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Timburgs Langfristdepot 2012-2022 (Seite 3699)



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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.384.727 von Zinsidende am 18.04.19 14:26:45
Zitat von Zinsidende: Axel Springer habe ich ebenfalls im Depot , Glücklicherweise hatte ich die Position bei circa 70 € reduziert. Beim Einstandspreis von rund 34 € ergibt sich aber auch heute für die restlichen Positionen eine sehr attraktive Dividendenrendite. Unternehmerisch macht Axel Springer vieles richtig, aber bei einer scharfen Konjunkturabkühlung dürfte auch diese Aktie noch mal spürbar unter Druck geraten. Aber dann sind wir auch schon wieder bei Kaufkursen.

Beste Grüße, Zinsidende


Hi,

dachte schon ich bin der einizige mit AxelSpringer. Welche Chancen ich bei Springer sehe hatte ich schon umfangreich beschrieben. Dann Glückwunsch zur fetten Dividende!

Ist es nicht schön wenn ein Wert eine hohe Divi zahlt und ein entsprechender Abschlag das Depot belastet und wenn das Depot dann trotzdem Intraday fett im Plus ist? Ostern kann kommen.

G
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.384.229 von gast77 am 18.04.19 13:13:12>> Besten Dank für Euren Input. Natürlich gehe ich von FCF aus das weisen aber die Gesellschaften immer wieder anders aus v.a. bei Immobilien Gesellschaften wie Schleef richtigerweise hinweist. <<

Hallo @gast77,

noch einige Hinweise zum FCF:
Kein Unternehmen ist verpflichtet überhaupt einen Free Cash Flow (FCF) im Jahres- oder Konzernabschluss auszuweisen, weder nach HGB, IFRS oder US-GAAP etc. Somit findest Du einen solchen Wert dort zu gut wie nie. Manche Unternehmen geben einen solchen Wert als sog. non-GAAP figure im Abschluss freiwillig an, dabei muss man jedoch beachten, dass die Rechenmethoden u.U. geschönt sind. Non-GAAP figures sind auch immer ungeprüft und als solche gekennzeichnet. Also am besten selbst den Rechenschieber benutzen ;)

Beste Grüße und schöne Ostern @all! :)
Felix80
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.385.201 von 1435905 am 18.04.19 15:30:01ad 36.982:
Mein Beitrag nochmal »1:1«, aber ohne die stumpfe Spitze Richtung Steinbrück.
[– Wer's schon gelesen hatte: Die 'grenzwertige Steuerfahndungspraxis' mit den CD-Ankäufen, die die damalige BMJ dann per Gesetz verbieten wollte riss auf Länderebene ein. Außerdem war Steinbrück da gar nicht mehr BMF – ihm resp. dem BMF ist diesbzgl. also nichts vorzuhalten. Meine Ansicht, dass die SPD steuerpopulistischer als früher ist, bleibt davon unberührt]

Zitat von 1435905: Danke @investival für den Einblick in dein Depot. Hatte insgesamt mit mehr Werten gerechnet.:D
Interessant ist auch, was nicht drin ist (Tabak, Rohstoffe,...).
Hut ab vor deinen ASS-Positionen! Was mich interessieren würde: Welche deiner als ASS gedachten Werte mussten im Laufe der Zeit dein Depot gänzlich verlassen?
Bei mir waren es innerhalb des letzten 10 Jahre bedauerliche 6 von 18 (Vodafone, E.ON, Nokia, Pfizer, H&M,...) bei denen v.a. hohe Einstiegsdividenden andere Schwächen kaschierten und so zu Fehleinschätzungen führten. Hätte besser auf das Erhöhungspotenzial abstellen sollen und habe das spätestens in der Mitte dieses Jahrzehnts als Lehrgeld mitgenommen.
Insgesamt aber positiv: Manch einen (und so auch mich) hat die steinbrücksche Keule insoweit zu seinem Glück gezwungen, als dass er sich 2008 grundsätzlich mit seiner Strategie auseinandersetzen musste, um zu echten Langfristwerten zu kommen. Eine Starbucks oder Stryker hätte ich damals sonst vielleicht nicht ins Depot gepackt.

