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Bitte ein BIP

Gastautor: Andreas Mueller
24.11.2009, 19:23  |  2544   |   |   
Kein Boden in Sicht beim Nikkei in Tokio. Erneut wieder fiel der Index um 1 Prozent und notiert damit bei nur noch 9.400 Zählern. Noch mehr verlor sogar der Hang Seng in Hongkong, welcher sich mit einem Minus von 1,5 Prozent der Marke von 22.000 Punkten annähert.

Entsprechend schwächer eröffnete der Deutsche Aktienindex nach seinem gestrigen starken Tag mit einem GAP auf der Unterseite. Die Region um 5.750 Punkte diente in der ersten Handelsstunde jedoch als Unterstützung. Nachdem der ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland im November bei 93,9 Punkten notierte und damit stärker als der Vormonat und auch oberhalb der Erwartungen lag, konnte der DAX sein GAP bis zum Mittag schließen. Das Tageshoch erreichte er wenig später mit 5.814 Punkten.

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Kurz vor Eröffnung der US-Märkte „schockierte“ das um 0,7 Prozent revidierte US-BIP des dritten Quartals. Mit 2,8 Prozent wächst die US-Wirtschaft zwar noch immer ansehnlich, leidet jedoch unter höheren Importen und geringeren Konsumausgaben. Kompensiert wurde die negative Stimmung etwas vom besser als erwartet ausgefallenen US-Vertrauensindex, welcher im November bei 49,5 (Erwartung 47) notierte. Mit einem Minus von 0,5 Prozent etwa tendieren die US-Aktienmärkte in Folge dessen leichter und zogen auch den DAX zurück ins negative Terrain. Dieser schloss den XETRA-Handel mit 5.769 Punkten auf dem Niveau von 10.00 Uhr.

Die Masse an Experten irrt nicht

Nach den Wettermeldungen gaben die Diskussionsteilnehmer ihre Positionierungen vom Vortag bekannt. Hierbei entpuppte sich hardy mit seinen Shorts im DAX seit 5.826 Punkten als Glückspilz. Um bei einer Transaktion über Nacht vom GAP zu profitieren, sollte man nicht um 22.00 Uhr diese auflösen – resümierte unsere Klappstuhl-Maus um 8.18 Uhr für den DAX. Um diesen Fehler gleich auszuradieren, behielt andimaus seine Position einfach im AUSSIE200 nach Börsenschluss. Der Trick mit der falschen Uhrzeit ist genial und eine Auswertung dazu gibt es schon Morgen.

Noch einfacher konnte nur Plus seine Gewinne erzielen. Er rief dafür bei seinem Market-Maker in London an und ließ sich eine Plusposition ins Depot buchen, welche vorher nicht sichtbar war. 86 Pips bringt so ein Anruf und seit diesem Beitrag wird die Nummer dazu heißer gehandelt als die von Katze12345!

Per Limit verkauften schrommi und boardy bei 5.750 Punkten ebenfalls ihre Shorts vom Vortag und JoeMo seine Sammlung an EUR/YEN’s. Damit war klar, dass der Boden erreicht ist. Schirre und andimaus nutzten diesen „Boardindikator“ sofort um eine Long-Position einzunehmen und diese wenig später mit 30 Punkten Gewinn bei 5.780 Punkten bzw. mit 50 Punkten bei 5.801 zu verkaufen. Erst in dieser Region wurde leider der Gewinnstopp von hardy ausgeführt : - (

Sicherheit vermittelte Slay durch sein neues Avatar nicht nur den Damen den Threads wie donna hightower, handelt er doch „beides: mit Wertpapieren und mit ICE-Rädern“. Zum Glück trainiert er gerade ab und hat deswegen mehr Zeit für die Diskussionen.

Das US-BIP wirbelte am Nachmittag neben den Orderbüchern auch die Emotionen durcheinander. Einige Ausstopper sorgten für Missmut, was beispielsweise jaxn am gesamten Swing-Trading der letzten Wochen zweifeln lies.

Mit US-Eröffnung konnte eNhale im EUR/USD seine Verluste des Vortages wieder zurück erkämpfen und im S&P-Future sogar das Plus mit 7 grandiosen Punkten ausbauen. Cyberdiver8 kam hingegen gerade noch einmal um den Besen zum Abendmahl herum.

Als Fazit des Tages hielt boardy1 fest: „die 5750 ist stabil wie Sau, bin mal gespannt wie lange die das aushält“.

Ausblick

Ganz so euphorisch wie die Woche startete, ging es am heutigen Handelstag nicht weiter. Die Daten aus Europa überzeugten mehr als die aus den USA. Dennoch hängen alle Märkte zusammen und in Sachen Abkopplung glänzt nur Japan – im negativen Sinne.

Weitere Daten stehen auf der Agenda und richten die Aufmerksamkeit der Investoren, Anleger und Trader auf sich. Dazu zählen am Dienstag die GfK-Konsuklimastudie, das BIP aus England, die US-Einkommen und –Auslagen, sowie die US-Verkäufe neuer Häuser des Monats Oktober.

Spannung und Volatilität bringt somit der Börsengott frei Haus. Macht es euch in der guten Stube oder im Handelsraum bequem und diskutiert an gewohnter Stelle die Tages-Trading-Chancen.

Bis dahin viel Erfolg wünscht Euer Bernie.

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