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Rohstoffe Kaffee als Genuss für Sinne und Depot

Gastautor: Andreas Mueller
25.02.2011, 18:36  |  8810   |   |   

Der Kurs von Kaffee hat sich an der Börse binnen einen Jahres mehr als verdoppelt. Wie sieht die Historie aus und was kann man daraus für die Zukunft ableiten?

Kaffee – das coffeinhaltige Heißgetränk aus gerösteten und gemahlenen Bohnen der Kaffeepflanze wird in über 50 Ländern angebaut. Am weitesten verbreitet sind die Arten Arabica, Robusta, Excelsia, Stenophylla und Maragype. Ursprünglich in Äthiopien im 9. Jahrhundert entdeckt, erfuhr Kaffee ab dem 15. Jahrhundert durch Röstung in Arabien seine Bedeutung als gesellschaftsfähiges Getränk. Das arabische Handelszentrum Mokka spielte daher für die Namensgebung eine nicht unbedeutende Rolle. Nach ersten Kaffeehäusern in Mekka, Kairo und Istanbul gelang Kaffee schließlich nach Italien, Frankreich und England. Im Jahr 1685 entstand das erste Wiener Kaffeehaus, welches bis heute als Vorbild von Kaffeegenuss in stilvollem Ambiente ist.

 

Geschichte des Kaffees

 

Mit den ersten europäischen Kolonien erweiterten sich die Anbaugebiete dieser Pflanze. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts beispielsweise ist Kaffee die am meisten verbreitete Kulturpflanze in den Tropen. Entsprechend intensiv vollzog sich der Handel und Transport dieses Rohstoffs zwischen Europa und seinen Überseekolonien. Dies wirkte sich natürlich auf die Absatzpreise aus, so dass nur Aristokraten und wohlhabende Bürger sich dieses Getränk zu Beginn der Kaffee-Ära leisten konnten. Der Weg vom elitären Sonntagsgetränk hin zum täglichen Bestandteil unserer heutigen Gesellschaft war jedoch eingeleitet. Unbestritten sind im 21. Jahrhundert die Geschmackserlebnisse in vielfältigen Variationen und mehrere positive medizinische Effekte, wie beispielsweise verminderte Lebererkrankungen, verzögerter Alzheimer-Ausbruch und Steigerung von Lust und Potenz.

 

Kaffee als Wirtschaftsgut

 

Wirtschaftlich ist Kaffee für viele Entwicklungsländer das wichtigste Exportgut. Nach Erdöl spricht man sogar vom zweitwertvollsten Handelsprodukt dieser Länder. 25 Millionen Arbeiter sind dabei global betrachtet in die Wertschöpfungskette und den Vertrieb eingebunden. Das entspricht einer Fläche von 10 Millionen Hektar und 15 Milliarden Bäumen. (Quelle)

Dabei ist Brasilien der weltgrößte Produzent mit 28 Prozent der Welternte von 7,75 Millionen Tonnen im Jahr 2007. Folgende Liste der Anbauländer und Erntezeiten verschafft einen Eindruck über die globale Verteilung dieses Rohstoffes auf Rohkaffeebohnen.

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