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DAX-Chartanalyse: Rekordjagd zu Pfingsten

DAX-Chartanalyse Rekordjagd zu Pfingsten

Gastautor: Andreas Mueller
04.06.2017, 11:32  |  11021   |   |   

Neben einigen Trading-Chancen der Vorwoche gibt es hier den Ausblick auf die neue Handelswoche im DAX mit Sichtung der "Randmärkte" Dow Jones und dem Euro.

Deutlich mehr Bewegung als in der Vorwoche zeigte der DAX vor Pfingsten. Auch wenn die Handelswoche sehr müde begann, zeigte sie am Ende dann doch neue Rekorde auf. Diesmal nicht nur in den USA, sondern auch bei uns. Zeit wurde es für das „Nachholen“ eines Allzeithochs. Im Wochenvergleich ergab dies eine Performance von 1,75 Prozent. Schauen wir uns dies im Verlauf nun noch einmal genauer an bevor wir zur Aussicht auf die kommende Handelswoche übergehen.

 

Erst die Range, dann der Ausbruch

 

Im DAX machte sich zum Wochenstart Unentschlossenheit breit. Eine recht enge Range dominierte den Markt und fesselte ihn im Bereich um 12.600 Punkte. Davon konnten letztlich nur Daytrader profitieren, die intraday und mit kurzem Zeithorizont agierten. Ein Beispiel dazu hatte ich am Montag hier vermerkt:

 

 

Deutlich mehr Bewegung gab es im Euro-Dollar, der sich am Dienstag anschickte, zu neuer Stärke aufzulaufen. Im ersten Akkord musste er jedoch den Widerstand im Stundenchart überwinden, welcher noch eine Woche zuvor Unterstützung bot. Auch hierzu hatte ich einen Trading-Plan und einen entsprechenden Chart HIER publiziert:

 

 

Als der DAX sich am Mittwoch anschickte, die Range und den in der Vorwoche gezeigten Abwärtstrend zu überwinden, spielten im ersten Impuls die Amerikaner nicht mit. Während der DAX bereits über 12.700 notierte, drehte der Dow Jones komplett ab und riss sogar die 21.000er-Marke. Wenige Stunden später stellte sich dies jedoch als V-Reversal heraus, ein durchaus typischer intraday-Verlauf in jüngster Zeit:

 

(zum Beitrag)

 

Themen wie das Klimaabkommen in Paris sorgten zwar für weltweite Schlagzeilen (auch die w : o Redaktion berichtete), aber beeinflusste die Kurse nicht sonderlich. Dabei war eher der Blick auf die runden Zahlen im Aufwärtstrend bei Amazon und Google gerichtet, die beide auf die 1.000 Dollar-Marke zusteuerten und diese auch erreichten. Dazu hatte ich zur Wochenmitte eine News verfasst ->

 

Das Hauptaugenmerk der Börsianer lag letztlich auf dem Freitag und den US-Arbeitsmarktdaten. Im Vorfeld startete der DAX bereits sehr stark und näherte sich mit 12.800 Punkten seinem Allzeithoch. Kurzfristige Chancen mit Short waren zwar immer wieder gegeben, jedoch nicht nachhaltig. Auch dies muss objektiv hier berichtet werden, wenn ein Setup nicht den gewünschten Erfolg bringt:

 

 

Letztlich dominierten die Bullen nach dem positiven US-Arbeitsmarktbericht. Dabei sank die Arbeitslosenquote in den USA auf das niedrigste Niveau seit 2001 (die w : o Redaktion berichtete)

Die Daten bzw. Vorfreude verhalfen dem DAX zu einem neuen Allzeithoch bei 12.878 Punkten. Der Dow Jones markierte ebenfalls einen neuen Rekord mit 21.225 Punkten und der Nasdaq mit 5.881 ebenso.

 

Neue Handelswoche mit folgenden Szenarien

 

Mit etwas Anlaufschwierigkeiten und Mühe konnte der DAX somit sein Dreieck verlassen. Dies skizzierte ich vor einer Woche mit diesem Chartbild HIER:

 

 

Der Ausbruch fand statt und setzte den Impuls nach einer kurzen Bedenkzeit dann bis zum Ende der Handelswoche mit einem GAP noch einmal eindrucksvoll fort:

 

 

Dabei markierte der DAX am Freitag ein neues Allzeithoch im Handelsverlauf, blieb beim Schlusskurs jedoch noch einmal unter dem ehemaligen Allzeithoch im Chartbild.

 

 

Dies muss pauschal kein negatives Zeichen sein, denn die US-Märkte schlossen ebenfalls nicht auf Allzeithoch. Doch es ist eine interessante Ausgangslage für die kommende Woche. Denn hier sind nach einem Zoom in den Stundenchart hinein zwei Marken für mich relevant. Das GAP vom Freitag und das ehemalige Allzeithoch:

 

 

Konkret ist ein Rücklauf zum GAP und ggf. auch das GAP-close mein bärisches Szenario. Dazu muss Marke von 12.790 als Konsolidierungstief vom Freitag brechen. Mit den aktuellen Vorfällen in London kann dies in einer ersten Reaktion durchaus geschehen. Auch aus Sicht der Korrelation heraus, denn der Goldpreis ist am Freitag bis knapp 1.280 angestiegen und der Euro-Dollar (um noch einmal auf das Bild vom Eingang der Analyse zurück zu kommen) überwand seinen Widerstand und steht nun am Hochpunkt aus November 2016:

 

 

Dieses bärische Szenario für den DAX ist somit als roter Pfeil visualisiert.

 

Bullisch bleibt es, wenn wir über das ehemalige Allzeithoch im XETRA-Handel tendieren und damit auch das neue Allzeithoch in Angriff nehmen. Denn bis zur runden Marke von 13.000 Punkten sind es nur noch rund 1 Prozent Entfernung. Und diese lockt rein psychologisch...

 

 

Da sich beide Pfeile hier im Stundenchart einfügen lassen, entstehen daraus konkrete Trading-Ideen eher intraday und in tieferen Zeiteinheiten. Sie werden entwickelt und ausgetauscht in den Tages-Trading-Chancen, zu denen ich Sie recht herzlich einlade.

 

Montag findet zumindest im DAX kein Handel statt. Impulsgeber dürfte damit der weitere Verlauf an der Wall Street sein. Und wenn Europa „gerettet“ wird, wie es in diesem Artikel der w : o Redaktion steht, steht einem weiteren Anstieg der Indizes nicht viel im Weg.

 

Richtungsweisend könnte die EZB-Sitzung am Donnerstag sein, doch bis dahin gibt es natürlich auch kurzfristigere Tages-Trading-Chancen.

 

Gerne halte ich Sie darüber dort auf dem Laufenden. Ausführliche Analyse gibt es weiterhin HIER im Nachrichtenbereich. Möchten Sie diese direkt per Erscheinen lesen? Dann abonnieren Sie mich hier: Autor abonnieren 0

 

Herzlichen Dank für Ihr Interesse und einen erfolgreichen Wochenstart,

Ihr Andreas Mueller (Bernecker1977)

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