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Aktien Frankfurt: Im Plus - Gute Unternehmensbilanzen aus der zweiten Reihe
Foto: Boris Roessler - dpa

Aktien Frankfurt Im Plus - Gute Unternehmensbilanzen aus der zweiten Reihe

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
14.02.2019, 14:33  |  1049   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine Mischung aus guten Unternehmensbilanzen, Optimismus im internationalen Handelsstreit und starken Exportdaten aus China hat die Anleger am deutschen Aktienmarkt am Donnerstag bei Laune gehalten.

Der Leitindex Dax notierte am Nachmittag mit einem Aufschlag von 0,35 Prozent bei 11 205,82 Punkten. Deutlicher im Plus mit 1,13 Prozent auf 24 115,79 Punkten stand der MDax der mittelgroßen Unternehmen, wo sich hohe Kursgewinne bei den Aktien von Gerresheimer , Airbus und Commerzbank positiv niederschlugen. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,41 Prozent.

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Kurz vor einem auslaufenden Ultimatum im Handelskonflikt haben die USA und China neue Gespräche aufgenommen. Am 1. März endet ein 90-tägiger "Waffenstillstand" im Zollstreit der beiden Länder. Die USA haben mit neuen Strafzöllen gedroht, sollte es bis dahin keine Einigung geben. US-Präsident Donald Trump deutete zuletzt jedoch an, dass die Frist auch für eine Weile aufgeschoben werden könnte, wenn eine Übereinkunft nahe sei.

Der mit der möglichen Fristverlängerung von 60 Tagen einhergehende Optimismus schiebe die Börsen weiter an, kommentierte Analyst Craig Erlam vom Broker Oanda. Denn sie bedeute zunächst zwei weiter Monate ohne neue Zölle.

Derweil haben die internationalen Handelskonflikte und die Abkühlung der Weltwirtschaft die deutsche Wirtschaft zum Jahresende 2018 gebremst. Zwar befinde sich Deutschland nicht in einer Rezession, aber das vierte Quartal sei erneut schwächer als erwartet gewesen und die sich verzögernde Erholung werde zur Belastung, vor allem für die Wachstumsrate 2019, schrieben die Experten der BayernLB.

Im Dax zeigten die wegen möglicher Bilanzierungsverstöße seit Tagen im Fokus stehenden Wirecard-Aktien erneut hohe Kursausschläge. Sie stiegen an der Index-Spitze um mehr als 7 Prozent. Ein vorsichtiger Ausblick der Deutschen Börse verstimmte deren Aktionäre. Weil der Börsenbetreiber für 2019 auf die Euphoriebremse drückte, ging es für die Papiere um gut 2 Prozent bergab.

Der Flugzeugbauer Airbus legte trotz hoher Belastungen durch die Einstellung des Riesenfliegers A380 und Kosten für den Militärtransporter A400M im vergangenen Jahr einen deutlichen Gewinnsprung hin. Das Zahlenwerk sei sehr gut, lobte ein Händler. Die Aktien legten um 4,7 Prozent zu.

Sehr fest mit plus 4,6 Prozent zeigten sich auch die Anteile der Commerzbank. Das Bankhaus zahlt dank eines kräftigen Gewinnsprungs ihren Anteilseignern nach zwei Jahren wieder eine Dividende. Der Spezialverpackungshersteller Gerresheimer profitierte von einer Geschäftserholung in den USA. Die Aktien sprangen als bester Wert im MDax um mehr als 10 Prozent hoch. Händler wie Analysten lobten die Margenentwicklung.

Für die Aktien des Sportartikelherstellers Puma SE ging es nach Zahlenvorlage um mehr als 5 Prozent bergab. Der Konzern erfüllte zwar die Erwartungen an das Geschäftsjahr 2018 und stellte für 2019 ein Wachstum von zehn Prozent in Aussicht, doch reichte dies den Anlegern nicht aus für weitere Aktienkäufe.

Das drohende Aus in der lukrativen Champions League belastete die Papiere des Fußballvereins Borussia Dortmund (BVB). Die Aktien sackten als SDax -Verlierer um 6,4 Prozent ab. Top-Wert in dem Nebenwerte-Barometer waren die Anteile von RIB Software mit plus 12 Prozent. Der Bausoftwarehersteller übertraf im vergangenen Jahr auch dank Zukäufen die eigene Umsatzprognose.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von 0,01 Prozent am Vortag auf genau 0 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,01 Prozent auf 142,41 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,13 Prozent auf 166,38 Punkte.

Der Euro kostete zuletzt 1,1265 US-Dollar. Nach den schwachen Konjunkturdaten aus Deutschland war die Gemeinschaftswährung zunächst bis auf 1,1250 Dollar gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Mittwochnachmittag auf 1,1305 Dollar festgesetzt./ajx/jha/

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

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