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Der Wirbelsturm "US-Arbeitsmarktdaten"

Gastautor: Andreas Mueller
06.11.2009, 18:33  |  3892   |   |   
Am letzten Handelstag der Woche sorgten die Exportwerte in Japan für eine positive Bilanz beim Nikkei. Mit 0,7 Prozent im Plus schloss er jedoch 200 Punkte unter der psychologisch wichtigen Marke von 10.000 Punkten. Wesentlich fester, mit einem Plus von 1,6 Prozent, präsentierte sich der Hang Seng in Hongkong.

Uneinig eröffnete dennoch der Deutsche Aktienindex und pendelte bis zum Nachmittag richtungslos in einer engen Spanne um den Schlusskurs vom Vortag zwischen 5.460 und 5510 Punkten. Auch die Daten zum Auftragseingang der deutschen Industrie schafften es nicht, die etablierte Seitwärts-Range zu verlassen. Mit einem Anstieg um 0,9 Prozent im September nach einem Vormonatswert von 2,1 Prozent lagen diese leicht unter den Erwartungen.

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Mit Spannung und Zurückhaltung warteten die Marktteilnehmer auf die US-Arbeitsmarktdaten um 14.30 Uhr. Mit 190.000 Stellen wurden schließlich die US-Jobverluste im Monat Oktober höher als erwartet vermeldet. Damit stieg die Arbeitslosenquote von 9,8 Prozent auf 10,2 Prozent. Unter hohem Volumen fielen die Aktienmärkte in einer ersten Reaktion, alleine der DAX um etwa 100 Punkte.

Nach einer kurzen Konsolidierung bei 5.410 Punkten drehte dieser Markt und konnte mit den Kauforders der amerikanischen Aktienmärkte den Verlust zügig wieder aufholen. Ein daraus resultierendes neues Tageshoch bei 5.526 Punkten hielt jedoch ebenfalls nicht lange an. Mit den Daten zum US-Großhandel um 16.00 Uhr (Anstieg um 0,7 Prozent) sowie den US-Lagerbeständen (Rückgang um 0,9 Prozent) übernahmen die Verkäufer wieder die Oberhand. Zum XETRA-Handelsschluss notierte der DAX trotz des volatilen Handelsverlaufes nahezu unverändert bei 5.487 Punkten.

In den USA geht der Kampf um die 10.000 Punkte beim Dow Jones während dessen weiter.

Vola bis zum Abwinken

Bereits 0.01 Uhr überzeugte lisa46 mit seiner Analyse „Morgen geht’s auf und ab!“. Sieben Stunden später begann die wirkliche Diskussion mit Grüßen aus Kärnten und der Offenlegung aller Short-Positionen von rushhour. Auf so langfristige Einschätzungen ließ sich Standuhr gar nicht erst ein, sondern zeigte pünktlich 8.01 Uhr, wie man in 5 Minuten seine 7 Punkte Gewinn im DAX einstreichen kann. Da diese für neue TÜV-Untersuchungen verwendet werden sollten, hörte HerrKoerper auch sofort mit dem Heulen auf. Grund dafür war ein verpasstes Nacht-Limit und Schuld daran war der böse Broker. Das „Gefühl, Marsianisch zu schreiben“ wurde er dadurch aber nicht los.

Nachdem die groben und großen Charts von areichel für eine gute Arbeitsgrundlage gesorgt hatten, konnte der XETRA-Handel starten. Hierbei positionierten sich einige Trader auf der Longseite zu 5.470 Punkten, wie beispielsweise fremderohnenamen und berrak.

Die Anlage im Aktiensegment wurde heiß von den anwesenden Damen diskutiert. Auch wenn nicht jeder Körper für die Modelinien von Escada geschnitzt ist, finden sich doch donna hightower und andimaus davon scheinbar magnetisch angezogen. Wenig später beehrte uns Naropa noch mit ihrer Anwesenheit und einigen Charts sowie Anregungen im Gepäck.

Gegen Mittag sorgte die Einsicht von jaxn „der Handel zwischen 9:00 und 10:00 gaukelt einem immer was falsches vor. Scheint die Zeit der Lemminge zu sein. Ich fall aber auch immer wieder drauf rein“ für breite Zustimmung. Ob dies am „Zägezahnmarkt“ oder am „CFD“ lag, erörtere Effektentiger in diesem Zusammenhang.

Als Meister der Trendkanäle bzw. dessen Freund outete sich einmal mehr JoeMo. Seine Perspektiven in den Währungspaaren, welche er regelmäßig aufzeigt, möchte kein Leser mehr missen. Der tägliche Handeln beschränkt sich jedoch nicht nur darauf. Als Meister verschiedener Underlyings sorgte parallel Zaturn mit Gewinnen im Crude Oil von 260 Pips für anerkennende Blicke aus „unserer Welt“ : - )

Nach der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten um 14.30 Uhr mischten sich Tränen der Stopp-Setzer auf der Long-Seite mit Freude der Short-Engagierten über die dicke rote Kerze. NVR, JoeMo und Slay sind nur stellvertretend für die zweite Gruppe zu nennen. Auch zooropa konnte nun bequem seinen Stopp der Vortages-Shorts in den amerikanischen Indizes nachjustieren. Immerhin muss er damit seine masochistische Amazon-Tortur finanzieren. Als sich der Boden in den Aktienindizes näherte, griff rushhour beherzt zu. Stopps der zuvor sich freuenden Shorties rasselten in Folge dessen. Durch gezielte Orders konnte er sich in dieser heißen Marktphase Gewinne sichern und den Tag erfolgreich beenden.

Als Fazit des Nachmittages hatte Standuhr eine „ohnmächtige Wut auf alles was blinkt auf dem Monitor“ und zooropa gab zu Protokoll: “Vola ist einfach zu krass, da kann man nur noch auf gut Glück handeln“. Damit ist die Überleitung zum Poker am Wochenende bereits gelegt…
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