Der Wirbelsturm "US-Arbeitsmarktdaten"

Gastautor: Andreas Mueller
06.11.2009, 18:33  |  3958   |   |   
Am letzten Handelstag der Woche sorgten die Exportwerte in Japan für eine positive Bilanz beim Nikkei. Mit 0,7 Prozent im Plus schloss er jedoch 200 Punkte unter der psychologisch wichtigen Marke von 10.000 Punkten. Wesentlich fester, mit einem Plus von 1,6 Prozent, präsentierte sich der Hang Seng in Hongkong.

Uneinig eröffnete dennoch der Deutsche Aktienindex und pendelte bis zum Nachmittag richtungslos in einer engen Spanne um den Schlusskurs vom Vortag zwischen 5.460 und 5510 Punkten. Auch die Daten zum Auftragseingang der deutschen Industrie schafften es nicht, die etablierte Seitwärts-Range zu verlassen. Mit einem Anstieg um 0,9 Prozent im September nach einem Vormonatswert von 2,1 Prozent lagen diese leicht unter den Erwartungen.

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Mit Spannung und Zurückhaltung warteten die Marktteilnehmer auf die US-Arbeitsmarktdaten um 14.30 Uhr. Mit 190.000 Stellen wurden schließlich die US-Jobverluste im Monat Oktober höher als erwartet vermeldet. Damit stieg die Arbeitslosenquote von 9,8 Prozent auf 10,2 Prozent. Unter hohem Volumen fielen die Aktienmärkte in einer ersten Reaktion, alleine der DAX um etwa 100 Punkte.

Nach einer kurzen Konsolidierung bei 5.410 Punkten drehte dieser Markt und konnte mit den Kauforders der amerikanischen Aktienmärkte den Verlust zügig wieder aufholen. Ein daraus resultierendes neues Tageshoch bei 5.526 Punkten hielt jedoch ebenfalls nicht lange an. Mit den Daten zum US-Großhandel um 16.00 Uhr (Anstieg um 0,7 Prozent) sowie den US-Lagerbeständen (Rückgang um 0,9 Prozent) übernahmen die Verkäufer wieder die Oberhand. Zum XETRA-Handelsschluss notierte der DAX trotz des volatilen Handelsverlaufes nahezu unverändert bei 5.487 Punkten.

In den USA geht der Kampf um die 10.000 Punkte beim Dow Jones während dessen weiter.

Vola bis zum Abwinken

Bereits 0.01 Uhr überzeugte lisa46 mit seiner Analyse „Morgen geht’s auf und ab!“. Sieben Stunden später begann die wirkliche Diskussion mit Grüßen aus Kärnten und der Offenlegung aller Short-Positionen von rushhour. Auf so langfristige Einschätzungen ließ sich Standuhr gar nicht erst ein, sondern zeigte pünktlich 8.01 Uhr, wie man in 5 Minuten seine 7 Punkte Gewinn im DAX einstreichen kann. Da diese für neue TÜV-Untersuchungen verwendet werden sollten, hörte HerrKoerper auch sofort mit dem Heulen auf. Grund dafür war ein verpasstes Nacht-Limit und Schuld daran war der böse Broker. Das „Gefühl, Marsianisch zu schreiben“ wurde er dadurch aber nicht los.
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