Diskussion zu MAX Automation AG (Seite 23)

eröffnet am 07.01.17 10:55:00 von
neuester Beitrag 02.09.20 14:10:59 von


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13.05.20 10:09:48
Beitrag Nr. 221 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.523.793 von Gast20 am 30.04.20 21:57:09
Zahlen
Guten Morgen!

MMn grottenschlechte Zahlen. Bei relativ konstanten Umsatz im Kerngeschäft deutlich sinkendes EBITDA (und das obwohl es in Q1 nur mäßige Auswirkungen von Corona auf die Geschäfte gab).
Dass Ebit und Konzernergebnis rot sind, war ja eh klar (und dass kein Ebitausweis für die einzelnen Geschäftsbereiche ausgewiesen wird sondern immer nur das EBITDA ist mMn ärgerlich).

Zudem eine deutlich steigende Nettoverschuldung (um 40% zugelegt q-o-q) und ein erneut gesunkenen Eigenkapital, das nur noch bei 18% liegt und zudem auch noch zu ca. 80% lediglich mit Firmenwerten hinterlegt ist (deren Werthaltigkeit man als Außenstehender im Grunde nicht einschätzen kann).

Last but not least ist auch noch der Cashflow aus der operativen Tätigkeit negativ.

Wie man hier ohne eine nennenswerte Kapitalerhöhung die restlichen "Non-Core Aktivitäten" abwickeln und das Unternehmen anschließend wieder wachsen lassen möchte, erschließt sich mir nicht.

Auch die zahlreichen Wechsel an der Spitze des Unternehmens und die mMn eben weiter sehr undurchsichtige Rolle der Günther Holding als Großaktionär, der in meinen Augen seine angeschlagenen Beteiligungen gegen Aktien in die MAX eingelegt hat, sprechen nicht für ein Engagement in Max.

Für mich heißt das weiterhin "kein Kauf" (erst recht nicht zu diesen Kursen).
Ist aber natürlich nur meine persönliche Meinung und keine Empfehlung für andere hier.
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13.05.20 11:18:28
Beitrag Nr. 222 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.658.312 von Huta am 13.05.20 10:09:48Ja, die schlechten Zahlen waren zu erwarten, habe aber trotzdem auf ein bessere Nachrichten gehofft.

Das Eigenkapital schmilzt dahin und die steigende Verschuldung zeigt sich auch in den Finanzierungsaufwendungen (3,7 Mio vs. 900 Tsd in Q1 2019).

Die Abschreibungen sind doppelt so hoch wie in Q1 2019, obwohl die Liquidation der IWM Automation im Jahresabschluss als fast vollendet dargestellt wurde. Dazu finden sich jedoch keine weiteren Erläuterungen im Quartalsbericht.

Wie es beim Verkaufsprozess der ELWEMA Automotive ausschaut wird auch nicht erwähnt. Vielleicht kann hier ja ausnahmsweise die Günther Holding aushelfen und die Gesellschaft zu einem überteuerten Kaufpreis übernehmen. 😉 Wäre eine meiner Meinung nach eine gute Anregung für die Hauptversammlung 😂


Als "strategische Highlights" wird im Q1 Bericht als erster Punkt genannt:

"Q1 nur teilweise durch Covid19 belastet"... ich frage mich wie das bei den schlechten Zahlen als Highlight dargestellt werden kann. Wenn in Q2 Covid 19 wirklich auf die Zahlen einschlägt, liegt die MAX am Boden.

Wünschte jemand könnte mir die Entscheidung abnehmen, ob ich hier verkaufen oder halten soll. Die einzelnen überbliebenen Gesellschaften im Kernbereich gefallen mir, aber mit dem Management der MAX kann ich gar nicht.
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13.05.20 17:36:28
Beitrag Nr. 223 ()
Na, Herr Krause möchte wohl keine Insolvenz in seinem Lebenslauf? Kann ich verstehen!
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14.05.20 06:13:20
Beitrag Nr. 224 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.659.347 von Gast20 am 13.05.20 11:18:28
Zitat von Gast20: Ja, die schlechten Zahlen waren zu erwarten, habe aber trotzdem auf ein bessere Nachrichten gehofft.

Das Eigenkapital schmilzt dahin und die steigende Verschuldung zeigt sich auch in den Finanzierungsaufwendungen (3,7 Mio vs. 900 Tsd in Q1 2019).

Die Abschreibungen sind doppelt so hoch wie in Q1 2019, obwohl die Liquidation der IWM Automation im Jahresabschluss als fast vollendet dargestellt wurde. Dazu finden sich jedoch keine weiteren Erläuterungen im Quartalsbericht.

