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Asset Allokation Die Zeit für grobe Fehler ist wieder da!

Gastautor: Thomas Hellener
15.06.2015, 07:32  |  6593   |   |   

Angst und große Verunsicherung beherrschen derzeit viele Anleger – vor allem Privatanleger.  Die Eskalation im Griechenland-Drama und die Turbulenzen an den Anleihemärkten bringen die Anleger um den Schlaf. Der DAX verlor in den letzten Wochen über 10 Prozent. Auch beim Eurostoxx 50 ist der Abgabedruck hoch. Selbst der Dow Jones, der S&P 500 oder der Nikkei 225 in Japan zucken heftig bei jeder neuen Katastrophenmeldung.

Vorsichtige Anleger gehen daher auf Nummer sicher und ziehen sich sowohl aus Staatsanleihen, als auch aus Aktienengagements zurück und warten ab, bis sich der ungewisse Ausgang in der Griechenland-Frage geklärt hat. Aber: welcher Privatanleger macht das schon? Einmal drin im Markt, bleibt man investiert und zittert bis zum möglicherweise bitteren Ende.

Zittern muss nicht sein!

Die Experten von MARS Asset Management, die unseren flexiblen, vermögensverwaltenden Dachfonds PRIMA – TOP 20 beraten, haben dazu eine Untersuchung durchgeführt, wie in solchen Marktphasen das Anlegerverhalten vor allem von Privatinvestoren aussieht. Das Fazit: Es ist erschreckend, wie viele Fehler gemacht werden.

Jens Kummer, einer der Gründer von MARS Asset Management, fasst dies so zusammen: „Anleger handeln zumeist impulsiv, wenn es um ihre Finanzen geht. Es dominieren Bauchgefühl und Intuition.“ Die Datengrundlage sei bei vielen zu dünn und die Entscheidungsregeln zu schwach – und last but not least: Es fehle den meisten Privatanlegern an Selbstkontrolle. Nicht zu vergessen der sogenannte  HomeBias, also die Fokussierung auf den Heimatmarkt. Soll heißen: Lieber Daimler, Siemens, Bayer & Co., als den Investmentfokus hinaus auf Märkte jenseits der deutschen Grenzen zu richten.

In einer Onlinekonferenz (https://www.youtube.com/watch?v=Ummy-vSnh8c&feature=youtu.be) erläuterte Jens Kummer an verschiedenen Beispielen, welche Fehler gemacht werden und entlarvt wohl bekannte Anlegermythen. Viele Anleger  glauben etwa, dass Wirtschaftswachstum mit einer guten Aktienperformance gleichgesetzt werden kann. Das sei aber falsch, wie Untersuchungen über die letzten 20 Jahre verdeutlichen, so Kummer. Darüber hinaus sage das Bauchgefühl: Höchstkurse sind gefährlich! Auch hier, so die Analysen, sprechen die vergangenen 40 Jahre dagegen. Denn: Über die Hälfte der gesamten Performance eines Portfolios werde gerade in der Zone nahe der Allzeithochs erzielt. Das gilt nicht nur für den DAX, sondern für alle Anlageklassen, wie zum Bsp. auch Gold.

Zum Schluss wird auch noch die Anlageform  Immobilien beleuchtet: Gerade aktuell erwarten Anleger eine hohe und stabile Wertentwicklung bei relativ geringem Risiko. Auch das, so Kummer, widerlegen  die Zahlen der zurückliegenden 40 Jahre. Die Wertsteigerung deutscher Immobilien liegt über die letzten 40 Jahre sogar unter dem Inflationsniveau, wie es in der Untersuchung heisst.

ETFs statt einzelne Aktien

Welche Schlüsse sind daraus zu ziehen? Kummer beantwortet dies mit den Kernbotschaften der MARS-Strategie. Diese beruhen auf einer dynamischen Anlageklassen-Mix, der jede Woche überprüft und, sofern notwendig, angepasst wird. Dabei steht Kummer und seinen Kollegen ein breites Anlagespektrum von über 100 Märkten zur Verfügung. Sie setzen dabei aber nicht auf einzelne Aktien wie Apple, Microsoft oder BP, sondern auf liquide ETFs, welche die Wertentwicklung der jeweilige Anlageklasse wiederspiegeln und jederzeit gekauft oder verkauft werden können. Durch die wöchentliche Anpassung werden Verluste generell nicht ausgesessen, sondern durch ein intensives Risikomanagement frühzeitig begrenzt.

Dies alles ist von Privatanlegern kaum zu leisten. Besonders im Bereich Risikomanagement haben  private Investoren oft große Defizite.

 

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Kommentare

im Tief 2003 haben übrigens in erster Linie am Ende die institutionellen verkauft und die privaten gekauft. Und daran, daß praktisch kein aktiv verwalteter Aktienfond die Indizes langfristig schlagen kann sieht man auch was die Profis so drauf haben.

Alleine schon der Satz:
"warten ab, bis sich der ungewisse Ausgang in der Griechenland-Frage geklärt hat" zeigt, wie wenig der Autor die Aktienmärkte begriffen hat.
Immer dann, wenn die Profis dem Anleger raten vorsichtig zu sein war in der Vergangenheit eine Kaufgelegenheit - Grexit ist schon weitestgehend eingepreist.

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