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Rohstoffe Kaffee als Genuss für Sinne und Depot

Der Kurs von Kaffee hat sich an der Börse binnen einen Jahres mehr als verdoppelt. Wie sieht die Historie aus und was kann man daraus für die Zukunft ableiten?

Kaffee – das coffeinhaltige Heißgetränk aus gerösteten und gemahlenen Bohnen der Kaffeepflanze wird in über 50 Ländern angebaut. Am weitesten verbreitet sind die Arten Arabica, Robusta, Excelsia, Stenophylla und Maragype. Ursprünglich in Äthiopien im 9. Jahrhundert entdeckt, erfuhr Kaffee ab dem 15. Jahrhundert durch Röstung in Arabien seine Bedeutung als gesellschaftsfähiges Getränk. Das arabische Handelszentrum Mokka spielte daher für die Namensgebung eine nicht unbedeutende Rolle. Nach ersten Kaffeehäusern in Mekka, Kairo und Istanbul gelang Kaffee schließlich nach Italien, Frankreich und England. Im Jahr 1685 entstand das erste Wiener Kaffeehaus, welches bis heute als Vorbild von Kaffeegenuss in stilvollem Ambiente ist.

 

Geschichte des Kaffees

 

Mit den ersten europäischen Kolonien erweiterten sich die Anbaugebiete dieser Pflanze. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts beispielsweise ist Kaffee die am meisten verbreitete Kulturpflanze in den Tropen. Entsprechend intensiv vollzog sich der Handel und Transport dieses Rohstoffs zwischen Europa und seinen Überseekolonien. Dies wirkte sich natürlich auf die Absatzpreise aus, so dass nur Aristokraten und wohlhabende Bürger sich dieses Getränk zu Beginn der Kaffee-Ära leisten konnten. Der Weg vom elitären Sonntagsgetränk hin zum täglichen Bestandteil unserer heutigen Gesellschaft war jedoch eingeleitet. Unbestritten sind im 21. Jahrhundert die Geschmackserlebnisse in vielfältigen Variationen und mehrere positive medizinische Effekte, wie beispielsweise verminderte Lebererkrankungen, verzögerter Alzheimer-Ausbruch und Steigerung von Lust und Potenz.

 

Kaffee als Wirtschaftsgut

 

Wirtschaftlich ist Kaffee für viele Entwicklungsländer das wichtigste Exportgut. Nach Erdöl spricht man sogar vom zweitwertvollsten Handelsprodukt dieser Länder. 25 Millionen Arbeiter sind dabei global betrachtet in die Wertschöpfungskette und den Vertrieb eingebunden. Das entspricht einer Fläche von 10 Millionen Hektar und 15 Milliarden Bäumen. (Quelle)

Dabei ist Brasilien der weltgrößte Produzent mit 28 Prozent der Welternte von 7,75 Millionen Tonnen im Jahr 2007. Folgende Liste der Anbauländer und Erntezeiten verschafft einen Eindruck über die globale Verteilung dieses Rohstoffes auf Rohkaffeebohnen.

Beim Konsum pro Person befindet sich hingegen kein arabisches Land sondern Finnland auf Platz 1 mit 11,5 Kilogramm Genuss pro Jahr oder umgerechnet 1.300 Tassen gefolgt von Belgien mit 9,5 Kilogramm Kaffeeverbrauch. Deutschland reiht sich erst auf Platz 7 mit 6 Kilogramm pro Person und Jahr in die Statistik ein und die USA belegt leicht abgeschlagen Platz 15 laut Die Kaffeeseite.

Der wachsende Wohlstand in Asien lässt auch diese Region als internationale Nachfrage immer weiter an Bedeutung gewinnen. In China gehört Kaffee bereits zur „Kultiviertheit“ und ersetzt in vielen Gesellschaftsschichten mehr und mehr den traditionellen Tee. Davon profitieren in erster Linie die bekannten (Kaffee-)Ketten aus Amerika Starbucks und McDonalds. Ein Überblick zum Kaffeegenuss in Abhängigkeit zum Bildungsstand befindet sich an auf ChinaToday.

 

Kursentwicklung von Kaffee

 

Die Kaffeepreisentwicklung spiegelt nicht nur den steigenden Konsum der Weltbevölkerung wider, sondern auch das vermehrte Interesse von Finanzinvestoren wie Hedge-Fonds und privaten Anlegen. Es verwundert daher nicht, dass Kaffee im Zuge der Rohstoff-Hausse in den letzten Monaten ebenfalls einen rasanten Preisauftrieb erlebte. So verdoppelte sich der Coffee-Future in den letzten 2 Monaten um 25 Prozent und seit vergangenen Sommer sogar um 100 Prozent.

 

 

Im Chart der letzten 30 Jahre (hier Coffee Arabica von Markt-Daten.de) stellt sich die Dynamik des vergangenen Jahres weitaus spektakulärer dar.

 

 

Kaffee für den Endverbraucher, Anleger und Trader

 

Kaffee wird für den Endverbraucher ab März erneut teurer. Tchibo erhöht seine Packungen um bis zu 50 Cent, was einer Preissteigerung von 10 Prozent entspricht. Diesen Schritt ging Aldi bereits im Januar. Weitere Kaffeehausketten und Röster wie Jacobs, Dallmyr und Melitta folgen (Quelle: Bild).

 

Als Anleger sollte man sich meiner Meinung nach nicht nur mit den renommierten Rohstoffen Gold, Silber und Öl genauer beschäftigen, sondern ebenfalls regenerierbare Rohstoffe des täglichen Gebrauchs analysieren. Über ETF’s, ETC’s und Rohstoff-Fonds ist diese Anlageklasse bereits erschlossen. Für aktive Trader eignen sich CFD‘s oder direkt der Futuremarkt, um neben der langfristigen Entwicklung an den teilweise sehr hohen Volatilitäten zu partizipieren. Ein adäquates Risikomanagement (vor allem für unerfahrene Trader) ist dabei jedoch immer zu beachten!

 

Ich hoffe mit meiner kleinen Kolumne zum Wochenende Ihr Interesse geweckt zu haben. Was liegt nun näher als Sie auf die 3. Deutsche Rohstoffmesse am 16.03.2011 in Frankfurt aufmerksam zu machen? Nichts. Von daher freue ich mich über Ihr Interesse und vielleicht trinken wir in der Messehalle in 3 Wochen einen Kaffee zusammen…

 

Bernecker1977

(Andreas Mueller)

 

 

Im Sinne des §34 Wertpapierhandelsgesetz gebe ich an, selbst keine direkten Wertpapiere im und zum Rohstoff Kaffee zu halten. Der Inhalt des Artikels ist keine Handelsempfehlung für Leser.

 



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Disclaimer

Rohstoffe Kaffee als Genuss für Sinne und Depot Kaffee ist nicht nur ein Getränk unserer Zeitepoche sondern ein Rohstodf, der für Anleger und Trader interessant ist. Hintergründe und Ausblicke stellt Bernecker1977 in dieser Kolumne detailliert vor.

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