Bitcoin-Boom als Chance
LVMH und Co: Luxusmarken setzen vermehrt auf Kryptowährungen
Der Höhenflug von Bitcoin und anderen Kryptowährungen weckt das Interesse der Luxusgüterindustrie.
- Bitcoin-Höhenflug weckt Luxusbranche-Interesse.
- Marken prüfen Krypto-Zahlungen für neue Kunden.
- Risiken bleiben, Integration oft symbolisch.
- Report: Goldpreis nicht zu stoppen

Die wachsende Akzeptanz von Kryptowährungen kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Bitcoin-Kurs auf ein Rekordhoch von 107.000 US-Dollar gestiegen ist. Dieser Anstieg schafft neuen Reichtum und weckt das Interesse der Luxusbranche, die nach neuen Wachstumsquellen sucht, da sie mit wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert ist.
Immer mehr Marken und Einzelhändler prüfen deshalb, Kryptowährungen als Zahlungsmittel zu akzeptieren, um neue Vermögensschichten zu erschließen und Krypto-Investoren anzusprechen. Bislang haben nur wenige Luxusmarken mit Kryptowährungen experimentiert. Dazu zählen LVMH-Marken wie Hublot und Tag Heuer sowie Kering-Labels wie Gucci und Balenciaga.
Kürzlich kündigte das französische Kaufhaus Printemps eine Partnerschaft mit Binance und dem Fintech Lyzi an, um als erstes europäisches Kaufhaus Bitcoin und Ethereum in Frankreich zu akzeptieren. "Wir haben bereits Anfragen von weiteren Luxusmarken erhalten. Das Interesse ist geweckt", sagte David Princay, Präsident von Binance France, gegenüber Reuters.
Weitere Beispiele sind der Luxusgüterhersteller S.T. Dupont, der in zwei Pariser Geschäften Kryptowährungen einführen will, und das Kreuzfahrtunternehmen Virgin Voyages, das eine Bitcoin-Zahlungsoption für seine Jahreskarte im Wert von 120.000 US-Dollar eingeführt hat.
Risiken und Potenziale
Die kommende Trump-Regierung, die eine freundlichere Regulierung verspricht, könnte noch währende Hindernisse verringern. S&P-Analysten weisen zudem darauf hin, dass Blockchain-Innovationen die Stabilität von Kryptowährungen fördern könnten.
Die Krypto-Integration bleibt für viele Unternehmen jedoch eher symbolisch. Händler wandeln die Zahlungen häufig sofort in Fiat-Währungen wie Euro oder US-Dollar um, um das Risiko von Kursschwankungen zu minimieren.
"Die Einführung neuer Technologien ist entscheidend, um jüngere und asiatische Kunden zu erreichen", sagte Gregory Boutte, Chief Client and Digital Officer von Kering.
Marken wie Gucci bieten in den USA bereits seit 2022 den Kauf ihrer Produkte in zehn Kryptowährungen an. Balenciaga hat ein Krypto-Wallet-Etui für die Hardware von Ledger auf den Markt gebracht, während Printemps plant, seinen Krypto-Zahlungsservice auf New York auszuweiten.
Fazit
Während die Krypto-Adaption im Luxusbereich noch in den Anfängen steckt, zeichnet sich ab, dass sie eine wichtige Rolle bei der Gewinnung neuer Kundenschichten spielen könnte – gerade in Zeiten wachsender wirtschaftlicher Unsicherheiten.
Autor: Nicolas Ebert, wallstreetONLINE Redaktion

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