@Timburg
Da die (erste) einmonatige Elternzeit leider bereits vorbei ist und ich wieder arbeiten muss, kann ich zumindest Pausen für w:o nutzen.;)

Disney und BASF:
Beides Thread-Werte, bei denen in ihrer jeweiligen (temporären) Schwäche zum Einstieg hier geklingelt wurde und die sich jüngst positiv entwickelten. Glückwunsch allen die zugegriffen haben!

Schöne Ostertage allerseits wünscht
Bastian

– Danke auch für Deinen gegebenen Einblick.

>> Hatte insgesamt mit mehr Werten gerechnet.:D <<
Richtig gerechnet; hab' ja nur die long runs + die dafür Angedachten genannt, ;)
Schrieb dazu 'bei den anderen weiß ich es noch nicht'; als da aktuell nur noch sind
Fabasoft
Focusrite
Hexagon
Mayr-Melnhof
Nichols
SOBi

>> Hut ab vor deinen ASS-Positionen! <<
Ist auch Ergebnis der zwar manchmal anstrengenden, aber auch fruchtbaren Auseinandersetzungen drüben damals. Der Gb.-thread war mit seinem US-Bias damals ein ideales Anregungsvehikel, um auf die 2008/09 absehbare Währungsverschiebung EUR-->USD zu reagieren.

>> Was mich interessieren würde: Welche deiner als ASS gedachten Werte mussten im Laufe der Zeit dein Depot gänzlich verlassen? <<
'Mussten' mussten sie nicht, aber es haben
KO
MCD
Novo Nordisk
Letztere bereits 2009 ohne echte Not (Angstreflex nach einer Zulassungsabsage in USA); die ersten 2 als schon gekauft kleinste Pos. und als lame ducks relativ immer weiter zurückfallend vor ~2y wegen ... Unzufriedenheit. [– Liegt vlt. daran, dass man fulltime mit dem Metier befasst nicht mehr lame ducks als gefühlt nötig für ewig mitschleppen will]
Des weiteren ass hätte ich haben können
MNST = ehem. HANS = einer der 2 Werte, mit denen ich mich drüben im Frühjahr '08 eingeführt hatte
– wäre heute ein lockerer 10-bagger; leider auch schon 2009 gegen hardcore Zykliker getauscht, an denen ich dann ~1y Freude hatte.

>> Manch einen (und so auch mich) hat die steinbrücksche Keule insoweit zu seinem Glück gezwungen, als dass er sich 2008 grundsätzlich mit seiner Strategie auseinandersetzen musste, um zu echten Langfristwerten zu kommen. <<
Kann man so sehen, aber ich sehe das anders:
1.
Ich fand es sehr anstrengend und riskant, mitten in der Krisenkulmination auch noch bzw. schon explizite Langfristinvestments realisieren zu müssen.
Ich will nun nicht jammern, aber ich bin davon überzeugt, dass diesbzgl. 2009 weit bessere Entscheidungen von weit mehr Deutschen getroffen worden wären. Der Fiskus resp. Staat hätte damals wohl kaum auf was verzichtet; so hat er in ~10+ Jahren absehbar erheblich mehr Unterstützungsleistungen zu bewerkstelligen.
Die Abgeltungssteuer diszipliniert zwar in Sachen zu schnelle Gewinnmitnahmen, provoziert andererseits aber auch das Festhalten über angemessene Gebühr hinaus.
2.
Das Wesen der Steinbrück-Steuer ist im vgl. zur vorherigen Regelung durch Eigenkapitalstigmatisierung zugunsten von Fremdkapital und Inflationsbesteuierung charakterisiert – zu einer Zeit, wo eigenkapitalbasierte Vorsorge in D schon mehr denn je angesagt gewesen wäre statt noch mehr Privatkapital in Schuldpapiere zu lenken.
Die von Steinbrücks Partei mühsam geschaffene alte Regelung war »steuersystematich« ausgegoren und sozial gerecht, hatte es via der Steuerfrist jedem ermöglicht, substanziell vorzusorgen, und Gläubiger wie Spekulanten auf großem Fuß mit deren Einkommensteuersatz statt mit billigen 25 % belegt und den Vollzug immerhin schon im Inland gewährleistet. Sie hätte überdies viel neue Bürokratie und Theater erspart. Opportun/Redlich wäre eine Verlängerung der Steuerfrist gewesen.

