten bis die Karten endgültig verteilt sein.
Wer AGFB noch kannte, der weiß wie stark die Banken Einfluß auf die deutsche Wirtschaft nehmen!!
Ob nur Herr Malone alleine den PC-Kurs deckelt, will ich bezweifeln.
Wenn gleiche Interessen vorliegen, dann schrauben beide (Malone/Murdoch und Banken) Parteien daran herum!

Sei es drum, die können machen was sie wollen.
Nur muß Pc aufpassen, daß bei ihr nicht auch noch das "Kirchschicksal" zuschlägt! Ein Fehler bei Pc und die KapitalAG schlägt gnadenlos zu! Gerade nach dem geplatzten UPC-deal! Das wäre verheerend für uns Anleger!!!
Es sollte aber für Pc kein Problem sein, finanzpolitische Alternativen zu haben. (PC`s Geschäft hat Hand und Fuß und findet bestimmt an mehreren Orten Zustimmung!)
Den banken sind in letzter Zeit durch die Maloneaktionen nicht nur ein Lichtlein aufgegangen. Sogar Bosch kam aus seinem Dornrößchenschlaf!

Kirch hat sich verzockt! Ob er aus dieser Schlinge nochmals rauskommt möchte ich bezweifeln! Der hält seinen Laden so dicht, daß man vermuten muß, daß es dahinter bereits mächtig stinkt. Wer weiß wieviel Kredite da schon faul sind.


wine
KIRCH wird künstlich aufrechterhalten.

Bayern ist indirekt mittels dem Kreditgeber Hypo an Kirch gebunden. Sollte Kirch`s Firmenimperium tatsächlich schlapp machen, gibt es eine zweite Berliner Bankgesellschaft.

Dies wird man in Bayern aufs Schärfste versuchen abzuwenden.

==>Verkauf

@strumvogel:
USA sind (noch lange) nicht mit Europa vergleichbar.
-Andere Kunden
-Andere Besitzverhältnisse der Kabelebenen

@Wine:
Alles schön und gut.
Nur.......laß uns mal alle hoffen, dass das Beispiel St.Georgen nur eine Ausnahme in der allgemeinen Akzeptanz von Primacom unter seinen Kunden darstellt.

Gruß,

CB

P.S. St.Georgen könnte durchaus zu einem exemplarischen Steppenbrand erwachsen. Die Konkurrenz steht schon in den Startlöchern.
PRESSEMITTEILUNG

Primacom INTERAKTIVE SPIELE ÜBER DIE FERNBEDIENUNG IM TV - Fernseher wird zur Bowlingbahn

Mainz, 18. Dezember 2001 - Der Kabelnetzbetreiber primacom bietet ab sofort allen seinen digitalen TV Kunden zwei neue Anwendungen an. Mit primaFUN erhält der Kunde über den primacom Decoder Zugang zu verschieden Spielen, die direkt auf dem Fernseher gespielt werden können und zusätzlich mit primaMUSIC Zugang zu digitalem Radio.
Mit diesen neuen interaktiven und gebührenfreien Angeboten, haben unsere digital angeschlossenen Kunden noch mehr Nutzen durch das primacom Breitbandkabel und können dabei auf unser Know-How und unsere Kompetenz in der Multimedia Welt setzen?, erklärt Hans Wolfert, Vorstand für Unternehmensentwicklung der PrimaCom AG.
Mit primaFUN hat der Kunde eine Auswahl von verschiedenen Spielen, mit denen er seinen Fernseher zur Spielwiese macht. Derzeit werden dabei 5 interaktive Spiele ohne weitere technische Installationen und zusätzliche Kosten angeboten. primaFUN ist ein schneller und spannender Spiel- und Zeitvertreib, direkt auf dem Fernseher des Kunden - ob in der Werbepause, oder einfach nur so. Die Spiele werden in Sekundenschnelle auf den Decoder geladen und können sofort gestartet werden. Die Spiele machen dem Kunden Laune, sind für alle digitale Kunden zugänglich und werden einfach mit der Fernbedienung des primacom Decoders gespielt. So wird auf
dem Schulhof nicht der Spielfilm, sondern der Highscore von gestern diskutiert.

primaMUSIC, das digitale Radio, enthält als Bestandteil von primaTV BASIS Audio Angebote wie Klassik, Pop, Schlager, Oldies sowie Informations- und Bildungsprogramme. Das neue Audio Angebot besteht aus 24 Programmen (Angebote von ARD Digital und ZDF.vision). Die digitalen Signale der verschiedenen Programme, werden dabei ohne Verluste von Informationen über das Breitbandkabel und den primacom Decoder in Audio-CD Qualität auf den Fernseher, oder die eigene HIFI-Anlage übertragen. Durch einfachen Druck der Fernbedienung, werden dabei die Programme interaktiv ausgewählt.

Über PRIMACOM
PrimaCom AG (Neuer Markt, Frankfurt, WKN 625910 und Nasdaq "PCAG",www.primacom.de) ist der viertgrößte private Kabelnetzbetreiber mit rund einer Million Kunden in Deutschland. Derzeit verfügt das Unternehmen über rund 2,0 Millionen angeschlossene Haushalte, rund 1,3 Millionen Kunden in Europa. Die PrimaCom versorgt ihre Kunden mit Multi-Media-Diensten über das eigene Breitbandkabelnetz. Mit der Einführung des digitalen Fernsehens hat PrimaCom eine Palette von interaktiven Diensten unter Verwendung einer Set-Top-Box als Plattform eingeführt. Kunden, die an das aufgerüstete Breitbandkabelnetz angeschlossen sind, haben Zugang zu mehr als 100 TV- und Radioprogrammen, zu Interactive Pay-Per-View und zu Highspeed Internetdiensten. PrimaCom entwickelt sich kontinuierlich zu einem multimedialen Kommunikationsunternehmen.

Kontakt:
PrimaCom AG
Hauptverwaltung
Dr. Stephan Königfeld Tel. 0173 913 2746
Stefan Löhmann Tel. 06131-9310.313
Fax 06131-9310.399
presse@primacom.de
Hegelstraße 61
55122 Mainz
www.primacom.de
Aus der FTD vom 18.12.2001
Filmhändler TMG startet drei neue Sender im TV-Kabel
Von Thomas Clark, München

Die Tele München Gruppe (TMG) hat am Montag den Start von drei neuen Spartensendern für die digitale Fernsehwelt bekannt gegeben.

Im Laufe des Jahres 2002 sollen zuerst ein Kinderkanal ("Toongate", geplanter Start: März), ein Spielfilm- und Serienkanal ("Actiongate", geplanter Start: Juni) und ein Haus- und Gartenkanal ("Homegate", Startschuss im Herbst) auf Sendung gehen.

Mit der Ankündigung möchte die TMG als zweitgrößter Filmhändler in Deutschland zwei Botschaften an die Branche, Medienregulatoren und -politiker senden: Einerseits soll ein Zeichen gesetzt werden, dass sich das bestehende Pay-TV-Monopol von Premiere World der finanziell angeschlagenen Kirch-Gruppe durchaus aufbrechen lässt. Andererseits soll für die neuen Fernsehkabelbetreiber die Lanze gebrochen werden, die TMG zur Verbreitung ihrer Sender braucht. Hauptaugenmerk gilt dabei Liberty Media, deren Übernahme des Kabelnetzes der Deutschen Telekom beim Bundeskartellamt die Angst vor einer Wettbewerbsdominanz ausgelöst hat. TMG teilt diese Angst nicht, sieht Liberty vielmehr als Chance, neue Sender im Kabel zu platzieren.


Während die Botschaft klar ist, wirken die Mittel für die neuen Sender bescheiden - zumindest im Vergleich zu den Milliarden, die Kirch in Premiere investiert hat. TMG-Chef Herbert Kloiber hat für den Aufbau, die Entwicklung und den Sendestart der drei Spartenkanäle für das nächste Jahr 5 Mio. Euro veranschlagt. Er rechnet mit Gesamtkosten von 15 Mio. Euro, bis die Sender Gewinn abwerfen. Ob es dazu kommt, hängt vornehmlich von den Kabelbetreibern ab. Die Geschwindigkeit, mit der sie das TV-Kabel ausbauen, und die Fähigkeit, die neuen Sender ihren angeschlossenen TV-Haushalten schmackhaft zu machen, sind essenziell für den Erfolg.


Geringe Reichweite

Vorerst werden die neuen Sender nur für die Digitalkunden der Kabelbetreiber Primacom (vor allem in Sachsen), Isy (Hessen) sowie in kleinen Kabelinseln in Österreich und der Schweiz zu empfangen sein - insgesamt eine technische Reichweite von wenigen Hunderttausend Haushalten. TMG-Geschäftsführer Bernd Schlötterer rechnet auch nur mit 100.000 Abonnenten bis Ende 2002. Er hofft auf die Kabelbetreiber Callahan (in NRW) und Liberty (in 13 Bundesländern). Mit deren zügigem Kabelausbau ließe sich die Reichweite vervielfachen.


Schlötterer ist der Ansicht, dass sich etwa der neue Spielfilmkanal sogar als Einzelsender für ein Monatsabo zwischen 10 bis 15 DM vermarkten ließe. Dies scheint überoptimistisch. Das Basispaket von Premiere World kostet gerade mal 30 DM.


© 2001 Financial Times Deutschland

Quelle:http://www.ftd.de/tm/me/FTDH5E6CDVC.html?nv=se

Ciao Kamischke
@sturmvogel
Hier ein kleiner Bericht aus der FTD, der Deine gestellten Fragen beantworten dürfte.

Aus der FTD vom 21.12.2001
Comcast erkauft sich Spitzenplatz teuer
Von Ulrike Sosalla, New York, und Thomas Clark, Hamburg

Der US-Telefonriese AT&T wird seine Breitband-Sparte an den Kabelanbieter Comcast verkaufen. Der Käufer musste sein erstes Angebot von 58 Mrd. $ dafür deutlich nachbessern.

Strahlend trat Comcast-Chef Brian Roberts am Donnerstag vor die Presse. Der Sohn des Comcast-Gründers Ralph Roberts, dessen Familie immer noch die Mehrheit der Stimmrechte an dem Unternehmen hält, ist nach fünf Monaten Bieterkampf mit dem Kauf des Fernsehkabels von AT&T dort angekommen, wo er hin wollte: an der Spitze der TV-Kabelbetreiber der USA.

Doch nach dem Bieterwettstreit beginnt nun noch härtere Arbeit. Neue Dienste müssen her, um mehr Geld pro Kunde verdienen zu können. Nur so lässt sich der hohe Kaufpreis refinanzieren. Comcast besserte in den vergangenen Wochen sein ursprüngliches Angebot vom Juli noch einmal kräftig nach. Statt 44,5 Mrd. $ in Aktien und 9 Mrd. $ Schulden, zahlt der drittgrößte Kabelbetreiber der USA nun 47 Mrd. $ in Aktien und übernimmt stolze 25 Mrd. $ an Schulden. "Der wichtigste Teil dieser Transaktion ist für AT&T, damit es auf einen Schlag seine Schuldenprobleme vollständig löst", findet Niraj Gupta, Analyst bei Salomon Smith Barney.


Das Problem landet dafür nun bei Comcast. Das Unternehmen hatte Ende September bereits langfristige Schulden in Höhe von 11,5 Mrd. $ - nun kommen noch 20 Mrd. $ dazu. Die Wette kann daher für Comcast nur aufgehen, wenn das Unternehmen es schafft, seine im Konkurrenzvergleich hohen Gewinnmargen auf die neu erworbenen Kabelnetze von AT&T auszudehnen.



Entlassungen


Brian Roberts sagte am Donnerstag, dass er bei AT&T Broadband viel Potenzial zur Effizienzsteigerung sehe - Entlassungen seien dabei nicht zu vermeiden. Wichtiger noch wird sein, dass Comcast die hohen Wachstumsraten bei Abonnements für neue digitale Dienste über das Fernsehkabel beibehalten kann. Denn ein Kunde, der nur das herkömmliche analoge Fernsehprogramm bezieht, zahlt bei Comcast derzeit durchschnittlich 40 $. Bezieht er außerdem auch noch digitale Kanäle, kommen noch 10 $ hinzu. Hat er auch noch einen schnellen Internetzugang per Fernsehkabel, sind monatlich weitere 34 $ fällig.


Nur mit diesen Zusatzeinnahmen lässt sich rechtfertigen, dass Comcast an AT&T nun 4500 $ je Kunde zahlt - mehr noch als jene 4100 $ je Kunde, die AT&T vor zwei Jahren hinblätterte. Zum Vergleich: Die Deutsche Telekom bekommt beim Verkauf ihres Kabels an Liberty Media nur etwas mehr als 500 $ je Kunde.


Allerdings hinkt der Preisvergleich etwas. Denn in den USA gehören die Kabelnetze auf ihrer gesamten Länge einem einzigen Unternehmen, während das Fernsehkabel der Deutschen Telekom oft nur bis zur Straße reicht. Der so genannte "letzte Meter" bis zur Haustüre der Kabelkunden wird in vielen Fällen von Drittfirmen kontrolliert. Darüber hinaus sind die Kabelnetze von AT&T in weiten Teilen bereits mit Milliarden-Investitionen für die neuen digitalen Dienste aufgerüstet - ein Prozess, der in Deutschland gerade erst beginnt. Trotzdem hinkt die Verbreitung von schnellem Internet und neuen Angeboten wie etwa Video auf Bestellung auch beim US-Fernsehkabel hinter den hoch gesteckten Erwartungen hinterher. Von den 70 Millionen Kabelkunden - zwei Drittel aller Fernsehhaushalte in den USA - haben nur etwa ein Zehntel Internet per TV-Kabel.


Nachdem AOL Time Warner beim Bieterwettstreit um das AT&T-Kabel ausgestochen wurde, muss der weltgrößte Medienkonzern jetzt mit Comcast verhandeln, um seinen populären Onlinedienst auch dort anbieten zu können. Bislang empfangen die meisten der 30 Millionen Internetkunden von AOL den Service über die Telefonleitung. "Für AOL Time Warner ist es unerlässlich, bei Verhandlungen mit Comcast darauf zu drängen, dass Comcast auch den Onlinedienst von AOL über seine Netze überträgt", sagt Merrill-Lynch-Analyst Andrew Slabin.



© 2001 Financial Times Deutschland

Ciao Kamischke
Keine Zugeständnisse

Kabel-Einstieg von Liberty gefährdet

Der amerikanische Medienkonzern hält an seinen zögerlichen Plänen für den Ausbau des Fernsehnetzes zum Telefonanschluss fest.
(SZ vom 27.12.) – Der US-Konzern Liberty Media macht bei seinem geplanten Einstieg in das Kabelfernsehen in Deutschland keine Zugeständnisse an das Bundeskartellamt, das große Bedenken hat. Eine Genehmigung des Kabel-Geschäftes zwischen Liberty und der Telekom ist nach derzeitigem Stand nicht zu erwarten.

Liberty Media hat dem Bundeskartellamt in Bonn kein Weihnachtsgeschenk präsentiert. Eine neue Stellungnahme zum Aufkauf zahlreicher Kabelfernsehnetze der Telekom, die vom 21.Dezember datiert und noch vor den Festtagen bei der Wettbewerbsbehörde einging, dürfte dort große Enttäuschung ausgelöst haben.

Der Medienkonzern hält in seiner 76-seitigen Eingabe, die der Süddeutschen Zeitung vorliegt, an den bisherigen Plänen fest. Die Kabelnetze sollen nur zögerlich zum Telefonanschluss ausgebaut werden, obwohl das Kartellamt hier auf mehr Konkurrenz zum Ex-Monopolisten Telekom drängt.

Attacke auf die Sender

Stattdessen attackiert Liberty Media die großen deutschen TV-Sender und Konzerne, die beim Kartellamt eine Untersagung des Kabel-Geschäftes mit der Telekom beantragt haben.

Die drei Gruppen ARD/ZDF, Kirch (SAT1, Pro Sieben) und Bertelsmann (RTL) wollten offenbar „ihr einträgliches Oligopol auf dem Fernsehmarkt so lange wie möglich erhalten“.

In der Stellungnahme nennt der US-Konzern erstmals eine Gesamtsumme von 8,3 Milliarden Euro für die vorgesehenen Investitionen in das Kabel bis zum Jahr 2010. Der mit der Telekom vereinbarte Kaufpreis von 5,5 Milliarden Euro für die Kabelnetze in 13 von 16 Bundesländern ist darin nicht enthalten.

Die Bedenken

Kartellamt-Präsident Ulf Böge hat Liberty Media wiederholt aufgefordert, das Kabel schneller als bislang vorgesehen zum Telefonanschluss zu erweitern. Mehr Konkurrenz in diesem Markt könnte die Nachteile überwiegen, die in der Kabel-Branche entstehen würden.

Der US-Konzern will zusätzlich zu den Telekom-Netzen noch zahlreiche große und kleine Kabel-Betreiber aufkaufen und auf Dauer über so viel direkte Kabel-Kunden verfügen wie noch kein anderes Unternehmen in Deutschland, die Telekom eingeschlossen.

Das Kartellamt fürchtet deshalb um den Wettbewerb in der Kabel-Branche und hat Liberty-Vorstandschef John Malone klar zu verstehen gegeben, dass die Bedenken nur dann zurückgestellt werden könnten, wenn es zu mehr Konkurrenz beim Telefon komme.

Hier beherrscht die Telekom nach wie vor die so genannte „letzte Meile“, also die Telefonanschlüsse in den Betrieben, Büros und privaten Haushalten. Auch Liberty Media spricht von einem „Ortsnetz-Monopol“ der Telekom beim Telefon.

Callahans Pläne

Der US-Investor Callahan, der die Kabelnetze in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg übernommen hat, will das Kabel durch einen Ausbau auf 862 Megahertz rasch auch als Telefonleitung nutzen.

Liberty Media hält dagegen an der Absicht fest, die Netze nur auf 510 Megahertz zu erweitern, wie jetzt in der Eingabe an das Kartellamt noch einmal betont. Statt dem Kartellamt hier entgegenzukommen, setzt der US-Konzern auf neue Technologien, die aber erst noch entwickelt werden müssen.

Sobald das der Fall sei, werde „das Telefon-Produkt von Liberty auch über 510-Megahertz-Netze die gleiche Qualität erzielen“ wie andere Telefonanschlüsse.

Angesichts der raschen technischen Entwicklung glaubt der US-Konzern nach eigener Darstellung, den Kabel-Kunden „mehr Telefon anbieten zu können“ als bislang beim Kartellamt vorgetragen.

Im Jahr2005 könnten möglicherweise schon 20 Prozent der eigenen Kabel-Kunden mit einem Telefonanschluss versorgt werden. Die bisherigen „konservativeren Einschätzungen“ seien so zu erklären, „dass gegenüber den Geldgebern die Ansätze so vorsichtig wie möglich gewählt werden sollten“.

