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Netto-Longs auf US-Rohöl klettern deutlich - CoT-Report

Nachrichtenquelle: Shareribs
06.11.2017, 08:59  |  638   |   |   
New York 06.11.17 - Die spekulativen Finanzinvestoren haben ihre Netto-Longpositionen auf US-Rohöl in der letzten Woche deutlich ausgeweitet. Trotz der steigenden Preise sank die Zahl der laufenden Förderanlagen erneut.

Wie die Commodity Futures Trading Commission am Freitag mitteilte, haben die spekulativen Finanzinvestoren ihre Netto-Longpositionen auf zwölf in den USA gehandelte Rohstoffe, in der Woche bis zum 31. Oktober, um 0,8 Prozent auf 284.591 Kontrakte reduziert. Während es bei den meisten Rohstoffen einen Rückgang der Netto-Longs zu verzeichnen gab, stieg die Zahl der Netto-Longpositionen auf US-Rohöl wieder deutlich an.

Die Ölpreise haben sich auf dem höchsten Niveau seit zwei Jahren stabilisiert. Die anhaltend hohe Nachfrage und die Produktionseinschränkungen seitens der OPEC haben die Notierungen nach oben getrieben, auf Sicht der vergangenen Woche stiegen die Preise um drei Prozent. Die Einhaltung der Förderreduktion seitens der OPEC-Mitglieder ist im Oktober wieder gestiegen. Weiterhin sorgen sich die Marktteilnehmer um die Angebotslage bedingt durch finanziellen Probleme Venezuelas. Das Land bewegt sich am Rande einer Staatspleite und hat nun seine Gläubiger um die Aufnahme von Restrukturierungsverhandlungen gebeten. Venezuela gilt als extrem ölreich, gehört innerhalb der OPEC aber zu den kleineren Produzenten. In den USA ist die Zahl der laufenden Förderanlagen in der vergangenen Woche um acht auf 729 Anlagen zurückgegangen, wie Baker Hughes am Freitag mitteilten. Die Förderung von Rohöl in den USA wächst jedoch weiter. Die Netto-Longs auf US-Rohöl wurden um 19,7 Prozent auf 281.244 Kontrakte ausgeweitet.

Der feste US-Dollar und die fortgesetzte Rally an den Aktienmärkten sorgen dafür, dass der Goldpreis unter Druck bleibt. Am Freitag sanken die Notierungen auf ein Wochentief und verzeichneten den dritten Wochenverlust in Folge. Die Arbeitsmarktdaten in den USA fielen enttäuschend aus, die hohen Auftragseingänge in der Industrie und der starke Dienstleistungssektor dürften den Goldpreis aber auch weiterhin belasten, da man einerseits auf einen fortgesetzt festen US-Dollar sowie ein Beibehalten der geldpolitischen Straffungspläne erwartet. US-Präsident Trump hat Jeremy Powell als nächsten Vorsitzenden der US-Notenbank nominiert. Es wird erwartet, dass Powell geldpolitisch ähnlich vorsichtig agieren wird wie Janet Yellen. Die Zahl der Netto-Longpositionen auf >Gold sank um 3,8 Prozent auf 166.535 Kontrakte.

Die Netto-Longs auf Silber wurden um 10,9 Prozent auf 57.786 Kontrakte reduziert, bei Platin war ein Rückgang der Netto-Shortpositionen um 7,1 Prozent auf 1.946 Kontrakte zu verzeichnen und Palladium sank die Zahl der Netto-Longs um 0,3 Prozent auf 22.837 Kontrakte.

Auch bei Kupfer war ein leichter Rückgang der Netto-Longpositionen zu verzeichnen, insgesamt bleiben diese mit 105.077 Kontrakten aber auf einem relativ hohen Niveau. Der Kupferpreis bewegt sich um das höchste Niveau seit zwei Jahren. Auf Sicht der letzten sechs Wochen kletterten die Notierungen um rund zehn Prozent. Dabei wirkt sich die konjunkturelle Lage in China unterstützend aus, obgleich die Einkaufsmanagerindizes für den vergangenen Monat etwas schwächer ausfielen. Die Nachfrage gilt weiterhin als gut. Die Preise für das rote Metall wurden auch unterstützt von der Erholung anderer Metallpreise, darunter Nickel. Das Metall stieg in der letzten Woche kräftig an, nachdem neue Schätzungen für die Nachfrage nach Nickel aus der Batteriebranche veröffentlicht wurden.

Bei den Agrarrohstoffen setzt sich die Seitwärtsbewegung fort. Die Zahl der Netto-Shorts auf Weizen wurde um knapp ein Drittel auf 110.875 Kontrakte ausgeweitet. Hier gibt es aber Risiken hinsichtlich des Anbaus von Weizen im kommenden Jahr. Die Netto-Shorts auf Mais wurden um 16,3 Prozent auf 202.763 Kontrakte ausgeweitet. Die Zahl der Netto-Longpositionen auf Sojabohnen sank um 17,5 Prozent auf 40.612 Kontrakte.


Quelle: shareribs.com / CFTC

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