DAX-1,04 % EUR/USD-0,86 % Gold+0,27 % Öl (Brent)-1,41 %

England fehlt

Gastautor: Andreas Mueller
31.08.2009, 20:03  |  2245   |   |   
Scheinbar unbeeindruckt von den Wahlen in Japan, in denen ein historischer Machtwechsel stattfand, tendierte der Nikkei in Tokio mit minus 0,4 Prozent nur leicht schwächer. Etwas stärker, um genau 1,9 Prozent, fiel der Hang Seng in Hongkong und konnte damit nicht die psychologisch wichtige Marke von 20.000 Punkten verteidigen. Den stärksten Kursrückgang in Asien verzeichnete allerdings die Börse in Shanghai mit einem Minus von 6,7 Prozent.

Entsprechend schwach und vielleicht auch von Wahlen im eigenen Land inspiriert, startete der Deutsche Aktienindex unterhalb von 5.500 Punkten. Nach einem kurzen Abverkauf um 10.00 Uhr prallte dieser im Bereich 5.440 Punkte dynamisch ab und konnte in Folge dessen bei 5.495 Punkten nur eine Stunde später sein Tageshoch markieren. Ab diesem Zeitpunkt galten diese Marken für den weiteren Tagesverlauf als Handelsspanne und Begrenzung.

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Die Inflation in der Eurozone wurde um 11.00 Uhr mit minus 0,2 Prozent weniger schwach als im Vormonat (minus 0,7 Prozent) veröffentlicht, hatte jedoch keine Kursrelevanz. Ohne die Umsätze aus England, dessen Börse wegen eines Feiertages geschlossen war, kam letztlich wenig Dynamik in den Markt.

Mit Eröffnung der amerikanischen Börsen und der Veröffentlichung des Chicagoer Einkaufsmanagerindex von 50 Punkten (Vormonat 43,4 und Erwartung 48 Punkte) konnte lediglich kurzfristig Volatilität am Markt erzeugt werden, bevor der DAX den ansonsten als langweilig zu bezeichnenden Tag bei 5.464 Punkten beendete.

Nicht nur der DAX ist interessant

„Eine ertragreiche Woche” wünschte hardy allen Tradern und begann so die Diskussion am Montag um 7.03 Uhr. Dies in Bild und Tat umzusetzen schrieb sich medianer70 sofort auf die Fahne und stellte diverse Szenarien vor. Bereits am Buffet wartend, favorisierte FOSSILION das Szenario weiter fallender DAX-Notierungen, was auch den seit Freitagabend investierten Kollegen wie beispielsweise Ronja10 und JoeMo zusprach.

Pünktlich um 8.00 Uhr absolvierte Standuhr seinen gewohnten Morgen-Trade und konnte damit 6 Punkte Gewinn verbuchen. Mit etwas mehr gab sich HerrKoerper die Ehre – genau genommen mit 224 Pips Teilverkauf im USD/JPY. „Nur” 111 Pips als Teilverkauf im EUR/JPY aber somit „schon fertig für heute” konnte JoeMo um 9.05 Uhr von sich geben. Glückwunsch und Respekt an dieser Stelle an die Jungs mit den Stahl…Computergehäusen :-)

Für den ganz groben Überblick stellte Gustl39 einen Wochenchart ein, der jedem Leser als Orientierung hilfreich sein kann. Ebenfalls im größeren Zeitrahmen agierte Silky. Durch gezielte Transaktionen an vorher definierten Punkten konnte er anhand seines 15 Minuten-Charts einen Gewinn von 30 DAX-Punkten generieren. Später zeigte er mit Geduld und Disziplin ähnliche Erfolge am Währungsmarkt.

Als Orakel entpuppte sich Effektentiger mit seiner Aussage am Sonntagabend, dass die Bundestagswahl sich negativ auf die Kursentwicklung am deutschen Aktienmarkt auswirken könnte.

Das spätere Statement von metrofinance „hab nichts mit dem Teufel am Hut” und seine Transaktionen im Chart dazu, lassen den Leser trotzdem ehrfürchtig erstarren. Irgendetwas stimmt bei den beiden nicht : - )

Ausblick

Der Monat August nähert sich ruhig dem Ende. Als statistisches Sommerloch von der Umsatzseite her zeigte er jedoch auf der Aktienseite eine sehr gute Performance. Wie wird der September werden? Mit Respekt und Sensibilität auf die kommenden Wirtschaftsdaten schauend wird darüber vermutlich heiß diskutiert werden.

Nach den diversen europäischen Einkaufsmangerindizes am Vormittag stehen die Arbeitsmarktdaten für August in Deutschland auf der Agenda. Am Nachmittag um 16.00 Uhr ist der Fokus der Anleger auf die Veröffentlichung des ISM-Index sowie auf die ausstehenden Hausverkäufe und Bausausgaben des Monats Juli gerichtet.

Alles zusammen kann live mit Emotionen und Ideen unterlegt in den Tages-Trading-Chancen miterlebt werden.
Ich freue mich darauf und wünsche bis dahin viel Erfolg.

Euer Bernie

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