Der US-Konzern bemüht sich derzeit, bei Banken und anderen Finanzinstituten privates Kapital für den Ausbau der Kabelnetze auf 510 Megahertz zu akquirieren.

"Alternative zur Telekom"

Das werde auf alle Fälle zu mehr Konkurrenz beim Internet-Zugang führen, verspricht Liberty in der Eingabe beim Kartellamt. Der Verbraucher bekomme „erstmals eine Alternative zur Deutschen Telekom“, die über die Telefonleitung mit ihrem Produkt T-DSL bislang nahezu exklusiv eine schnelle Datenübertragung aus dem World Wide Web offeriere.

Der US-Konzern kündigt an, der eigene Internet-Zugang via Kabel werde „genauso schnell, in einigen Bereichen auch schneller sein als T-DSL“. Der Konzern behauptet, sein flächendeckend geplantes Internet-Angebot werde die Telekom dazu zwingen, deren Preise für T-DSL in ganz Deutschland zu senken.

Liberty Media erwartet im Gegensatz zum Kartellamt nicht nur mehr Wettbewerb beim Telefon und beim Internet, sondern darüber hinaus auch beim Fernsehen, und dort vor allem bei den Abonnement-Kanälen (Pay-TV).

Beim Pay-TV werde das Monopol der Kirch-Gruppe mit Premiere World durchbrochen, schreibt der US-Konzern (der allerdings weiterhin bei Premiere World einsteigen und dort eine Mehrheitsbeteiligung erwerben will).

Liberty kommt abschließend zu dem Ergebnis, dass beim beabsichtigten Einstieg in das Kabelfernsehen in Deutschland „die zu erwartenden Verbesserungen deutlich schwerer wiegen“ als die vom Kartellamt unterstellten Verschlechterungen, und das Geschäft mit Telekom deshalb zu genehmigen sei.

winetrader
Hi Wine,

510MHz sind lächerlich, wenn man Analoges TV, digitales PayTV, Telefonie und auch noch Highspeed-Internet gleichzeitig anbieten möchte.

Meiner Meinung nach klingt dies sehr stark nach heisser Luft.

Malone hat offensichtlich doch kein Interesse daran, die Netze richtig auszubauen.

Schlecht für Primacom.

Gruß,

CB....der die 2-Euro-Grenze fallen sieht!!!

P.S. Ich hoffe wirklich, dass ich mich dieses mal irre!!!

P.S.2 Der Grund, weshalb ich so schwarz sehe, ist, dass Primacom wohl nicht mehr lange genug durchhalten wird, um das Geld für die teuren Investitionen für einen erstklassigen Netzausbau wieder reinzuholen.

P.S.3 Positiv wäre in dieser Situation, wenn wenigstens das Kartellamt ein klares NEIN zu Malone/Liberty verlauten ließe.

P.S.4 Aus meiner Sicht, ist es nur sehr unwahrscheinlich, dass ein kleines Unternehmen wie Primacom Fehlinvestitionen von mehreren hundert Millionen DM verkraften wird.
Es geht einfach nicht in meinen Kopf rein,

weshalb Malone soviel Geld für veraltete TV-Kabelnetze an die Telekom bezahlen möchte, wobei die Netze nicht mal bis 862MHz dicht sind.

Malone spielt offensichtlich auf Zeit.

Zeit, in der er wie schon in Amerika mit seinem PayTV Gewinne einfährt.

Primacom hat (meiner Meinung nach) diese Zeit leider nicht und muss unbedingt versuchen, die hohen Investitionskosten mittels einer Kerngröße an Kunden wieder einzuspielen.

Ob Malone Netze unter diesen Bedingungen an Primacom überläßt?????

Kommt das JA vom Kartellamt, braucht Malone kein einziges Netz (um an Geld für die Aufbau zu bekommen) an Primacom verkaufen.

Kommt ein NEIN, wäre es wenigstens denkbar, dass Primacom wenigstens diesmal eine weitere Chance erhält, um wenigstens auf die Kerngröße (4-5Millionen Kunden) zu wachsen.

CB
Nicht nur das...

Um die Aktionäre zu entschädigen (-95% Verlust) wagt es H. Hofmann (Des`Investment` Relations) mir eine Weihnachtskarte zu schicken....
Wie wäre es mit mehr Info-Politik;und nicht nur via Telefon !
Mir würde immer gesagt, der Preuß wäre der alte Fuchskabel ! Daß ich nicht lache..........
Derr Preis für Konzeptlosigkeit, Inkompetenz sowie Arroganz zahlen leider nur die Aktionäre.

Fazit: reiche Firma, arme Aktionäre, falsches Management!

Aber Hoffmann geht in Urlaub Skifahren. Frage: ist er noch Aktionäre?
Die hohe Qualität der TV-Kabelnetze der Deutschen Telekom:

(Meldung von www.infosat.lu)

Fahndung nach Störstrahlung

Derzeit nehmen verschiedene Außen-
stellen der Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post (RegTP)
stichprobenartig Messwerte an Breit-
band-Verteilanlagen. Die Beamten
konnten bereits mehrere Fälle fest-
stellen, welche den ab 2003 gültigen
Grenzwert von 20 dBpW überschritten.

Eine Beseitigung der Störstrahlung
im deutschen Kabelnetz würde mehrere
Milliarden Mark verschlingen. Ange-
sichts der heute knappen Kassen sind
solche Investitionen weder auf der
Netzebene 3 noch auf der Netzebene 4
finanzierbar.


CB
Sollte der größte Kabelinvestor in Deutschland, Malone, tatsächlich auf Low-Budget-Tour sein, waren die Investitionen von Primacom für hochwertige TV-Kabelnetzstrukturen für die Katz`.

CB
@alterhaase (posting #64)
@winetrader (posting #55)

das problem ist nicht die schlechte ir, sondern die schlechte pr. die pflege der öffentlichen beziehungen findet (zumindest auf überregionaler ebene) bis auf wenige pressemitteilungen mit einem absoluten minimum an relevantem informationsgehalt praktisch nicht statt !

fakt ist, daß es keine rechtfertigung für den aktuellen kurs von 2,86 euro bei gleichzeitigem buchwert von über 9 euro und einem 01`er ebitda i.h.v. 4 euro (und sagen wir 5 euro 02`er ebitda) pro aktie gibt! die umsätze steigen stetig. die zahl der nutzer sowohl analoger als auch digitaler kabeldienste wächst stetig (auch organisch !). zinsen und zum teil weitere zukunftsinvestitionen können aus dem cash flow bezahlt werden. und es gibt und gab nie irgendwelche anzeichen dafür, daß dies 2002 und 2003 nicht auch der fall sein dürfte. zudem ergeben sich zusätzliche umsatzpotentiale auf basis der gleichen - einmal errichteten - infrastruktur.

anzeichen für "konzeptlosigkeit" und "inkompetenz" sehe ich auch nicht, dafür aber vollkommene missachtung des shareholder value in bezug auf mangelhafte informationspolitik, wie sie zuletzt durch die monatelange geheimniskrämerei und den geradezu vorsätzlich oder zumindest fahrlässig herbeigeführten zustand der intransparenz in bezug auf die ewt-fusion zu tage trat.

möchte an dieser stelle auch nochmal auf den stock option plan verweisen. das ist es u.a. auch, was ich einmal unter "nicht unternehmensbezogenen motiven des managements" meinte:

eine nachhaltige unterbewertung der primacom führt zu einem niedrigen basispreis der - monatlich ausgegebenen - optionen und macht die herren thomason, wolfert & co. millionenschwer - zumal der stock option plan auch nicht indexorientiert aufgelegt wurde.

für die aktionäre bedeutet dies einerseits, daß nicht nur die steigerung des "wahren" unternehmenswertes, sondern auch eine möglichst lange andauernde unterbewertung der aktie für das management erstrebenswert wird.
daneben kommt es durch die ausgabe der aktien zur bedienung des optionsplanes (insges. max. 1.500.000 stk.) zu einem verwässerungseffekt i.H.v. theoretisch bis zu 7,5% beim heute gezeichneten Kapital.

wie dem auch sei - auf kurze sicht haben auch aktionäre von solcherlei geschäftsgebahren vorteile, denn sie erwerben die aktien deutlich unter wert. langfristig orientierte anleger zahlen dagegen die zeche.

ob hr. hoffmann noch aktionär ist? -die frage könnt ihr euch ja nun selbst beantworten.
die ausübungsfrist der call`s beträgt übrigens 5 jahre - sofern der kurs bis dahin "ganze" 20% zugelegt hat.

meryll.
Anscheinend weiß das Management bei Primacom genau, warum man keine volumenunabhängige Flatrate anbietet:

http://www.heise.de/ct/02/01/076/" target="_blank" rel="nofollow">http://www.heise.de/ct/02/01/076/
der Heise-Artikel ist absolut unqualifiziert. Punkt! Wenn die ehemalige Schmalband-Mobilcom-Flatrate und die gecancelte 1&1 DSL Flatrate ohne ausführlichere Analyse in einen Topf geworfen werden, ist die Berichterstattung einfach unseriös. Heise hätte mal lieber mit internationaler Perspektive eine genaue Kostenbetrachtung vornehmen und dabei auch die verschiedenen Situation auf Grosshandelsebene (sowohl Schmalband als auch DSL und TV-Kabel) analytisch betrachten sollen. Z.B. Konzepte wie ST FRIACO im Schmalband-Bereich und die Interconnection-Modelle beim DSL in verschiedenen Ländern.

Mobilcom musste auf Vorleistungsebene von vorherein hohe Minutentarife an die Telekom für die Durchleitung im Telefonnetz zahlen, und 1&1 ist beim DSL ein reiner Reseller des Telekom "TICOC DSL" Grosshandelsangebotes, was aber nicht unmetered ist.

Auch Sontheimer und snafu waren beim DSL nichts als bloße Reseller, d.h. kleine Unternehmen die ohne jegliche Eigeninvestition einfach die Plattform der Telekom weiterverkaufen wollten. Das Wort "Provider" wäre hier eine glatte Fehlbezeichnung.

Generell ist als Problem in Deutschland zu erwähnen, daß es noch gar keine brauchbaren Großhandelsangebote von der Telekom für DSL gibt, was im wesentlichen der Grund für die Untersuchung der EU-Kommission gegen Deutschland ist. Von der EU her sind sowohl ein Bitstream-Access als auch kostenorientiertes Line-Sharing zwingend vorgeschrieben. Daß beides in Deutschland bisher noch fehlt, war ironischerweise eher positiv für Primacom, aber Primacom war absolut nicht in der Lage die Chance zu nutzen.

So bekam beisp. Tiscali bei der Telekom bisher keinen brauchbaren unmetered Bitstream-Access für die Nutzung der DSL-Technik auf der letzten Meile (T-DSL ZISP ist wohl weiterhin ein Phantomprodukt), mußte deshalb als Notlösung auf die DSL-Technik von QSC ausweichen, um eine Flatrate anbieten zu können.

Zum Verständnis was mit "Bitstream Access" in der Praxis gemeint ist: Es ist eine Form der Interconnection, bei der die DSL-Technik des nationalen Anbieters genutzt wird, der Provider aber seinen eigenen Backbone nutzen kann.

vgl. z.B.:
http://www.oftel.co.uk/press/releases/2001/pr90_01.htm

Eine Chance für Primacom wäre hier gewesen, in den bisher aufgerüsteten Netzen Tiscali einen solchen Bitstream-Access einzuräumen. D.h. Primacom hätte dann von Tiscali beisp. 20 Euro/Monat für die Nutzung der letzten Meile kassiert, und Tiscali hätte eine Flatrate via Kabelmodem offerieren können. Vgl. die Sicht aus den USA: "Open-access is the way for cable operators to maximize returns" (siehe unten).

In den Niederlanden ist beim DSL von vornherein ein Bitstrom Zugang für alle ISPs vorgesehen, und T-Online nutzt derartige Konzepte selber in Frankreich und Spanien.

Ich will jetzt keine längere Diskussion zu den verbleibenden Punkten führen. Primacom offeriert in den Niederlanden eine Flatrate ohne Volumenlimit. Wenn man so gegen Flatrates eingestellt ist, wäre der erste Punkt, den ich als Investor erwarten würde, daß das Produkt dort abgewandelt und die Konditionen dem in Deutschland angebotenen angeglichen, dafür die Konditionen des Produktes in Deutschland deutlich verbessert werden.

(Wenn jetzt sicher gleich wieder ein Schlaumeier kommt und sagt "In den Niederlanden ist aber das Userverhalten anders", erkläre ich ihn für völlig realitätsfremd und unzurechnungsfähig).


Meine persönliche Meinung ist, daß Flatrates aus Anbietersicht sehr sinnvoll sind (im Backbone-Bereich herrscht Überkapazität in Europa!). Müssen Maßnahmen zur Vermeidung des wirklichen Mißbrauchs (die erwähnten Power-Nutzer mit 60GB in 2 Wochen) getroffen werden, sollten die Volumenlimits auf realistische Größen festgelegt werden, mit denen auch Familien wirklich gut leben können. Würde Primacom sich so wie in den Niederlanden auch in Deutschland verhalten, müßte Ron Sommer Primacom viel ernster nehmen. Mit Primacoms derzeitiger Einstellung lachen aber nicht die Primacom-Aktionäre, sondern der einzige der über die Konzeptlosigkeit der deutschen Kabelbetreiber lacht, ist Ron Sommer.


Krisenmanager






DSL Frankreich:
===============
http://abonnez-vous.wanadoo.fr/index29.phtml

DSL bei France Telecom Tochter Wanadoo:
Komplettangebot:
http://abonnez-vous.wanadoo.fr/index29.phtml
45,42 EUR/Monat


auch hier Bitstrom Zugang und somit Wettbewerb


bei T-Online Frankreich (Club Internet)
http://www.club-internet.fr/rejoignezclubinternet/haut_debit…
Komplettangebot wenn Modem für 151 EUR gekauft wird:

DSL zur Flatrate 45 Euro (inkl. Kosten für die
Netissimo DSL-Line).
Von den 45 Euro entfallen offenbar 30,19 EUR für die von France Telecom
betriebene DSL-Line (Netissimo)

Wenn man schon Netissimo hat, gibt es alternativ folgendes Angebot:
L`abonnement à Netissimo©: 30,19 EUR
Club Internert Flatrate: 20 EUR


DSL Deutschland
================
http://www.telekom.de/dtag/ipl2/cda/t2/0,4260,11032,00.html
20,39 EUR für die DSL Line + 25,05 EUR für die T-Online Flatrate = 45,44 EUR



DSL Niederlande:
================
http://www.mxstream.nl/cgibin/as.cgi/0289000/c/start/file=/9…

22,69 EUR für die DSL Line + 22,24 EUR für die ISP-Flatrate = 44,93 EUR

Niederlande sieht von vornherein frei ISP-Wahl vor; die ISPs bekommen einen (unmetered) Bitstream-Zugang und können so auch Flatrates bieten


Schweden:
========
ist beim DSL eines der günstisten Länder, insofern nicht
ganz repräsentativ

http://www.telia.se/bvo/info/gen_info_bred.jsp.html?OID=Pris…

325:- SEK, enstpricht nur 34,34 EUR/Monat



Spanien
======
Die Terra-Preiseangaben enthalten keine Mehrwersteuer,
wie offenbar in Spanien üblich.

Damit unterbietet T-Online in Spanien
das Angebot der Telefonica Tochter Terra!

Ya.com hat sogar ein Vergleichstabelle zwischen
4 DSL-Anbietern:

http://acceso.ya.com/adsl/ventajas/comp.html



DSL bei Telefonica Tochter Terra)
http://www.terra.es/adsl/precio.htm

Flatrates:
EUR 48,77 (aber nur 256 Kbps down, 128 Kbps up)
EUR 97,57 (512 Kbps down, 128 Kbps up)
EUR 190,51 (2 Mbps down, 300 Kbps up) [supergünstig im Vergleich zu T-Interconnect!]


DSL bei T-Online Spanien (= Ya Online), basierend auf Telefonicas
DSL-Leitungen
http://acceso.ya.com/adsl/ventajas/ventajas.html

Flatrate:
EUR 45,32 (256 Kbps down, 128 Kbps up)


+++++++++++++++++++

Der Begriff Open Access bezieht sich im folgenden (im Gegensatz zur aktuellen Diskussion in Deutschland) auf das Konzept, daß mehrere ISPs gleichzeitig Cablemodem Internet anbieten können und somit die Kabelkunden Auswahl haben.

http://www.marketwatch.com/news/yhoo/story.asp?source=blq/yh…

Deal solidifies cable`s lead over DSL

EarthLink CEO says open access is key to cable success

By Bambi Francisco, CBS.MarketWatch.com
Last Update: 4:18 PM ET Dec. 21, 2001


SAN FRANCISCO (CBS.MW) -- Though the gap between DSL and cable Internet
subscribers is shrinking, cable appears poised to maintain its
leadership position as the high-speed pipe of choice.

If the $72 billion stock and debt deal between Comcast (CMCSK: news,
chart, profile) and AT&T Broadband (T: news, chart, profile) goes
through, the new company will be in a strong position to accelerate the
number of high-speed cable Internet access subscribers.

Its cables will pass 38 million U.S. households, 22 million of which
already subscribe. And 2.4 million of those have high-speed Internet
access via cable modem.

In the same way that soon-to-be-defunct ExciteAtHome (ATHMQ: news,
chart, profile) was a Trojan horse that enabled cable companies to
launch a concerted effort to penetrate the country, the new cable
powerhouse could mount a cost-effective national campaign to accelerate
cable`s lead again.

There will be about 7.2 million U.S. cable-modem subscribers by yearend
vs. 4.6 million for DSL (digital subscriber lines from phone
companies), according to Jefferies & Co.

But DSL is gaining fast: It`s up from barely half a million in 1999, a
time when there were already 1.7 million users with cable modems.

No doubt, phone and cable companies are positioning themselves to try
to win the lion`s share of the 35 million households that Jupiter Media
Metrix says will be connected at high speed by 2006.

The economies of scale of a combined company -- to be called AT&T
Comcast -- could make cable a more attractive business for third
parties offering broadband.

Scale, open access

"What you get is scale," said EarthLink (ELNK: news, chart, profile)
CEO Garry Betty. "Comcast is an efficient operator in the business and
it`ll bring the financial discipline to bare." EarthLink, with 90,000
high-speed cable subscribers through its relationship with Charter
Communications (CHTR: news, chart, profile), is currently in trials
with Comcast and Cox Communications (COX: news, chart, profile).

While EarthLink has 406,000 high-speed subscribers, only 90,000 of them
access the Internet via cable. The majority of its high-speed
subscribers are DSL subscribers through EarthLink`s relationship with,
among others, SBC Communications (SBC: news, chart, profile), BellSouth
and Covad Communications (COVD: news, chart, profile).

