Kommt jetzt die große Finanzkrise? Rabenschwarze erste Handelswoche macht Sorgen

10.01.2016, 14:28  |  2630   |   |   

Die Weltbörsen wurden mit 2 gewaltigen China-Böllern in das neue Jahr des Affen geschickt. Aufgrund schwacher Konjunkturdaten in China wurde der Handel an der Börse an 2 Tagen mit einem Minus von jeweils 7 Prozent ausgesetzt, was die Anleger auch global verunsicherte. Zusätzlich wurde der Yuan (Renmimbi) gegenüber dem US-Dollar mehrfach abgewertet, was zu Kettenreaktionen bei Schwellenländerwährungen führte. Hinzu kamen geopolitische Risiken wegen des sich verschärfenden Konflikts Saudi-Arabien gegen Iran, die ihre diplomatischen Beziehungen abbrachen. Nord-Korea zündete erstmals eine Wasserstoffbombe, was als großer Erfolg gefeiert wurde, die restliche Welt aber in Angst und Schrecken versetzte. In Deutschland macht das „Antanzen der Nord-Afrikaner“ in der Silvesternacht Sorgen. Dieses Jahr begann damit sehr turbulent und verspricht weiterhin sehr abwechslungsreich zu werden.

Schwacher Börsenstart ins „Jahr des Affen“

Das „Jahr des Affen“ ist  nach dem chinesischen Horoskop das Jahr der Überraschungen, in dem nichts  planbar, aber vieles ist gleichzeitig in Bewegung ist. Es ist das Jahr, wo unkonventionelle Methoden zur Lösung alter, aufgestauter Probleme sorgen werden. Wagemut führt zum Erfolg.

So verwundert es nicht, dass das neue „Jahr des Affen“ gleich zu Jahresbeginn mit einem Paukenschlag bzw. einem gewaltigen China-Böller begann, der alle Anleger zunächst zutiefst verunsicherte. Die erste Handelswoche war die schlechteste Kursentwicklung in den USA seit 2011 und für den DAX sogar die schlechteste in der Nachkriegszeit. Es gab Verluste von über 1000 Indexpunkten in Deutschland beim DAX von 10.800 auf 9843 Indexpunkte und in den USA beim Dow Jones Industrial Index (DJI) von 17.500 auf 16.346 Indexpunkte. Die meisten asiatischen und europäischen Börsen gingen auch gleich zu Jahresbeginn in die Knie. Auch die osteuropäischen Aktien verloren erheblich an Wert. Nur im Baltikum blieb es stabil. Der schwache Jahresauftakt an den Weltbörsen wird nun wiederum als schlechtes Omen für das Gesamtjahr gesehen.

Soros warnt vor einer globalen Krise

Der Investmentguru George Soros warnt vor einer globalen Finanzkrise, die größer sein wird als 2008. Der Börsenexperte Marc Faber hält auch einen Crash für möglich und macht dafür die amerikanische Notenbank verantwortlich. Am Freitag stieg die Zahl der neuen Stelle (Jobs) in den USA um 292.000 und die Arbeitslosenquote sank auf 5 Prozent, was eigentlich eine gute Nachricht ist. Die Börsen reagierten aber mit fallenden Kursen, da nun eine weitere Zinserhöhung der amerikanischen Notenbank  (FED) befürchtet wird. Hier gilt als „good news are bad news“ für die Börsen und Anleger.

Yuan-Abwertung macht Sorgen

In China brachen die Kurse gleich zu Jahresbeginn am 4. Januar aber wegen in der Tat schlechten Nachrichten ein. Der Einkaufsmanger-Index für das verarbeitende Gewerbe fiel weiter und blieb unter 50.  Der Yuan (Renmimbi) wurde zum Dollar mehrfach abgewertet, was westliche Anleger zutiefst verunsichert, da Zweifel an der Wettbewerbsfähigkeit der chinesischen Produkte aufkommen. Schon im letzten Jahr gingen die Exporte und die Importe in China zurück, worunter wiederum die Rohstoffpreise litten.

Seite 1 von 5
GAZPROM Aktie jetzt ab 0€ handeln - auf Smartbroker.de



Diesen Artikel teilen


Anzeige


Broker-Tipp*

Über Smartbroker, ein Partnerunternehmen der wallstreet:online AG, können Anleger ab null Euro pro Order Wertpapiere handeln: Aktien, Anleihen, 18.000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag, ETFs, Zertifikate und Optionsscheine. Beim Smartbroker fallen keine Depotgebühren an. Der Anmeldeprozess für ein Smartbroker-Depot dauert nur fünf Minuten.

* Wir möchten unsere Leser ehrlich informieren und aufklären sowie zu mehr finanzieller Freiheit beitragen: Wenn Sie über unseren Smartbroker handeln oder auf einen Werbe-Link klicken, wird uns das vergütet.


Anzeige



0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer