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Aktien Frankfurt Schluss: Dax schwer belastet von Zinssorgen
Foto: Boris Roessler - dpa

Aktien Frankfurt Schluss Dax schwer belastet von Zinssorgen

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
28.09.2021, 18:04  |  759   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der positiven Reaktion auf die Bundestagswahl zu Wochenbeginn sind deutsche Aktien am Dienstag deutlich unter Druck geraten. Ein Cocktail aus Inflationsangst, drohender geldpolitischer Straffungen und einer ausgeprägten Schwäche bei den Corona-Gewinner-Aktien lastete erheblich auf den Kursen in der ganzen Dax-Familie. Der Kursrutsch ging einher mit einem starken Renditeanstieg an den Anleihemärkten und den ebenfalls tiefroten New Yorker Börsen, allen voran an der technologielastigen Nasdaq.

Am Ende büßte der Dax 2,09 Prozent auf 15 248,56 Punkte ein. Damit wurde ein Teil der Kursgewinne seit dem Mehrmonatstief in der Vorwoche wieder ausradiert. Der MDax verlor 2,19 Prozent auf 34 502,31 Zähler. Im Verlauf stand der Index mit den mittelgroßen deutschen Werten erstmals seit zwei Monaten wieder kurz unter der Marke von 34 500 Punkten.

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Obwohl die Währungshüter die steigende Inflation als vorübergehendes Phänomen betrachten, nimmt aus Sicht von Marktanalyst Michael Hewson von CMC Markets die Besorgnis zu. Er verwies dabei unter anderem auf die derzeit rasant steigenden Energiepreise, aber auch die größer werdenden Probleme in den weltweiten Lieferketten, die auch eine Gefahr seien für die konjunkturelle Erholung.

Die Schwäche der New Yorker Nasdaq erstreckte sich auch auf die deutschen Technologiewerte, die in der Corona-Pandemie als Gewinner der Digitalisierungswelle galten: Die Aktien von Infineon wurden abgeschlagen zum Schlusslicht im deutschen Leitindex, indem sie um 5,9 Prozent abrutschten. Laut Marktbeobachter Andreas Lipkow von der Comdirect macht es den Anlegern derzeit verstärkt Sorgen, ob die hoch gestiegenen Bewertungsniveaus im Tech-Sektor gerechtfertigt sind.

Das von Lipkow aufgeführte Argument galt wohl auch für andere Corona-Gewinner-Branchen mit herben Verlusten zum Beispiel auch bei bestimmten Aktien, etwa aus dem Sektor Gesundheit. Die erst neu in den Dax gekommenen Papiere des Laborzulieferers Sartorius oder des Diagnostikkonzerns Qiagen gaben wie schon am Vortag stärker um mehr als zwei Prozent nach. Im MDax erwischte es Carl Zeiss Meditec mit einem Kursrutsch um 6,6 Prozent.

Zum zweitgrößten Dax-Verlierer wurde Adidas mit einem Rücksetzer um 4,3 Prozent. Hier gab es aber einen besonderen Grund: Am Markt wurde die anhaltende Schwäche der Papiere damit begründet, dass die Corona-Pandemie derzeit die Produktion des Sportartikelkonzerns in Vietnam wegen Lockdown-Maßnahmen beeinträchtigt. Für den Konkurrenten Puma SE ging es auch um 2,6 Prozent abwärts.

Recht gut schlug sich die Autobranche: Daimler waren mit einem Kursgewinn von 0,6 Prozent unter den wenigen Dax-Gewinnern und BMW schlossen immerhin auf Vortagsniveau. Die Sektorrotation aus Wachstumswerten gehe zugunsten der "Old Economy", sagte Marktkenner Lipkow.

Spitzenreiter im Dax waren die Aktien von Covestro , die anlässlich des Kapitalmarkttages um gut 2,2 Prozent zulegten. Der Kunststoffkonzern teilte mit, dank anhaltender guter Nachfrage in den kommenden Jahren mit deutlich mehr Gewinn zu rechnen.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 kam noch stärker unter Druck als der Dax, indem er sogar um 2,6 Prozent abrutschte. In Paris betrug der Kursverlust beim Cac 40 auch mehr als zwei Prozent, der Londoner FTSE 100 jedoch verlor lediglich ein halbes Prozent. In New York büßte der Dow Jones Industrial zum hiesigen Handelsschluss 1,4 Prozent ein und der Nasdaq 100 sogar 2,7 Prozent.

Der Euro wurde zuletzt zu 1,1681 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1678 (Montag: 1,1698) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8563 (0,8548) Euro.

Am Anleihemarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,29 Prozent am Vortag auf minus 0,28 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,08 Prozent auf 144,20 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,22 Prozent auf 169,88 Punkte./tih/he

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---


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