Kaufchancen oder Finger weg?
Goldpreis kommt deutlich zurück. Abverkauf bei Barrick Gold, Newmont & Co.
Goldoptimisten haben es in diesen Tagen nicht leicht. Das Edelmetall kam zuletzt deutlich zurück. Die Rekordjagd fand ein abruptes Ende. Noch prekärer ist die Lage bei den Produzentenaktien. Hier heißt es „Land unter“.
- Goldpreis unter Druck durch starken US-Dollar.
- Produzentenaktien wie Barrick Gold stark gefallen.
- Nervosität könnte Weihnachtsrallye bei Gold fördern.
- Report: Goldpreis nicht zu stoppen

Goldpreis im Würgegriff des Greenbacks
Gold bekommt in diesen Tagen Druck von allen Seiten. Als überaus hartnäckiger Belastungsfaktor erweist sich der US-Dollar bzw. die immense Stärke des Greenbacks. Mit der US-Wahl hat das Comeback des US-Dollars Fahrt aufgenommen.
Die aktuelle Stärke des Greenbacks nur darauf zurückzuführen, wäre allerdings zu kurz gegriffen. Die Zinshoffnungen haben darüber hinaus mit den letzten US-Daten einen herben Rückschlag erlitten. Die einst so sicher geglaubte Leitzinssenkung im Dezember durch die Fed um 25 Basispunkte steht auf immer wackligeren Beinen. Das FOMC der US-Notenbank tagt am 17. Dezember und 18. Dezember.
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Die derzeitigen Erwartungen lassen sich unter anderem in der Entwicklung der Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen und im US-Dollar-Index ablesen. Die Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen nähern sich der 4,5 Prozent-Marke. Der US-Dollar-Index pulverisierte die bisherigen 52-Wochenhochs von 106+ Punkten und lief bereits kurzzeitig über die 107 Punkte. Diese Entwicklungen setzen dem Edelmetall zu. Doch nicht nur Gold leidet derzeit unter dem starken US-Dollar. Lesen Sie hierzu die Kommentare „Preissturz droht - Steht Brent Oil vor einer Neubewertung? BP, Shell & Co. im Fokus“ und „Trump crasht die Silberparty - Silberpreis nach US-Wahl weiter unter Druck. Das wird nun entscheidend!“
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Die Strahlkraft der Aktienmärkte
An den (US-)Aktienmärkten läuft die Trump-Rallye. Diese zieht Aufmerksamkeit und nicht zuletzt auch Kapital auf sich. Und so ist es wenig verwunderlich, dass die physisch besicherten Gold-ETF in den letzten Tagen tendenziell Mittelabflüsse zu verzeichnen hatten.
Fazit
Der Goldpreis konsolidiert; nicht mehr und nicht weniger. Aus charttechnischer Sicht ist allerdings noch nicht sonderlich viel passiert. Der Verlust der 2.600 US-Dollar „schmerzt“ zwar, doch die zentrale Unterstützungszone 2.525 US-Dollar / 2.475 US-Dollar ist unverändert intakt. Erst ein Rücksetzer unter die 2.475 US-Dollar würde eine Neubewertung der Lage bei Gold notwendig machen.
Die Stimmung ändert sich. Der überbordende Optimismus der letzten Wochen ist aus dem Markt gewichen. Stattdessen dominieren derzeit Nervosität und Pessimismus. Und das wiederum könnte der ideale Nährboden für eine Weihnachtsrallye bei Gold sein. Zusammengefasst: An dem übergeordneten Preisziel von 3.000 US-Dollar ist bislang nicht zu rütteln.
Abverkauf bei Barrick Gold, Newmont & Co.
Die Korrektur bei Gold und Silber setzt auch den Produzentenaktien massiv zu. Barrick Gold, Newmont und andere Produzentenaktien stürzten regelrecht ab. Stellvertretend sei auf die Situation der Aktie des kanadischen Gold- und Kupferproduzenten Barrick Gold verwiesen.
Noch Ende Oktober schien es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis es Barrick Gold gelingen würde, das Widerstandscluster um 21+ US-Dollar aufzubrechen und damit ein Kaufsignal in Richtung 25 US-Dollar auszulösen. Stimmung und Kurs sind zwischenzeitlich gekippt. Für Barrick Gold muss es nunmehr darum gehen, zügig einen tragfähigen Korrekturboden auszubilden. Im besten Fall gelingt dieses im Kursbereich von 16 US-Dollar. Anderenfalls ist mit weiteren Abgaben in Richtung 14 US-Dollar zu rechnen. In diesem Bereich liegt das markante Februar-Tief. Ob der extrem überverkauften Lage ist jederzeit mit Erholungsversuchen zu rechnen. Diese könnten Barrick Gold auf 18 US-Dollar bzw. 19 US-Dollar tragen.
Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte
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