– Den Osterwünschen schließe ich mich gerne an, :)
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.383.353 von investival am 18.04.19 11:15:11@investival

BASF war ja schon letztes Jahr in Andernach eines der Themen. Erinnerst Dich bestimmt noch 😉
Käufe als Swingtrade im niedrigen 60-iger Bereich haben sich aus heutiger Sicht als richtig herausgestellt. Denke jedoch, dass wir aktuell bei ca. 74 EUR erstmal wieder weniger Upside-Potential haben. Somit habe ich heute auch nen größeren Teil meiner BASF-Position verkauft (2008er Altbestände bleiben natürlich für hoffentlich immer und ewig im Bestand). Die Zykliker wird es in den nächsten Monaten bestimmt auch wieder günstiger geben… wenn ich falsch liege, dann soll dies so sein und es ergeben sich andere Möglichkeiten 😊

Deine kritische Einstellung zu DFC-Bewertungsmodellen kann ich nachvollziehen. Werde jedoch am Achensee bemüht sein, Dir Deine Bedenken zu diesen Modellen zu nehmen. Es geht doch nur darum, ob eine Aktie xy unter den heutigen Annahmen (+Erfahrungen, Branchenvergleichen, evt. Unbills etc.) eher günstig und somit kaufenswert ist oder eben nicht. Was in x-Jahren ist wissen wir alle nicht (ob Rechtsstreitigkeiten drohen etc.). Auch Deine Kaufentscheidungen hängen von diesen Annahmen, Erfahrungen etc. ab. Du bildest diese u.U. nur nicht in einem quantitativen Bewertungsmodell ab. Ich bin (wahrscheinlich berufsbedingt) eher der Typ, der diese ganzen Soft- und Hardfacts versucht in ein Bewertungsmodell einzuarbeiten. Das Ergebnis der beiden Wege ist u.U. dann wahrscheinlich sehr ähnlich. In diesem Zusammenhang z.B. mal die Frage in die Runde: Für wen ist bei Kursen um 32 USD KraftHeinz ein Kauf? Es soll dabei nur um KHC gehen, nicht ob man in der Food Processing Indutry aktuell (eventuell) bessere Investments tätigen kann. Die meisten würden wohl sagen, dass KHC ein völliges no-go ist. Ist dies jedoch wirklich so bei Kursen um 32 USD? Hier mal nen toller Beitrag dazu, wenn es um die Fundamentals geht:

http://aswathdamodaran.blogspot.com/2019/02/the-perils-of-investing-idol-worship.html

Vielen Dank noch an alle, die sich in den letzen Tagen zum Thema DCF-Modelle geäußert haben. Find ich immer interessant.
3 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.386.989 von Felix80 am 18.04.19 19:39:03Sorry, anbei noch der richtige Link:

http://aswathdamodaran.blogspot.com/2019/02/the-perils-of-in…

@investival
Noch ne Frage zu Deiner Anmerkung zu Greenwald et al.: Hast Du folgendes Buch gemeint? Value Investing: From Graham to Buffett and Beyond? Wenn ja, hab ich nie gelesen. Empfehlenswert?

