Anleger setzen auf Silber, aber wann kommt der Ausbruch?

15.06.2020, 12:20  |  1208   |   |   

Der Ausbruch beim Silberpreis wurde mal wieder vertagt. Dabei setzen Privatanleger und Vermögensverwalter weiterhin auf das Edelmetall. Insofern stellt sich die Frage: Wann kommt endlich der lang ersehnte Ausbruch aus der aktuellen Handelsrange?

ETF-Zuflüsse auf Rekordniveau

Während die Aktienmärkte weiter Rot in Rot malen, können die Edelmetalle nur leidlich davon profitieren. So notiert der Goldpreis bei 1.720 US-Dollar je Unze, obwohl die Angst vor einer zweiten Pandemie-Welle, insbesondere in den USA, wieder ein Thema auf dem Parkett ist. Und auch Silber kommt nicht in die Puschen, wie man im Norden sagt. Der Preis überwand am Dienstag vergangener Woche die 18 Dollar-Marke mit Schwung, doch der Ausbruch misslang. Wieder einmal, muss man sagen, denn die Anleger warten schon länger auf den endgültigen Durchbruch für das Metall. Aktuell kostet eine Unze 17,18 US-Dollar, der Preis bewegt sich damit wieder auf dem Unterstützungsniveau der vergangenen Wochen. Klar ist: Gelingt endlich der nachhaltige Ausbruch im Bereich 18/19 US-Dollar, dann wäre rein charttechnisch der Weg für weit höhere Preise frei. Über diesem Level gibt es erst einmal keinen markanten Widerstand.

Kaum Argumente für starken Dollar

Wie schwach Silber in den vergangenen Tagen arbeitet, sieht man auch am Gold-Silber-Verhältnis, dass erstmals seit drei Wochen wieder knapp über 100 notiert. Gegenwind gibt es aktuell vom US-Dollar, obwohl die Schulden in Übersee noch weit stärker wachsen als in Europa oder Asien. Binnen 5 Wochen stieg die US-Bundesschuld um 1 Billion US-Dollar, binnen elf Wochen sind es sogar 2,5 Billionen US-Dollar. Und bis auf die eigene Notenbank kauft derzeit fast niemand Treasurys. Argumente für einen stärkeren Greenback sind daher Fehl am Platze. Immerhin spüren die Fonds das anhaltend hohe Interesse an Silber. Für die Silber-ETF verzeichnete Bloomberg allein für Freitag Zuflüsse in Höhe von 245 Tonnen. Seit Quartalsbeginn belaufen sich diese auf nunmehr 3.278 Tonnen, womit das bisherige Rekordquartal (Q3 2019) um rund 300 Tonnen übertroffen wird. Seit Jahresbeginn sind bislang 4.585 Tonnen in die Silber-ETFs geflossen. Dies sind bereits gut 300 Tonnen mehr als im bisherigen Rekordjahr 2009 insgesamt.

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