Servicing cable subscribers is far more profitable for EarthLink. The
"tariffs" imposed by local phone companies make it difficult for
companies like EarthLink to resell, Betty said. By the end of 2002, he
hopes EarthLink will add another 300,000 net high-speed subscribers, on
top of the 500,000 expected by yearend 2001.

If cable companies stay committed to open access, this should also
accelerate their lead over DSL.

For EarthLink, agnostic to whether broadband is provided by DSL or
cable, the only concern is that the new AT&T Comcast won`t honor an
agreement signed by AT&T and EarthLink back in January 2000.

As part of that deal, EarthLink would have access to AT&T`s network
beginning in mid-2002. This coincided with the end of the exclusivity
arrangements that ExciteAtHome once had, Betty said.

"Open-access is the way for cable operators to maximize returns," he
said. It`s not a signed, sealed, or delivered arrangement by any means,
but Betty is operating under the assumption that AT&T Comcast will sign
a definitive open-access deal with EarthLink, similar to its deal with
AOL Time Warner (AOL: news, chart, profile).

Both companies plan to offer multiple Internet service providers access
to the network, said Andrew Johnson, a spokesperson for AT&T Broadband.
"We`ve been committed to open access and we`re committed to EarthLink,"
said Johnson emphatically.

"One of the unintended consequences of this merger has been this old
issue of open access, or forced access as we refer to it, but AT&T
Broadband remains committed to supporting multiple ISPs," he said.

AT&T Broadband is soon set to offer a trial service in Boston, called
Broadband Choice. This service will offer multiple Internet service
providers to consumers. AT&T Broadband, which generated $2.39 billion
in sales in the third quarter, has also offered a bundled service in
the Boston area that includes voice, digital cable and data services
for $99 per month.

Currently, AT&T Broadband passes through 24 million homes and 61
percent of the homes are digital cable ready, said Johnson.

Yahoo`s DSL embrace

It`s unclear what a cable-dominated broadband world will mean for Yahoo
(YHOO: news, chart, profile), which recently embraced DSL as its
preferred high-speed Internet access provider.

The media company is banking on a partnership with SBC Communications
to provide a co-branded high-speed offering that could yield subscriber
fees for Yahoo by the second half of next year. Yahoo was not
immediately available to comment on its strategy.

"Yahoo is committed to DSL and it seems that Yahoo seems largely shut
out," said ARS`s Kersey.

Microsoft (MSFT: news, chart, profile) is a big winner as its $6
billion investment in the combined company could accelerate the number
of Internet subscribers it serves. Currently, Microsoft`s MSN ISP
serves 7 million subscribers.

What`s more, "the cable world is more important (to Microsoft) than the
DSL world because the cable set-top boxes can provide more
sophisticated functions than just providing broadband connection to the
Internet. More sophisticated functions requires more software," said
Nicholas Economides, a professor at NYU Stern School of Business.

"For the interactive TV cable market, this could help determine a
leader in Microsoft," said Lydia Loizides, an analyst at Jupiter Media
Metrix. (...)
Merryll:
>das problem ist nicht die schlechte ir, sondern die schlechte pr


Willst Du denn weiteren Hype? Wurden in der Vergangengeit nicht bereits genug substanzlose Übernahmegerüchte in die Welt gesetzt?

Kurzfrist-Trader haben hier sicher sehr gut profitiert, die Investoren aber kaum.

Primacom ist auf den Radarschirmen grosser US-Investmenthäuser, und dennoch kaufen sie nicht... Schon mal überlegt, warum der Markt Primacom nicht höher bewerten will?

Warum werden beisp. die kanadischen Kabelbetreiber viel positiver gesehen? Und Kanada hat im Ortsbereich Flatrates (die niedrigsten der Welt), und auch die Breitband-Tarife zählen zu den günstigsten.

> daneben kommt es durch die ausgabe der aktien zur
> bedienung des optionsplanes (insges. max. 1.500.000 stk.)
> zu einem verwässerungseffekt i.H.v. theoretisch bis zu
> 7,5% beim heute gezeichneten Kapital


und die Sache wird vor allem von Primacom ziemlich intransparent gehandhabt. Die Disclosure ist hier sehr schlecht.

Krisenmanager
Highspeed-Internetzugänge verändern nun mal das Surfverhalten.

Kann/möchte Primacom keinen uneingeschränkten Internetzugang seinen Kunden anbieten, nachdem die Netze alleine in der Region in und um Leipzig für ~150.000.000,-DM aufgerüstet wurden, dann wundert mich an diesen Kursen nichts mehr.

Das PayTV jedenfalls kann dies alles nicht ausgleichen.

CB

P.S. Selbst ARCOR hat eine bessere Onlinevideothek eröffnet.

P.S.2 Wo bleiben die anderen Innovationen, um dennoch attraktiver als die Konkurrenz zu erscheinen?
Es gäbe soviele Möglichkeiten.....
Warum gibt es nicht einen solchen Tarif von Primacom?

==>Inklusive-Volumen zu einem festen Preis. Danach wird pro MB bzw. GB abgerechnet.

Bsp.: 1MBit/sec Downstream und 256KBit/sec Upstream inklusive 4GB Transfervolumen.
Danach wird jedes weitere GB mit 8.-DM berechnet.


Dies wäre ok und würde auch selbst Hardcore-Surfer ansprechen!!!

Primacom ist in seinen Regionen unter den begabteren Internetsurfern schon seit längerem bekannt.

Dies ist der Grund, weshalb sich die Massen auch nicht so richtig dafür entscheiden wollen/können, sofern sie eine Alternative zu Primacom haben.

Primacom möchte sich lieber mit dem Begriff "Flatrate" schmücken. Eine "Flatrate", die keine ist.

Vielleicht sollten sie sich mal überlegen, ob sie nicht doch lieber Kunden und Umsatz anziehen wollen?

CB.....ein Aktionär!!!
richtig, es gibt viele Möglichkeiten, nur es passiert nahezu nichts bei Primacom.

Wie gesagt: vielleicht wäre es die intelligenteste und auch für Primacom profitabelste Möglichkeit, den Internet Access gar nicht selber zu betreiben (wenn man von diesem Geschäft zurückschreckt). Sondern sich auf den reinen Betrieb des TV-Kabelnetzes als letzter Meile zu konzentrieren, und dann den Internet Access von anderen ISPs offerieren zu lassen.

Vgl. mein Posting #69 und hier die Passagen zu Earthlink.
("Open-access is the way for cable operators to maximize returns")

Ich hatte ja schon im Sommer die Frage bzgl. eines möglichen Deals mit chello aufgeworfen, aber Primacom war offenbar nicht interessiert. Vielleicht kann aus dieser Möglichkeit nun nichts mehr werden (angesichts der Finanzprobleme von UPC), aber Tiscali wäre sicherlich interessiert. Denn die Nutzung von Primacoms Netz als Letzer Meile (gegen einen monatlichen Fixpreis) wäre nicht unattraktiver als das Aufsetzen auf von QSC betriebenen Endkundenanschlüssen, bei denen letztendlich die Teilnehmeranschlußleitung von der Telekom gemietet wird.

Wenn wieder gezögert wird, wird u.U. erneut eine Chance von Primacom vertan. Denn irgendwann kommt auch kostenorientiertes Linesharing und der Bitstrom-Zugang beim T-DSL, die Sachen sind schließlich von der EU für alle Mitgliedsstaaten vorgeschrieben.

Krisenmanager



http://www.mediaweek.com/mediaweek/daily_news/article_displa…
Dec 28 2001 12:00PM ET

Four ISP Providers to Use AOL


Some consumers will have more options when choosing Internet providers
now that the government is allowing four more companies access to AOL
Time Warner`s high-speed cable lines.

When the Federal Trade Commission approved the $106 billion merger of
America Online and Time Warner a year ago, it required the companies to
give customers in major markets the option of using three other
Internet service providers besides AOL.

AOL Time Warner began making AOL available over its cable lines in the
20 largest markets beginning in September, spokeswoman Kathy McKiernan
said. EarthLink was also available as an alternative.

AOL Time Warner has been seeking agreements with other companies all
year to meet the government requirements for two more Internet
providers in each market.

The FTC approved the first batch of providers on Dec. 21, the agency
announced Thursday.

Inter.net, based in Reston, Va., will be allowed to compete with AOL on
the cable lines nationwide. Three other companies will have regional
access: New York Connect in the New York City area; Internet Junction
in the Tampa Bay area and central Florida; and STIC.NET in Houston, San
Antonio and Austin, Texas.

McKiernan said the company was pleased with the approvals, but couldn`t
say exactly when the new services would be available.

The FTC voted 4-0 to approve the deals, with Chairman Timothy Muris not
voting.

Agreements with at least six other companies are still awaiting FTC
approval
, said agency spokesman Mitch Katz.
Cyberbob:
>Primacom möchte sich lieber mit dem Begriff "Flatrate"
> schmücken. Eine "Flatrate", die keine ist.


Primacom sollte mit einer solchen Verschleierung sehr vorsichtig sein. Und zwar nicht weil Abmahnungen wg. unlauteren Wettbewerbs erfolgen könnten; das ist bei den zahnlosen Verbraucherschützern in Deutschland (in Gegensatz zu den Niederlanden) eher unwahrscheinlich.

Sondern das Risiko ist, daß Primacom sich Class Action Lawsuits einfangen könnte (angesichts des Zweitlistings in den USA). Wenn die Kursentwicklung schlecht war und trotzdem das Unternehmen noch über wertvolle Assets verfügt, klagen spezialisierte US-Anwaltskanzleien a la Milberg Weiss sehr gerne, wenn sie auch nur geringe Haare in der Suppe finden (beisp. irgendwelche Sachen, die in den SEC-Filings nicht korrekt dargestellt wurden).

Paradoxerweise erschwert Primacom sogar die Bemühungen von Liberty Media in Deutschland Fuß zu fassen, was Primacoms eigene Strategie, sich möglichst von Liberty Media übernehmen zu lassen, torpediert.

US-Analysten wie Jessica Reif Cohen denken vermutlich, daß der Internet Access (wie in den USA und vielen anderen Ländern üblich) unmetered anstatt nur mit einem sehr niedrigen Volumenlimit vermarktet wird. Sie sehen dann die boomende Nachfrage nach T-DSL und die vergleichsweise geringe Nachfrage nach Kabelmodem-Internet bei Primacom, woraufhin als Schlussfolgerung Libertys deutsche Kabelkäufe mit deutlich höherem Risiko gesehen werden.

Das führt dann dazu, daß Liberty extrem konservativ sein muß, um die US Analysten nicht zu verstimmen (die die tatsächliche Situation auf Basis veralteter Daten beurteilen). Und als Folge sinkt die Wahrscheinlickeit der Genehmigung von Liberty-Transaktionen durch das deutsche Kartellamt. Selbst wenn der DTAG und der Telecolumbus-Deal genehmigt werden sollte, eine noch zusätzliche Genehmigung einer Möglichen Übernahme von Primacom ist derzeit extrem unwahrscheinlich.

Spätestens im Jahresbericht 2001 muß Primacom die Produktbeschreibung des Internet Access anpassen. Denn im letzten 20-F Sec Filing für das Geschäftsjahr 2000 heißt es noch (was inzwischen nicht mehr zutreffend ist):

Pro. Dieses Angebot bietet Kunden einen 24-st¨undigen Zugang zum High-Speed-Internet mit bis zu 16
facher ISDN-Geschwindigkeit bzw. 1.024 Kbps (256 Kbps Upstream) zu einem festen Monatsentgelt,
das die Geb¨uhr f¨ur das Kabelmodem einschließt. Wie beim Easy-Paket erhalten die Kunden 10 MB
Webspace, unbegrenzte Downloadkapazit¨at, E-Mail-Service mit voller Unterst¨utzung durch das
Kundenserviceteam und Zugang zum Internetportal der Gesellschaft.



Krisenmanager
@krisenmanager

ich respektiere deine meinung - auch wenn mir dies manchmal ausserordentlich schwer fällt, lieber krisenmanager, aber bitte unterscheide zwischen "argumentation" und "information". du wirst hier auf diese art und weise ganz sicher niemanden von deiner, sagen wir ausgesprochen unorthodoxen, meinung überzeugen, wenn du dieses board mit so viel (roh-)material versorgst, wobei der zusammenhang zwischen inhalt und kontext zumindest mir oft nur schwer oder garnicht zu erschliessen ist. fasse dies bitte einfach als konstruktive kritik in bezug auf deine, lobenswerter weise sicher nicht ohne hohen zeit- und arbeitsaufwand sowie sachkenntnis zustande gekommenen, beiträge auf.

aber wie dem auch sei - seit einer ganzen weile hat primacom die volumenbeschränkung beim profi-tarif (flatrate, 39 eu/monat, 1024/256 kbs) aufgehoben.

http://www.primacom.de/4-0_internet/index_set.html

damit dürfte dieses ausserordentlich leidige thema ein für alle mal erledigt sein. wundert mich, warum ihr beide soviel zeit und energie in die behandlung dieses peripheren, vergleichsweise unwichtigen themas investiert habt und noch investiert.


zu deinem posting #70:

>Willst Du denn weiteren Hype? Wurden in der Vergangengeit nicht bereits genug substanzlose Übernahmegerüchte in die Welt gesetzt?

nicht die übernahmegerüchte sind substanzlos, sondern die berichterstattung der ziel- und führungslos im nebel stochernden presse. das ist es u.a. was ich meinte.


>Primacom ist auf den Radarschirmen grosser US-Investmenthäuser, und dennoch kaufen sie nicht... Schon mal überlegt, warum der Markt Primacom nicht höher bewerten will?

ist das nicht spannend? eines tages werden wir die antwort auf diese frage wissen, über die wir uns seit monaten den kopf zerbrechen und auf die keiner eine schlüssige antwort weiss. bald werden wir um eine interessante erfahrung reicher sein und sei dieses phänomen auch banalerweise nur ausdruck einer deutlichen, von manchen beteilligten möglicherweise sogar bewußt herbeigeführten, unsicherheit am aktienmarkt.

wünsche einen guten rutsch in ein persönlich und familiär erfolgreiches neues jahr !

meryll.
http://www.cisco.com/warp/public/cc/general/profile/prima_cp…

Customer Profile
Cisco and PrimaCom AG
PrimaCom AG recently became the first cable network operator in Germany to roll out a European Data Over Cable Service Interface Specification (EuroDOCSIS) multiservice network. Built with EuroDOCSIS equipment from Cisco Systems, Inc., the PrimaCom network incorporates industry-leading Cisco routers and cable modem cards and integrated EuroDOCSIS-compliant set-top boxes from Cisco New World Ecosystem Partner Program member Galaxis Technology AG. These components, along with cutting-edge glass-fiber technology cable infrastructure, have enabled PrimaCom to introduce a new generation of revenue-enhancing interactive digital TV services to the German cable market.
Background
Germany is the largest cable market in Europe and the second largest in the world behind the United States. In 1996, the German Telecommunications Act ended the network monopoly of Deutsche Telekom, creating a host of new opportunities for companies such as PrimaCom AG. Germany`s fourth-largest cable network operator, PrimaCom has 1.5 million subscribers and serves approximately one million residential customers in Germany and another 300,000 customers in the Netherlands.

PrimaCom is well positioned to extend its network through its strategy of acquiring existing cable networks and upgrading them with the latest technology. In the process, PrimaCom intends to revolutionize the German and Dutch cable markets by offering a new generation of digital interactive TV services never before available to subscribers in these regions.

Challenge
PrimaCom has built its analog cable television network to high technological standards. Incorporating star architecture, this network gives PrimaCom exceptional broadcast flexibility, supporting bandwidths of up to 862 MHz. However, delivering Germany`s first interactive multimedia services not only requires considerably more bandwidth, it calls for a return path to accommodate a wide range of interactive applications.

To meet its goal of offering multiple services, PrimaCom is building a new interactive hybrid fiber coaxial (HFC). This will provide PrimaCom with advanced interactive services and allow it to significantly enhance its revenue streams and lessen its reliance on Deutsche Telekom, Germany`s largest supplier of cable infrastructure.

Solution
PrimaCom decided to start by upgrading its existing cable television networks in Leipzig. It installed a superior headend and connected it to a fiber-optic loop that covers the entire city. Throughout this digital network, PrimaCom has deployed several Cisco components, including:


Cisco uBR7200 Series, a cable modem termination system (CMTS) that allows data communication over the HFC network, which connects to a Galaxis set-top box (incorporating a EuroDOCSIS cable modem) in the subscriber`s home. It allows high-speed data services to be packaged just as cable TV or video services are packaged.


Cisco MC-16E EuroDOCSIS cable modem card, which builds on the DOCSIS protocol, adding support at the physical layer for the 8-MHz downstream channel.


Cisco GSR 12000 Gigabit Switch Router, which resides in the backbone system and enables an IP layer directly over the optical infrastructure.


Cisco 7200 Series Routers and Catalyst® switches.

With these Cisco components, PrimaCom allocates HFC network capacity for Internet access, virtual private network (VPN), or voice-over-IP (VoIP) services using an HFC cable plant. PrimaCom has upgraded its network to 100,000 of its customers in Germany and all of its subscribers in the Netherlands.

In addition to the Cisco and Galaxis equipment, PrimaCom deploys OpenTV`s API software platform and Philips` Cryptoworks Conditional Access System. Together with the Cisco and Galaxis hardware, these components have enabled PrimaCom to build the first phase of its digital, multiservice, interactive cable network.

Why Cisco
To ensure the ability to deliver multiple services to a wide range of customer premises equipment (CPE), it was essential that PrimaCom choose IP network components based on the EuroDOCSIS standard, according to Hans Wolfert, PrimaCom`s Chief Corporate Development Officer. "It is of key importance that Germany get an open standard," says Wolfert. "And Cisco was the natural choice for the delivery of this technology. They are the unchallenged leader in the U.S. DOCSIS market, and they are now establishing a similar position in the EuroDOCSIS market."

In addition, notes Wolfert, "Standards-based technology like EuroDOCSIS give us a level of flexibility unparalleled in Germany. Quite simply, no other company could provide the equipment and experience needed for us to achieve our strategic business objectives. Cisco provides us with a combination of superior radio frequency (RF) performance and data networking."

Results
PrimaCom`s digital IP network based on Cisco equipment will allow the company to deploy a wide range of interactive TV services. It has already begun offering digital TV packages with 80 TV programs along with interactive services in Germany. These new services are available in Leipzig, Chemnitz, Naumburg and Aschersleben, and will soon be available in other cities in Germany and the Netherlands. The company has also created an electronic program guide (EPG), which is used for PrimaCom`s near video on demand (VoD) system, among other things.

Other services scheduled for deployment include interactive games and a host of Internet-based services such as telephony and Web TV. With these exciting new Web services, subscribers can bank and shop on line, for example, get weather updates for any city in the world, send e-mail, shop for groceries, buy CDs—all via their TVs.

