Der umstrittene Billionen-Poker von Draghi Notenbanken dominieren die Aktienmärkte durch ihre „Drogenpolitik“ -

25.01.2015, 13:41  |  2768   |   |   

Die EZB holt die Bazooka raus und flutet die Märkte mit den Kauf von Staatsanleihen im Volumen von 60 Mrd. € im Monat nach dem Vorbild der FED und japanischen Notenbank. Ob dies nur zu einer Ausweitung der Kreditnachfrage und Investitionen führt, muss abgewartet werden. Die Aktienmärkte reagieren mit Kurssteigerungen.

EZB gibt Gas

 

Die Europäische Zentralbank (EZB) macht Ernst und gibt Gas. Am Donnerstag gab der EZB-Chef Draghi bekannt, dass die EZB ab März jetzt monatlich 60 Mrd. € an Staatsanleihen in Zusammenarbeit mit allen europäische Notenbanken kaufen wird. Dabei kauft die EZB selbst nur 20 Prozent der Staatsanleihen auf und 80 Prozent sollen von den Nationalen Notenbanken aus Europa gemäß dem EZB-Verteilungsschlüssel aufgekauft werden. Das bedeutet, dass die Deutsche Bundesbank - recht widerwillig -, 25 Prozent von den restlichen 80 Prozent aufkaufen soll. Gerade die Deutsche Bundesbank war bisher aber immer ein Gegner solcher Staatsanleihenkäufe, weil dann das Reformtempo bei den südeuropäischen Ländern nachlassen könnte.

1,140 Billionen € für 2 Prozent Inflation

Das Programm soll zunächst bis September 2015 laufen und dann überprüft werden, ob es wirkt. Zur Not soll es bis September 2016 weitergeführt mit einem Gesamtvolumen von 1,140 Billionen €. Draghi will damit die Inflationsrate wieder auf 2 Prozent bringen, den Banken mehr Liquidität für Kredite geben und schlussendlich soll dies auch die Investitionsbereitschaft erhöhen. Die Inflationsrate im Euroraum betrug im Dezember 2014 nur -0,2% Prozent nach noch +0,8 Prozent im Vorjahr. Draghi befürchtet eine Deflation  im Euroraum und will dies nun künstlich durch das Anleihenkaufprogramm vermeiden. Das Inflationsziel ist mit +2 Prozent sehr ambitioniert.

FED als Vorbild?

Ob nun durch permanentes Golddrucken der Notenbanken mehr Inflation und vor allem mehr Wachstum erreicht werden kann,  ist aber umstritten. In den USA führte das FED-Program zumindest zu einem temporären Erfolg, da die Wirtschaft wieder wächst und Arbeitsplätze geschaffen wurden. Bei der Rede zur Lage der Nation lobte sich Obama selbst, dass Amerika die Finanzkrise, die er 2008 geerbt hatte, überwunden hat und nun wieder robust mit über 3 Prozent wächst. Es wurden seit 2008 11 Mio. Arbeitsplätze geschaffen und die Arbeitslosenquote auf unter 6 Prozent gesenkt.

Obamas Vision von sozialer Grechtigkeit wird zur lahmen Ente

Allerdings wurden dabei nicht die  Schulden gesenkt. Auch die USA sind mit über 100 Prozent zum BSP immer noch viel zu hoch verschuldet. Immerhin sind die Aktienkurse auf Allzeit-Hoch und auch die Immobilienpreise haben sich wieder erholt, was auch dem Konsum hilft. Dies dient in erster Linie den reichen Amerikanern. So ist Obamas große Vision jetzt in den verbleibenden 2 Jahren, für mehr Verteilungsgerechtigkeit zu sorgen. Obama will eine Reichensteuer einführen, um die Steuern in der Mittelschicht senken zu können.

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