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Deutsche Post Short 85-Prozent-Chance

09.12.2018, 22:38  |  411   |   |   

Vor Weihnachten bleibt noch alles beim Alten, danach wollen einige Paketdienste ihre Preise und die Deutsche Post ihr Briefporto erhöhen. Man brauche ein höheres Porto, weil die Personalkosten jedes Jahr um etwa drei Prozent steigen, aber die Briefmengen um einen ähnlichen Wert sinken, lieferte Post-Chef Frank Appel das Argument für die angedeutete Erhöhung. Zuletzt hatte die Bundesnetzagentur eine Anhebung des Beförderungsentgeltes für Briefe zum Jahresende noch abgelehnt. Appel hält dennoch daran fest.

Amazon droht

Der steigende Online-Handel treibt die Nachfrage der verschiedenen Dienste immer weiter nach oben. Die daraus resultierende Paketflut stellt die Zusteller vor Probleme, denn die Suche nach Fahrern erweist sich aufgrund der niedrigen Löhne als Herausforderung. Auch Amazon setzt neben der Zusammenarbeit mit den Paketdiensten mittlerweile auf eigene Zusteller. Der Online-Handelsriese experimentiert verstärkt mit eigenen Lieferungen, woraus eine belastende Konkurrenz für die Logistikdienstleister entstehen könnte.

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Teurer Meter

Für die Deutsche Post rechnet Appel damit, dass sein Unternehmen bald mehr als die derzeit gültigen 70 Cent für einen Standardbrief nehmen darf. Auch im Paketversand versuche die Tochter DHL, Preiszuwächse durchzusetzen, sagte Appel. Die Branche habe jedoch das grundsätzliche Problem, dass die Zustellung zu gering bezahlt werde, begründet der Post-Chef seinen Vorstoß. Denn faktisch seien die letzten 50 Meter bis zur Haustür der teuerste Teil der Dienstleistung. Genau dort lasse sich aber die Effizienz kaum mehr steigern.

Umbau kostet

Bei den letzten Quartalszahlen gab die Post eine Kostensteigerung bei Briefen und Paketen bekannt. Schon Anfang Juni hatte Appel eine Sanierung der angeschlagenen Sparte angekündigt. Die Produktivität soll dadurch steigen. Zunächst beliefen sich im letzten Quartal die Restrukturierungskosten auf fast 400 Millionen Euro. Insgesamt soll der Umbau eine halbe Milliarde Euro kosten und bis Jahresende abgeschlossen sein. Während der Umsatz um ein Prozent zulegte, gab das operative Ergebnis um 55 Prozent nach.

Neue Tiefs

Das Jahr 2018 begann die Post-Aktie um 40 Euro, mittlerweile wird sie aber nur noch um 26 Euro gehandelt. Das entspricht einem Rückgang von mehr als 30 Prozent seit Jahresanfang. Zuletzt fiel die Aktie im Zuge der Marktschwäche unter die bisherigen Jahrestiefs um 27 Euro, nachdem sie zuvor zwischen 28 und 29 Euro zur Seite pendelte. Zudem lässt sich die in diesem Jahr nachlassende Tendenz mit einer fallenden Gerade um 28,70 Euro darstellen. Nach unten könnte ein Ziel am Tief von Februar 2016 um 20 Euro liegen.

Deutsche Post (Tageschart in Euro)

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 27,04 // 27,23 // 28,93
Unterstützungen: 23,50 // 23,36 // 25,07

Mit einem Open End Turbo Short (WKN DS7L5W) können risikobereite Anleger, die von einer fallenden Deutsche-Post-Aktie ausgehen, überproportional davon profitieren. Der Abstand zur Stopp-Loss-Barriere beträgt dabei 21,3 Prozent. Der Einstieg in die spekulative Position bietet sich dabei stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an. Der könnte im Basiswert bei 27,50 Euro platziert werden. Im Open End Turbo Short ergibt sich ein Stoppkurs bei 0,45 Euro. Ein Trading-Ziel nach unten könnte sich um 20 Euro befinden. Für die spekulative Idee beträgt das Chance-Risiko-Verhältnis 2,8 zu 1.

Strategie für fallende Kurse
WKN: DS7L5W Typ: Open End Turbo Short
akt. Kurs: 0,60 – 0,65 Euro Emittent: Deutsche Bank
Basispreis: 31,8034 Euro Basiswert: Deutsche Post
KO-Schwelle: 31,8034 Euro akt. Kurs Basiswert: 26,02 Euro
Laufzeit: Open end Kursziel: 1,20 Euro
Hebel: 4,0 Kurschance: + 85 Prozent
Quelle: Deutsche Bank

Interessenkonflikt

Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte nach § 34b Abs. 1 Nr. 2 WpHG:

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Diskussion: Deutsche Post: Kursgewinne möglich!
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