"Our new multiservices network represents something completely new in the German cable market," says Andrei Noppe, Managing Director of PrimaCom Leipzig. "With this new technology we have been able to offer our customers a much broader selection of programming options, but also to redefine what traditionally has been thought of as cable television services."

EuroDOCSIS Offers Clear Benefits
PrimaCom`s network now delivers traditional analog as well as digital video, high-speed Internet access, and new interactive services, thanks to EuroDOCSIS standards-based equipment from Cisco and Cisco Ecosystem Partner Program members Galaxis and OpenTV. EuroDOCSIS, based on the popular DOCSIS standard used around the world, offers a number of unique features to European cable operators. Among the most important, EuroDOCSIS better supports the existing European frequency allocation, which uses 8-MHz-wide channels. EuroDOCSIS also offers a greater frequency selection, 5 to 65 MHz instead of 5 to 42 MHz for the upstream communication channel and 70 to 862 MHz for the downstream channel.

"Investing in Cisco EuroDOCSIS IP network equipment for our system backbone offers a number of strategic advantages," notes Noppe. "It positions us to deliver IP services to our entire customer base without changing protocols, enables us to deploy new digital services quickly and efficiently using two-way data management, and also allows us to continue to build a leading-edge network cost-effectively while minimizing compatibility issues. These advantages pave the way for a variety of expansion opportunities for the future."

Leading the Way in Europe
PrimaCom`s new broadband IP network has also enabled the company to transform itself into Germany`s only multiple services capable operator-one of just a handful in all of Europe. Other companies are sure to follow PrimaCom`s lead. But for the time being, PrimaCom has seized an important competitive advantage in its markets.

"Being the first cable network operator with a EuroDOCSIS multiple-service network gives us an extraordinary advantage by differentiating our services in the market and increasing our revenue potential," says Noppe. "Only Cisco, Galaxis, and their partners offered the experience and technical expertise required to build this end-to-end network. Choosing them as our technology partners has helped PrimaCom become the leader in this exciting new segment of the cable industry."

For additional information about Cisco`s cable solutions, visit the Cisco Web site: http://www.cisco.com/go/cable.

Posted: Fri Mar 23 20:00:57 PST 2001
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> aber wie dem auch sei - seit einer ganzen weile hat
> primacom die volumenbeschränkung beim profi-tarif
> (flatrate, 39 eu/monat, 1024/256 kbs) aufgehoben.

http://www.primacom.de/4-0_internet/index_set.html

> damit dürfte dieses ausserordentlich leidige thema ein
> für alle mal erledigt sein. wundert mich, warum ihr beide
> soviel zeit und energie in die behandlung dieses
> peripheren, vergleichsweise unwichtigen themas investiert
> habt und noch investiert



Tja Merryll, dies ist hier ein Board primär zum Info-Austausch und weniger zum Pushen oder Bashen.

Hatte das mit der Aufhebung der Volumenbegrenzung leider nicht früher mitbekommen. Wenn Du schon früher von der Sache gewußt hast (oder alterHaase), wäre es schön gewesen, die Sache hier zu posten.

Schade, denn vielleicht wäre ich sogar in Primacom long gegangen.

Aktuell ist Primacom in den USA 16.3% im Plus, Umsatz 46.200 shares, was bereits dem 3-fachen des durchschnittlichen Umsatz entspricht. Am Freitag gab es offenbar Tax-Loss Selling, woraufhin der Rekordumsatz von 199.100 shares hindeutet (12,5-fache des durchschn. Volumens!)


Krisenmanager
> damit dürfte dieses ausserordentlich leidige thema ein
> für alle mal erledigt sein. wundert mich, warum ihr beide
> soviel zeit und energie in die behandlung dieses
> peripheren, vergleichsweise unwichtigen themas investiert
> habt und noch investiert


das Thema ist wichtiger als manche vielleicht annehmen, und die Diskussion war m.E. auf keinen Fall umsonst.

Winetrader erwähnte früher einmal, daß hier sogar die Geschäftsleitunhg manchmal mitliest.

Und für diese können manche Kommentare (beisp. einige von Cyberbob) durchaus sehr wertvoll sein, denn viele der Poster hier kennen garantiert das Userverhalten (und somit die Zielgruppe von Primacom) vermutlich erheblich besser als der zuständige Manager für Corporate Development bei bei Primacom (Herr Wolfert).

Natürlich ist es nicht die Forderung der Investoren, daß das Unternehmen den Kunden möglichst hohe Geschenke macht. Aber die Flatrate in den Niederlanden (hier nutzt Primacom chello als Backbone) ist bereits cash-flow positiv, und ähnliches könnte genauso gut in Deutschland zu erreichen sein.

Hier ist insbesondere das Management von Primacom gefragt, falls nicht ebenfalls der chello Backbone genutzt werden kann. Die Ringe von KPNQwest/Ebone haben ja beisp. auch Leizig als Knotenpunkt. Gerade in der aktuellen Zeit kann ich mir vorstellen, daß bei harter Verhandlung so manche Bargains herauszuschinden sind.

Und wenn das Primacom-Management wirklich eine gute, engagierte Arbeit macht, ist es auch die Aktienoptionen wert und keiner beschwert sich darüber.

Krisenmanager
Nachtrag zur Erläuterung:

das von chello europaweit betriebene Backbone-Netz setzt auf gemieteter Leitungskapazität bei http://www.ebone.net auf. eBone (gehörte früher zu GTS, früher auch bekannt als Hermes Europe Railtel) ist inzwischen von http://www.kpnqwest.com übernommen worden.

Primär, damit KPNQwest sich die Kundenbasis von eBone sichern konnte, denn das Netz von KPNQwest ist viel moderner als die Infrastruktur von eBobe.

Krisenmanager
Merryll:
> wünsche einen guten rutsch in ein persönlich und familiär erfolgreiches neues jahr !

das gleiche auch von mir, und wer weiß: vielleicht wird die Primacom-Aktie unter den NM-Werten ja einer der Hits im nächsten Jahr.

Immerhin könnte sich hier angesichts des möglichen Liberty-Einstiegs viel tun. Und vielleicht kommt es sogar zur Kooperation: Callahan + Liberty + Primacom.

Krisenmanager
Habe auf die Homepage von Primacom geschaut und ebenfalls den Wegfall der Transfereinschränkung im Pro-Tarif gelesen.

Dies dürfte somit wohl die 5. Veränderung bei den Konditionen sein.

Klasse.

Das nenne ich Kontinuität.

Da fühlen sich die Verbraucher und Kunden bestimmt sehr wohl und zustimmend.

Bis vor kurzem (~ zwei Monaten), war noch im Kleingedruckten die Formulierung zu lesen, das der Datentransfer im "....üblichen Maße..." liegen müsse.

Weiss jemand, ob es diese Klauseln im Kleingedruckten in den tatsächlichen Verträgen nicht mehr gibt?!

CB

P.S. Nebenbei werden dennoch die Primacomnetze in manchen Regionen von der Konkurrenz (TENOVIS) schlicht und einfach überbaut.....KLASSE:)))
Bis gestern wusste Onlinekosten von der Sache auch noch nichts. Das Vorschreiben einer "Fair Use Policy" ist sonst der übliche Weg, damit der Anbieter die Möglichkeit hat, gegen klaren Missbrauch wie extreme Trafficnutzung, (kommerz.) Serverbetrieb, Spamming, Hacking etc. vorgehen zu können.

Ein sinnvolles und auf Breitband zugeschnittenes "fair Use Limit" könnte in der heutigen Zeit bei 10 GB pro Monat liegen, was ein Transferkontingent ist, mit dem auch Familien gut auskommen können. Soweit ich weiss, wurde es beisp. in Holland von manchen Providern in dieser Größenordnung praktiziert.

Ein niedriges Limit von 1,5 GB ist sonst wirklich nur was für die "verschämten (Breitband-)Gelegenheitsnutzer". Man glaubt übrigens auch gar nicht, wieviel Traffic von aussen verursacht wird (Portscans, Internet-Würmer,...).


Zu Bosch: das TV-Kabelnetz gehört direkt Bosch und nicht Tenovis. Tenovis ist der ehemalige Bereich Private Netze der Bosch Telecom GmbH, aber das TV-Kabelnetz gehört nicht dazu. Seit April 2000 gehört Tenovis zur amerikanischen Private Equity Firm KKR (Kohlberg Kravis Roberts & Co.). Mit dem jetzt novellierten Internet-Angebot sollte Primacom von Bosch absolut nichts zu befürchten haben; denn das Internet Angebot von Blue Cable ist weiterhin ein schlechter Scherz, insbesondere gemessen auch am Anspruch den Bosch vor einiger Zeit in den Medien erhob. Ganz offenbar sind auch hier die Ursache der teuren Tarife mangelnde Skaleneffekte (viel zu wenig User). Wie Primacom wird auch Bosch noch viel hinzulernen müssen; richtig gut waren die deutschen Kabelnetzbetreiber noch nie.

Null
Ergänzung zu Posting #54 von Sturmvogel:

laut dem Heise Chat vom Freitag zum Thema DSL-Flatrates ist nach QSC COO Gerd Eickers sogar ein Datentransfervolumen pro Kunden von 50 GB/Monat (!) für QSC profitabel.

[Nebenbemerkung: Wenn QSC in der Praxis trotzdem Verluste schreibt, dann liegt dies somit noch an den Investitionen für den Netzaufbau und auch daran, dass QSC an den einzelnen Vermittlungsstellen noch viel zu wenig Kunden hat, um profitabel arbeiten zu können].

Das Gejammere über den Traffic kommt somit vor allem nur von 1&1, da sie ein reiner Reseller der teuren Telekom Plattform inklusiv sämtlicher Transportleistungen sind.

Und die c`t ist natürlich aus Eigeninteresse gegen günstige Flatrate-Angebote, denn wenn das Netz wirklich ausgiebig genutzt werden kann, könnte viele Lesern auffallen, wieviel Inhalte von der c`t aus anderen Web-Quellen verwertet werden. Daraus kann dann eine Stagnation des Absatzes der hauseigenen Zeitschriften resultieren.


Null
Schade, dass Primacom im letzten Jahr Deutschland mit dem Argument vernachlässigt hatte, die Nachfrage (Akzeptanz) wäre in Holland besser.

Die Realität ist nun an dieser (Fehl-)Einschätzung komplett vorbeigegangen und wertvolle Marktanteile wurden leichtfertig von Primacom an die Konkurrenz [und das ist nicht nur die Telekom] verschenkt.


Samstag 5. Januar 2002, 13:14 Uhr
Nachfrage nach T-DSL-Anschlüssen übertraf Erwartungen
Bonn (AP) Die Nachfrage nach den superschnellen Breitband-Internetanschlüssen T-DSL der Deutschen Telekom hat einem Bericht zufolge 2001 die kühnsten Erwartungen übertroffen. Insgesamt verkaufte die Telekom rund 2,2 Millionen Anschlüsse, wie der zuständige Leiter des nationalen und internationalen Geschäfts bei der Telekom-Sparte T-Com, Hans Albert Aukes, den Angaben zufolge der «Welt am Sonntag» bestätigte.

Diese Zahl habe sogar Insider überrascht, weil die zunächst ehrgeizigen Ziel noch zur Jahresmitte wegen technischer Probleme nicht erreichbar schienen, schrieb das Blatt weiter. Die Nachfrage scheine derzeit auch trotz der Tatsache ungebrochen, dass die Kunden für das notwendige, bisher kostenlose Modem seit dem 1. Januar 119,95 Euro bezahlen müssten. «Wir glauben, dass es allenfalls eine kleine Delle geben könnte,» wurde Aukes zitiert. Dafür spricht den Angaben zufolge auch, dass die Telekom allein am vergangenen Donnerstag im gesamten Bundesgebiet 16.000 Modems verkauft hat.
Hi Null,

QSC ist selber Carrier. Die Preise für Traffic auf den Weiverkehrsstrecken sind lächerlich im Vergleich zu dem, was Reseller wie etwa 1&1 für die Durchleitung/Benutzung der sog. "Letzten Meile" berappen muss.

Fakt ist (aus meiner Sicht):

- Das Surfverhalten und somit der Traffic verändern sich komplett, sobald der Otto-Normalverbraucher schnelle Internetanbingungen erhält.

- Die Kunden wollen schnelles Internet.

Was macht Primacom?

CB

P.S. "Themen abkupfern" ist absolut gängig in der Medienbranche. Das Hauptgeschäft der c`t liegt im Verkauf ihrer Zeitschriften am Kiosk, nicht aber im Internet. Je mehr Leute günstig ins Internet gehen, desto größer ist auch ihr Interesse an der Zeitschrift c`t. ;)
Internet ist mindestens genau so wichtig beim Triple Play wie die Telefonie und/oder das PayTV.

Wird eines dieser Standbeine vernachlässigt, sprich: zu wenig Kunden angesprochen, droht das gesamte Konzept zu scheitern.

Meine Meinung.....

CB
Wir Primacomaktionäre wollen Gewinn!!!

Dies geht allerdings nur durch:

- hohen Umsatz

- der von vielen Kunden generiert wird

- die durch Innovative und günstige Produkte angelockt werden.

Dies ist das große Geheimnis des Triple Play.

Sollte Primacom allerdings nur noch auf Übernahme spekulieren, sollten sie lieber Fachleute den Job machen lassen.

Es wurde viel versprochen, aber bis jetzt nur wenig gehalten.

Das schlimmste hierbei ist der Umstand, dass man auch noch mehrfach die eigenen Kunden verschreckt hat.

Mit einem enttäuschten Kunden, kann man keine Geschäfte machen.

CB
@Null

mir ist das bei der c`t schon seit langem aufgefallen, wegen Qualitätsverfall habe ich mein Abo bereits 1999 gekündigt.

Das Problem ist auch weniger, dass die c`t viel aus anderen Quellen übernimmt. Wenn Sachen wirklich gut aufbereitet und nachbereitet werden, kann es sogar positiv sein.

Aber eine Berichterstattung im Stil, dass die Hälfte verschwiegen wird, geht mir gehörig auf den Senkel. The Register ( http://www.theregister.co.uk) hat im Gegensatz zur c`t eine ganz andere Einstellung zu Flatrates.


Andere Leser sehen den Qualitätsverfall inzwischen zunehmend ähnlich:


http://www.heise.de/newsticker/foren/go.shtml?read=1&msg=11&…

Re: Überflüssige Meldung
Michael Plate (5. Januar 2002 16:01)
a f schrieb am 5. Januar 2002 15:28
[...]
> Mein Prognose: ct bzw. Heise wird immer mehr der Pedant zu
> CHIP und ist in wenigen Monaten eine ComputerBild und
> wird Umsatzverluste hinnehmen müßen.
[...]

Glaub ich nicht. Trotz des rasenten Qualitätsverfalls der c`t (was
heisst das eigentlich jetzt? computer tünneff ?) in den letzten Jahren,
in Deutschland ist keine Platz für ne` zweite Computerbild - oder doch
?

Es fehlen irgendwie Grundlagenartikel, die es früher immmer gab, z.B.
mal Information Retrieval, Datenbankdesign etc.

Ich jedenfalls kaufe Sie schon lange nicht mehr, sondern lese Sie an
der Arbeit - kaufen würde nicht mehr lohnen...
CU

Michael
Das grosse Geheimnis des Triple Play:

ein Anbieter könnte auch noch dann gut leben, wenn die Margen bei den einzelnen Triple Play Einzel-Komponenten deutlich niedriger sind, als bei einem Anbieter, der nur eine einzelne der 3 Komponenten verkauft.

Unter normalen Umständen sollten somit die TV-Kabelbetreiber der ernstzunehmenste Wettbewerber des jeweiligen nationalen Telefon-Ex-Monopolisten sein.

Insbesondere muss keine letzte Meile gegen teures Geld gemietet werden. Wobei die Mietkosten in der Praxis das geringste Problem sind: lange Freischaltzeiten (bewusste Verzögerung durch den Ex-Monopolisten), teure Kollokationskosten und vor allem nicht unerhebliche Einmalgebühren zahlbar an den nationalen Telefonkonzern für die Einrichtung und auch bei Terminierung eines Kontraktes kommen hinzu.

Null
Freitag 4. Januar 2002, 21:32 Uhr
Hessischer Kabelnetzbetreiber will Premiere günstiger anbieten



Frankfurt, 04. Jan (Reuters) - Der Betreiber des hessischen Fernsehkabelnetzes E-Kabel will seinen Kunden die Programme des Kirch[KRCH.UL]-Bezahlsenders Premiere World eigenen Angaben zufolge deutlich günstiger anbieten als bisher. "Das Grundpaket sollte nicht mehr als etwa 7,50 Euro monatlich kosten", sagte Günter Maier, für die Unternehmensentwicklung zuständiger Geschäftsführer von E-Kabel der "Frankfurter Allgemeine Zeitung (^FAZI, Nachrichten) " (Samstagsausgabe). Bisher kostet das günstigste Premiere-Angebot dem Zeitungsbericht zufolge 15 Euro. Damit sei Premiere zu teuer, sagte Maier weiter. E-Kabel hoffe, bereits im zweiten Quartal den Kunden seiner 1,3 Millionen angeschlossenen Haushalte die neuen Angebote machen zu können.
Die Kirch-Gruppe hat bereits Milliarden-Beträge in den Aufbau der bislang defizitären PayTV-Sender Premiere World investiert.

leh/tcs
Quelle: http://de.biz.yahoo.com/020104/71/2ia3d.html





aus der FAZ, Printausgabe v. Samstag, 5.1.01, S. 17:
(auszugweise)

- Zitat "Die Fußball-Bundesliga könnte zum Beispiel extra vermarktet werden"
- Bei Kirch könne man sich inzwischen grundsätzlich eine Vermarktung von Premiere-Inhalten durch Kabelnetzbetreiber vorstellen. Die Gespräche mit dem Sender werden nach seinen Angaben im Januar fortgesetzt. Anders als bisher in Deutschland üblich will E-Kabel künftig an den Abonnementsgebühren mitverdienen. Der damalige Premiere-Chef Ferdinand Kayser hatte bereits im Herbst eine solche Umsatbeteilligung der Netzbetreiber im zweistelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt. Maier hält einen etwa gleich großen Umsatzanteil der beiden Seiten für angemessen.
- Ein Sprecher bezeichnete die Gespräche als "konstruktiv"
- Bis zum Jahresende sollen mindestens 300.000 Anschlüsse aufgerüstet werden.


meryll.
@alle

anbei ein eben aus dem Thread der Dt. Telekom kopierter Artikel:

FT`: Liberty Media will Kabelnetz für Telefondienst in 12-18
Monaten ausbauen

LONDON (dpa-AFX) - Der US-Medienkonzern Liberty
Media will beim Einstieg in das deutsche
Kabelfernsehgeschäft doch schneller als geplant
Telefondienste anbieten. Man werde aber keine weiten
Zugeständnisse machen, selbst wenn dadurch das
milliardenschwere Kabelgeschäft mit der Deutschen
Telekom am Widerstand der Kartellbehörden scheitern sollte, sagte Liberty-Chef Robert Bennet in einem
Interview mit der "Financial Times" (Donnerstagausgabe).