VG
Felix80
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.383.131 von jkreusch am 18.04.19 10:51:39Guten Abend,

hatte zu den Marktanteilen von LaCroix die 2017er-Staistik von Statista, vielen Dank für den Link zum Bloomberg Artikel:



Positiv für den Gesamtmarkt stimmt mich noch folgende Statistik:



Wachstum im Bereich Sparkling Water ist und bleibt hoch. Sollen die nächsten Jahre in USA um die 9% p.a. sein. Nun gilt es eben, dass FIZZ sich wieder stabilisiert und vom Wachstum profitieren kann. Aktie bleibt bei mir auf der Watchlist.
BASF habe ich gestern verkauft. Es war ein Positionstrade seit Oktober, den ich mit schwarzer Null und einiger Enttaeuschung beendet habe. Wer einen weniger zyklischen Gasehersteller (Air Liquide, Linde, ...) hat und langfristig haelt, braucht eigentlich keine diversifizierten zyklischen Chemiewerte.

Einen neuen Positionstrade habe ich heute mit Sanofi fast auf Tagestief eroeffnet, keinen Optionsschein, die echte Ware, also leider auch mit FTT (vielleicht wird sie zur Finanzierung der Steuerrueckerstattungen von Spenden fuer die Notre Dame Reparatur verwendet). Nach der juengsten Serie von Verlusttagen duerften da schnell ein paar Prozent drin sein.

Naechste Woche kommen Zahlen von einigen meiner Beobachtungswerte und Kaufkandidaten (Dassault Systèmes, Novozymes, Eurofins Scientific, Swedish Orphan Biovitrum, ...). Mal sehen, ob sich da Einstiegschancen aufgrund von Enttaeuschungen bieten. Bei z.B. -10% Tagesverlust haette ich da keine Hemmungen zu kaufen. :D

Was mir heute noch so durch den Kopf ging: Das Gute an der Prime de Fidélité von 10% bei Air Liquide ist, dass die zusaetzliche Dividende wirklich on top ist, da der Dividendenabschlag nur in Hoehe des Basisbetrags der Dividende erfolgt. Das macht bei mir schon einen dreistelligen Betrag on top aus.

Zu meinen Optionsscheintrades (seit Mitte 2017, falls es z.B. ungierig interessiert): Bisher hatte ich immer eine Praeferenz fuer im Geld liegende Scheine. Letzte Woche hatte ich mal etwas anderes probiert, besser ausgedrueckt riskiert, und zwar habe ich aus dem Geld notierende Scheine auf BMW gekauft. Man kann sich vorstellen, dass der Preis pro Stueck sehr niedrig war (in diesem Fall 0.18 Euro) und der Spread relativ hoch (0.01 Euro). Die Stueckzahl war hoch (120.000), also etwas wahnsinnig aber nicht verrueckt. Einen Tag spaeter bewegte sich der Basiswert 1% nach oben und ich hatte knapp 1.200 Euro Gewinn nach Gebuehren (durch einen bereits mit Limit voreingestellten Verkaufsorder). Das Risiko war durchaus betraechtlich, aber mich hat das einfach mal gereizt. Jetzt ueber Ostern habe ich keinen Optionsschein im Depot. Ich denke, dass man auch im Trading mal etwas Neues ausprobieren muss, so wie erfolgreiche Unternehmen auch. Nun ueberlege ich oft, wann man solche Manoever mit welchen Basiswerten riskieren kann.
4 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.387.691 von El_Matador am 18.04.19 21:27:04Charttechnisch würde ich ja aktuell BASF bei Schwäche kaufen! Aber ok.

Weil hier Versorger besrochen wurden: Transalta Renewable, habe ich schon länger. Bei Schwäche vielleicht? Viel Divi monatlich. Außerdem Southern.
Nisource vielleicht wieder.

DIe könnten jetzt alle korrigieren. 50er weit weg von der 200er und beide weit unterm Kurs. Und dann nachkaufen.
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