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Wir zahlen zu viel für unseren Strom - weiter steigende Preise drohen

Gastautor: Rainer Brosy
10.12.2018, 09:32  |  855   |   |   

Wir zahlen zu viel für unseren Strom

Und zeigt schwarz auf weiß, dass die Energiekosten zurecht als zweite Miete bezeichnet werden. Zahlen aus den letzten Jahren belegen, dass private Haushalte immer mehr für Strom zahlen müssen. Eine Entwicklung, die auch 2019 anhalten wird. Zwar sinkt im kommenden Jahr die Umlage für erneuerbare Energien – wie Netzbetreiber ausgerechnet haben.

Allerdings weisen Medienberichte darauf hin, dass es an anderer Stelle für die Verbraucher wieder teurer wird. Im kommenden Jahr macht unter anderem die Netzumlage für Offshore-Parks den Strom teurer. Hintergrund: Während laut Westfälischer Rundschau die EEG Umlage um 0,385 Cent sinkt, geht es durch die Offshore Umlage gleich wieder um 0,416 Cent nach oben. Zusätzlich werden in der Rechnung noch höhere Produktionskosten eine Rolle spielen, da Energierohstoffe in den letzten Monaten wieder teurer geworden sind. Bedeutet: Die Herstellungskosten für Strom steigen. Führen Wege aus dieser Misere?

Warum zahlen viele Verbraucher zu viel?

Der Stromverbrauch ist in den letzten Jahren gestiegen. Laut Umweltbundesamt lag Deutschland im Jahr 2016 bei 516 Terrawattstunden. Und nur ein kleiner Teil entfällt auf die privaten Haushalte. Dabei werden Endverbraucher gerade bei den Netzentgelten deutlich stärker zur Kasse gebeten als die Industrie, welche fast doppelt so viel Strom verbraucht. Ein Zustand, der Organisationen wie den Verbraucherzentralen sauer aufstößt.

Es gibt aber noch andere Gründe, warum Strom so teuer ist. Hierzu gehören:

  • Netzentgelte
  • Produktionskosten
  • Umlagen
  • Steuern.

Gerade die Umlagen und Steuern haben in der Vergangenheit die Preise in die Höhe schnellen lassen. So hat die EEG Umlage Anteil an hohen Strompreisen. Eigentlich zur Finanzierung der Energiewende gedacht, musste hier mehrfach nachgebessert werden. Und natürlich sind es Abgaben wie die Mehrwertsteuer, welche jede verbrauchte Kilowattstunde zusätzlich verteuern.

Darüber hinaus tragen Verbraucher mitunter eine gewisse Mitschuld an der Situation. Wer bisher nicht den Wechsel vom Grundversorger geschafft hat – der nicht selten etwas teurer sein wird – ist selbst schuld.

Wie lassen sich günstige Stromanbieter finden?

Teil der Erklärung, warum nicht gewechselt wird, ist Bequemlichkeit. Auf der anderen Seite herrscht immer noch die Angst vor, keinen Strom mehr zu beziehen, wenn etwas schief geht. Diese Sicht ist heute allerdings unbegründet.

Und auf dem liberalen Strommarkt lassen sich heute sehr viele günstige Angebote finden. Durch einen jährlichen Stromvergleich auf Seiten wie Stromvergleich.de können sich Verbraucher einen Überblick darüber verschaffen, wie viel Geld für Strom auch bei anderen Anbietern ausgegeben werden muss und ob durch einen Wechsel Kosten eingespart werden könnten.

Achtung: Damit der Wechsel nicht zur Kostenfalle wird, ist auf Preisgarantien (in Verbindung mit einer angemessenen Laufzeit) zu achten. Pakettarife sind mit einer gewissen Vorsicht zu genießen, da sie bei einem Mehrverbrauch schnell teuer werden.

Weitere Möglichkeiten zum Sparen von Stromkosten

Stromkosten sparen funktioniert mit einem Wechsel – und sparsamen Verbrauch. Maßnahmen wie:

  • Trockner nur im Winter für Wäsche benutzen
  • im Sommer eher mit niedriger Drehzahl beim Waschen schleudern
  • keinen Stand-by-Modus nutzen
  • LEDs in Lampen verwenden
  • Kochen nur mit Deckel

tragen schnell dazu bei, weniger Strom zu verbrauchen. Außerdem kann es sich unter gewissen Rahmenbedingungen auch auszahlen, selbst Strom zu produzieren. Dafür braucht es nicht einmal stationäre Solaranlagen. Selbst Mieter nutzen mit Kleinstanlagen für Terrasse oder Balkon das Sonnenlicht.

Fazit: Strom wird teuer – Zeit für den Rotstift

2019 ist damit zu rechnen, dass der Strompreis wieder anzieht. Diese Nachricht sorgt bei Verbrauchern für Ärger – denn die Industrie wird regelmäßig entlastet. Solange eine gerechte Verteilung von Netzentgelten und Strompreis nicht in Sicht ist, bleibt nur der Wechsel als Weg aus der Kostenfalle. Und Haushalte haben natürlich noch die Chance, beim Verbrauch den Rotstift anzusetzen. Hier helfen bereits einige sehr einfache (aber wirksame) Tricks weiter, um im Alltag die eine oder andere Kilowattstunde weniger zu verbrauchen.

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Rainer Brosy
Geschäftsführer
http://www.seoplus.expert/

Rainer Brosy (B.Eng.) betreibt eigene Finanz- und Energieportale und gehört zum Team verschiedener ICO`s.

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