Er hoffe, schon innerhalb von 12 bis 18 Monaten Telefonanschlüsse via Kabel anbieten zu können. Liberty
hatte Anfang September für 5,5 Milliarden Euro sechs Kabelnetzgesellschaften von der Deutschen Telekom
übernommen. Die Zustimmung des Bundeskartellamtes steht allerdings noch aus. Die Behörde hatte Anfang
Dezember die Prüfungsfrist bis zum 28. Februar verlängert.

Kartellamts-Chef Ulf Böge hatte gleichzeitig Bedingungen gestellt und auf mehr Konkurrenz im deutschen
Telefonnetz gedrängt. Bennets Firma hatte zuvor nur einem zögerlichen Ausbau des Kabelnetzes zum
Telefonnetz zugesagt.

Offen ließ Bennet, in welchen Regionen Deutschlands seine Gesellschaft Telefonanschlüsse anbieten will.
Man könne hier keine eindeutigen Versprechungen machen, sagte der Manager, selbst wenn dadurch das
Kabelgeschäft blockiert werde./FX/FP/tv/mur/av

Sollte Malone nun doch bezüglich der Auflagen der Kartellbehörde einlenken?

Was meint die Gemeinde?

bis denne
Das liest sich hier aber wieder ganz anders.

Liberty: Vorerst keine Großinvestitionen ins dt Telefonkabelnetz

New York (vwd) - Die Liberty Media Group Inc, New York, will in
Deutschland nicht aggressiv in den Ausbau des Telefonkabelnetzes
investieren, nur um die Zustimmung der deutschen Kartellbehörden zur
Übernahme des Kabelgeschäfts der Deutschen Telekom AG, Bonn zu erhalten.
Liberty wolle das Telefongeschäft weiter verfolgen, wenn es auch Kunden
dafür gebe, sagte der Chairman John Malone auf einer von Salomon Smith
Barney veranstalteten Konferenz am Mittwochabend. Die Kabeltelefonie werde
jedoch sicher ein Thema werden, schätzt er.

Die Zustimmung der Kartellbehörde zu der Transaktion kann nach den Worten
Malones von hohen Investitionen Libertys in das Kabeltelefongeschäft
abhängen. "Sonst dürfte es werden". Im September hatte Liberty angekündigt,
für 5,5 Mrd EUR einen Großteil des Kabelnetzt der Telekom übernehmen zu
wollen. Die Transaktion stößt aber auf Bedenken der deutschen
Wettbewerbshüter.

Quelle:http://www.gatrixx-finanztreff.de/portal/news.htm?id=2000830…

Was macht man nun wirklich?

Ciao Kamischke
Liberty-Chef erwägt Rückzug vom deutschen TV-Kabelmarkt

John Malone, Vorsitzender von Liberty Media, sieht sich von den deutschen Kartellwächtern unter Druck gesetzt. Falls sie weiterhin auf eine schnelle Einbindung von Telefondiensten bestehen, könnte Liberty Media auf den Kauf von sechs Kabelfernsehnetzen der Deutschen Telekom verzichten, vermeldet der US-Finanzdienst Bloomberg. Das Geschäft hat ein Volumen von 4,9 Milliarden US-Dollar (5,5 Milliarden Euro). In nächster Zeit wollen andere Anbieter Telefonie über deutsche Kabelnetze anbieten; entsprechende Offerten gibt es beispielsweise schon in Nordrhein-Westfalen beim Betreiber ish, der Marke des Betreibers Callahan/Kabel NRW. Liberty Media will zunächst beobachten, ob sich solche Dienste als profitabel erweisen.

Auf einer Investorenkonferenz der Finanzfirma Salomon Smith Barney zeigte sich Malone entschlossen: Sein Unternehmen könne nur Telefondienste anbieten, wenn es auch Kunden dafür gebe. Wenn die Wettbewerbshüter diese Haltung nicht zufriedenstelle, sei Liberty Media in Deutschland fehl am Platze. Zurzeit prüft das Bundeskartellamt den Kauf der Kabelnetze. Es verspricht sich von der Telefonie per TV-Kabel mehr Wettbewerb in den Ortnetzen. (anw/c`t)

Quelle:http://www.heise.de/newsticker/data/anw-10.01.02-003/

Na zum Glück ist ja noch ein anderer Investor bereit das Kabel zu übernehmen.
Es bleibt spannend.
Ciao Kamischke
Aus für "letzte Meile" per Funk von British Telecom (Update)

Die British Telecom (BT) will sich aus dem Geschäft mit Telekommunikationsdiensten per Richtfunk in Deutschland zurückziehen. Das Call-Center in Erfurt, in dem die Dienste vermarktet wurden, werde Ende März geschlossen, bestätigte ein Sprecher der British-Telecom-Tochter BT Ignite am Donnerstag in München einen entsprechenden Bericht des MDR. "Dieser Markt hat sich überhaupt nicht so entwickelt, wie wir uns vorgestellt hatten", sagte er. In dem Call-Center seien zuletzt rund 30 Mitarbeiter beschäftigt gewesen. Ob und in welcher Form das Richtfunk-Geschäft überhaupt weiter betrieben werde, sei offen. "Wir prüfen alle Optionen."

Eigentlich sollte mit der so genannten Wireless Local Loop (WLL) der Wettbewerb um die Teilnehmeranschlussleitung ("letzte Meile") im Ortsnetz verstärkt werden. Durch Telekommunikationsdienste per Richtfunk hoffte etwa die Regulierungsbehörde, das immer noch bestehende Monopol der Telekom im Ortsnetz zu brechen. Inzwischen aber haben sich aber zahlreiche Anbieter aus dieser Technik zurück gezogen. Zuletzt hatte Arcor das Geschäft mit der Wireless Local Loop (WLL) aufgegeben; nachdem sich zuvor schon Landtel, Callino und Firstmark aus dem Markt mit der "letzten Meile" per Funk verabschiedet hatten.

Viag Interkom hatte Lizenzen für den Richtfunk im Sommer 1999 für einen zweistelligen Millionenbetrag ersteigert; weitere Lizenzen hatte die Gesellschaft noch im Dezember 2000 erworben. Die Lizenzen sind, nachdem BT nunmehr das Geschäft mit dem Richtfunk aufgibt, nicht übertragbar, erklärte der BT-Ignite-Sprecher gegenüber dpa. Im vergangenen Jahr war das WLL-Geschäft durch die Aufspaltung des Mutterkonzerns in das Mobilfunk- und das Festnetzgeschäft an BT Ignite übergegangen. BT Ignite in Deutschland konzentriert sich seitdem auf das Festnetzgeschäft und ist Teil der internationalen BT-Ignite-Organisation.

Quelle:http://www.heise.de/newsticker/data/jk-10.01.02-001/

Ciao Kamischke
Kabelfirmen dürfen Abopreise nicht einfach erhöhen
Von Leonhardt Krause, Leipzig

Die Leipziger sollten stolz sein. Als selbst ernannter Pionier kam der Kabelnetzbetreiber Primacom vor drei Jahren in die sächsische Metropole, um den von ihm versorgten Bürgern als erstes die Segnungen der digitalen TV-Verbreitung zu bringen.

Mehr Programme, besserer Empfang und interessante Zusatzdienste - Angebote wie sie, nachdem der Kabelnetzverkauf der Telekom abgeschlossen sein wird, auch anderswo versprochen werden, wo die neuen privaten Kabelnetzbetreiber tätig sind.

[...]

Die Firma hatte bereits im vergangenen Sommer die Preise für den klassischen Analoganschluss um 1,60 DM auf 18 DM erhöht. Doch die Preiserhöhung erklärte das Amtsgericht Leipzig nun für rechtswidrig. Mit dem Produkt Analogfernsehen dürfe nicht ein Produkt Digitalfernsehen finanziert werden, so der Richterspruch. Der gilt zwar zunächst im Einzelfall, doch die Wohngenossenschaft Lipsia macht sich jetzt für ihre Mieter stark. 8200 sind Primacom-Kunden und können ihre Ansprüche an den Vermieter abtreten, die sie gesammelt geltend machen will. "Es kann nicht jetzt Geld verlangt werden für eine Leistung, die vielleicht erst später einmal kommt", schimpft Lipsia-Justiziarin Sonja Werhahn.


Gebremste Investitionskraft

Auch anderswo könnten sich Kabelkunden wehren. Rundfunkrechtler wie der Leipziger Professor Christoph Degenhart halten das Urteil für bedeutend für die gesamte Kabelbranche. "Es bremst jedenfalls unsere Investitionskraft", sagt der Primacom-Sprecher. Das Gericht empfiehlt der Firma lapidar, sich "andere Formen der Kapitalbeschaffung" einfallen zu lassen.

[...]

Zusätzlich droht Primacom nun Ärger von der ARD, die sich beschwert, dass nur ein Teil ihres Digitalpakets durchgeleitet wird. Hier droht vielleicht das nächste Verfahren, auch wenn Primacom von "technischen Gründen" spricht.


Pioniergeist

Das Unternehmen selbst führt die Probleme in Sachsen auf seine Vorreiterrolle zurück. "Wir sind Pioniere und müssen eben ausprobieren", sagt Sprecher Löhmann. Tatsächlich können andere Kabelfirmen aus den Bruchlandungen in Leipzig nur lernen. Das gilt etwa für die Konkurrenten ISH (NRW), Iesy (Hessen) oder Liberty-Media, die den Großteil der Kabelnetze übernehmen will.

[...]


Quelle: http://www.ftd.de/tm/me/FTDDC294AWC.html?nv=se


Durch dieses Urteil in einem Einzelfall verliert Primacom im Extremfall (potentielle) Einnahmen i.H.v. 0,8 Euro x 120.000 Kunden = 96.000 Euro. Das ist nicht allzu tragisch, aber trotzdem ärgerlich, zumal das Gebührenniveau in Ostdeutschland niedriger ist als in Westdeutschland. Vielleicht wäre eine Gebührenerhöhung unter Verweis auf die zunehmende Angleichung der Einkommensverhältnisse in Ost und West erfolgversprechender gewesen.
Ohnehin wäre es interessant zu wissen aufgrund welcher Rechtsgrundlage hier geurteilt wurde. Fraglich ist, inwiefern ein derartiger Eingriff in die Preisautonomie eines privatwirtschaftlichen Unternehmens - zumal es sich nur um eine verhältnismässig geringe Preiserhöhung handelt - in einer Marktwirtschaft zu rechtfertigen ist.

Meryll.
Ein weiterer großer Artikel über ein Gespräch der FTD mit den Primacom-Vorständen steht auf S. 4 der Printausgabe und ist Online leider nicht verfügbar:


Ausbau des deutschen TV-Kabels bedroht
Von Thomas Clark, Mainz


Die bestehende Eigentümerstruktur des deutschen Fernsehkabels ist für einen großflächigen Ausbau der Kabelnetze für digitales Fernsehen, interaktive Dienste, superschnellen Webzugang und Telefonie ungeeignet. „Die Branche ist großartig für alle, die sich bis heute Eintritt verschaffen konnten – aber das war’s dann auch schon“, sagte Paul Thomason, Vorstandsvorsitzender von Primacom im Gespräch mit der Financial Times Deutschland. Eine Konzentration der Eigentümer sei notwendig, so Thomason: „Ohne einen solchen Schritt kann ich mir nicht vorstellen, wie wir am deutschen Markt die nächste Stufe erreichen.“

[...]

In Deutschland gibt es [...] Hunderte kleine Anbieter, deren eigenes Kabel nur wenige Meter von der Kundenhaustür weiterführt. Bereits an der Straße würden sie einfach die großen Kabelleitungen anzapfen, die in den 80er Jahren die damals noch staatliche Telekom legte.

Das Resultat daraus, sei „eine subventionierte Branche“ voller Kleinanbieter. Denn diese Endkabelbetreiber, so Thomason, könnten zu ausgesprochen geringen Gebühren die Telekom-Netze anzapfen und damit den Großteil der Kabelgebühren einstreichen – mehr als 70 Prozent.


Sollte diese Struktur beibehalten werden, würde keiner den Ausbau des Kabels in digitale Datenautobahnen finanzieren. Die Kleinen deshalb nicht, weil sie zu finanzschwach sind. Die Großen deshalb nicht, weil die Ertragsaussichten zu gering sind.

Die Kritik des Primacom-Chefs hat einen aktuellen Hintergrund: Liberty Media, die über Umwege Großaktionär bei Primacom ist, möchte für 5,5Mrd. Euro das Kabel der Deutschen Telekom in sechs Bundesländern kaufen. Das Bundeskartellamt hat Bedenken zu dem Kauf angemeldet – unter anderem, weil Liberty angekündigt hat, alle Endkundenanbieter in diesen Regionen aufkaufen zu wollen. Bei den 10,1 Millionen zum Verkauf stehenden Kabelanschlüssen bestehen nur 3,5 Millionen Direktkunden. Der Rest der Haushalte wird von Kleinanbietern betreut.

„Es ist seltsam, dass das Kartellamt hier einen Markt schützen will, der nur duch Subventionen entstanden ist und daher in unseren Augen gar kein richtiger Markt ist – zumindest im wirtschaftlich, wettbewerbsrechtlichen Sinn“, mokiert sich Primacom-Finanzvorstand Hans Wolfert über das Kartellamt, das bis Ende Februar über den Kauf entscheiden muss. „Wenn das Kartellamt eine Integration des Kabels verbietet, wird auch niemand investieren.“ Auch bei den bisherigen Käufern des Telekom-Kabels – Callahan in Nordrhein-Westfalen und Baden Würtemberg, Klesch in Hessen – zeigt sich dieses Problem laut Wolfert und Thomas bereits. Der teure technische Ausbau würde nur in den großen Städten vorangetrieben, aber nicht flächendeckend.

Das Resultat eines Verbotes des Liberty-Einstieges durch das Kartellamt hätte für die Primacom-Vorstände Konsequenzen: Konkurrenz zum Internet-DSL-Angebot der Telekom durch das TV-Kabel könnte nicht entstehen. Special-Interest-Kanäle, die es in den USA zu Hunderten gibt, würden hier nicht gegründet werden, weil das Kabel seit Jahren voll belegt ist.

Das Veto der führenden Privatsender-Konzerne Bertelsmann und Kirch gegen den Liberty-Einstieg verstehen die Primacom-Vorstände nicht. Die könnten auf Grund ihrer Programm-Expertise doch am meisten profitieren und hätten die besten Antrittsvoraussetzungen bei der Gründung eigener Kabel-Spartensender. „Ich sehe die Aufrüstung des TV-Kabels nicht als Gefahr für Programmanbieter, sondern als Chance“, so Wolfert. Zwar würden ihre bestehenden Sender wohl Marktanteile verlieren, der gesamte TV-Werbemarkt aber zulegen – zum Vorteil aller Programmanbieter.


Meryll.



P.S.: Beide Artikel sind in der heutigen (11.01.01) Printausgabe der FTD auf den Seiten 4 bzw. 8 zu finden.

Habt bitte Verständnis dafür, daß ich die Artikel gekürzt einstelle. Das mache ich nicht nur um Redundanz zu verhindern und die Lesbarkeit bzw. Übersichtlichkeit in diesem Board zu fördern, sondern auch aus urheberrechtlichen Gründen.
@meryll:
Die Berichte in der heutigen FTD bestätigen meine Aussage!
"BANANENSTAAT!" ;)
Es wurde in früheren postings immer kritisiert, daß sich Primacom bei den deutschen Netzen nicht ausreichend einsetzt. Die niederländische Aktivitäten wurden sogar negativ betrachtet.
Ich sehe die niederländische Aktivitäten als vernünftig an, zumindest solange unser Beamtenstaat gegen wirtschaftliche Interessen handelt. Ein gutes Unternehmen MUSS sich entsprechend zurückhalten bis das wirtschaftliche Umfeld eine Investition rechtfertigt.
Unter den jetzigen Umständen sehe ich sogar die Notwendigkeit, daß sich Primacom vorrangig in einem konsolidierten Markt bewegt!

wine

P.S.
- Alles Geschriebene und Gesprochene sollte man z.Zt. nicht überbewerten. Vermutlich wird auf diese Art entsprechenden politischen Druck ausgeübt!
- Früher oder später kommen die "neuen Dienste" doch. Es wäre nur schade wenn wir Deutsche wieder einmal mehr das Rücklicht einer Entwicklung wären. Denn dann hätten wir wieder einmal einen heute existierten Vorteil verspielt.
Die Frage ist allerdings,

wieviele zahlende Kunden bis Ende des Jahres noch haben wird.

Ich schätze, dass nicht wenige der Kunden negativ zu Primacom eingestellt sind. (aus welchen Gründen auch immer)

Übernahmespekulationen sehe ich als lächerlich an, wenn man sich vor Augen hält, dass John Malone/Liberty auf Sparkurs fährt.

Malone will offenbar nichts anderes, als sein PayTV in Deutschland verkaufen.

Hohe Investitionen für weitere Dienste wie etwa Internet oder Telefonie sind angesichts gesunkener Gewinnmargen uninteressant.

Es ist sehr fraglich, ob die von Primacom schon getätigten Investitionen für den Aufbau hochqualitativer Netzstrukturen bei einer etwaigen Übernahme entsprechend "gewürdigt" werden, sprich: Kommt das Geld wieder rein?!

Die Zahlen Primacoms deuten auf eines hin:

Die neuen Services und Produkte zu den derzeitigen Preisen/Konditionen sind uninteressant.

~150 Millionen DM allein für den Netzausbau Leipzig sind hochgradig gefährdet.

Was uns jetzt noch fehlt, wäre eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit==>höhere Kosten für Kredite

CB.....der seit über einem Jahr nicht mehr mit Primacom zufrieden ist!!!

P.S. Da hilft es auch nur wenig, auf die schwache Leistung des gesamten Neuen Marktes zu verweisen.

Man hätte es besser machen können und müssen
>
will Liberty nun doch einlenken?!

http://www.wallstreet-online.de/ws/news/news/main.php?&m=3.…

11.01.02 17:42 Liberty will Telekom-Kabel für Internet- und Telefondienste ausbauen

Die US-Kabelgesellschaft Liberty Media will neben digitalem Fernsehen nun doch auch Internetzugang und Telefondienste anbieten. Das Unternehmen, das große Teile des Kabelnetzes der Deutschen Telekom übernehmen wird, schwenkt damit auf die Linie der Regulierungsbehörde ein, die sich aus dem Markteintritt der Amerikaner einen stärkeren Wettbewerb erhofft.

