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Marktkommentar: Michael Herzum (Union Investment): An der Schwelle zu besseren Zeiten
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Marktkommentar Michael Herzum (Union Investment): An der Schwelle zu besseren Zeiten

Nachrichtenquelle: Asset Standard
26.03.2019, 10:35  |  684   |   |   

Emerging Markets: Warum die Aussichten für das Jahr 2019 besser sind.

Unter dem Strich führte ein Mix aus Belastungsfaktoren dazu, dass die Aktienmärkte der Emerging Marktes (MSCI Emerging Markets Index) im Jahr 2018 um rund 13 Prozent nachgaben. Mit Blick auf das Jahr 2019 ergibt sich damit eine bessere Ausgangslage, zumal einige der Belastungsfaktoren abklingen.

Im Jahr 2018 haben die Schwellenländer mit erheblichem Gegenwind gekämpft. Mit der Straffung der Geldpolitik erhöhte die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) die relative Attraktivität kurzfristiger US-Dollar-Anleihen, was insbesondere Papiere der Schwellenländer unter Druck setzte. Das trug maßgeblich zur Aufwertung des Greenback bei. Die Kombination aus höheren US-Zinsen und starkem US-Dollar ließ die Auslandsverschuldung aus Lokalwährungssicht sowie die laufenden Zinsausgaben daraus ansteigen. Der Protektionismus und die Angst vor einer Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China setzten den Schwellenländern ebenfalls zu. Auch der fallende Ölpreis wirkte sich negativ auf viele erdölexportierende Länder aus. Und als wäre das noch nicht genug, kamen Sorgen um die Weltwirtschaft hinzu. Das synchrone globale Wachstum fand bereits im ersten Halbjahr 2018 ein Ende.

Unter dem Strich führte ein Mix aus Belastungsfaktoren dazu, dass die Aktienmärkte der Emerging Marktes (MSCI Emerging Markets Index) im Jahr 2018 um rund 13 Prozent nachgaben. Zum Vergleich: Industrieländeraktien verloren im gleichen Zeitraum etwas mehr als 9 Prozent. Parallel stiegen auf der Anleiheseite die Risikoaufschläge. Damit wurden Ende 2018 wieder Bewertungsniveaus erreicht, die dem herausfordernden Kapitalmarktumfeld aus unserer Sicht Rechnung tragen. Mit Blick auf das Jahr 2019 ergibt sich damit eine bessere Ausgangslage, zumal einige der Belastungsfaktoren abklingen.

Weltwirtschaft wächst 2019 langsamer

Eine schwächere Welthandelsdynamik und viele länder- und sektorspezifische Faktoren belasten die Weltwirtschaft. Bei nationaler Preisbereinigung und konstanten Wechselkursen gilt:

Die Risiken bleiben angesichts der politischen Unsicherheitsherde wie etwa dem Handelskonflikt, dem gespaltenen US-Kongress und dem Brexit hoch. Jedoch gibt es auch stabilisierende Effekte, die ein Abgleiten in eine Rezession im Jahr 2019 unwahrscheinlich machen. So wird die Binnenkonjunktur in den USA und Europa von robusten Arbeitsmärkten mit steigender Beschäftigung und steigenden Reallöhnen getragen. Zudem stemmt sich China mit geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen gegen einen Konjunktureinbruch. Die jüngsten Wachstumsprognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) zeigen für die Emerging Markets eine leichte Verlangsamung des Wirtschaftswachstums im Jahr 2019 von 4,6 Prozent auf 4,5 Prozent. Eine vergleichsweise moderate Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr, als die Prognose zunächst bei 4,9 Prozent lag, tatsächlich aber nur 4,6 Prozent erreicht wurden. Ein ähnliches Bild zeigt sich mit Blick auf die Entwicklung des Gewinnwachstums auf der Aktienseite. Zudem wird in Indien, Brasilien und Südafrika sogar eine leicht höhere Wachstumsdynamik erwartet.

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