Wie es beim Verkaufsprozess der ELWEMA Automotive ausschaut wird auch nicht erwähnt. Vielleicht kann hier ja ausnahmsweise die Günther Holding aushelfen und die Gesellschaft zu einem überteuerten Kaufpreis übernehmen. 😉 Wäre eine meiner Meinung nach eine gute Anregung für die Hauptversammlung 😂


Als "strategische Highlights" wird im Q1 Bericht als erster Punkt genannt:

"Q1 nur teilweise durch Covid19 belastet"... ich frage mich wie das bei den schlechten Zahlen als Highlight dargestellt werden kann. Wenn in Q2 Covid 19 wirklich auf die Zahlen einschlägt, liegt die MAX am Boden.

Wünschte jemand könnte mir die Entscheidung abnehmen, ob ich hier verkaufen oder halten soll. Die einzelnen überbliebenen Gesellschaften im Kernbereich gefallen mir, aber mit dem Management der MAX kann ich gar nicht.


Guten Morgen!

Ich fürchte, die Entscheidung kann Dir niemand abnehmen - zumal auch niemand weiß, wie sich die Börse entwickelt.
Für mich ist entscheidend, dass das Unternehmen immer noch mit gut 80 Mio Euro bewertet wird. Dem steht ein stetig schrumpfenden EK gegenüber, das auch noch wesentlich mit für Außenstehende schwer durchschaubaren immateriellen Wirtschaftsgütern hinterlegt ist. Zudem steigt die Nettoverschuldung Jahr für Jahr und hat den an sich noch akzeptablen Verschuldungsgrad von 2,5 x EBITDA lange hinter sich gelassen. Und das obwohl die "Rückführung" der MAX auf den Kernbereich noch nicht einmal abgeschlossen ist ( ELWEMA).

Weiter macht MAX eben schon seit Jahren Verluste - erst durch die von der Günther Holding "untergejubelten" Gesellschaften, dann durch die zu stark auf den Automobilbereich zielenden Töchter und nun durch die Umstrukturierung und die allgemeine Wirtschaftsschwäche.

Hinzu kommen noch die "hausgemachten" Probleme - insbesondere der ständige Führungs- und damit verbundene Strategiewechsel. Die jetzt ganz gut laufende Vecoplan stand z.B. vor wenigen Jahren noch zur Disposition. Andere Gesellschaften - z.B. die in China gegründete - werden in einem Jahr hochgejubelt als strategischer Meilenstein und im nächsten Jahr dann sozusagen stillgelegt (natürlich mit hohen Verlusten wegen Abschreibungen)!

Nun kommt ein voraussichtlich operativ schwaches Geschäftsjahr hinzu und auch wenn die Verantwortlichen bei MAX da nix für können, trifft dieses Coronakrisenjahr eben auf einen schwer "vorerkrankten" Konzern.

Aus meiner Sicht hat MAX keine Reserven, um die sich ankündigende Durststrecke gut zu überstehen. Man sieht ja an den Q1 Zahlen, dass auch das Kerngeschäft schwächelt.

Und last nur mit least ist die MAX-Aktie eben höchstens optisch billig. Klar kann es sein, dass man die Kurve bekommt und sich erholt - wenn beispielsweise ein Szenario eintritt, wie es die auf der Homepage verlinkten Analysen vorsehen - dann wäre ein Kurs von 2,80 Euro sicher günstig. Aber aktuell sehe ich das nicht - aber wenn ich immer alles richtig sehen würde, wäre ich jetzt unermesslich reich 😉.

Insofern stellt das hier auch nur meine persönliche Meinung dar und keine Aufforderung an andere. Aber meiner persönlichen Meinung nach gibt es derzeit sicher interessantere Unternehmen - wenn es eine Holding sein soll vielleicht eine Indus und wenn es ein Unternehmen im Bereich Automation sein soll vielleicht eine Dürr. Ich glaube, dass die beiden genannten Unternehmen vor allem bilanziell sehr viel besser aufgestellt sind als die MAX - aber wie gesagf: nur meine Privatmeinung!
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14.05.20 21:41:11
Beitrag Nr. 225 ()
Das war mal so ein gutes Unternehmen bis der Vorstand seine Aktien an die Günther Holding verscherbelt hat. Nichts als Baustellen sind verblieben.
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14.05.20 21:44:22
Beitrag Nr. 226 ()
Und wenigstens teppichprofi ist noch dabei. Eine Konstante gibt es.