In einer Stellungnahme an das Bundeskartellamt erklärt Liberty seine Bereitschaft, TV, Internet und Telefonie aus einer Hand anzubieten, denn nur mit diesem Dreiklang sei das Breitbandkabelgeschäft rentabel. Erreicht werden sollen die Pläne von Unternehmenschef Malone durch eine Aufrüstung des bestehenden Netzes auf 510 MHz. Das erlaubt die Übertragung von mindestens 40 digitalen Fernsehkanälen. Zusätzlich wird es einen Rückkanal geben und einen schnellen Internetzugang.
Um die Kartellamtsgenehmigung zu bekommen, würde ich auch das Blaue vom Himmel herunterlügen, wenn es denn gewünscht wird.

Hinterher gibt es eh keine ernsthaften Sanktionsmöglichkeiten mehr, wenn ich meine Versprechungen nicht einhalte...

Auf jeden Fall rückt eine Genehmigung des Telekom-Deals in greifbare Nähe.

Welche Auswirkungen für Primaprimacom zu erwarten sind, bleibt abzuwarten.


:O :) :)
@JSK
die auswirkungen auf Primacom liegen auf der hand
sie ergeben sich durch rückschluss aus dem gespräch der FTD mit den Primacom-vorständen, S. 4 der heutigen printausgabe der FTD (dank an meryll, unten posting #96!):
"Das Resultat eines Verbotes des Liberty-Einstieges durch das Kartellamt hätte für die Primacom-Vorstände Konsequenzen: Konkurrenz zum Internet-DSL-Angebot der Telekom durch das TV-Kabel könnte nicht entstehen ..."
Aufpassen, hier wird lediglich verbal geklappert!
Nicht alles so ernst nehmen.
Je näher die Entscheidung rückt, desto mehr wird taktiert!

wine
@winetrader
wenn jemand "klappert", dann sind es andere, boardmitglieder zum beispiel
es ist hier von einer stellungnahme Libertys an das Bundeskartellamt die rede ...
dort ist es für ein "taktieren" zu spät!
Was das Kartellamt möchte:

Einen hochwertigen Netzausbau/-aufrüstung wie beispielsweise von Primacom in der Region Leipzig:

==>100-150 Millionen DM für ~150.000 Kunden

Bitte bedenkt hierbei, dass dies nur für die Aufrüstkosten gilt!!!

Die Netze haben schon davor Primacom gehört.

Liberty hat im Schnitt schon alleine für die Kunden ca. 1.000,-DM bezahlt.

Der Witz hierbei ist, dass die Netzebene 4, die teuerste überhaupt, nicht mal dabei war==>noch mal ca. 1.000,-DM pro Kunde (bei Kauf)

Wo bleiben die Kosten für die Hardware?

Pro Kunde dürften nochmals ~400.-DM pro Multimediabox draufgehen.

John Malone hat in den USA gezeigt, was er will:
PayTV verkaufen.

Hohe Investitionen für hochwertige Netze sind ihm Schnuppe.

Kabelqualität:

Schaut euch mal die Entstehungsdaten der Telekomnetze an!!!
Schon im Dezember kam die Meldung, dass die Deutsche Telekom keine Frequenztests durchführen möchte, aus Angst, jemand könnte merken, dass sich die verlegten TV-Kabelstrukturen gerade mal für ~500MHz eignen.

CB
Über 100 Millionen DM wurden von Primacom allein für die Region Leipzig investiert, um ganze 7.000 Kunden zu gewinnen.

Klasse!!!

Ich glaube, ich bin jetzt besser wieder ruhig und halte meinen Mund.

Sonst handele ich mir noch eine Anzeige von Primacom wegen Beleidigung ein.

Klagen können sie wenigstens........vor allem gegen die eigenen Kunden.

CB

P.S. Frage: Vor wem muss der Vorstand von Primacom eigentlich Rechenschaft ablegen? Vor dem Aufsichtsrat?
==>Christian Schwarz-Schilling?!

Der gleiche Christian Schwarz-Schilling, der schon im Aufsichtsrat einer Gigabell, Telegate, usw. saß?
Wieviel muss Primacom eigentlich noch pro Kunde investieren bzw. wieviel höchstens darf der Betrag sein, um marktfähige Preise anzubieten?

Ich kann es gut und gerne nachvollziehen, pro Kunden mehrere tausend Mark zu investieren, um ein Highspeedinternet-Produkt für knapp 100,-DM anzubieten, dass den Kunden allerdings, theoretisch nur ~3,5Stunden Surfen bei Vollast ermöglicht.

Wie schreckt man Kunden ab?

Wie soll man sich als Aktionär solch einer Firma fühlen, wenn man etwas Menschenverstand hat?

Wie gerne wünschte ich mir noch die Zeiten zurück, als ein Herr Menzel den Fusionsbeschluss einer AGFB auf die Primacom verzögerte.

Wie lächerlich geringfügig waren solche Probleme, verglichen mit den jetzigen Ungewissheiten.

Wer hat realistischen Trost oder eine Idee?

CB
völlig richtig, cyberbob
aber die kosten der aufrüstung sind Malones problem
das Bundeskartellamt wird entsprechende auflagen erlassen, und die sind nicht sanktionslos, wie JSK meint
Natürlich kann man u.a. einem Bananenstaat für die Situation geben.

Aber, was zeichnet gute Manager und Führungskräfte eigentlich aus?

Der Markt zumindest stuft den Wert der Aktien offensichtlich objektiver ein, als es so manch Aktionär hier sehen möchte.

Oder glaubt hier wirklich noch jemand, dass eine Primacom ungerechtfertigt so tief kursiert?

Wo sind die Einnahmen, die die immens hohen Investitionskosten rechtfertigen?

Wo sind die tollen, innovativen Produkte, die sich fast von selber den Kunden verkaufen?

Wo bleibt der positive Eindruck dieses Hightechunternehmen?

Erreicht man dies, indem man juristisch seine Grenzen austestet?

CB
@Raymond:

Weißt du, was Malone machen wird?

Vereinfacht ausgedrückt:

==>Er wird lediglich die Kopfstationen in den jeweiligen Regionen rückkanalfähig machen und nebenbei auch noch Telefoniedaten übermitteln.

Was am Ende rüberkommt, kann ihm doch egal sein.

Ob nur jeder 100te Anrufversuch durchkommt, kann ihm doch egal sein.

Ob die Leute nur mit 2Bit/sec im Internet surfen, kann ihm doch egal sein.

Die Bedingungen der Kartelbehörden hat er erfüllt.

Nur mit dem üblen Nachgeschmack für die Kunden, dass dies sicherlich keine akzeptable Qualität und somit Alternative bringt.

CB
Wer glaubt, dass Liberty den gleichen Weg einschlagen wird wie Primacom und gleichwertige Netze wie Leipzig in Deutschland aufbau?

Dann könnte er doch gleich, die alten TV-Kabel der Deutschen Telekom komplett auswechseln und zudem noch den Glasfaserbackbone aufbauen, der seitens der Telekom noch nicht vorhanden ist.

CB
Thema: Sanktionen

Die Deutsche Telekom bekam schon 1996 den Wunsch der EU-Kommission zu hören, dass sie sich bitte von ihren TV-Kabelnetze trennen sollte.

Was geschah seitdem?

Die DSL-Infrastruktur wurde ausgebaut und steht kurz vor dem Abschluss.

Der Zug ist aus meiner einfältigen Sicht schon lange abgefahren.

Primacomwar einer der Ersten!!!

Aber was ist daraus bis jetzt geworden?

Hatte man wirklich allen ernstes geglaubt, von der Deutschen Telekom jemals auch nur ein Käbelchen erwerben zu können?

Die Deutsche Telekom wußte ganz genau, an wen sie die Netze verkauft.

Bei ernsthaften Konkurrenten, Callahan und Klesch, hat sich nennenswerte Teile einbehalten.

Malone kann und wird (meine Behauptung!!!) sich fast ausschließlich auf das PayTV-Geschäft konzentrieren.

Ein hochwertiger Netzaufbau wie beispielsweise Leipzig ist zu teuer.

CB
So, jetzt bin ich erst mal fertig.

Danke, dass ich meinen Frust und Unmut loswerden konnte.

Nur bekomme ich eben Gefühl von Übelkeit, wenn Primacom`s Strategie auch noch versucht wird, schön zu reden.

Primacom muss schnellstens umdenken.

Dies gilt für alle Bereiche!!!

- Wachstums- bzw. Kundenerhaltungsstrategie

- Preis- und Produktpolitik

- Konditionen

- und nicht zuletzt dem Verhalten und Behandeln der eigenen Kunden.

CB

P.S. Habt ihr schon mal aus Spaß und Interesse in der Region Wiesbaden bei Primacom angerufen, um euch für die neuen Produkte zu informieren?
Macht das mal.......So bereitet man Kunden auf die zukünftigen Produkte vor!!!

P.S. Ich unterstelle Primacom an dieser Stelle einfach mal, dass die Region Wiesbaden an Iesy oder jemand anderen abgetreten werden soll?!
cyberhiob,
du steckst einigermaßen drin in der materie (respekt!)
aber stehst du nicht auch hinter den Primacom-vorständen, wenn die sich jetzt outen und meinen, der Liberty-deal wäre unter den auflagen, wie sie sich nun abzeichnen, keine so schlechte sache (für Primacom)?
was ist, wenn der markt auch so denkt und die aktie in die gänge bringt (auch wenn`s der Malone nicht bringt und Primacom verschiedenes besser machen könnte, klar)?
@RaymondJames:
Taktiert und geklappert wird bis fünf Minuten vor der Unterschrift. Schau dir mal die Verhandlungstaktiken von Malone in der Vergangenheit an!
Auf politischer Ebene passiert momentan viel! Zwar bei vorgehaltener Hand und für uns unsichtbar, aber da kannst du dir sicher sein, daß bei dieser Thematik noch nicht das letzte Wort gesprochen ist.

wine
Sorry Winetrader,

dass ich dich dein Vertrauen wieder etwas dämpfen muss:

Schau dir mal die UPC-Aktionäre an und was dort abläuft.

Liberty (John Malone) bekommt das einstige Multimilliarden-Unternehmen für einen Appel und ein Ei geschenkt.

Wer sagt uns, dass es bei Primacom nicht genauso ablaufen wird?

Nur weil der Primacomvorstand das erste "Fusionsangebot" (sprich: Quasiübernahme) bei Kursen von deutlich unter 10,-Euro ablehnte, wäge ich mich noch lange nicht auf der sicheren Seite.

Der Übernahmepreis dürfte ca. in der Region liegen, der von Primacom allein für die Aufrüstung der Region Leipzig seinerzeit investierte.

Reicht uns Aktionären dies auch nur im Entferntesten?????

CB......der leider nur abwarten kann!!!
...werde demnächst wieder etwas für meine Rechtschreibung und Syntax machen. ;)

CB
@cb

>Schau dir mal die UPC-Aktionäre an und was dort abläuft.
Liberty (John Malone) bekommt das einstige Multimilliarden-Unternehmen für einen Appel und ein Ei geschenkt


Liberty hat UPC-Junkbonds für 30c den Dollar erworben und strebt die Umwandlung von Fremd- in Eigenkapital an. Damit sichert Malone zugleich den Fortbestand, Bonität und Liquidität des völlig überschuldeten Unternehmnens, an dem er schon vorher indirekt in erheblichem Maße beteilligt war. Ein genialer Zug !

Mit Primacom ist die Situation schlichtweg nicht vergleichbar, da Primacom nicht überschuldet ist.

Glaubt man den Worten von Finanzvorstand Thomason anlässlich der jüngsten Zahlen (Q3/01) hat Primacom finanziell eine der stärksten Positionen im europ. Kabelsektor.



>Nur weil der Primacomvorstand das erste "Fusionsangebot" (sprich: Quasiübernahme) bei Kursen von deutlich unter 10,-Euro ablehnte, wäge ich mich noch lange nicht auf der sicheren Seite.

Leider auch nicht richtig: Grundlage war eine Due-Dilligence-Prüfung und nicht der akt. Aktienkurs - übrigens auch ein Grund weswegen die Übernahme scheiterte.


meryll.
CB:
> Die DSL-Infrastruktur wurde ausgebaut und steht kurz vor
> dem Abschluss.

> Der Zug ist aus meiner einfältigen Sicht schon lange
> abgefahren.


gut, in Leipzig, dort wo Primacom aufgerüstet hat, hat das Management schlichtweg gepennt. Hätte doch von vornherein klar sein müssen, dass es keinen Sinn macht, in Deutschland anders als in den Niederlanden zu agieren (die Erkenntniss, dass das extrem niedrige Volumenlimit nur kontraproduktiv war, hätte auch früher kommen können).

Aber der Zug ist nicht dauerhaft abgefahren, auch für Liberty nicht. Die Telekom hat nach wie vor kein gutes Image. Wenn eine gute und vor allem glaubwürdige Alternative für einen Komplettwechsel (inkl. Telefonie-Anschluss) da ist, wären nicht wenige Kunden grundsätzlich bereit zum Wechsel, selbst wenn sie schon DSL haben. Schaut man sich in einschlägigen Foren an, was das Volk so schreibt, oder hört sich im Bekanntenkreis um, dann entscheidet in erster Linie das offerierte Internet-Access Angebot über einen Wechsel. Die Kunden wollen hier insbesondere auch (glaubwürdige) Sicherheit über den Fortbestand ihrer Flatrates.

Inwieweit Liberty mit nur 510 MHz brauchbares Highspeed-Internet vermarkten kann, kann ich bisher nur schwer beurteilen. Soweit ich die Sache verstehe, ist aber nicht nur die Bandbreite bei der Aufrüstung entscheidend, sondern auch wieviele Haushalte an einen Glasfaserknoten (Fiber node) angeschlossen sind, sich somit die Bandbreite teilen.

Wenn Liberty im Vergleich zu Nachbarländern bzw. den USA+Canada nur mit einem enttäuschend Internet-Angebot startet und dann nur kräftig an der Preisschraube beim klassischen TV dreht, werden sie mit einem deutlichem Negativ Image starten, was sogar eine Wechselwelle zum Satellit auslösen könnte. Das sauge ich mir jetzt nicht aus den Fingern; bitte selber in einschlägigen Foren verfolgen, was das Volk so denkt.

Was iesy (Klesch) sonst angeht, die sind wg. der Verschuldung von der NTL (indirekt hinter iesy stehend) überhaupt kein ernstzunehmender Konkurrent mehr. iesy (vormals ekabel Hessen) hat von vornherein überschuldet in Deutschland gestartet.


Merryll:
> Liberty hat UPC-Junkbonds für 30c den Dollar erworben und > strebt die Umwandlung von Fremd- in Eigenkapital an.
> Damit sichert Malone zugleich den Fortbestand, Bonität
> und Liquidität des völlig überschuldeten Unternehmnens,
> an dem er schon vorher indirekt in erheblichem Maße
> beteilligt war. Ein genialer Zug !

> Mit Primacom ist die Situation schlichtweg nicht
> vergleichbar, da Primacom nicht überschuldet ist.


> Glaubt man den Worten von Finanzvorstand Thomason
> anlässlich der jüngsten Zahlen (Q3/01) hat Primacom
> finanziell eine der stärksten Positionen im europ.
> Kabelsektor. [/i]

ist richtig, gewissermassen ist Primacom einer der Einäugigen unter den Blinden. Aber die Situation ist grundsätzlucg schon mit UPC und NTL vergleichbar, wobei im Gegensatz zu Primacom diese auch mit ihrer Netzaufrüstung schon weitgehend fertig sind. Problem bei Primacom, dass die Bankkredite nicht wie die UPC Bonds einfach für 30% des Nennwertes zurückgekauft werden können.

Schaut man auf den Primacom Aktienkurs, hat die Börse bei Primacom aber eine gewisse Umstrukturierung für die Zukunft bereits eingepriced.

Null



http://www.heise.de/newsticker/data/anw-11.01.02-002/

Meldung vom 11.01.2002 12:35

Liberty will neben TV auch Internet- und Telefondienste anbieten

Gerade erst gab sich Liberty-Chef John Malone noch bärbeißig und erwog den Rückzug vom deutschen Kabelmarkt, falls die deutschen Kartellwächter auf den schnellen Einbau von Telefondiensten bestehen würden. Auf dem Papier zeigt sein Unternehmen eine moderatere Haltung: Liberty Media hat sich zum Ausbau des TV-Angebots, eines schnellen Internet-Zugangs und der schrittweisen Einführung von Telefonservices bereit erklärt. In einer umfangreichen Stellungnahme des Unternehmens an das Bundeskartellamt, der dpa vorliegt, wird darüber hinaus auch die Bereitschaft zur Verwendung eines offenen Standards bekundet.

Grundlage des Liberty-Geschäftsmodells sei das dreifache Angebot von TV, Internet und Telefonie, schreibt die Nachrichtenagentur. Erträge im Breitbandgeschäft seien nur zu erwirtschaften, wenn dem Verbraucher alle drei Bereiche aus einer Hand angeboten werden. "In dem Angebot des Dreiklangs von Fernsehen, Telefonservices und schnellem Internetzugang liegt daher der Schlüssel für eine den Erwartungen von Liberty entsprechende Investitionsrendite." Diese Einschätzungen stützten sich auf die Erfahrungen von Liberty in Großbritannien und Japan. [Null: ich sehe dies absolut genauso].

Mit der flächendeckenden Aufrüstung des TV-Kabels auf 510 MHz werde Liberty digitales TV mit mindestes 40 zusätzlichen TV-Kanälen, einem Rückkanal und einem schnellen Internetzugang anbieten. Bereits heute sei es technisch möglich, auch Telefonie beim Ausbau auf 510 MHz anzubieten. Entscheidend sei dabei nicht die Bandbreite. Bislang gingen Experten von dem dazu notwendigen Ausbau auf 862 MHz aus.

Entsprechend käme es mit dem Markteintritt von Liberty zu einer Verstärkung des Wettbewerbs auf drei Märkten: Inhalte (Produktion von TV-Sendungen und Filmen), Pay-TV und Netze (Internetzugang und Telefonie). Liberty wolle danach durch gezielte Anreize und durch Kooperationen mit deutschen Produzenten sowie Fernsehveranstaltern die Schaffung neuer, innovativer Fernsehkanäle (Spartenprogramme, thematische Kanäle, regionale Programme) anregen, die zu Pay-TV-Paketen zusammengestellt werden könnten.

Ferner würde Liberty der einzig starke Anbieter sein, der mit einer eigenen Netz-Infrastruktur der Deutschen Telekom in den Bereichen schneller Internet-Zugang und Telefondienste gegenübertritt. Schließlich heißt es etwas überrachend in der Stellungnahme, das Unternehmen unterstütze ausdrücklich offene Standards. Dies sei aber nicht auf die Verwendung des MHP-Standards beschränkt. Es stehe Liberty frei, "einen anderen offenen Standard auszuwählen, solange das Ziel offener Standards erreicht wird". Bislang hatte sich gerade Malone recht entschieden zumindest gegen MHP ausgesprochen.

