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Opera Software - wird der Browser mobil? (Seite 5)


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Lang & Schwarz
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Antwort auf Beitrag Nr.: 49.048.952 von vitello am 12.02.15 11:54:30
Zitat von vitello: Ja, so sehe ich das eben auch ...bzw. wollte ich darauf hinaus mit meinem vorigen Beitrag.
Ich tu mich lediglich schwer damit, zu begreifen, weshalb der heftige Kurseinbruch zustande kam. Hat denn den Geschäftbericht keiner genau gelesen? Oder gelesen und nicht verstanden?


Die Erwartungen des Marktes und der nalysten waren eben andere. Die Berenberg Bank hat neulich noch gesagt, sie sähe den Gewinn je Aktie bei 0,41 EUR. Und nun steht dort sogar ein großer Verlust! Das dürfte viele Leute entsetzt haben - ohne dass sie sich das Zahlenwerk genauer angesehen haben oder auch nur die Meldung. Ein neuer Beweis dafür, dass die Theorie der Effizienten Märkte, bei denen alle Informationen immer objetiv im Kurs enthalten sind, völliger Blödsinn ist. Denn den Kurs bestimmen nicht objektive Fakten, sondern alleine die subjektive Bewertung dieser Fakten durch die Marktteilnehmer. Und die kann sich jederzeit ändern und trifft auch nicht immer zur gleichen Zeit aufeinander. Daher können antizyklische Investoren ja überhaupt Unterbewertungen zu ihrem Vorteil ausnutzen (wenn es denn klappt...).
Antwort auf Beitrag Nr.: 49.049.066 von sirmike am 12.02.15 12:01:02zu letzteren zähle ich mich und beschwere mich auch gar nicht ;)
Opera Software ASA | Rußlandkrise im Handyformat
Vierundvierzig Prozent stürzte die Aktien der Opera Software ASA (Opera), der norwegischen Browser-Schmiede, am 11.02.2015 in die Tiefe. Fast die Hälfte des Firmenwertes wurde nach Vorlage der Zahlen für 2014 ausradiert. Opera hätte schon Pleite gehen müssen, um eine solche Überreaktion zu rechtfertigen. Dementsprechend ging es am Tag darauf auch um bis zu 15% wieder steil bergauf.



Was war passiert? Opera hatte zum einen die Erwartungen der Analysten für 2014 und 2015 verfehlt und zum anderen die eigenen Erwartungen für 2015 auch noch reduziert. Eine Gemengelage, die bei einen Nebenwert wie Opera, den nur wenige Analysten beobachten, schon drastische Folgen haben kann.

Zum einen haben die Analysten im Konsens einen höheren Gewinn für 2014 erwartet, zum anderen lag die Konsensschätzung für den Umsatz in 2015 bei 765 Mio. U$, wohingegen Opera die eigenen Prognosen noch mal von 670 auf 630-650 Mio. U$ revidierte. Eine Schätzung, die der Finanzvorstand als “pretty careful” bezeichnete. Sehr vorsichtig geschätzt sind auch die Erwartungen, die Opera hinsichtlich des Gewinns hat. Hier wurden die eigenen Prognosen von zuvor 180 Mio. U$ auf nun 130-150 Mio. U$ reduziert.

Als Grund für das verfehlte Ergebnis in 2014, sowie für den bescheidenen Ausblick auf 2015 wurden maßgeblich die Ereignisse in der Ukraine und die damit einhergehenden Wirtschaftssanktionen in Russland genannt. Russland und die Ukraine sind die zwei größten Märkte für die Opera Browser, und somit für die daraus resultierenden Umsätze bei mobiler Werbung und App-Verkäufen. Neben den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen belasten auch die Wechselkurse, namentlich der schwache Rubel und der schwache Euro, die Bilanz. Denn Opera sitzt in Norwegen, bilanziert aber in US-Dollar. Für das schwache 2014er Ergebnis wurde noch ein einmaliger Sondereffekt verantwortlich gemacht, nämlich die Abschreibung des 2013 übernommenen Mobile-Video-Spezialisten Skyfire.

Aufgrund der kriegsbedingten Wirtschaftsschwäche in den Hauptabsatzmärkte, sowie der ungünstigen Währungssituation, geht man also von rückläufigen Umsätzen aus. Auch wenn sich diese Szenarien schnell ändern können – zum Guten, wie zum Schlechten – sollen jetzt die Fakten, sprich: die Zahlen betrachtet werden.

Obgleich die Dynamik etwas nachließ, ist das Eigenkapital(EK) in den letzten Jahren stetig gewachsen. Selbst 2014 legte das EK noch um gute 17% p.a. zu. Das die EK-Quote dabei von 59% in 2013 auf nur noch 45% in 2014 absackte ist misslich, aber immer noch ein stolzer Wert. Allein das Eigenkapital macht 2,56 U$ pro Aktien aus, welche derzeit bei umgerechnet 8,05 U$ notiert.


