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Sie handeln CFDs? Dann müssen Sie das jetzt lesen…

Gastautor: Sebastian Hell
17.08.2017, 09:08  |  1378   |   |   

Liebe Leserinnen,
Liebe Leser,

vor einigen Wochen berichtete ich Ihnen über die Pläne der Bundesanstalt für Finanzaufsichtsaufsicht, die Pflicht zum Nachschuss für Trader konsequent zu untersagen. Drei ganze Monate hatte die deutsche Behörde Brokern Zeit gegeben, um entsprechende Änderungen ihrer Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Plattformen vorzunehmen. Doch was hat die neue Sachlage nun für Verbraucher beim CFD-Trading überhaupt für Folgen? Und wie verhielt sich die Lage? Warum kritisierten Experten die Situation der Händler zuvor überhaupt so harsch? Ich kläre nochmals auf, damit Sie genau wissen, unter welchen Bedingungen Sie zukünftig mit Differenzkontrakten spekulieren in Deutschland.

Extreme Verluste über Guthaben hinaus sind nicht mehr möglich

Wer sich erstmals mit dem Thema CFDs befasst, landete bisher bei der Information, dass die sogenannte Nachschusspflicht dazu führen konnte, dass Verluste weit über den aktuellen Stand des Handelskontos hinaus auftreten können. Liefen Positionen vollkommen aus dem Ruder, mussten Trader zusätzliches Geld einzahlen, um entstandene Verluste dem jeweiligen Broker gegenüber in voller Höhe wieder auszugleichen. Für normale Anleger, die nur nebenbei auf Differenzgeschäfte setzen, war und ist dies ein massives Problem, wenn die schlimmst möglichen Szenarien eintreten.

In Fachmedien wurde in der Vergangenheit wiederholt über Händler berichtet, die in ernste finanzielle Krisen gerieten, weil sie Positionen zu spät geschlossen oder auf den Einsatz von Stoppmarken und anderen Orderzusätzen wie Limits verzichtet hatten. Denn im Grunde gab und gibt es für Verluste in der Theorie kaum Grenzen – je nachdem, wann Trader eingestiegen sind und wie sich die Kurse der gehandelten Basiswerte während der Haltezeit entwickeln. Angesichts der hohen Risiken waren vollständige Pleiten keineswegs undenkbar.

BaFin hat Worten endlich Taten folgen lassen

Diese Tatsache war der BaFin, der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, schon länger ein Dorn im Auge. In Deutschland verzichteten heimische Betreiber von Handelsplattformen wie QTrade  Fällen schon länger auf die Nachschusspflicht. Doch der Markt wird eben nicht allein von deutschen Brokern geprägt. Händler in Deutschland sind im Bereich des Derivatehandels seit jeher eine gefragte und zahlungskräftige Zielgruppe internationaler Anbieter für den Forex- und CFD-Handel. Die Schwierigkeit besteht darin, dass im Ausland vielfach andere Gesetze gelten als in der Heimat der Trader. Den Grundstein für mehr Zuverlässigkeit und Transparenz hat die BaFin Anfang Mai 2017 gelegt.

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