Liberty Media hatte im September 2001 sechs regionale Kabelnetze der Deutschen Telekom für rund 5,5 Milliarden Euro gekauft. Insgesamt sind rund zehn Millionen Haushalte erreichbar, davon 3,5 Millionen bis zum Endkunden auf der so genannten Netzebene 4. Weiteren Zugang zur Netzebene 4 will Liberty Media durch die Übernahme weiterer Anbieter wie TeleColumbus erhalten. (anw/c`t)
> iesy (vormals ekabel Hessen) hat von vornherein
> überschuldet in Deutschland gestartet.


iesy (Klesch/NTL) hat quasi die "Hafenstrasse" auf Kredit gekauft; der Cash Flow aus dem Kabelgeschäft muss für die
Zinszahlungen verwendet werden. Damit steht der Cash Flow kaum noch für die Finanzierung von Investitionen (Netzaufrüstung) zur Verfügung, die notwendig wären, um die Hafenstrasse in Richtung Parkstrasse/Schlossallee aufzuwerten.

An sich ist die Metropole Frankfurt eine sehr attraktive Region.


Null
Endlich wieder eine gute und informative Diskussion hier im Board.

Auch wenn wir sehr kontroverse Meinungen repräsentieren.

Danke.

CB
Malone (Liberty):

Bisherige Ausgaben für die Kabelnetzebenen 2 und 3:

~ 1000,-DM pro Kunde

Für eine vergleichbare Infrastruktur wie Lepzig dürften noch folgende Kosten hinzu kommen:

~ 1000,- DM weitere Kosten pro Kunde für die Netzebene 4

~ 300,-DM bis 400,-DM pro Kunden für den Aufbau des strukturierten Glasfaserbackbones (Grundlage von HFC-Netzen)

~ 400,- DM für eine Multimediabox pro Kunde

~ Kosten für die Produktion / Kauf von Filmrechten des PayTVs sind unklar.

Suma sumarum:

==>noch mals ~knapp 2.000,-DM pro Kunden.

Glaubt hier jemand, dass Liberty weitere 20 Milliarden DM in den Ausbau in Deutschland investieren wird???

CB

P.S. Will Liberty die Netze zudem noch auf 862MHz hochtakten, dürften viele Koax-Kabel komplett ausgewechselt werden==> Zeit!!! und mindestens ~400,-DM pro Kunde
Um bei der Monopoly-Analogie zu bleiben noch treffender:

Klesch/NTL haben zwar eine grundsätzlich attraktive Strasse gekauft; da dieser Kauf aber bereits durch teuren Kredit finanziert wurde, sind nun die noch notwendigen Investitionen kaum mehr finanzierbar, "um in der Strasse Häuser/Hotels" zu bauen und somit die Strasse aufzuwerten.

Null
insbesondere NTL ist ja an sich in Grossbritannien von der Positionierung her mörderstark; bei Ortsnetztelefonie haben sie dort bereits 30-40% Marktanteil; wie UPC hat NTL sich eben nur zu Boomzeiten mit teuren Akquisitionen auf Kredit komplett verhoben (z.B. Cablecom in der Schweiz, Cablelink in Irland, Anteil an Bredbandbolaget in Schweden, 1G Networks in Frankreich, indirekter Anteil an iesy in Deutschland).

Auch Primacom hat mit Multikabel mehr oder weniger einen ähnlichen Fehler gemacht.

Null
@Nullgesicht


Hallo Nullgesicht!
Möchte an dieser Stelle auf deine letzten Postings und deine Argumentation in Posting #52 eingehen.


Meiner Ansicht nach unterliegst du - das habe ich schon bei Posting #52 vermutet - einem Irrtum. Primacom hat Multikabel nicht -wie von dir unterstellt- überteuert gekauft !


Ganz im Gegenteil:
Primacom hat in den Niederlanden 300.000 voll aufgerüstete Haushalte (Netz von der Kopfstation bis zum Endteilnehmer) gekauft. In NL gibt es keine lästige Aufteilung in Netzebenen. Kabel ist in NL weit verbreiteter als Satellit. Der Markt ist unter den 4 grossen Anbietern klar regional abgesteckt. Die Bevölkerung ist Innovationen gegenüber im europaweitem Vergleich in besonderem Maße aufgeschlossen (anders als Ostdeutschland). Die Strukturdaten sind besser als in Ostdeutschland. Somit auch die Akzeptanzraten (obwohl sich die Internetverbreitung langsam angleicht). Und last but not least: Das niederländische Wettbewerbsrecht ist wesentlich liberaler. Der Primacom/EWT(UPC)-deal war in NL schon seit langem wettbewerbsrechtlich abgesegnet - was aufgrund der starken Marktstellung von UPC erstaunlich ist.

Primacom hat 1250 Euro pro Haushalt bezahlt. Das ist sogar grob das, was man in Deutschland nur für einen analogen (!) Netzanschluss von Ebene 2 bis 4 bezahlen müsste! Hier hat sich für Primacom also die einmalige möglichkeit geboten, ein Schnäppchen zu schlagen.


2. Argument: Aufrüsten kann man die Haushalte auch später - nur, Einkaufsgelegenheiten für Netzzukäufe ergeben sich nur einmalig. Oft hängen diese mit familiären und steuerlichen Gegebenheiten zusammen.

Auch in Deutschland werden von Zeit zu Zeit so kleinere Ne4-Betreiber kontinuierlich zum Preis von 500-550 Euro hinzugekauft. 500-550 Euro für analoge Netzanschlüsse auf der Ebene 4 mit potentiellen (Skaleneffekte!), spezifischen EBITDA-Margen von 75% (wie aktuell bei PCAG im analogen Betrieb gegeben). Ist das wirklich zu teuer? Sollte man diese Gelegenheiten nicht beim Schopfe greifen? Soll man diese Möglichkeiten einfach davon ziehen lassen? Oder - noch viel schlimmer- der Konkurrenz überlassen?


Noch ein Argument: Multikabel hatte ihr Netz schon damals zu 100% aufgerüstet - war also auch in der Entwicklung von Applikationen auf einem höheren Entwicklungsstand. Durch das Zusammenlegen der Entwicklungsabteilungen - wie seinerzeit geschehen - ist es plausibel, daß hier erheblich Zeit und Kosten bei der Enwicklung der neuen Dienste eingespart werden konnte (sh. auch Posting #340 in PC-Thread 98).


Ein weiteres Argument: Offensichtlich ist es nicht so leicht wie ursprünglich angenommen, diese, nach Aussage von Primacom-Verantwortlichen schwer kommunizierbaren, neuen Dienste zu vermarkten. Das geht zunächst auf die Rendite. Analoges Kabelfernsehen ist heute noch wesentlich lukrativer als das Digitale - mit all ihren zusätzlichen Möglichkeiten. Offensichtlich ist Deutschland nach dem ersten "Connectivity-Boom" noch nicht reif für "die nächste Stufe".



Du hast sicher Recht, wenn du sagst, daß auch unter Berücksichtigung strategischer Motive neben Renditegesichtspunkten eine konsequente Netzaufrüstung in Deutschland ebenfalls Sinn macht. Der Kursabsturz der Primacom seit Sebtember 2000 ist sehr wahrscheinlich auf eine entsprechende Bewertung des Multikabel-Kaufs durch die Märkte zurückzuführen, denn damals begannen die massiven Kursverluste. In einer Zeit, in der größenwahnsinnige NM-Unternehmen aufgrund von vollkommener Inkompetenz und Blauäugigkeit ihrer unerfahrenen und unterqualifizierten CEO`s zu Höchstpreisen Unternehmensbeteiligungen erworben haben, und die Folgen dieser Managementfehler langsam evident wurden, hat die Multikabelakquisition sicher massiv zu einer übertrieben-skeptischen beurteilung der Primacom-Strategie beigetragen.

Aber Du siehst, daß sch Primacom hier in einer Zwickmühle befand und der Kauf von Multikabel vor dem oben dargestellten Hintergrund durchaus Sinn macht. Möglicherweise war nicht der Multikabel-Kauf ausschlaggebend für die Märkte, sondern die Botschaft, die dahinter steckte, nämlich, daß sich die Nachfrage nach vielen neuen TV-Programmen, Video-On-Demand, Highspeed-Internet und anderen Diensten über das Fernsehkabel wider Erwarten in Grenzen hält und sich wesentlich langsamer entwickelt als ursprünglich angenommen.

meryll.
Hallo Merryll,

ich habe Multikabel stets für ein attraktives Netz gehalten, da es eine moderne Architektur mit 862 MHz Bandbreite und Rückkanalfähigkeit besitzt. Zweitens stimme ich Dir und dem Primacom-Management absolut zu, dass die Multikabel-Akquisition im Vergleich zu anderen Kabeldeals in Europa vom direkten Kaufpreis gesehen relativ günstig war.

Mein Punkt bleibt aber, dass Primacom, trotz des eigentlich recht günstigen direkten Kaufpreises, die Multikabel-Akquisition indirekt sehr teuer bezahlt hat. Und zwar weil aufgrund der Finanzierung der Akquisition auf Kredit Primacoms Primacoms finanzieller Spielraum sehr eingeengt wurde, somit die Marktstellung im Deutschland signifikant geschwächt wurde.

Ich denke, dass eine möglichst hohe Subscriberzahl im Kabelgeschäft unumstritten ein wichtiger Aspekt ist, allerdings spielt für die Börsenbewertung m.E. nicht weniger eine Rolle, wie stark ein Kabelbetreiber in seinen einzelnen Regionen positioniert ist.

Mir geht es nicht darum, Primacom schlechtzureden, sondern ich versuche vielmehr zu analysieren, aus welchen Gründen der Primacom-Aktienkurs sich auf dem derzeitigen Niveau befindet und was vom Markt eingepriced ist. Denn ohne zunächst erstmal die Einschätzung des Marktes nachzuvollziehen, kann man nicht beurteilen, inwieweit der Markt die Aktie plausibel bewertet oder nicht. Falls der Markt gewisse Sachen übertrieben negativ sieht, bestehen aus Investorsicht Kurschancen nach oben.

Zu den immer wieder vorgebrachten Argumenten, Deutschland sei im Gegensatz zu den Niederlanden "nicht reif für die nächste Stufe", die Akzeptanz sei in den Niederlande höher etc.: Sorry, aber ich halte dieses Gerede einfach nur für blosses Geschwätz.

Deutschland ist zwar in vielen Punkten tatsächlich ein Bananenstaat, aber soweit ich die Sache verfolgen kann, sind auch in Holland deutliche Kabelgebührenerhöhungen nicht ohne weiteres durchzusetzen. Hat das Primacom-Management meiner Erinnerung nach selber in den Conference Calls in Antwort zu einer Analystenfrage erwähnt. Wenn ich mich recht an die Primacom-Aussagen erinnere, sind die Kabelgebühren in Holland sogar einen Tick niedriger als ein Deutschland (praktisch sind sie identisch), wobei die Holländer aber nicht von einer GEZ so unverschämt wie in Deutschland zur Kasse gebeten werden.)

Und dass nun mal in den Niederlanden Kabelmodem-Internet viel verbreiteter als Deutschland ist, liegt einfach daran, dass die holländischen Kabelbetreiber frühzeitig gewillt waren, die noch vor einigen Jahren ebenfalls antiquierten Netze entschlossen aufzurüsten und Highspeed-Internet zu fairen Konditionen anzubieten. Wenn in Deutschland von den privaten Betreibern mit ähnlicher Entschlossenheit vorgegangen worden wäre, sähe die Situation hier zu Lande nicht viel anders als in Holland aus. Die über allen Erwartungen liegende Nachfrage nach T-DSL sollte es hinreichend beweisen.

Die in dem von Dir geposteten FTD-Artikel zitierten Äußerungen von Paul Thomason zur "künstlichen Subventionierung der Level 4-Betreiber in Deutschland" sind in diesem Kontext übrigens hochinteressant. Die Primacom-Vorgängerunternehmen waren selber solche subventionierten Betreiber, was Primacoms Verhalten in der Vergangenheit erklärt. So erinnere ich mich noch an Äußerungen des Primacom-Managements noch von 1999 (ich glaub es war Herr Hoffmann), wonach Highspeed-Internet "für Primacom erst ein Thema in einigen Jahren sei". Und wenn man die Sache wirklich provokant ausdrücken will, konnte man als aussenstehender Beobachter schon manchmal den Eindruck gewinnen, dass das Geschäftsmodell von Herrn Preuss primär auf Arbitrage abzielte: "Akquisition weiterer Level 4-Kunden und Verkauf des resultierenden Gesamtunternehmens zu einem höheren Preis an der Börse". Ohne die damals positive Einschätzung des Marktes zu echten Triple Play Betreibern wie UPC oder NTL hätte Primacom nie zu rund 30 Euro an die Börse gehen können.

Gruss,

Null
@nullgesicht:
Denke nicht so sehr nationalistisch.
In einigen Jahren wird man vielleicht die Kabelnetze eines Unternehmens in verschieden Staaten finden.

wine

P.S.
@meryll:
Wenn du antwortest gibt es nichts zu ergänzen. ;)
Hier ist noch ein Profil zu Holland mit Stand vom 13th August 1999.

Zitat:
"The Netherlands is one of the most dense-ly cabled countries in Europe and the networks were among the oldest in Europe with a limited bandwidth, restricting capacity to about 30 channels." Hätten dort die privaten Betreiber die gleiche Einstellung wie viele der ANGA-Unternehmen in Deutschland gehabt, dann wären die holländischen Netze auch bis heute noch weitgehend auf dem gleichen, unaufgerüsteten Stand geblieben.

Null


http://web.archive.org/web/20010617234105/www.inside-cable.c…



Text updated 13th August 1999
Table updated 27th October 1999

NETHERLANDS
The Dutch government began liberalisation in November 1995. The first steps proposed that only one operator should have construction rights to build a national network to compete with the PTT (which has since become KPN). The new law did however open up mobile competition and gave local and regional cable operators the right to upgrade their networks to provide telecoms services.
Further liberalisation has encouraged alternative infrastructure development and has set up an independent national regulator. There are two competitive national infrastructure licences awarded late in 1996 to Enertel, a consortium of cable and energy companies, and Telfort - a joint venture of BT and Nederlands Spoorwegen (Dutch national railway). There are also around 1200 regional concession licences which allow companies that already have their own networks to offer competitive telecoms services. A fourth mobile licence has also been awarded, to France Telecom. The Netherlands is one of the most dense-ly cabled countries in Europe and the networks were among the oldest in Europe with a limited bandwidth, restricting capacity to about 30 channels. Operators are also subject to locally determined must-carry rules, dictated by the local communities. Because the net-works were primarily owned by municipalities the need to upgrade has created opportunities to companies with the power to invest. Although the utilities, with their public service commitment, were at first seen as the likely take-over vehicles it has proved to be international finance through telecoms partnerships which is undertaking the task in most places. There has been steady consolidation, with UPC (which is based in the Netherlands) as a major player in bringing together diverse regional networks. Casema was sold by KPN to France Telecom in 1998 as it shed all its domestic cable operations. In the north-east of the country EDON, the electricity utility, has been particularly committed to developing its Castel cable subsidiary as a competitive telecom operator, building a regional backbone network. The first cable voice services were offered by A2000 in 1997 and there has been steady growth. High speed modem services were first offered in early 1998 and here too there has been strong growth.


Area: 41,160 sq km
GDP: US $432 billion
Population: 15.4 million
Total Households: 6.8 million
Total TV Households: 6.6 million
No. of Cable Operators 169
Homes passed by cable: 6.5 million
Homes subscribed to cable: 6.18 million
Homes subscribing to DTH/SMATV: 250,000
Phone Lines Installed 7.8 million
Currency: Dutch Guilder (DFl)
Average Exchange Rate: $1=2.05
Language: Dutch
Dialling Code: +31
@wine

ich kann nicht im geringsten nachvollziehen, wieso Du mir nationalistisches Denken vorwirfst. Ich stehe voll hinter dem europäischen Gedanken, der eine tolle Sache ist.


Null
@winetrader
ich weiss, wine. das ist wohl auch einer meiner fehler. ;)


@nullgesicht

keiner wirft dir nationalismus vor. deine sichtweise ist absolut legitim. ich schätze deine argumentation, winetrader sicher auch und deine fürsprecher sowieso !

du erweckst den eindruck, du wärst in deiner eigenschaft als anleger national fixiert - nicht politisch!
ist es im prinzip nicht egal wo in europa sich primacoms kabelnetze befinden? - gerade im zeitalter der europäisierung? warum bist du auf den deutschen markt fixiert? was hast du gegen den niederländischen markt? und komm mir jetzt bloss nicht mit dingen wie "deutschland ist der grösste tk-markt europas". jeder markt hat seinen preis !

die geographische diversifikation macht doch durchaus sinn, bedenkt man, daß sich primacom hierzulande noch mit einer reihe von rechtlichen und medienpolitischen problemen konfrontiert sieht und die niederländischen kabelnetzbetreiber offensichtlich vergleichsweise unbehelligt ihre kabelnetze aufrüsten konnten. ist es nicht ärgerlich, daß primacom als pionier callahan, klesch & co. zum nulltarif den weg ebnet?
das sind doch ernstzunehmende argumente und kein "gerede" oder "blosses geschwätz"! (ich weiss, das hast du nicht so gemeint !)

abgesehen davon ist primacom zu 75% im deutschen markt vertreten. lt. conference call strebt primacom im übrigen für 2002 die verdichtung der netze in deutschland an. es ist also alles nur eine sache des timings!
du hast ein problem mit diesem timing?
noch ein argument: die kabelbranche steht unmittelbar vor einem konzentrationsprozess - zumindest wird die branche noch dynamischer. es werden sicher kabelnetze getauscht werden (wie zb. supermärkte in der einzelhandelsbranche). warum sollte man sie jetzt aufrüsten, wenn man nicht weiss ob sie eventuell mit anderen kabelnetzen getauscht werden? oder wieso sollte primacom in ostdeutschland kopfstationen bauen, wenn es sehr wahrscheinlich ist, daß ein naher verwandter (libery) die telekom-netze kauft und damit mit dem bau jeder dann womöglich redundanten kopfstation finanzmittel versenkt werden die woanders unmittelbar cash-flow-positiv investiert werden könnten ?



Zitat:
Zweitens stimme ich Dir und dem Primacom-Management absolut zu, dass die Multikabel-Akquisition im Vergleich zu anderen Kabeldeals in Europa vom direkten Kaufpreis gesehen relativ günstig war.

nicht nur relativ, nullgesicht, sondern auch absolut! rechne es selbst: 300.000 kunden. 100 euro umsatz pro kunde. 75% marge bei analog-tv. von vielfältigen zusatzeinnahmen wie internet, pay tv etc. ist noch gar nicht die rede. und vergiss nicht die repektablen einnahmen bei den geschäftskunden !


