"Fülltag" nennt man das

Gastautor: Andreas Mueller
10.08.2009, 19:07  |  3182   |   |   
Weiterhin bullisch präsentierten sich die Asiatischen Aktienmärkte. Der Hang Seng in Hongkong schloss nur knapp unter der nächsten Tausender-Hürde bei 20.929 Punkten und auch der Nikkei in Tokio beendete den Handel auf einem heuen Jahreshoch bei 10.524 Punkten. Inspirierend war dies für den Deutschen Aktienindex jedoch weniger. Nach einer unveränderten Eröffnung des DAX-Futures gegenüber Freitag 22.00 Uhr drückten Verkäufer den Markt in den ersten zwei Handelsstunden auf 5.400 Punkte. Dort endete die Konsolidierung vorerst und verlief bis zum XETRA-Schluss von 5.418 Punkten in einer Bandbreite von etwa 30 Punkten seitwärts.

Die Amerikanischen Aktienmärkte starteten mit einer Kurslücke zum Freitags-Schluss und konnten bis zum aktuellen Zeitpunkt diese nicht schließen. Auf der Unterseite bildet die Ausbruchskerze von Freitag eine Unterstützung. Wird diese jedoch abverkauft, ist mit weiterer Dynamik auf der Short-Seite zu rechnen.

Der Euro im Verhältnis zum US-Dollar schaffte es trotz mehrmaliger Versuche nicht sich über 1,42 zu etablieren. Nach 16.00 Uhr wurde dies den meisten Marktteilnehmern bewusst und verursachte weiteren Abgabedruck. Aktuell notiert der EUR/USD bei 1,4130.

Geduldsspielchen

Bereits 5.36 Uhr wurden die so genannten „Schlafmützen” von areichel leicht unfair geweckt, da er durch eine Zeitverschiebung von seinem Trading-PC einen erheblichen Vorteil hat.
Schirre konnte sich am frühen Morgen bereits über Gewinne aus seiner Short-Positionierung im Dow Jones vom Freitag freuen. Ebenfalls seit Freitag auf fallende Aktienmärkte spekulierte fremderohnenamen und schloss diese erfolgreich ab. Somit hat sich die Ausdauer über das Wochenende gelohnt.

Um 8.00 Uhr hatte Standuhr in Richtung des Mini-GAP’s ein DAX-Long-Engament gewagt – ebenfalls mit Erfolg. Seine Geduld auf die richtige Situation zu warten wurde später von Roundturn_50Mark mit den Worten: „Trader = Katze vor dem Mausloch” symbolisiert.

In der heutige DAX-Seitwärtsphase nahm bei einigen Diskussionsteilnehmern die Sehnsucht nach Volatilität merklich zu, wie OTCB2008 mit „Wie lange geht dieser Eier tanz um die 5400?” deutlich zu Protokoll gab.
Sehr aussagekräftige Charts postete unser Neuling JoeMo vom EUR/USD und EUR/JPY im Barchart-Format. In Zusammenarbeit mit den Pivots, welche rushhour zur Verfügung stellte, kann sich jeder Leser einige gute Ein- und Ausstiegspunkte erarbeiten. Den Grobüberblick im 120-Minuten-Chart lieferte Roundturn_50Mark mit der Identifikation einer „Bearflag”.

1-2-3-Trader schaffte es sogar, seine Gewinnposition auszubauen. Dies stärkt das Selbstbewusstsein und stellt für andere Diskussionsteilnehmer einen Ansporn dar.

Im Gegensatz dazu sangen andimaus, duesen und Lord_Feric ein Lied über Positionen, die vom Market-Maker-Broker ausgestoppt wurden. Fröhlich klang es allerdings nicht.

Ein kleiner Risikohinweis an die stillen Mitleser muss noch erfolgen: Wenn in einem Chartbild ein kleiner Punkt weitab der Kurslinien sichtbar wird, dann bitte nicht denken „der Monitor ist kaputt”. Dies stellt nur ein Kursziel von HerrKoerper dar : - )

Ausblick

Die neue Handelswoche beginnt leicht lustlos mit einer Seitwärtsrange zwischen dem Freitags-Schlusskursen und dem Ausbruchsniveau vom Freitag-Nachmittag. Eine nachhaltige Richtung ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht erkennbar.

Für den Dienstag werden an Wirtschaftsdaten die US-Produktivität um 14.30 Uhr sowie die US-Lagerbestände sowie US-Umsätze im Großhandel für 16.00 Uhr erwartet. Im Vorfeld dessen und als Reaktion darauf wird es mit Sicherheit wieder eine Menge diskussionswürdiger Trading-Chancen geben, zu denen ich alle recht herzlich einlade.

Bis dahin viel Erfolg wünscht Euer Bernie
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