Chart: Market Maker

Der 2014er Gewinn bzw. Verlust je Aktie wird von Opera mit -0,424 U$ angegeben. Eine herbe Enttäuschung, die mit Blick auf den Ukraine-Konflikt und die derzeitigen Währungsverzerrungen so aber weder vom Management noch von den Analysten vorhersehbar war. Ausgehend von den gestern gegeben Ausblick aufs laufende Geschäftsjahr darf der Anleger 0,94 U$/Aktie erwarten – und das wurde von Erik C. Harrell, CFO bei Opera, sehr konservativ geschätzt. Allerdings nur auf EBITDA Basis, ohne Berücksichtigung der Options-Programme oder etwaiger Akquisitionskosten (man beachte das wirklich Kleingedruckte). Zieht man daher noch mal grob geschätzt 33% ab, um auf einen Gewinn pro Aktie zu kommen, erhält man 0,63 U$/Aktie. Sollte Opera die alte Dynamik wiederfinden, darf für 2016 ein Gewinnzuwachs von wenigstens 20% erwartet werden, was ein Gewinn pro Aktie von 0,76 U$ entsprechen würde. Damit wäre die Aktien der Opera Software ASA aktuell mit dem 12,7 bzw. 10,6 fachen Ihres Gewinns bewertet, was bei entsprechenden Geschäftsverlauf ein Erreichen der alten Höchststände erlauben würde. Sollten die diversen Krisen aber anhalten oder sich gar verschärfen, sind alle Analysen vergebens und wiederholte Verluste nicht ausgeschlossen.

Auf dem derzeitigen Niveau ist Opera wieder einen Blick wert, auch wenn einzelne Rückschläge zur Auslotung der Tiefstständen nicht ausgeschlossen werden können und als Kaufgelegenheit genutzt werden dürfen. Mehr über die einzelnen Geschäftsfelder von Opera zeige ich in meinen Artikel “Opera Software ASA | An Almost All-in-one Investment” auf, welcher 2013 für Seeking Alpha in Englisch geschrieben wurde.

Quelle: http://is.gd/1ZEAin
Antwort auf Beitrag Nr.: 49.082.414 von five-alive am 16.02.15 12:34:21Vielen dank für deinen Beitrag, der sich sehr interessant liest ...jedoch vermisse ich dabei den sehr wichtigen Punkt der Firmenkäufe und daraus resultierenden Abschreibungen.

Na, wie auch immer ...es hat sich für mich auch so schon gelohnt, da ich Opera bislang nicht kannte und nun mal den Browser angetestet habe und beibehalten werde. Läuft bei mir erstaunlicherweise wesentlich schneller und stabiler als Chrome ....also nicht nur ein klein wenig sondern auffällig!
P.S. insofern frag ich mich grad, was Google oder Microsoft falsch machen, was Opera scheinbar richtig (bzw. besser) macht?
Könnte Google darin ein "Problem" sehen? (Übernahmeangebot wäre ja quasi aus der Portokasse zu stemmen)
Insiderdeals:
http://www.newsweb.no/newsweb/search.do?messageId=371337

On 16 February 2015, Sverre Munck, Chairman, Board of Directors, purchased 5 000
shares in Opera Software ASA at an average price of NOK 60.60 per share through
his fully controlled company Libras AS. Munck now holds 25 000 shares in Opera
Software.
On 16 February 2015, Audun Iversen, Board member, Board of Directors, purchased
15 000 shares in Opera Software ASA at an average price of NOK 60.60 per share
through his fully controlled company Naben AS. Iversen now holds 40 000 shares
and 17 500 options in Opera Software.
On 16 February 2015, Andreas Thorsheim, SVP, Products, purchased 5 000 shares in
Opera Software ASA at an average price of NOK 60.40 per share. Thorsheim now
holds 5 000 shares in Opera Software.
Petter Lade, Investor Relations
ich suche ein freies internationales bzw. englisch sprachiges board/forum zu opera sw.
jmd. ein tip ?
seit Berenberg empfehlung im feb 2015 fast kurshalbierung.

rubel hat sich seit opera crash etwas erholt
kurs fällt weiter

droht hier evtl. höherer wettbewerb ?

investor relations opera scheinen keine fragen per email zu beantworten. telefonisch sowieso nicht.
Opera Software ASA | Antworten zu Kommentaren und Fragen von w:o, twitter, eMail etc. http://wp.me/p4jlXg-Co
Antwort auf Beitrag Nr.: 49.246.529 von five-alive am 05.03.15 11:30:45bevorzuge diskussion hier oder in internationalem boards
ich finde opera auf dem niveau interessant - bin aber an chancen/risiko diskussionen interessiert. schwarz-weiß ist für mich uninteressant. zu der aussage dass man als analyst den einfluß der rußland krise nicht vorhersehen konnte: dann haben diese analysten m.E. ihren beruf verfehlt. ernst nehmen kann ich das nicht.

sc
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