>Mein Punkt bleibt aber, dass Primacom, trotz des eigentlich recht günstigen direkten Kaufpreises, die Multikabel-Akquisition indirekt sehr teuer bezahlt hat. Und zwar weil aufgrund der Finanzierung der Akquisition auf Kredit Primacoms Primacoms finanzieller Spielraum sehr eingeengt wurde, somit die Marktstellung im Deutschland signifikant geschwächt wurde.

jede alternative investition hätte genauso mit fremdkapital finanziert werden müssen (das hatten wir doch schon). die alternative garnichts zu investieren wäre in diesem sehr dynamischen markt die schlechteste alternative - da sind wir uns doch einig, oder ?
noch ein argument: die akquisition von kabelnetzen führt sofort zu cash flow. die aufrüstung führt nur mit sukzessive zunehmender akzeptanz der neuen dienste zu entsprechenden zahlungsrückflüssen. und die ist nun mal derzeit relativ niedrig. das geht auf die innenfinanzierungskraft !


gruss, meryll.
ergänzend zu merylls posting:

Mit den Worten "nationalistisch" o.ä. Wortwendungen haben wir Deutsche ein Problem. Meryll hat meine Aussage richtig erkannt.

Weiterhin muß man bedenken, daß man auch vertragliche Verpflichtungen übernimmt, wenn man ein Kabelnetz kauft.
Die Entscheidung wie man ein Kabelnetz weiterhin ausbaut hängt schließlich auch von den Verhandlungen mit der N3-Ebene ab. (leider haben wir keine einheitliche Netzstruktur)
Verhandelbar sind aber nun mal nur die auslaufende Verträge.
Also immer eins nach dem anderen.


wine
@Merryll+Wine

zur Klarstellung: ich sehe bei Primacom die Tatsache des Holland-Engagements vom Grundsatz her überhaupt nicht negativ; es ist m.E. sogar durchaus eine Bereicherung für Primacom. Mein Argument war einfach, dass durch die Finanzierung des Kaufs auf Kredit Primacoms Position in den anderen Regionen, die nunmal in Deutschland sind, faktisch geschwächt wurde. Die Situation wäre ähnlich, wenn Primacom statt Multikabel irgendeine Grossakquisition in Deutschland durchgeführt hätte (bezahlt mit Cash statt Aktien). Auch das hätte nicht in allen Fällen unbedingt zur Stärkung von Primacom geführt.

Ich glaube dass der Markt im Primacom-Aktienkurs obige Punkte (und die in meinen vorherigen Postings) inzwischen hinreichend eingepriced hat, und dass sie zum Kurverfall beigetragen hatten. Natürlich spielte auch die generelle Schwäche des europäischen KabelTV-/Telekomsektors eine Rolle, aber die Augen vor den Primacom-spezifischen Punkten zu verschliessen, heisst zu ignorieren, was der Primacom Chartverlauf und somit der Markt einem sagt.

Ich erinnere mich noch als Primacom auf ca. 16 Euro fiel und winetrader riet, sich die Taschen vollzumachen. Ich hatte damals als Investor bei knapp über 20 Euro einen (spekulativen) Wiedereinstieg in Primacom versucht, dann aber noch am selben die Position sofort wieder mit Verlust glattgestellt. Ich tendierte damals zur Ansicht, dass der Markt die vorhandenen Negativ-Punkte (bei fast jedem Unternehmen gibt es welche!) noch nicht richtig eingepriced hatte, und weiteres Abwärtspotenzial bestand. Zumal ich nicht wie winetrader Gewinne bei Primacoms vorheriger Aufwärtsbewegung realisiert hatte. Als UPC fast um jeden Preis zur Sicherung einer stragischen Option Primacom-Aktien akkumulierte, was den Primacom-Kurs nach oben trieb, war ich noch nicht dabei.

Im Nachhinein war meine Entscheidung komplett richtig, was trotz Verlusten eine Kostenbasis ermöglicht hatte, bei der ich in meinen Postings auch mal die Situation kritisch und realistisch betrachten kann, anstatt in nur einseitig positivem Licht pushen zu müssen (von letzterem halte ich ohnehin nichts).

Wie oben und auch in vorherigen Postings erwähnt: inzwischen sind viele Aspekte eingepriced, aber den Aktionären bleibt für grosse, wirklich nachhaltige Bewegungen nach oben voraussichtlich erstmal nichts anderes übrig, als abzuwarten, ob aus Libertys Deutschland Engagement was wird und vor allem wie Liberty konkret in Deutschland agieren wird.

Hoffentlich sorgt dieses Posting etwas für Klarheit (war vorhin schon einige Stunden im Bett, aber bin zwischenzeitlich nochmal aufgestanden, um kurz was im Internet was zu überprüfen).

Gruss,

Null


P.S (@Merryll): wie ich hier schon in diversen Postings bei WO (in anderen Threads als den Primacom-Threads) erwähnt hatte, bin ich als Investor eher international orientiert. Im Kabelsektor war ich früher mal Aktionär von NTL (mit Gewinn), und vorübergehend auch mal bei UPC (mit Verlust). Am NM verfolge ich nur eine kleinere Zahl von Unternehmen, aber bin hier kaum mehr aktiv, weil die dt. Börsenregulierung (im Sinne des Anlegerschutzes) völlig unzureichend ist.
@nullgesicht:
Stimmt, ich erinnere mich noch gut an die Tage, wo ich den Einstieg empfahl. Zwar hat diese Aussage, auch wenn jetzt vielleicht einige schwnaubend vorm Pc sitzen, heute noch seine Gültigkeit, aber mit solchen Aussagen halte ich mich heute bei Kursen zu 3-4 Euro zurück. Würde aber auch bei Kursen zu 1000 Euro keine derartige Aussage mehr formulieren.

Ich gebe dir den Tipp, Kursbewegung nicht logisch zu interpretieren.
Es besteht absolut keine Logik.
Ein Beispiel in umgekehrter Richtung:
Erinnere dich an die Zeit der AGFB-Aktie.
In bestimmten Kreisen wurde aufgrund bilanztechnischer Zahlen ein Umtauschverhältnis von 4:1 vorausgesetzt. Das war damals keine Kaffeesatzleserei, sondern handwerkliches Geschick bzw. einfaches Summenrechnen. Damals wurde in den boards und sonstwo die abenteuerlichsten Rechnungen erstellt.
Nach dem Motto: Man muß aufgrund des Kurses dieses und jenes Umtauschverhältnis durchführen.
Als der Kurs so über die 15 Euro lief, kam eine generelle Abgabebereitschaft bei gewissen "Altaktionären" auf, denn es war klar davon auszugehen, daß niemals Primacom zu 60 oder 80 Euro an die Börse gehen wird.
Just zu diesem Zeitpunkt gingen scheinbar zufällig noch die Kulmbacher-Gruppe auf diesen Wert ein und man sah AGFB im n-tv Videotext blinken.
Die damalige Spekulation wurde damit noch genährt und der Kurs ging auf über 20 Euro. (Das hätte einem Primacomkurs von 80 Euro entsprochen) Selbst bei 3:1 wären das utopische 60 Euro/Aktie gewesen.
Der Kursverlauf war nicht logisch, aber das Handeln einiger Aktionäre schon. Nach dem Motto raus bei AGFB und später wieder rein bei Pc.

In diesem Beispiel nährte die allgemeine Euphorie das spekulative Handeln.
Es ist momentan sehr stark davon auszugehen, daß eine grundsätzliche schlechtere Marktstimmung, genährt durch schwächere Analysen, ein genau gegenläufiges Potenzial bewirken.
Deshalb beziehe ich mich letztendlich auf etliche posting von meryll, die auf logischer und mathematischer Analyse einen deutlich höheren Kurs errechnen. Den Faktor Zukunftspotenzial nicht eingerechnet.
Nur wann man dies an der Börse wieder einpreist, das wissen nur die Götter.

wine
@nullgesicht

zitat:
>Mein Argument war einfach, dass durch die Finanzierung des Kaufs auf Kredit Primacoms Position in den anderen Regionen, die nunmal in Deutschland sind, faktisch geschwächt wurde.

wo ist denn die wettbewerbsfähigkeit deiner meinung nach geschwächt? welcher wettbewerb? von welchem markt ist die rede?
primacom hat - dokumentiert durch den 9m-bericht - in allen geschäftsfeldern einen nettozuwachs an kunden - durch organisches wachstum !


Ich glaube dass der Markt im Primacom-Aktienkurs obige Punkte (und die in meinen vorherigen Postings) inzwischen hinreichend eingepriced hat, und dass sie zum Kurverfall beigetragen hatten.

[/b]wenn du sagst, daß der multikabel-kauf massgeblich zum kursverfall beigetragen hat, dann hast du recht! nur in der deutung des kursverfalls haben wir möglicherweise noch einen dissenz: du führst es auf managementfehler zurück. ich gehe davon aus, daß dem markt durch die strategieänderung von primacom sukzessive bewusst geworden ist, daß die ursprünglichen wachstumserwartungen zu optimistisch waren. darüber sollten wir uns unterhalten ! [/b]



>...inzwischen sind viele Aspekte eingepriced

da sind wir wieder unterschiedlicher meinung: erstens ist m.e. bei so einem kurs sogar der weltuntergang eingepreist :) und zweitens befinden wir uns längst in der "untertreibungsphase".

meine argumentation: primacom ist relativ und absolut wesentlich niedriger verschuldet als die europäische peer group und nicht höher verschuldet als der deutsche tk-sektor. sämtliche investitionen wurden mit bedacht vorgenommen. es wurde kein geld verschwendet. im vergleich zu den umts-investitionen der tk-branche sind investitionen in kabelnetze erstens ausgesprochen gut berechenbar und zweitens wird schon heute damit geld verdient. primacom erwirtschaftet dieses jahr ein ebitda i.h.v. vielleicht 100 mio. euro. das entspricht 5 euro je aktie (2001: 80 mio. euro). wir haben ein stetiges und dynamisches wachstum auf ebitda und umsatz-basis zu verzeichnen. es gibt keinen plausiblen grund dafür, weshalb sich dies plötzlich ändern sollte !

derzeit wird primacom deutlich unter seinem substanzwert bzw. buchwert gehandelt und damit praktisch als sicherer pleite- bzw. liquidationskandidat. dabei kann sie ihre zinsaufwendungen aus dem ebitda begleichen, m.a.w.: theoretisch könnte primacom ewig so weitermachen und wäre nicht auf zusätzliche kredite angewiesen. daher halte ich die bewertung für einen witz.


gruss, meryll.





p.s.: was unter timing-gesichtspunkten ratsam ist, bzw. wie sich der kurs heute, morgen, diese woche, diesen oder nächsten monat verändert oder welches individuum in diesem board wann, weshalb wieviele aktien kauft halte ich (zumindest was diesen thread betrifft) für irrelevant. ratschläge, wann aktien zu kaufen oder zu verkaufen seien sind privatsache - börsenguru`s sind out! interessant ist höchstens die frage wo die aktie mindestens ende des jahres steht !

aktuelle kursbewegungen halte ich im übrigen - wie auch winetrader - für willkürlich. für "primacom-kenner" ist das schon geradezu ein charakteristikum dieser anlage. seltsam eigentlich. ich kenne keine branche, die berechenbarer und transparenter ist als diese.
@merryll:

ich hab aktuell nicht soviel Zeit zum Posten, ganz abgesehen davon, dass ich mir vor US-Handelsbeginn noch einige Gedanken zu den Werten meiner Watchlist machen möchte.

Zudem macht es mir auch überhaupt keinen Spass, gezielt im Detail die Negativ-Punkte zu Primacom zu erläutern.


> wo ist denn die wettbewerbsfähigkeit deiner meinung nach
> geschwächt? welcher wettbewerb? von welchem markt ist die
> rede?


allgemein im Triple-Play Markt, was Komponenten wie Telefonie + Internet einschliesst, sowie auf Internet-Access aufbauende Dienste.

Um mal ein Beispiel in wenigen Worten zu nennen: Leipzig wurde auf moderne Netzarchitektur aufgerüstet. Fast jeder Leipziger Haushalt hat einen Ortsnetztelefonieanschluss (es telefoniert doch bestenfalls ein Bruchteil über Genion). Für die Dt. Telekom ist das kein Wachstumsmarkt mehr, aber trotzdem noch eine lukrative, sehr stabile Cash-Cow; ein potentenzieller Alternativanbieter wie Primacom dagegen könnte erheblich Marktanteile gewinnen. Da liegt schon lange Geld förmlich auf der Strasse, und Primacom hat verzichtet, es nur aufzusammeln. Die lächerliche Sache mit dem Internet-Access kommentiere ich jetzt nicht.

Ich nehme zur Kenntnis, dass Primacoms Telefonie-Rollout in Holland im nächsten Jahr starten soll; aber auch in Leipzig hätte er schon längst erfolgt sein können. Dass es bisher nicht der Fall war, lag wohl eher an knappen Finanzen. Komm mir jetzt nicht mit Punkten wie "Multikabel muss erst Research machen, die Technologie ist noch nicht entwickelt". Das ist alles Corporate-Spin. Die Technologie ist längst in der Praxis bewährt, und das wirkliche Research machen ohnehin primär die Equipment-Anbieter. Callahan beisp. (Telenet Belgien) hat zudem R&D Funktionen zur Netzoptimierung nach Indien outgesourced, an Infosys Technologies. Und da arbeiten dann mehr als eine Handvoll Leute, was bestenfalls bei Multikabel der Fall ist.

Meine Antwort zeigt jetzt übrigens hoffentlich auch, was ich von der ganzen Liberty-Diskussion pro und contra Telefonie halte: nämlich gar nix. Es ist doch nun absolut nicht der Fall, dass es keine Kunden (Nachfrage) gibt. Die Kunden sind eben nur zwangsläufig mangels guter Alternativen bei der Dt. Telekom. Aber möglicherweise kennt Malone den Dt. Markt gar nicht richtig. In den USA ist Ortsnetzwettbewerb von der Schwierigkeit gar nicht zu vergleichen, da im Ortsbereich die Kunden bereits standardmässig Flatrates bekommen, d.h. alle Ortsnetztelefonate sind standardmässig über die Grundgebühr abgegolten.


Gruss,

Null
Korrektur: Primacoms Telefonie-Rollout soll in diesem Jahr in Holland starten.
Zeitung: Leipzig erteilt Powernet Absage

In Leipzig wird es nach Zeitungsangaben auf absehbare Zeit keine High-Speed-Internetzugänge per Steckdose geben. Wie die Leipziger Volkszeitung berichtet, haben die Stadtwerke einem Angebot der RWE-Tochter Powerline GmbH eine Absage erteilt. Powernet erlaubt Surfen mit bis zu 35-facher ISDN-Geschwindigkeit. "Vor einigen Tagen haben uns die Leipziger Stadtwerke mitgeteilt, dass sie das Projekt bis auf weiteres auf Eis legen", sagte Powerline-Sprecherin Sabine Bertich.

Quelle:http://www.heise.de/newsticker/data/wst-14.01.02-000/

Ciao Kamischke
> Zeitung: Leipzig erteilt Powernet Absage
> Quelle:http://www.heise.de/newsticker/data/wst-14.01.02-000/

was mir auffällt, ist dass das Volk (einige Leipziger) recht positiv zu Primacom schreibt. Die Kunden scheinen inzwischen zufrieden zu sein.

Liegt wohl eindeutig an dem gecancelten Volumenlimit; als es dieses noch gab, hab ich ganz andere Kommentare zu Primacom gelesen. Kommentare wie die folgenden sind kostenloses Marketing, sowas erreicht man aber nur mit zufriedenen Kunden.


Beispiele:

http://www.heise.de/newsticker/foren/go.shtml?read=1&msg=87&…

Re: Ich als Leipziger
sacho (14. Januar 2002 15:37)
jsl2 schrieb am 14. Januar 2002 11:04

> habe seit zwei Jahren Kabelmodem (1MBit) für einen Flatratepreis
> von 89
> DM. Das funktioniert sicher und schnell - ohne jedes Volumen-Ratio.
>
> WARUM sollte ich wechseln? Selbst wenn, käme erstmal T-DSL infrage.
>
> Also: Richtige Entscheidung.
>
> Jens

ha ein namensfetter und auch bei der primacom ;) moechte die flat auf
keinen fall mehr missen. wechselgruende gibts fuer mich (nachdem nun
endlich auch hier in schoenefeld eine real-ip vergeben wird) eigentlich
keine mehr. klasse sache,

gruesse
sacho


Re: Ich als Leipziger
chris2000 mail@chriskfm.de (14. Januar 2002 12:46)
opi99 (opitz@primacom.net) schrieb am 14. Januar 2002 12:28

> Bin ja auch Leipziger und mit meinem Kabelmodem zufrieden.

gleichfalls, und das in Lpz.-Eutritzsch :-)

> Aber Primacom gibt es auch in Grünau, Gohlis, Wahren, Connewitz
> (nur
> mal ein kleiner Auszug, von wo ich weiß).
> Und wer nicht am Primacom Kabel in Leipzig hängt, der kann ja mal
> versuchen bei www.kabel-leipzig.de ob es die Telekom bei ihm
> schafft
> Internet via Kabel anzubieten (Ich weiß nicht, wie weit die Leute
> sind
> mit ihrem Netz).
>
> Baba opi//

Die Telekom verrät einem ja nicht mal auf schriftliche Anfrage hin,
warum man kein dsl bekommt, ob es wegen des glasfaserkabels ist.
deswegen wäre eine andere alternative, z.bsp. mal bei QDSL nach-
zufragen. Von denen hätte ich es hier bekommen können, ich hatte
deren Kabelmodem schon in der Hand......
nur da hatte ich dann den Primacom Anschluss schon, weil die
mit einer Wartezeit von 3 Tagen `etwas` schneller waren.

Chris


http://www.heise.de/newsticker/foren/go.shtml?read=1&msg=81&…

Re: Leipzig - Glasfaserland

(...)

Grüsse
zwar nicht über dsl, aber über Primacom-Kabel

Chris
Telekom schlägt Regulierer höhere DSL-Preise vor

Bonn, 15. Jan (Reuters) - Die Deutsche Telekom < DTEGn.DE > hat im Rahmen des laufenden Untersuchungsverfahrens zur Prüfung der Preise für schnelle Internet-Anschlüsse via DSL der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post höhere Preise vorgeschlagen.
Die Telekom teilte am Dienstag in Bonn mit, die monatlichen Preise für die digitale DSL-Anschlüsse sollten künftig zwischen 9,99 Euro und 12,99 Euro betragen statt bislang zwischen 7,62 und 10,18 Euro. Lediglich beim Preis für einen DSL-Anschluss über eine analoge Leitung wurde dem Regulierer eine Preissenkung auf 19,99 Euro von bislang 20,40 Euro vorgeschlagen.
Auch die einmalig anfallenden so genannten Bereitstellungsentgelte für DSL-Anschlüsse sollen in zwei Schritte gegenüber dem bisherigen Preis auf 99,95 Euro knapp verdoppelt werden.

Ciao Kamischke
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