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Aktie, Patente und ... Urteil: Geht es Apple an den Kragen?

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11.12.2018, 08:41  |  2076   |   |   

Die Aktie von Qualcomm (WKN: 883121) beendete den gestrigen Börsentag an das Nasdaq mit einem Plus von 2,23 Prozent. In den vergangenen drei Monaten hatte das Papier von 76 US-Dollar auf zeitweise 54 US-Dollar pro Anteilsschein nachgegeben.

Qualcomm ist ein US-amerikanischer Chiphersteller, der sich seit einigen Jahren mit Apple im Rechtsstreit befindet. Qualcomm behauptet eine einstweilige Verfügung gegen Apple gewonnen zu haben, die den Import einer Reihe von iPhone-Modellen, vom iPhone 6S bis zum iPhone X, wirksam verbietet, so "BBC". Apple hat gegen den Urteil Berufung eingelegt, so "CNBC".

Der Vorabentscheidungsbeschluss, der von einem chinesischen Gericht erlassen wurde, sei der jüngste Schritt in einer anhaltenden Fehde zwischen den beiden Technologieriesen um das geistige Eigentum. Die streitigen Patente beziehen sich auf Software und nicht auf Hardware. Das Gericht hat entschied, dass Apple zwei von Qualcomms Patenten verletzte - eines in Bezug auf die Größenänderung von Fotos und das andere in Bezug auf die Verwaltung von Anwendungen auf einem Touchscreen.

"Ein Patent in den USA ist kein Patent in China, es sei denn, jemand meldet ein Patent in China an", sagte Matthew Dresden, ein Anwalt von Harris Bricken, der sich mit internationalem geistigen Eigentum beschäftigt.

"Apple profitiert weiterhin von unserem geistigen Eigentum und weigert sich gleichzeitig, uns zu entschädigen", sagte Don Rosenberg, General Counsel von Qualcomm. Apple antwortete jedoch, dass das versuchte Verbot "ein weiterer verzweifelter Schritt eines Unternehmens sei, dessen illegale Praktiken von Regulierungsbehörden auf der ganzen Welt untersucht werden".

Im Januar 2017 reichte Apple zwei Klagen gegen Qualcomm ein und behauptete, dass Qualcomm seine dominante Marktposition als Chiphersteller missbraucht habe. Im Juli desselben Jahres behauptete Qualcomm, dass iPhones, die Chips von Konkurrenten wie Intel verwenden, sechs ihrer Patente verletzt hätten.

Beide Unternehmen haben ihren Sitz in Kalifornien, erwirtschaften aber einen wesentlichen Teil ihrer Umsätze in China. Für das Geschäftsjahr, das Ende September endete, berichtete Apple, dass 19,6 Prozent des Nettoumsatzes aus dem Großraum China stammten.

Es bleibt abzuwarten, ob eine einstweilige Verfügung eines chinesischen Amtsgerichts eine nachhaltige, landesweite Wirkung haben wird. Das Verbot gilt nicht für Apples neueste iPhone-Modelle und das Unternehmen sagte, dass alle Versionen des Smartphones für Kunden in China verfügbar bleiben.

Quelle:

BBC

CNBC

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