Für mich war Max Automation eine erfolgreiche Aktie. Glaube aber kaum, dass ich hier je zurückkehre.
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20.05.20 00:45:11
Beitrag Nr. 227 ()
...war bisher hier nur interessierter Mitleser, ich würde trotzdem gerne auf eine Sache hinweisen - bzw. mal nachfragen:
in der Segementberichterstattung ist mir gerade mal aufgefallen, dass alleine die Kosten für denKonzern, also die Holding, bei ca. 2,25 Mio EUR im Quartal liegen - also mehr oder weniger 9 Mio. EUR im Jahr sind.

Wenn die MAX aber hauptsächlich aus rechtlich und operativ eigenständigen Tochtergesellschaften besteht, dann ist das doch wahnsinnig teuer. Technologisch bzw. strategisch sitzt doch in der Holding sowieso keine Kompetenz - die MAX ist eine Finanzholding. Wenn ich 10 Mio. EUR EBITDA im Jahr dafür bezahle, dann mache ich doch je nach Bewertung 80 bis 100 Mio. EUR Marktwert kaputt (bei KGV von 8-10)?
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20.05.20 07:37:42
Beitrag Nr. 228 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.744.103 von rapsbauer am 20.05.20 00:45:11Das ist halt so mit den Wasserköpfen bei Beteiligungsgesellschaften. Schau mal Mountain Alliance an, die können wegen dem Wasserkopf nie auf einen grünen Zweig kommen. Die Wasserköpfe sind bei Buy and Hold Beteiligungsgesellschaften immer kritisch.
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20.05.20 10:51:56
Beitrag Nr. 229 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.744.661 von Straßenkoeter am 20.05.20 07:37:42
Zitat von Straßenkoeter: Das ist halt so mit den Wasserköpfen bei Beteiligungsgesellschaften. Schau mal Mountain Alliance an, die können wegen dem Wasserkopf nie auf einen grünen Zweig kommen. Die Wasserköpfe sind bei Buy and Hold Beteiligungsgesellschaften immer kritisch.


Wasserkopf hin oder her - aber im Verhältnis zum EBITDA und auch zur Größe der MAX ist das doch eigentlich nicht tragbar. Jetzt gibt es ein Management Board mit zwei geschäftsführenden Direktoren, die eine Business Unit (process & environmental) verantworten --- aber halt, das sind ja eigentlich nur jeweils eine Gesellschaft, deren Geschäftsführer sie sowieso schon sind. Für mich ist das eher Etikettenschwindel, aber v.a. sind das zusätzliche Kosten (die zwei bekommen ja jetzt auch nochmals zusammen 1 Mio. EUR).

Gut, die Vorstandsvergütung geht noch - wenn man die im Finanzbericht 2019 anschaut, waren das für Verwaltungsrat und geschäftsführende Direktoren ca. 2,5 Mio. EUR, wenn ich das richtig gelesen habe. Aber wofür werden dann die restlichen 6-7 Mio. im Jahr ausgegeben? Da ist doch ein großer Hebel für die Gesamtprofitabilität. Vor allem weil die Tochtergesellschaften doch alle autark und selbständig sind, d.h. da wird nichts von der Holding aus gesteuert oder irgendwelche Synergien gehoben?
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20.05.20 13:07:49
Beitrag Nr. 230 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.659.347 von Gast20 am 13.05.20 11:18:28
Zitat von Gast20: Als "strategische Highlights" wird im Q1 Bericht als erster Punkt genannt:

"Q1 nur teilweise durch Covid19 belastet"... ich frage mich wie das bei den schlechten Zahlen als Highlight dargestellt werden kann. Wenn in Q2 Covid 19 wirklich auf die Zahlen einschlägt, liegt die MAX am Boden.

Das ist richtig, v.a. da man vor allem bei der bdtronic (process technologies), dem Margenbringer der letzten Jahre schon im Q1einen deutlichen Einschlag sieht. Die Marge hat sich mehr als halbiert und das ohne Corona. Die bdtronic hat im Vergleich zum Jahresschnitt 2019 nochmals 40 Mitarbeiter (+10%) aufgebaut im Q1. Der Auftragseingang hat sich mehr oder weniger halbiert, wie auch der Auftragsbestand. Dieser reicht nur noch für zwei Quartale, also ist davon auszugehen, dass die bdtronic 25% weniger Umsatz macht dieses Jahr. EBITDA will ich dann gar nicht hochrechnen.

Da wird das Q2 richtig schlecht. Wenn man dann schreibt, Fixkosten durch Investitionen in Wachstum beinträchtigen das Ergebnis, macht einem das Angst.
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